Wer ist dafür, viele Dinge vor Ort zu kaufen?

Storchmann in Facebook, 04.02.17

Bitte teilt dieses Foto und macht mit. Wir werden viele Läden vermissen, wenn wir nur noch Amazon, Zalando & Co. nutzen. Auch Händler vor Ort sind nicht von Gestern und bieten ihre Waren im Internet an. Aber nicht bei Amazon und eBay, die vom Händler 15§ Provision für jedes verkaufte Produkt verlangen.

In Biebrich gibts wieder einen Metzger. Im selben zentral gelegenen Laden, wo im Sommer die Heiter/Huber-Filiale zugemacht worden war.  Nun steht „Fleisch- und Fisch-Laden“ dran, und weiter unten etwas auf türkisch. Die lange Theke ist voll mit Fleisch und Fisch, aber Wurst hab ich keine gesehen. Hinter der Theke junge schwarzhaarige Männer statt rundlicher, ständig scherzender Metzgerinnen.

Tja, die* machen wenigstens auch mal ein Geschäft auf, unsere machen ja nur noch zu – sie kaufen sich gegenseitig auf, um dann das ganze Filialnetz auf einmal zuzumachen. Unrentabel, heißt es. In der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Mir fehlt die Fleischwurst! Und daß ich zum Heiligen Abend nicht mehr die gute Bratwurst bekomme, macht mich traurig. „Islamisierung“ wird vielleicht manch einer grummeln, aber nicht wegen Invasion. Warum können unsere Metzger nicht mehr, und die* können? Weil wir* zu geizig geworden sind, zum Metzger zu gehen? Uns den Appetit von Skandal-Dokus haben verderben lassen? „Lohnt eh nicht“ sagen, statt einfach was zu wagen? Nur noch im Büro arbeiten wollen, zu fein geworden sind für ein Handwerk?

Fragen über Fragen.

Pride before the fall: (Over)confidence predicts escalation of public commitment

Richard Ronay in Journal of Experimental Social Psychology, 20.10.16

„Hochmut kommt vor dem Fall“ (Übertriebener Optimismus bei Großprojekten ist ein Vorzeichen für Scheitern der Realisierung)