Hans-Jochen Vogel über die SPD Große Koalition nicht „bedingungslos akzeptieren“

Hans-Jochen Vogel im Interview in Süddeutsche Zeitung, 01.01.18

SPD-Veteran Hans-Jochen Vogel über den Niedergang der Sozialdemokratie, über Fehler von Schulz und Merkel, seine Enttäuschung über Lafontaine – und welche Regierungsoption er seiner Partei jetzt empfiehlt.

Rotlicht: Seeheimer Kreis

in Junge Welt, 27.12.17

Es waren nicht zuletzt die innerparteilichen Erfolge der Seeheimer, die dazu führten, dass der gesellschaftliche Antagonismus sich in neu gegründeten Parteien artikulierte: gegen Helmut Schmidts NATO-Doppelbeschluss und und seine Atompolitik in Gestalt der Grünen und gegen Gerhard Schröders Agenda 2010 in Gestalt der Linkspartei, was die Erosion der SPD als Volkspartei immer weiter beschleunigte.

Woran ist Jamaika wirklich gescheitert? Innenansichten eines gescheiterten Experiments.

Peter Carstens in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.17

Die Jamaika-Verhandlungen sind vorbei. Aber was wurde da eigentlich gespielt? Haben die Grünen Punkte gesammelt und die CSU ihr Blatt ausgereizt? Spielte die FDP mit gezinkten Karten, oder hat Angela Merkel zu hoch gepokert? Waren die Verhandlungen vor dem Ziel oder längst auf dem falschen Weg? Innenansichten eines gescheiterten Experiments.

SPD vor der GroKo-Entscheidung: Merkels Bettvorleger?

Jakob Augstein in Spiegel Online, 24.11.17

Es geht heute nicht um ein bisschen mehr oder weniger Entlastung mittlerer Einkommen oder einen so oder so gestaffelten Abbau des Solidaritätszuschlags – es geht um einen politischen Kurswechsel, eine neue Definition von Gerechtigkeit. Es geht darum, endlich einem pervertierten Selbstbedienungskapitalismus Grenzen zu setzen, der für Air Berlins Pleitechef eine Millionenzahlung bereithält und für gekündigte Mitarbeiter irgendwann Hartz IV.

Streit um angebliche CDU-Strategie AfD als „Chance für die Union“?

Rainer Woratschka in Der Tagesspiegel, 11.10.17

Hat sich die CDU im Wahlkampf wenig um die AfD gekümmert, weil sie von den Rechtspopulisten im Kampf gegen Rot-Rot-Grün profitieren wollte? In einem jetzt aufgetauchten Papier wurde ihr das empfohlen.

Was die Parteien unter sozialer Gerechtigkeit verstehen

in Spiegel Online, 31.07.17

Es ist ein zentrales Thema des Wahlkampfs: soziale Gerechtigkeit. Doch was verstehen die Parteien eigentlich darunter? Eine Umfrage unter den Spitzenleuten. … SPIEGEL ONLINE hat die CSU vergeblich um eine Antwort von Parteichef Horst Seehofer oder Spitzenkandidat Joachim Herrmann gebeten.

SPD-Politiker lehnen rot-rot-grüne Koalition ab

Daniel Friedrich Sturm in Die Welt, 22.07.17

„Die SPD wird mit den Linken keine Bundesregierung bilden. Rot-Rot-Grün ist in ostdeutschen Ländern möglich, für die Bundesebene ist es keine Option“, sagte Johannes Kahrs, Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, der WELT AM SONNTAG … Die Debatte um eine Absage an eine Koalition der SPD mit Grünen und Linkspartei hatte der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnany (SPD) angestoßen. Im Interview mit der WELT hatte er gesagt: „Wenn sich Herr Schulz nicht vor der Wahl von der Option Rot-Rot-Grün befreit, werde ich ihn nicht wählen.“

SPD-Haushaltspolitiker wirft Schäuble Lügen vor

in Focus, 12.05.17

Der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der Steuerpolitik Lügen und „Fake News“ vorgeworfen. „Schäuble hat bei Steuerthemen immer gelogen“, sagte Kahrs der „Passauer Neuen Presse“ vom Freitag. „Seit 2004 kündigt er Steuersenkungen an, bei jeder Bundestagswahl“, sagte der SPD-Politiker weiter. „Nicht ein einziges Mal hat er geliefert.“ Alle Ankündigungen des Ministers zu Steuersenkungen seien „Fake News“.

In dieser Legislaturperiode hätte Schäuble die Steuern senken können, sagte Kahrs dem Blatt. Die SPD habe angeboten, mit ihm zusammenzuarbeiten, was Schäuble abgelehnt habe. „Seine Glaubwürdigkeit liegt bei null“, sagte Kahrs. Kahrs unterstützte zugleich die Forderung des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz nach mehr Hilfe für Frankreich. „Wenn wir wollen, dass Europa eine Chance hat, müssen wir mehr tun, insbesondere gegen die Jugendarbeitslosigkeit“, sagte der Haushaltspolitiker. Sollte Europa „scheitern“, habe Deutschland am meisten zu verlieren.