Paradise Papers: Warum die Chefs der Mega-Konzerne die falschen Helden sind

Paul Starzmann in Vorwärts, 07.11.17

Dass für Firmen wie Apple oder Amazon der Gewinn an erster Stelle steht, also noch vor den Werten der Demokratie kommt, ist natürlich weder überraschend noch neu. Nur leider machen sich das viel zu wenige Menschen bewusst. Sie halten die großen Wirtschaftsunternehmen immer noch für die freundlichen Organisationen, die sie aus der Fernsehwerbung kennen.Die großen Unternehmen wie Amazon oder Facebook dürfen nicht weiter das Gefühl haben, in Sachen Steuern, Transparenz oder Arbeitsrechten tun und lassen zu können, was sie wollen. Sie gehören unter gesellschaftliche Beobachtung und müssen ihren Helden-Status als vermeintliche Dienstleister oder Vertreter einer angeblichen „Kreativ-Branche“ endlich verlieren. Stattdessen sollten sie schlicht als als das betrachten werden, was sie in Wirklichkeit sind – Geschäftemacher.

Ökonomen sind überrascht: „Was zur Hölle ist hier los?“

Süddeutsche Zeitung, 2016-05-27

Wenn die Regierungen trotzdem die Schuldenquoten verringern, würde das zwar die Zinslast senken – aber nur ein bisschen. Die Kosten für diese Politik könnten aber hoch sein, und zwar viel höher als der Zinsvorteil. Denn der Preis für einen Haushaltsüberschuss seien zu hohe Steuern und gekürzte Staatsausgaben, die den Bürgern sonst zugute gekommen wären.