Ein paar kurze Frost-Tips für Rosenbesitzer

bei Ihnen mag ganz anderes Wetter sein, aber hier in Wiesbaden beginnt voraussichtlich am kommenden Wochenende eine längere Dauerfrost-Periode, so daß der Boden durchfrieren wird. Wenn Sie vorher, also am Samstag, bei Ihren empfindlichen Pflanzen das Herz mit einer Hacke mit umgebender Erde anhäufeln, sind sie eigentlich schon ziemlich sicher vor Verlusten durch Frost.

Denn aus («schlafenden») Augen in diesem untersten Teil der Triebe kann sich eine Pflanze im Frühjahr binnen kurzem regenerieren, selbst wenn alles darüber erfrieren sollte.

Um auch die oberen Pflanzenteile zu schützen, stellen Sie Fichten-, Tannen- oder sonstige immergrüne Äste und Zweige als luftdurchlässigen Wind- und Sonnenschutz daran. Die meisten Frostschäden entstehen durch die Temperaturspannung, wenn am Morgen nach einer kalten Nacht die Sonne eine Seite der grünen Triebe erwärmt.

Bei Hochstämmen stecken sie kurze Zweige zwischen die Kronenäste und binden die Krone locker zusammen, damit sie nicht wegwehen. Dem Stamm selbst dürfte kaum etwas passieren können.

Vorerst sind hier keine Temperaturen unter -10° in Sicht, die Rosen gefährlich werden können, aber in höheren Lagen, in Talzügen (wie am Ochsenbach auf meinem Feld) und an zugigen Stellen vielleicht schon.

Reichlich Schnee ist im übrigen das beste, was passieren kann. Unter einer hohen Schneedecke haben bei Kunden am Brennerpaß in Tirol Rosensorten unbeschadet überwintert, die bei mir 2008/09 komplett erfroren sind. Luftdurchlässges Vließ wäre ein unvollkommener Ersatz, wenn es keinen Schnee gibt. Mit allem Luftdichten, also Folien, (naß werdendes) Sackleinen usw, muß man äußerst vorsichtig sein und darf immer nur für kurze Zeit abdecken.

Topfpflanzen rückt man am besten dicht ans Haus, und zwar an eine Nord- oder Westseite, wo die Sonne nicht hinkommt und täglich aufwärmt. Leicht eingraben wäre ideal. Das Abdecken mt Deckreisern habe ich oben beschrieben.
Geht es nicht anders, kann man Topfpflanzen für kurze Zeit in ungeheizte Räume stellen, muß sie dann aber oft beobachten und sobald es milder wird, bei bedecktem Himmel wieder hinausräumen.

Mehr zum Thema: http://rosenwelten.de/rat/rat.php?rat=winter
Ist meine Sorte empfndlich? http://rosenwelten.de/rosen/suche.php?kat=anspr&c=winterhaerte
10-Tage-Wettervorhersage: http://www.yr.no

Ach ja, und ein gutes Neues Jahr noch gewünscht! Bis im Frühjahr bin ich

Nach der Hitze

Duft – so leicht er verfliegt, so tief kann er sich im Gedächtnis festsetzen. Die warme Sonne entfaltet die Düfte von ein paar Blüten in einer Vase hier auf dem Fensterbrett, und ein leichter Wind trägt sie mir ins Zimmer und versetzt bei der Sonntags-Siesta ins Paradies … Nach der Hitze weiterlesen

Willkommen im Frühling

im Winterschlaf war die Rosenschule diesen Winter gar nicht, fast jeden Tag konnte ich draußen etwas machen. Ab jetzt ist aber wieder regelmäßig jeden Werktag von 9 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Stauden und Gräser hier im Garten stehen bereits fertig geputzt in Reih und Glied und wachsen ins neue Jahr hinein. Die Rosen drüben auf dem Feld wollen auch, ab nächste Woche will ich sie nach der Winterruhe auf dem Rasen zurück auf die Beete stellen und fein herausputzen zum Verkauf.

Mit dem Schnitt hat es keine Eile. Aber mit dem Auslichten bei großen, starken Sträuchern könnte man allmählich anfangen. An einem trockenen Tag und mit frisch geschärfter Schere: Totholz sorgfältig ausputzen, so viele der ältesten Äste ganz unten heraussägen, daß wieder Licht an die Basis kommt und die Rose sich von dort verjüngt. Das reicht meist schon.

Ich habe hier etwas und hier eine ganze Menge dazu geschrieben und helfe gern bei spezielleren Fragen.

Mit dem eigentlichen Rückschnitt, besonders bei schwachen und empfindlichen Rosen würde ich aber noch bis April warten. Denn es gibt kein ‚zu spät‘ – aber wenn der Saft nicht bald nach dem Schnitt in Wallung kommt und die Schnittwunden schließt, können Pilze in die Rinde eindringen und ganze Äste umbringen.

Noch nicht tief verwurzelte Pflanzen bekommen nach dem Schnitt einen Happen Dünger, am besten einen langsam wirkenden, bodenverbessernden organischen Volldünger, ich hab den von Oscorna, das Kilo zu 5,50 €.

An einem der nächsten Samstagnachmittage können wir das Schneiden und Düngen und was sonst bei Rosen wichtig ist, wieder hier im Garten und auf dem Feld besprechen und üben, den Termin dafür können wir unter denen, die dabeisein möchten, ausmachen.

Wenn es dann mit den Rosen so leicht von der Hand geht und so gut gelingt, will natürlich jedefrau und jedermann immer mehr unerfreuliche Ecken in seinem Garten zu Rosenwelten umgestalten. Pflanzen ging ja den ganzen Winter hindurch, es wird aber jetzt immer angenehmer, je schöner der Boden krümelt, die Sonne den Rücken wärmt und die Vögel dazu tirillieren.

Wenn ich dazu etwas vorschlagen dürfte, wären es ja Rosen, die auch „den Winter über da sind“. Jetzt ist das noch gut im Gedächtnis. Nur ein paar Beispiele von vielen:

  • Anfang der Woche nahm ich den ersten Nachmittagskaffee draußen unter unserer ‚Seagull‘ ein, die ihre Hunderttausend kleinen roten Hagebutten erst jetzt so langsam fallen läßt.
  • ‚Lykkefund‘ hatte größere, aber genauso viel, und kaum Stacheln.
  • Die riesengroßen eleganten Hagebutten der „Adlerschwingenrose“ hielten diesmal bis Weihnachten.
  • Immer von Juli bis März prangen die schönen großen Hagebutten von ‚Fenja‘ und pendulina ‚Bourgogne‘.
  • Winzig klein dagegen leuchten u.a. die von ‚Heideröslein Nozomi‘, ‚Alberich‘ und ‚Momo‘ am Rosenbogen.
  • ‚Kathleen‘ ist ein großer Strauch, reich geschmückt ab Sommer mit orangen Hagebutten und gleichzeitig rosa Blüten bis zum Herbst.
  • Daß man Hagebutten grundsätzlich abschneiden müsse, ist nur eines von tausend „Muß“, mit denen vielleicht früher einmal Rosenbeete als Privileg des ‚besseren‘ Gärtners verteidigt wurden; etwas Ausdünnen hilft wohl bei manchen der Nachblüte, aber dann ganz früh.

Stellen Sie sich jetzt noch die rote Rinde von virginiana ‚Plena‘, ‚Marguerite Hilling‘ oder majalis ‚Foecundissima‘, und daneben die silbergraue von Perovskia vor oder die wuscheligen Samenstände des Chinaschilfs ‚Silberfeder‘, die die tiefstehende Wintersonne einfangen, so werden Sie mir zustimmen: Rosen im Garten verschönern auch ganz ohne Blüten den Winter.

Nach so viel Farbe genießen Sie zum Schluß noch diese wunderschönen Silhouetten gegen den blassen Winterhimmel: die elegante Zweighaltung von ‚William Lobb‘, die abenteuerliche Bestachelung von ‚Agnes‘ oder der ‚Stacheldrahtrose‘, um nur ein paar beim Namen zu nennen …

Ich wünsche Ihnen die nächsten Wochen viel Freude in Ihrem Garten. Vielleicht sehen wir uns zwischendurch in der Rosenschule?

Und der Ordnung halber: wenn Sie keine Rundbriefe mehr erhalten möchten, genügt selbstverständlich eine kurze Nachricht.

Frühjahr wird kommen

Es bleibt zwar vorerst noch winterlich, aber in Katastrophenfröste münden wie der vorige um diese Zeit, wird dieser Winter wohl nicht mehr. Uns Pflanzenliebhabern wäre es ja recht, wenn nach drei Räuberwintern dieser wieder einmal friedlich zuendegehen wollte.

Meine 2932 Rosen liegen noch dicht an dicht, aber bei diesen Temperaturen unter freiem Himmel, nur im Januar war der Folientunnel darüber mal für 14 Tage geschlossen. Von der Wärme bis nach Neujahr gefährlich vorwitzig geworden, haben sie sich dann wohl doch wieder soweit beruhigt, daß ihnen anscheinend nichts passiert ist. Muß nur noch der März mitmachen und sie zügig ins Wachsen bringen, daß sich keine Rindenpilze in kleine Frostrisse einnisten, die eventuell doch hier und da entstanden sind. Zur Sicherheit werde ich wieder mit Kupfer spritzen.

Pflanzzeit ist immer, wenn der Spaten in die Erde kann und unser lehmiger Boden nicht so naß ist, daß wir ihn durchs Betreten verschmieren würden, aber das weißt Du ja.

Kurzum, auch jetzt schon ist fast das ganze Sortiment verfügbar und kann bei nicht zu strengem Frost auch versendet werden. Wenn Du also schon Pläne fertig hast – je früher gepflanzt, desto besser!

Ab übernächster Woche will ich die Pflanzen dann wieder auf die beiden großen Flächen stellen, geputzt und etikettiert, damit Du Dir bei einem Besuch hier die Schönsten der Schönen aussuchen kannst. So unglaublich es klingt, in 8 Wochen dürfte Rosa hugonis ja schon wieder den Blütenreigen eröffnen.

Auch dieses Frühjahr lade ich Interessierte zu einem Schnittkurs ein. Das wird wahrscheinlich am 3. Samstag im März, nachmittags ab 15 Uhr, sein. Für gewöhnlich führen die Fragen der Teilnehmer sehr schnell vom bloßen Schnitt, der meiner Meinung nach ein Dialog mit der Pflanze ist, zu all dem, was noch zu gutem Gedeihen wichtig ist, und alle gehen mit der befreienden Erkenntnis nach hause, daß Rosen gar nicht kompliziert sind. Bitte melde Dich bei Interesse vorher an, so daß wir den genauen Termin miteinander ausmachen können.

Für die Frühjahrsdüngung empfehle ich rein organischen Oscorna Volldünger und in schwierigen Fällen sowie in Kübeln Oscorna Bodenaktivator, die ich beide auch selbst verwende und gern in größeren und kleineren Mengen verkaufe.

Der Wintertunnel füllt sich …

Die Fläche, die bei Bedarf übertunnelt werden kann, ist jetzt gut zur Hälfte belegt. In den nächsten tagen müssen noch die Rosen mit Jahreszeiten, die Einmalblühenden, die Rambler und die großen Töpfe dazukommen.

Alle Containerrosen liegen in einem 3,20 m breiten und am Ende etwa 40 m langen Streifen auf dem Rasen zwischen den Beeten dicht aneinander und leicht schräg, so daß die Zweige ein dichtes, vor Wind und Sonne schützendes Gestrüpp über den Töpfen bilden und sich in diesen auf keinen Fall Nässe stauen kann.

Hoffentlich werden nicht zu viele Mäuse angelockt. Die haben in den letzten Jahren manche Töpfe regelrecht ausgeräumt und Wurzeln sowie die Rinde an der Basis der Triebe abgenagt. Die Gräser, die sie besonders gern mochten, habe ich aus diesem Grund alle in den Garten gefahren und dort unter ein Tunnelgerüst gelegt.

  1. Rosa ‚Bambino®‘
  2. Rosa ‚Viridiflora‘
  3. Rosa ‚Charmi‘
  4. Rosa ‚White Wings‘
  5. Rosa ‚Alberich‘
  6. Rosa ‚Verschuren‘
  7. Rosa ‚Souvenir d Adolphe Turc‘
  8. Rosa ‚Danaë‘
  9. Rosa ‚Marie Pavié‘
  10. Rosa ‚Francis Dubreuil‘
  11. Rosa ‚Merveille des Rouges‘
  12. Rosa ‚Felicia‘
  13. Rosa ‚Canzonetta®‘
  14. Rosa ‚Gruß an Aachen‘
  15. Rosa ‚Homère‘
  16. Rosa ‚Jacques Cartier‘
  17. Rosa ‚La Reine‘
  18. Rosa ‚Mme Ernest Calvat‘
  19. Rosa ‚Kronjuwel®‘
  20. Rosa ‚Mme Knorr‘
  21. Rosa ‚Ambiente®‘
  22. Rosa rugosa ‚Dagmar Hastrup®‘
  23. Rosa ‚Flashlight®‘
  24. Rosa ‚Mme Pierre Oger‘
  25. Rosa ‚Tascaria®‘
  26. Rosa moyesii ‚Marguerite Hilling‘
  27. Rosa ‚Saremo®‘
  28. Rosa rugosa ‚Blanc double de Coubert‘
  29. Rosa ‚Nur Mahal‘
  30. Rosa ‚Tornella®‘
  31. Rosa rugosa ‚C. F. Meyer‘
  32. Rosa ‚Westzeit®‘
  33. Rosa rugosa ‚Hansa‘
  34. Rosa ‚Vinesse®‘
  35. Rosa ‚Salet‘
  36. Rosa rugosa ‚Roseraie de l’Haÿ‘
  37. Rosa ‚Soupert et Notting‘
  38. Rosa ‚Viridiflora‘
  39. Rosa ‚Souvenir du Docteur Jamain‘
  40. Rosa rugosa ‚Blanc double de Coubert‘
  41. Rosa ‚Souvenir de la Malmaison‘
  42. Rosa ‚Deuil de Paul Fontaine‘
  43. Rosa ‚Honorine de Brabant‘
  44. Rosa ‚Eugenie Guinoisseau‘
  45. Rosa ‚Compassion‘
  46. Rosa ‚?Hewel2‘
  47. Rosa ‚Rubin‘
  48. Rosa ‚Gruß an Teplitz‘
  49. Rosa ‚Calapuno®‘
  50. Rosa ‚Louise Odier‘
  51. Rosa ‚Flashlight®‘
  52. Rosa ‚Inspiration®‘
  53. Rosa ‚Mme Ernest Calvat‘
  54. Rosa ‚Maid Marion‘
  55. Rosa ‚Mme Isaac Pereire‘
  56. Rosa ‚Johannes Rau®‘
  57. Rosa ‚Mme Knorr‘
  58. Rosa ‚Dortmunder Kaiserhain®‘
  59. Rosa pimpinellifolia ‚Stanwell Perpetual‘
  60. Rosa ‚Münsterland®‘
  61. Rosa ‚Rose de Resht‘
  62. Rosa ‚Rose de Resht‘
  63. Rosa ‚Rotfassade®‘
  64. Rosa rugosa ‚C. F. Meyer‘
  65. Rosa rugosa ‚Blanc double de Coubert‘
  66. Rosa rugosa ‚Blanc double de Coubert‘
  67. Rosa ‚Saremo®‘
  68. Rosa rugosa ‚à Parfum de l’Haÿ‘
  69. Rosa rugosa ‚à Parfum de l’Haÿ‘
  70. Rosa ‚Tascaria®‘
  71. Rosa ‚Simply®‘
  72. Rosa ‚Souvenir de la Malmaison‘
  73. Rosa ‚Souvenir de la Malmaison‘
  74. Rosa ‚Souvenir de la Malmaison‘
  75. Rosa ‚Tornella®‘
  76. Rosa ‚The Portland‘
  77. Rosa ‚Flashlight®‘
  78. Rosa ‚Flashlight®‘
  79. Rosa ‚Flashlight®‘
  80. Rosa ‚Alberich‘
  81. Rosa ‚Fassadenzauber®‘
  82. Rosa ‚Rotfassade®‘
  83. Rosa ‚New Dawn‘
  84. Rosa ‚Gruß an Aachen‘
  85. Rosa ‚Sophies Perpetual‘
  86. Rosa ‚Nur Mahal‘
  87. Rosa ‚The Portland‘
  88. Rosa ‚Louise Odier‘
  89. Rosa ‚Ferdinand de Lesseps‘
  90. Rosa alba ‚Celeste‘
  91. Rosa alba ‚Suaveolens‘
  92. Rosa ‚Nuits de Young‘
  93. Rosa ‚Fenja‘
  94. Rosa ‚Fritz Nobis‘
  95. Rosa ‚Kathleen‘

Johannistriebe, überquellende Blüte und der letzte Schnitt (Newsletter)

Lang ist’s her seit dem letzten Rundbrief. Vom März bis zum Juni geht hier eine Arbeit in die andere über, bis alle Pflanzen alles haben, was sie zum Gedeihen brauchen – die in den Töpfen, die Veredlungen auf dem Feld und die Wildlinge zum Veredeln jetzt im Sommer. Da blieb einfach keine Muße zum Schreiben.

Das Gießen hat dieses Jahr meist ein anderer gemacht, der das viel besser kann als ich, so sehr ich mir Mühe gebe. Das sieht man den Pflanzen dieses Jahr wirklich an: Sie waren noch nie so üppig. Und es gab auch noch nie so viele: Beide großen Container-Stellflächen sind fast randvoll, und die zweite Blüte ist in vollem Gang.

Nun ist Mittag im Jahr, die Zeit mit den ganz langen Tagen. Früh morgens, solang es noch kühl ist und abends bis zum Dunkelwerden arbeitet sich’s am schönsten draußen auf dem Feld, und dazwischen ergibt sich endlich wieder etwas Muße zum Schreiben.

Für das Wachstum ist jetzt Hochsaison. Gegen Ende der ersten Blüte haben alle Rosen sich wieder auf ihre Basis besonnen und dort die Knospen ausgebildet, aus denen der starke Johannistrieb wächst. Er soll das ältere Holz mitsamt der Blütentriebe des Frühjahrs überragen und die Pflanzen erst wirklich größer werden lassen. Es begann bei einigen Sorten recht schwungvoll durch den vielen Regen schon Mitte Juni, doch das kühle Wetter und nun auch der austrocknende Wind haben den Schwung erst einmal gedämpft. Diese Woche treibt die Knallhitze erst einmal Blüten über Blüten hervor, doch wird sie wohl auch den Johannistrieb wieder anschieben.

Viele Leute haben wohl dieses Jahr eingesehen, daß das alte Vorurteil, Rosen würden keinen Regen vertragen, nicht stimmt. Zum Glück war es für den Sternrußtau meist zu kühl, er verbreitet sich bei schwülwarmem Wetter ab 7 Stunden Dauer-Blattfeuchte. Andere Pilze, die kleinere dunkle Flecken auf den Blättern hinterlassen, haben wir dagegen schon bekommen. Aber ein Pilz kommt und geht, wie es eine Kundin treffend formuliert hat. Er bringt keine Pflanze um, auch wenn die Werbung der Chemie-Industrie Angst davor schürt und ängstliche Leute gerne darauf hereinfallen. Manchen Pflanzen scheint der Pilz sogar dbei zu helfen, mitten im Sommer die kleinen hellen Blättchen des Frühjahrs loszuwerden und neues, sattes Sommerlaub an frischen Trieben aus der Basis zu entfalten.

Helle Blättchen gibt es auch aus anderen Gründen, wie Hitze, Düngermangel – und hier und da auch als sehr späte Folge von Frostschäden an der Rinde. Dann hat das Laub eines ganzen Astes eine ungesunde Farbe und stockt im Wachstum. Den Rindenschaden sieht man bei näherem Hinschauen. Solche Äste sind hier und da innerhalb von ein paar Tagen abgestorben, besonders an Pflanzen, die zusätzlich unter Trockenheit litten.

Heimtückische Winterschäden durch in Frostwunden eindringende Rindenpilze werden seit 2008/2009 immer mehr. Ich versuche als Vorbeugung, nur noch während der Wachstumszeit, von April bis Anfang August, zu schneiden, so daß die Rinde im Winter möglichst heil bleibt und lückenlos vor Infektionen schützen kann.

Jetzt im Sommer schließen sich nicht nur Schnittwunden viel schneller. Es ist auch ganz leicht zu erkennen, wo Rosen geschnitten werden wollen. Der Schnitt soll ja die natürliche Verjüngung einer Rose unterstützen. Jetzt sieht man, wo sie sich von unten verjüngen will und kann oberhalb davon altes, schwach gewordenes Geäst entfernen, so dem neuen Trieb Licht und Raum geben. Einen gar zu langen, unverzweigten Neutrieb kann man zwischen zwei Fingernägeln über einem nach außen gerichteten Blattansatz entspitzen („pinzieren“), er wird sich dann innerhalb weniger Wochen dort verzweigen.

Diese und evtl. nächste Woche ist noch eine gute Zeit, um alle Rosen ein letztes Mail in diesem Jahr gründlich durchzusehen, was (besser jetzt als im Frühjahr) zu verjüngen wäre und welche toten Stummel auszuputzen sind. Dann sollten auch in einem feuchten und warmen Herbst alle Schnittstellen vor dem Winter gut verheilen und alles junge Holz gut ausreift. Die Schere hat dann bis April 2013 Winterpause.

Wenn Du den Schnitt im Dialog mit der Pflanze einmal konkret sehen oder eine Schnupper-Runde über das Rosenfeld machen möchtest, um neue Sorten für Deinen Garten zu entdecken und gleich mitzunehmen: willkommen in Wiesbaden. Denn jetzt gepflanzt, ist im Herbst schon gut etabliert – und somit für den Winter bestens gerüstet.

Weiterhin viele schöne Sommertage voll Rosenduft im Garten wünscht Dir

Frostschutz

Als Rosengärtner mit einem Riesen-Komposthaufen nach den Schäden durch den vorigen Winter gibt man sich in diesen Wochen alle Mühe, seine Pflanzen kräftig, sauber und gegen Frost, Wind und Sonne geschützt in den Winter gehen zu lassen und hofft und bangt, daß man alles richtig macht und keine solche Katastrophe mehr kommt wie vorigen Winter.

Frostschutz weiterlesen

Es beginnt sich zu regen

Rosen sind doch verflixt zähe Lebewesen. So denkt man, wenn man jetzt über das Rosenfeld geht, wo vor ein paar Tagen noch nur Eis und Schnee und gar keine Spur von Leben mehr zu sehen war. An den ersten Triebspitzen färben sich nun die ersten Knospen rot. Und die Rinde hat bei vielen, die schon ganz matt und leblos gewirkt hatten, wieder Glanz bekommen. Natürlich kann noch viel passieren, ein Viertel Jahr vor den Eisheiligen! …

Innen-Einrichtung

Das Baumschul-Büro war bisher ein „Mehrzweckraum“ mit Eck-Steh-Schreibtisch.

Das hat sich jetzt geändert. An naßkalten Tagen kann ich endlich 3 Sitzplätze im Trockenen anbieten. Die Stühle kriegen noch hübsche Polster. Dahinter die Bücher- und Zeitschriften-Ecke mit den jeweils neuesten Heften von „Gartenpraxis„, „Grüner Anzeiger“ und „Staudengarten„. Leise Musik auf Wunsch. Ein gemütlicher Ofen, mit Holz beheizt. Kaffee, handgefiltert.

Innen-Einrichtung

Brückenbau

Die Überquerung des Ochsenbachs auf dem Weg von unserem Garten zu unserem Rosenfeld war noch vor anderthalb Jahren richtig mühselig. Dann kam eine Behelfsbrücke, die hatte einen ordentlichen Schuß Abenteuer-Effekt. Manche fanden das toll, andere waren froh, wenn sie drüber waren.

Seit kurzem gibt es da nun etwas Neues, kaum noch abenteuerlich, fast schon komfortabel, auch für Transporte von Erde, Töpfen, Pflanzen. Sobald der Boden frostfrei wird, kommt noch ein Geländer dran. Die zwei Längshölzer sind 20×10 cm, die zwei Querhölzer auch, darauf liegen die Traghölzer (10×10), darauf die Dielen (4 cm), müßte also selbst größere Besuchergruppen aushalten.

Neue Brücke über den Ochsenbach

Ästhetische Aussaaten

Schon die Samen mancher Pflanzen sind ein ästhetischer Hochgenuß.

Beim Aussäen einiger Gräser Clematis und anderer Rosenbegleitpflanzen in dieser Woche war ich fasziniert von den Samen der Federgräser (Stipa). Sie tragen lange Schweife, die ihnen wohl als Flugorgane dienen. Ein Büschel von diesem Federzeug war im Sommer in einer Saatschale gelandet und bis jetzt darin gelegen. Die Saatschale hat einen engmaschigen Siebboden. Etwa die Hälfte der Samen hatten sich kopfüber in die Sieböffnungen gezwängt und saßen richtig fest darin. Anscheinend können Pflanzen sich doch bewegen!

Andere Federgras-Samen hatte ich vom Samentausch bei der GdS bekommen. Darunter eine Sorte mit ganz geraden, exakt zu engen Spiralen gedrehten Flugorganen. Die hatten alle ihre Köpfe in eine Ecke der Tüte gezwängt und ihre Spieße zu einem vollendeten Fächer ausgebreitet.

Von den Clematissamen haben mir die von Cl. versicolor besonders gefallen. Dunkelbraune, breite flache Ovale mit kurz aber dicht behaarten, gewundenen hellgrauen Schwänzchen. Die auf glatter Erdoberfläche ausgebreitet, erscheinen wie ein wunderbares Ornament. Eigentlich gar nicht so unähnlich der späteren Pflanze mit den kleinen, ovalen Blättchen, hin und hergedreht an gewundenen Stielchen.

Anfahrtsskizze

Übrigens, hat je irgendjemand bemerkt, daß wir hinter dem Link „Wegbeschreibung“ auf unserer Kontaktseite eine Anfahrtsskizze versteckt hatten? Ein kompetenter Kartograph hat ermittelt, daß darin ein winziger Ausschnitt aus einem 25 Jahre alten Stadtplan steckte. Damals druckte noch niemand ein Copyright-Zeichen auf sowas. Heute hat eine Firma die Rechte jenes weiland Kartenverlags geerbt, die sich die Mühe macht, 766 Euro Lizenzgebühr für jeden im WWW versteckten DIN A6 großen Ausschnitt jenes uralten Plans abzukassieren. man wolle die Arbeitsplätze bei den Kartographie-Verlagen schützen. Wer wie wir immer noch versucht, sein Geld durch eigener Hände Arbeit zu verdienen, macht wahrscheinlich was falsch. Wer braucht heute noch Stadtpläne, wo jeder seine Wegbeschreibung als Link auf seinen kostenlosen Eintrag bei Google-Maps haben kann? Die Kartographie ist keine 25 Jahre alt, zoombar von europaweit bis zu Einzelbäumen, und als Zugabe gibts noch ein hübsches rosenwelten-Foto und unsere Öffnungszeiten. Sollte auch mal gesagt sein.

Sommer in der Rosenschule

Sommer in der Rosenschule: Im Juli und August werden die Sorten fürs übernächste Jahr veredelt. In dieser Zeit treffen Sie mich oft statt im Verkaufsgarten auf dem Feld, der kurze Fußweg ist dann beschildert – und auf jeden Fall lohnend! Haben Sie alte Rosenschätze, von denen Sie sich Nachkommen wünschen, können Sie mir jetzt Reiser zum Veredeln bringen. Auf dem Feld gibt es wieder unsere sehr beliebten bunten Rosensträuße, taufrisch!

Osterknospen

Der milde Winter und der schöne März haben Rosa hugonis, die immer die erste ist, schon jetzt vor Ostern viele Blütenknospen hervorbringen lassen, aber auch bei unseren großen Abraham Darby geht es schon los.
Die ersten Clematisblüten öffnen sich seit gestern bei ‚Tage Lundell‘, ‚Pink Princess‘ und ‚Blue Princess‘, aber auch ‚Bourbon‘, ‚Asao‘ und viele andere zeigen schon Knospen.
Die Blüte der Akebia begann dieses Jahr schon Anfang März und hält immer noch an. Die Knospen waren bereits im Januar da. Wir haben Akebia noch nie so prachtvoll blühen sehen.: Akebia!@!@!http://rosenwelten.de/rosen/rose.php?rose_nr=16230!@!@!_blank
Rosa hugonis!@!@!http://rosenwelten.de/rosen/rose.php?rose_nr=718!@!@!_blank
Clematis ‚Tage Lundell‘!@!@!http://rosenwelten.de/rosen/rose.php?rose_nr=19751!@!@!_blank

Die gelben sind die ersten

Heute, den 16. April, ist an Rosa hugonis die erste Rosenblüte dieses Jahres bei uns aufgegangen. Für ihre Verhältnisse ist es fast normal,so früh zu sein. Inzwischen haben schon viele Rosen Knospen hervorgebracht, aber es sind auffällig viele gelbe daruner: Abraham Darby, Tendence, Gloire de Dijon …

Blühmeldung am 17.6.20066

‚Abraham Darby‘ blüht über und über. Auch ‚Bonica‘ und ‚Leonardo da Vinci‘ stehen bereits voll in Blüte. Unsere Moosrosen blühen auf, zuerst ‚Deuil de Paul Fontaine‘. Die Malerrose ‚Edgar Degas‘ eröffnet mit unglaublich farbenprächtig gelb-roten Blüten den Reigen der französischen Duftrosen.

Trotz des schlechten Wetters:

Sie lassen sich nicht aufhalten:

‚Abraham Darby‘ hat sich über und über mit dicken Knospen geschmückt, die jetzt schon Farbe zeigen.

Das zierliche ‚Heideröslein Nozomi‘ sitzt voller Knospen.
Die gute alte ‚Bonica‘ sowieso, sie ist eben einfach zuverläsig!

‚Leonardo da Vinci‘ sieht man an der Dicke der Knospen schon an, welch prall gefüllte Blüten er in Kürze öffnen wird.

Ein paar vorwitzige von unseren 8 Moosrosen-Sorten und der ‚Rose de Resht‘ verheißen mit ihren Knospen unvergeßliche Duft-Erlebnisse.

Die Baumrosen wachsen so kraftstrotzend, daß man fast zuhören kann.
Ähnlich unsere französischen Duftrosen: Guy Savoy, Edgar Degas, Marcel Proust und Kaiserin Farah mit ihren riesigen, bei Marcel Proust leuchtend hellgrün gläzenden Blättern.

Genista lydia beginnt flach am Boden leuchtendgelb zu blühen.

Und in der Etage darüber sitzen unsere Hochstammrosen ‚Vinesse‘, ‚Focus‘, Tendence‘ und ‚Inspiration‘ voller Knospen.

Die Stauden-Clematis recta ‚Purpurea‘ breitet jetzt einen Schleier aus winzigen rosaweißen Blütenknöpfchen über Ihr purpurrotes Laub.

Neugierig geworden? Willkommen in Wiesbadens derzeit wohl rosenreichstem Garten an der Erich-Ollenhauer-Straße 116, immer werktags von 9-12 und 15-18 Uhr!

Die ersten Knospen!!

Seit vorgestern haben unsere Abraham Darby und Bonica Knospen. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern,bis alles in Blüte steht! In den letzten Tagen wurde im Verkaufsgarten nochmals vieles umgestellt, so daß die Schönheiten besser zur Wirkung kommen. Schauen Sie herein, wenn Sie in der Nähe sind!

Wildlinge pflanzen

Zur Zeit pflanzen wir unsere Wildrosen (Veredlungsunterlagen) auf den neuen Acker im Belzbachtal. Wir pflanzen die 5200 Stück von Hand mit einer speziellen Pflanzhacke, die eine geniale Form hat, so daß sie schon durch ihr Eigengewicht tief in den Boden eindringt. Nachher häufeln wir sie an, damit die Wurzelhälse von Erde umgeben sind und bis zum Veredeln im Sommer nicht holzig und hart werden. Im Sommer veredeln wir auf diese Wildrosen die Sorten, die wir im Jahr 2008 verkaufen möchten. Baumschule ist eben kein schnelles Geschäft, der Baumschuler braucht einen laaangen Atem! A propos: Wenn Sie eine spezielle Sorte besitzen, von der Sie gern Nachkommenschaft hätten und die keinem Sortenschutz mehr unterliegt, wenden Sie sich einfach im Lauf der nächsten zwei Monate an uns!

Alles eingetopft

Jetzt stehen um 4500 Rosen in 4-Liter-Töpfen in unserem Garten! Aus diesem Anlaß haben wir der Lokalredaktion des Wiesbadener Kurier folgende Zeilen zugeschickt:

Vermutlich ist der Garten in der Erich-Ollenhauer-Straße 116 derzeit das
rosenreichste Grundstück in Wiesbaden: Wo früher Wäsche getrocknet und Blumenkohl angebaut wurde, lassen Bernhard Höpfner und Giuseppe Kahn mit ihrer Gärtnerei „rosenwelten“ jetzt Hunderte von Rosen wachsen und blühen.

Die zwei begeisterten Profigärtner haben sich im Sommer des vergangenen Jahres selbstständig gemacht und konzentrieren sich ganz auf die Anzucht von Rosen. Die werden von den beiden Rosengärtnern auf althergebrachte Art auf einem Acker im Belzbachtal veredelt, nach zwei Jahren eingetopft und im Sommer blühend an Gartenfreunde verkauft.

Insgesamt 4.500 eingetopfte Rosen stehen nun seit Ostern in Reih und Glied im Verkaufsgarten von „rosenwelten“. Aus dem Grundstück haben die beiden Profigärtner ein wahres Rosenparadies für Gartenliebhaber geschaffen.

Die Rosensorten, die Kahn und Höpfner mit Erlaubnis von Züchter Noack aus Gütersloh veredeln, sind noch wenig bekannt, aber enorm blühfreudig und vor allem krankheitsresistent: Das Laub bekommt keine Pilzkrankheiten mehr, so dass Hobbygärtner ihre Spritzen im Schrank stehen lassen können.
Zum umfangreichen Sortiment von „rosenwelten“ zählen aber auch die besten Duftrosen aus Frankreich von Delbard, sowie eine Menge Raritäten aus deutschen Spezial-Rosenschulen.

In dieser Woche pflanzen die Rosengärtner ihre Wildrosen, die sie im Sommer veredeln werden. Das wird dann der Jahrgang 2008.

Der Jahrgang 2006 wird den Garten an der Erich-Ollenhauer-Straße aber bereits nächsten Monat in Wolken von Rosendüften hüllen.