Reformation und ÖkonomieGottes Güter umsonst

Christoph Fleischmann in Deutschlandfunk, 16.04.17

Dem Papst ging es offensichtlich ums Geld, und nicht um der Seelen Seligkeit, bemerkte Luther spitz. Rom war alarmiert, weil es ums Geschäft ging: Gottes Gnade umsonst für alle, nicht mehr als kostenpflichtige Ware des Papstes – diese Botschaft drohte das Geschäft kaputt zu machen. Eine Botschaft mit einer ökonomischen Konsequenz – auch heute noch: Dass die Menschen an allen Gütern der Gemeinschaft teilhaben können unabhängig von ihrer Leistung, das wäre – so der Reformationshistoriker Berndt Hamm – die Überführung der Gnadenlehre Luthers in eine Gesellschaftstheorie. Commons, Gemeingüter als Konsequenz aus Luthers Gnadenlehre: Weil wir Menschen sind, nimmt uns Gott an. Weil wir Menschen sind, steht uns zu, was wir zum Leben brauchen – nicht aufgrund irgendeiner Leistung.

The Pope Hails Communism for Focus on ‚Poor‘ and ‚Marginalized‘

TeleSur, 2016-11-11

Asked if his pursuit and support for a more egalitarian society meant he envisioned a “Marxist type of society,” the pontiff said in response, “If anything, it is the communists who think like Christians.”

“Christ spoke of a society where the poor, the weak and the marginalized have the right to decide. Not demagogues, not Barabbas, but the people, the poor, whether they have faith in a transcendent God or not. It is they who must help to achieve equality and freedom,” he said.