Duale Ausbildung schützt nicht vor Niedriglohn

Stefan Sauer in Frankfurter Rundschau, 02.04.17

wies Sachsen mit 40,3 Prozent den höchsten Niedriglohn-Anteil unter voll ausgebildeten Beschäftigten auf. In Mecklenburg Vorpommern arbeiteten 39,6 Prozent der Menschen mit Berufsabschluss für weniger als zehn Euro pro Stunde, in Brandenburg waren es 37,8, in Sachsen-Anhalt und Thüringen je 37,5 Prozent.

Dem stehen vergleichsweise geringe Anteile in Hamburg (13,8 Prozent), Baden-Württemberg (14,8), Bayern (15,9), Hessen (17,5), NRW (18,0) und Bremen (18,2 Prozent) gegenüber. Über dem Bundesdurchschnitt von 20,9 Prozent lag von den alten Bundesländern lediglich Niedersachsen mit 21,1 Prozent sowie Berlin mit 23,1 Prozent.

Harte Arbeit, wenig Geld: „Meine Mitarbeiter, meine Vollidioten“

Christoph Schäfer in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2016

Murat Can ist der Boss von achtzig Sicherheitsleuten und Türstehern. Früher war er selbst einer. Heute verleiht er die Männer. Die Kunst aber ist, sie zum Arbeiten zu bringen – irgendwie. Ein Tag im tiefsten Niedriglohnsektor.

Bericht der Bundesagentur für Arbeit – Immer mehr Arbeitslose rutschen direkt in Hartz IV

Thomas Öchsner in Süddeutsche Zeitung, 29.12.11

Jeder vierte Beschäftigte, der seinen Job verliert, ist sofort auf Hartz IV angewiesen. … Betroffen sind vor allem Geringqualifizierte – knapp ein Drittel war zuvor als Leiharbeiter tätig.

Blüm: Die Verantwortung der Arbeitgeber – Die globale Billiglohn-Olympiade

Norbert Blüm in Süddeutsche Zeitung, 17.05.10

Das westdeutsche Wirtschaftswunder war jedoch nicht das Ergebnis einer Billiglohn-Konkurrenz. Der Wettbewerb war ein Qualitätswettbewerb, in dem Innovation, Service und Solidität eine große Rolle spielten