Eingabefeld für Suche nach Rosennamen

blog

Nur sporadisch habe ich bisher etwas in mein Firmen-Tagebuch geschrieben oder zu anderen Themen geblogt. Umso mehr habe ich mir seit 2009 angewöhnt, Kurzes auf Twitter zu schreiben (Facebook war mir immer zu weitschweifig und aufdringlich). Twitter hat mir viel interessanten Lesestoff gezeigt, verliert aber an Reiz, je mehr es quasi-professionell betreiben, um irgendwas zu propagieren. Andererseits läßt mir die eigene Firma nun auch schon eher wieder mal Zeit, mich mit gewissen Geschichtsthemen zu befassen, die noch vom Studium her hier unabgeschlossen in Schubladen und Karteikästen liegen.

in Arbeit: Die ältesten Hospitalregeln und die Ursprünge der städtischen Hospitäler im Mittelalter

08. 01. 2019, Kategorie: Geschichte

Vor meinem Geschichtsstudium hatte ich als Zivildienstleistender in einem Alten- und Pflegeheim der Diakonie gearbeitet und dabei auch am Unterricht teilgenommen, abgeschlossen mit dem "einjährigen" Krankenpflege-Hilfe-Examen. Mit dem Beruf noch im Hinterkopf, stolperte ich eines Tages in einem Karteikasten im Katalogsaal der Bayerischen Staatsbibliothek über Literatur zum Schlagwort "Krankenpflege/Geschichte/Mittelalter". Habe gleich ein paar Bestellzettel ausgefüllt, vielleicht wäre das ja ein Thema, über das ich mal meine Abschlußarbeit schreiben könnte?

[weiter]

Von Spener zu Laestadius

30. 12. 2018, Kategorie: Geschichte

Während und seit ich 1982/83 Auslandsstipendiat in Tromsø an der nördlichsten Universität der Welt war, habe ich mit Rat und Unterstützung kompetenter Menschen viel zu einer dort bis heute bedeutenden religiösen Bewegung, dem Laestadianismus, samt ihren sozialen Wirkungen und der Reaktion der Obrigkeit auf sie, gesammelt. Zurück an meiner Uni in München, im Kirchengeschichts-Seminar "Pietismus" von Prof. Reinhard Schwarz im WS 1984/85, versuchte ich das Wichtigste zu diesem Teilaspekt zu referieren. Nun habe ich mein Referat wieder hervorgeholt und zunächst nur etwas gestrafft und gegliedert. Am Schluß öffnet sich ein weites Feld voll weiterer Arbeit, zu den Faktoren kirchlichen (Stockfleth) und staatlichen Akteuren auf norwegischer Seite samt Klimax in Kautokeino und Repression/Quietismus danach; dazu habe ich auch noch Archivmaterial in Kopie hier liegen. Inwieweit derartige Bewegungen in den Kontext von Befreiungsbewegungen gehören, finde ich eine spanndende Frage - für einen eigenen Artikel.

[weiter]

Geschichts-Erinnerungen

26. 12. 2018, Kategorie: Geschichte

Vor meiner Berufsausbildung zum Baumschulgärtner hatte ich von 1976 bis kurz vor der "Wende" in München Geschichte studiert.

Nachdem ich per Zufall in der Wikipedia einzelne Artikel über Lehrer und Mitstudenten gefunden hatte, an die ich mich gut erinnere, kam mir neulich der Gedanke, sie mal zusammenzustellen.

[weiter]

Sieben Müller und ein adeliger Herr aus Preußen

30. 11. 2011, Kategorie: Geschichte

Sieben Mühlen hat der kleine Bach mit den vielen Namen einst angetrieben, an dem mein Rosenfeld liegt. Er entspringt im Taunus, fließt durchs Weilburger Tal, als Belzbach durch Dotzheim, als Ochsenbach weiter, als Mosbach durch Biebrich, wo er durch den Schloßpark plätschert und dann auch schon gleich in den Rhein mündet.

1869, kaum hatte Preußen das Land hier erobert und annektiert, baute sich ein adeliger Herr aus Westpreußen, Freiherr Constantin von Zacha-Strelitz, etwas weiter westlich in Georgenborn ein Schloß und wollte partout im zugehörigen Schloßpark Teiche mit Wasserspielen haben. Geradlinig wie diese preußischen Herren sind, ließ er sich eine Wasserleitung legen, die die Quelle unseres Mühlbachs anzapfte. Das Wasser im Bach hatte schon bisher für die sieben Mühlen eher schlecht als recht gereicht, nun ging nichts mehr.

Die sieben Müller, und zwar, bachaufwärts:

setzten sich also zusammen und fertigten am 12. November 1869 eine Eingabe an die neue Regierung in Wiesbaden, worin sie ihre Lage und die Ursache ihrer Verzweiflung schilderten.

Nun hätte die Regierung landesväterlich weise abwägen können: den wirtschaftlichen Nutzen von sieben Mühlen, die Steuern und Abgaben, die ihr von denen zuflossen, gegen das Privatvergnügen des westpreußischen Herrn an dem Geplätscher in seinen Teichen. Aber die Akten lassen keinen Zweifel: es war keine gute alte Zeit damals. Die Eingabe wurde abgelehnt mit der arroganten Bemerkung, gegen den Wasserklau des Adelsherrn sei "nichts zu erinnern", also einzuwenden. Die Mühlen sind dann alle eingegangen, nur einige überdauerten noch eine Zeitlang als Ausflugsgaststätten.

(nach Rolf Schwalbach, Die Mühlen zwischen Dotzheim und Biebrich (Schriften des Heimat- und Verschönerungsvereins Dotzheim e.V., 28) Wiesbaden: Thorsten Reiß Verlag, 2011, S. 165-167)

zul. bearbeitet 2011-11-30 18:30:15

Til ungdommen (Nordahl Grieg, 1936)

26. 09. 2011, Kategorie: Geschichte

Habe mal versucht, das Gedicht von Nordahl Grieg, das seit 22. Juli in Norwegen im Gottesdienst, bei Beerdigungen, Versammlungen und Gedenkstunden so gern gesungen wird, so daß es sogar als neue Nationalhymne vorgeschlagen worden ist, zunächst eher wortgetreu zu übersetzen. Bin dankbar für Korrekturen/Verbesserungen.

Ein englischer Wikipedia-Artikel bietet Informationen über das Gedicht und verschiedene englische Übersetzungen und auf youtube kann man verschiedene Aufführungen sehen und hören. Über den Dichter Nordahl Grieg (1902-1943) kann man in der deutschen Wikipedia nachlesen.

Kringsatt av fiender, gå inn i din tid! Under en blodig storm - vi deg til strid!

Kanskje du spør i angst, udekket, åpen: hva skal jeg kjempe med hva er mitt våpen?

Her er ditt vern mot vold, her er ditt sverd: troen på livet vårt, menneskets verd.

For all vår fremtids skyld, søk det og dyrk det, dø om du må - men: øk det og styrk det!

Stilt går granatenes glidende bånd Stans deres drift mot død stans dem med ånd!

Krig er forakt for liv. Fred er å skape. Kast dine krefter inn: døden skal tape!

Elsk og berik med drøm alt stort som var! Gå mot det ukjente fravrist det svar.

Ubygde kraftverker, ukjente stjerner. Skap dem, med skånet livs dristige hjerner!

Edelt er mennesket, jorden er rik! Finnes her nød og sult skyldes det svik.

Knus det! I livets navn skal urett falle. Solskinn og brød og ånd eies av alle.

Da synker våpnene maktesløs ned! Skaper vi menneskeverd skaper vi fred.

Den som med høyre arm bærer en byrde, dyr og umistelig, kan ikke myrde.

Dette er løftet vårt fra bror til bror: vi vil bli gode mot menskenes jord.

Vi vil ta vare på skjønnheten, varmen som om vi bar et barn varsomt på armen!

Umzingelt von Feinden, tritt ein in deine Zeit! Unter einem blutigen Sturm weih dich dem Streit!

Mag sein, du fragst in Angst - ungedeckt, offen -: womit soll ich denn kämpfen, was ist meine Waffe?

Dies ist dein Schutz vor Gewalt, dies ist dein Schwert: Der Glaube an unser Leben, des Menschen Wert.

Um all unsrer Zukunft willen, such ihn und förder ihn, stirb, wenn du mußt - doch vermehr ihn und stärk ihn!

Still wie am laufenden Band fliegen Granaten. Stop ihren Todestrieb, stop ihn mit Geist!

Krieg ist Leben verachten, Frieden ist schaffen. Setz deine Kräfte ein, der Tod soll verlieren!

All das Große, das war, lieb es und bereicher's durch Träume! Geh auf das Unbekannte zu, entringe ihm Antworten.

Noch ungebaute Kraftwerke, noch unbekannte Sterne, schaff sie mit mutigen Köpfen mit Leben derer, die bewahrt wurden!

Edel ist der Mensch, die Erde ist reich! Gibt es hier Not und Hunger, liegt's an Verrat.

Weg damit! Im Namen des Lebens muß das Unrecht fallen. Sonne und Brot und Geist, das gehört allen.

Die Waffen sinken dann kraftlos zu Boden. Schaffen wir Menschenwert, schaffen wir Frieden.

Wer auf dem rechten Arm eine Last trägt, die ihm teuer ist und nicht verlorengehen darf, der kann nicht morden.

Dies ist unser Versprechen von Bruder zu Bruder: Wir wollen gut werden/bleiben zur Erde der Menschen.

Wir wollen achtgeben auf die Schönheit, die Wärme, als ob wir trügen ein Kind achtsam im Arm!

zul. bearbeitet 2016-08-23 18:20:24

Firmenlogo

rosenwelten, Wiesbaden, Erich-Ollenhauer-Straße 116 · Mo–Sa, 9–12+15–18 · Tel. (0611) 84 62 58 · post at rosenwelten.de

Bild zurück

.
: (26.09.2011) ©Foto links: , ©

Bild vor

Datenschutz | Impressum | 9.5.2019. | HTML4.01strict CSS3 JS-frei | Spamgift | webmaster at rosenwelten.deWenn Sie Fehler bemerken, bin ich für einen Hinweis dankbar.