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Nur sporadisch habe ich bisher etwas in mein Firmen-Tagebuch geschrieben oder zu anderen Themen geblogt. Umso mehr habe ich mir seit 2009 angewöhnt, Kurzes auf Twitter zu schreiben (Facebook war mir immer zu weitschweifig und aufdringlich). Twitter hat mir viel interessanten Lesestoff gezeigt, verliert aber an Reiz, je mehr es quasi-professionell betreiben, um irgendwas zu propagieren. Andererseits läßt mir die eigene Firma nun auch schon eher wieder mal Zeit, mich mit gewissen Geschichtsthemen zu befassen, die noch vom Studium her hier unabgeschlossen in Schubladen und Karteikästen liegen.

Natur und Bilder

01. 06. 2016, Kategorie: Kultur

Hier in der Straße sehe ich «frische» Rosen gepflanzt, mit großen Blättern und fetten Blüten wie bei einem erwachsenen Rosenstock, aber mit drei Bambusstützen, sonst wären sie wohl umgefallen vor Schwäche. Solche gequälten Geschöpfe kann man heute offenbar leichter verkaufen, als im Freien gewachsene, mehrjährige Pflanzen mit dem ein oder anderen Fleck oder Loch an einem Blatt. Warum nur? Vielleicht haben Menschen nie so viele schöne Bilder von Pflanzen gesehen und dabei so wenig mit Pflanzen zu tun gehabt, also richtig gearbeitet, um etwas zu ernten, Rasenmähen und Hecken schneiden rechne ich da jetzt mal nicht dazu. Idealbilder als zur Erbauung der Seele und Bilder von Natur-Zerstörung als Nachrichten oder Dokumentarfilme. Bei Idealbildern ist die umgebende Natur, sind tierische und pilzliche Mitbewohner, gelbe Blätter und welke Blüten der porträtierten Pflanze selbstverständlich professionell vermieden oder herausgeschnitten, wie Tippfehler aus einem Text. Und in Berichten über Tschernobyl, Bhopal und die Hagel- und Flutkatastrophe im Nachbardorf geht immer alles unweigerlich kaputt. Wer mit Pflanzen zu tun hat, weiß, daß die Wirklichkeit normalerweise dazwischen liegt, aber die Bilder prägen mehr und mehr unsere Vorstellungen ... Pflanzen haben dann so auszusehen wie auf den Bildern. Alles darüber hinaus ist «Befall», und für «so etwas» möchte niemand Geld ausgeben, und wie man stünde man denn da, wenn man «so etwas» als Geschenk überreichte, etwa der Schwiegermutter oder dem Direktor, bei denen man doch einen makellosen Eindruck hinterlassen muß. Lieber geht man auf Nummer Sicher und kauft eine Pflanze, die für den Verkaufsaugenblick gestylt wurde, daß sie so aussieht wie auf Bildern, als wäre sie nicht von dieser Welt. Mit Läusen, Raupen und Pilzen weiß die Natur aber umzugehen, mit den für die Illusion von Makellosigkeit notwendigen Giften und Energieverschwendung nicht allzu lang. Wie oft haben wir als Studenten über die Menschen im Mittelalter gelächelt, die die Natur durch Zitieren der antiken Autoren beschrieben, erst ganz allmählich auch nach ihrem eigenen Augenschein - aber verstellen Google und Youtube, Wikipedia und Facebook nicht auch uns schon wieder den eigenen Blick auf die Natur, genau wie Aristoteles und Plinius den mittelalterlichen Schriftkundigen? Vielleicht ist es Zeit, die Medien und die Bilder bewußt abzuschalten, um die Natur mit so unvoreingenommen es noch geht eigenen Augen zu beobachten. Zum Beispiel wie die Meisen ihre Jungen füttern mit den Raupen, von denen der Nachbar denkt, sie würden die Rosen auffressen. Oder wie die Marienkäfer und die Schwebfliegen ihre Eier neben die Läuse legen und wenig später Larven aus den Eiern schlüpfen, um sich an Läusen dick und rund zu fressen. Dann lachen wir über den Nachbarn der denkt, er müsse sie totspritzen. Pflanzen müssen ohne Befestigung und bewaffnete Grenzschutzagentur auskommen, müssen mit der Natur zusammenleben können. Selbst als Geschenk sind sie dann schon ab ca. der dritten Woche wertvoller als bloße Ausstellungsstücke. Wo Du solche Rosen finden, weißt Du ja: auf http://rosenwelten.de/rosen bzw auf meinem Feld. Es blüht jetzt eine nach der andern auf, und wenn Du bald kommst, erlebst Duauch die besonders robusten Einmaligblühenden in ihrer ganzen Pracht.

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:46:16

Über das Pflanzen im Herbst oder Wann ist denn eigentlich die beste Pflanzzeit?

03. 11. 2013, Kategorie: Kultur

Von den Pflanzen her gesehen, ist einfach nach wie vor der Herbst. die beste Pflanzzeit Nur nicht mehr die einzige. [weiter]

Rhabarber mit Gewürzkuchen

23. 05. 2012, Kategorie: Kultur

175 g Butter schaumig rühren, 100 g Rohrzucker und 2 EL frischen geriebenen Ingwer unterrühren, nach und nach 4 Eigelb gründlich einrühren. 250 g Mehl mit 1 1/2 TL Backpulver, 1/2 TL geriebener Muskatnuß, 1/2 TL gemörserten Nelken mischen und unter den Teig heben. 200 ml Melasse (ich nehme "Grafschafter Goldsaft") mit 100 ml Creme fraiche verrühren (das geht) und unter den Teig heben. 8 (!) Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und mit 40 g feinem Zucker mischen, vorsichtig unter den Teig heben. In einer großen Kastenform bei 180° 30-45 Minuten backen, auskühlen lassen, in Scheiben schneiden. Rhabarber in Stücke schneiden, waschen, abtropfen lassen, einzuckern und etwas stehen lassen. Dann einmal kräfdtig aufkochen und langsam garziehen lassen. Abkühlen lassen. In einen tiefen Teller eine Scheibe Gewürzkuchen legen, eine Kugel Vanilleeis dazu, mit Rhabarberkompott umgeben. Gleich aufessen, während der Rhabarbersaft in den Kuchen zieht.

zul. bearbeitet 2016-08-23 18:15:43

Zeit zum Pläneschmieden

07. 02. 2012, Kategorie: Kultur

diese Nachmittage im Februar: die Natur scheint wirklich still zu stehen - man muß nichts, nichts gießen, nichts schneiden, nichts säen, nichts hacken - genießen Sie das auch so wie ich? Es ist ein bißchen als ob im Jahr des Gärtners Sonntag wäre. Nicht jedes Jahr gibt es so eine Zeit, viele Winter hier im Rhein-Main-Gebiet sind ja nur verlängerte November. Es ist jetzt auch schon wieder länger hell, nicht wahr? Und man sieht vom Fenster durch den ganzen Garten, Sträucher und Bäume lassen den Blick hindurch. Bilder aus früheren Jahren fallen einem wieder ein, als die Gehölze noch kleiner waren oder andere dort standen. Hat es nicht schöner geblüht, als noch mehr Licht in diese Ecke fallen konnte? Wärs nicht mal Zeit, diesen oder jenen einst netten Busch oder Baum, der sich zum Klotz entwickelt hat und alles dominiert oder gar erdrückt, behutsam auszulichten oder gar mutig abzusägen, damit es wieder bunt wird? An dieser Stelle sollte ich Sie, glaube ich, mit Ihren Gedanken erst einmal alleine lassen —. Gerne helfe ich allerdings bei Fragen weiter, am liebsten natürlich was die Gestaltungsmöglichkeiten mit Rosen betrifft. Sie wissen ja, deren gibt es viel, viel mehr als meist genutzt werden. Die Blütenfarben sind ja eigentlich überbewertet, die Wuchsformen, Blattfarben, Rindenfarben (der Winteranblick) dagegen kaum ausgeschöpft. Rosen als große, malerische freistehende Sträucher oder als hohe Sichtschutz-Hecke, als Baumkletterer, als Kaskade, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sehen Sie so etwas schon als Bilder in Ihrem Kopf? Wenn icht, dann vielleicht mal auf rosenwelten.de inspirieren lassen. Paßt eines in Ihren Garten? Ich wünsche Ihnen schöne Vorfrühlingsnachmittage und viele gute Gedanken und Ideen für die Zukunft Ihres Gartens und freue mich auf Ihre Anfragen.

zul. bearbeitet 2016-08-16 17:25:39

"Die haben Masern"

06. 10. 2011, Kategorie: Kultur

zul. bearbeitet 2011-10-06 20:57:54

Wer macht die Gartenarbeit?

30. 08. 2011, Kategorie: Kultur

In der taz steht heute:

In den Freizeitaktivitäten zeigen sich die sozialen Unterschiede. Leute mit Hauptschulabschluss treffen sich häufiger als Menschen mit Abitur mit Großeltern und Enkeln, halten häufiger Mittagsschlaf, lösen öfter Kreuzworträtsel und Sudoko und machen mehr Gartenarbeit. Menschen mit Abitur hingegen lesen und schreiben mehr Emails, surfen öfter im Internet, lesen mehr Bücher, treiben mehr Sport und haben mehr Sex als BürgerInnen mit Hauptschulabschluss.
Dabei haben die Menschen mit Abitur, so sie denn ein höheres Einkommen haben, wahrscheinlich die größeren Gärten. Fragt sich, wer dann in diesen Gärten die Arbeit macht? Sind sie etwa alle so naturbewußt und planerisch genial, daß sie pflegearme Gärten angelegt haben? Oder lassen sie die Gartenarbeit vonMenschen mit Hauptschulabschluß machen? Weiter erfährt der Leser:
Geringverdiener mit einem Haushaltseinkommen unter 1000 Euro im Monat geben öfter an als Besserverdiener, in ihrer Freizeit auszuschlafen, "seinen Gedanken nachzugehen", Fahrrad zu fahren oder Spazieren zu gehen. Besserverdiener mit einem Einkommen von über 3 500 Euro hingegen besuchen häufiger Restaurants, machen mehr Ausflüge, gehen öfter ins Fitnesstudio und verbringen mehr als doppelt soviel Zeit mit dem Internet.

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:12:46

Konditorenkunst mit Rosen

16. 08. 2011, Kategorie: Kultur

Vorvorige Woche hat jemand auf dem Rosenfeld fünfzig weiße und rosa Rosenblüten gepflückt, sorgfältig nebeneinander in eine Schachtel gesetzt und nach hause gebracht. Dort wurden sie in Eiweiß getaucht und dann mit Puderzucker überzogen: Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine Auf der Leine mußten sie mehrere Tage trocknen, da war bestimmt kein schlechter Duft im Zimmer: Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine Schließlich kamen sie auf eine dreistöckige Torte: Hochzeitstorte mit kandierten Rosenblüten Danke für die Bilder und großen Respekt für das Kunstwerk!

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:45:48

Zeitgemäße Rosen und solche, die kein Mensch mehr braucht

14. 09. 2010, Kategorie: Kultur

Opas Rosenbeet brauchte viel Chemie und Geschnippel. Seit keiner das mehr so ordentlich wie einst Opa macht, sind aus den edlen Rosen traurige Gestalten mit nackten Beinen und übergewichtigen Blütenköpfen geworden. [weiter]

Eine Lanze für die Herbstpflanzung

14. 09. 2010, Kategorie: Kultur

Pflanzzeit ist heutzutage immer. Schon seit zwei, drei Jahrzehnten werden die meisten Gehölze nämlich im Container herangezogen und können dadurch, ohne Wurzeln zu verlieren, transportiert werden. Damit ist die Pflanzzeit nicht mehr auf die Zeit der Winterruhe beschränkt. Ein großartiger Fortschritt, der sich aber immer noch nicht überallhin herumgesprochen hat (anders als etwa das Internet, das in der Hälfte der Zeit tief in jedermanns Leben eingedrungen ist). Verwirrung schafft in letzter Zeit die Baumarkt-Werbung, die den mai als Pflanzzeit verkündet, was Magazine und Nachmittags-Talkshows hirnlos nachplappern. Da haben ein paar gärtnerisch ahnungslose Marketing-Strategen in ganzjährig klimatisierten Büros mal einfach eben die Jahreszeiten umdefiniert, um den Profit zu steigern: Für Pflanzen ist nur im April-Mai Platz auf deren teuren Flächen, da müssen die voll "drehen", danach kommen nämlich die Gartenmöbel und das Grillgerät bis August, und ab September drängen bereits wieder die Lichterketten. Der Mai ist die richtige Pflanzzeit für die Einjahrsblumen, die erst nach den Frösten des Frühjahrs raus dürfen, das stimmt, mehr ist am Mai aber auch nicht dran. Zwischen frostempfindlichen Einjahresblumen, die der Beet- und Balkonpflanzengärtner unter Glas heranzieht, und den winterharten Gehlzen und Stauden liegen ja Welten, was die Jahreszeiten angeht. Werbestrategen ist so etwas freilich egal, sie verdummen anstandslos das Publikum, damit es ihren Umsatzzielen dient. Für Gehölze und Stauden ist und bleibt der Herbst und Winter die klassische Pflanzzeit, auch wenn es dank Containerkultur nicht mehr die einzige ist! Sie können in der feuchten Zeit anwachsen, bevor sie in der warmen Zeit austreiben müssen, das ist genial. In der Wärme des Frühherbstes, wenn er feucht genug ist, geht das Anwachsen natürlich leichter und schneller als in der Winterkälte, aber der Boden bleibt viel länger warm und Wurzeln frieren viel weniger als sich schlotternde Gartenbesitzer gemeinhin vorstellen. Durch die moderne Kultur im Topf können Sie ihre Rosen freilich das ganze Jahr pflanzen, wann immer Sie gerade Zeit und Lust haben, am besten jedoch immer so früh wie möglich. Die nötigen Handgriffe sind einfach und leicht erklärt.

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:25:00

Bessere Rosen

16. 02. 2010, Kategorie: Kultur

Vorbehalte

Es soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben mögen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch ständigen Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Streß des Arbeitsalltags? Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Blätter vom Boden aufzulesen habe, müßte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Blätter gesund hält, den Preis würde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gründen, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost behaupten können.

Moderne Rosen

armselige Rose vor Wacholder In den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgehölze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten große gefüllte Blüten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und öfter zu blühen. Nostalgie galt als lächerlich. Alte Gemäuer riß man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den Gärten die Jahrzehnte überdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, schätzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Blüten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht. Die "modernen" Rosen von damals überleben nur, solange sie unermüdlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgehölze sie in den Schatten drängten). Wo jüngere Leute mit Skepsis gegenüber Chemie im Garten die Gärten von der älteren Generation übernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.

Zwei Sichtweisen

Als dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister. Nüchtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsgärtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichblühenden und pflegeleichten Rosenzüchtungen, allen voran Noacks 'Heidetraum'. Nun konnten sie wieder große Rosenbeete anlegen, Farbe in Städte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die "Bodendeckerrosen" entwickelten im Nu dichte Blütenmeere, die das Unkraut unterdrückten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen. Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mißtrauende Menschen beargwöhnten solche herrlichen Beete, fanden die Blüten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermißten Duft ... Je mehr die Gärtner Stadt und Land mit großzügigen Rosenbeeten zum Blühen brachten, desto verächtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses "öffentliche Grün" herab. Jetzt, wo es immer mehr blühende Flächen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Blüten, voll gefüllt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Großmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Unglücklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen älteren Bodendeckersorten als mit guten Neuzüchtungen. Die Massen von "The Fairy", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Blütchen in blassem Rosa, haben dem Wort "Bodendeckerrosen" den Klang des Schäbigen angehängt. Jährlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Züchter lieferten genügend Stoff für Sehnsüchte, verhinderten, daß man einfach die wirklich alten Rosenschätze gehoben hätte bzw. sorgten dafür, daß das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen hängte man erfolgreich den Makel an, "nur einmal" zu blühen, obwohl das ja gar kein Makel sein muß. Für den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: als wir anfingen, Porträts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne Mühe im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz schön schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme für reale Vorzüge wie "einfach und schön". Die Wörter "gesund" und "pflegeleicht" wurden dadurch unbrauchbar, daß man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen hört, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.

Eigene Erfahrungen

Wer trotzdem eine "gesunde" und "pflegeleichte" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren prächtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Blüte wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Blüte versprochen hatte? Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht überall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer großen, extravaganten Blüte fand und findet noch immer schnell einen Käufer. Ich habe aber das ungute Gefühl, daß das öfters allzuschnell ging und nicht jedes Röschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht hätte, um etwas zu werden. Diese Großkopfigen brauchen ja nicht nur tatsächlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so "aus dem Bauch heraus", ohne über ihre Ansprüche nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon enttäuscht ist und nicht wiederkommt, läuft mein Geschäft rückwärts; von mir aus müßte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.

Meine Rosen-Philosophie

Die gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren prägnanter: rosenwelten bietet dem Nüchternen noch mehr "Blütenmeere" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die "Naturnahen" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht enttäuschen können. Im Kapitel "Rosenwelten im Garten" möchte ich Ihnen künftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer schöner wird. Was bloß "Große Blüten" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschränken. Die "Blütenmeere" sind die Zuverlässigen und Anspruchslosen. Ihr Blütenreichtum und das Durchblühen bis zum Herbst unterscheidet sie von den "Naturnahen". Sie bringen also viel Farbe und Fröhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen können sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zusätzliche Zier, harmonierend zu den Blüten. Man kann sie auf traditionelle Art in größeren Flächen pflanzen oder einzeln in Kübeln und Kästen auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gräsern, Stauden und anderen Sträuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Daß diese Rosen nur fürs "Öffentliche Grün" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen für alle, denen Opas mühsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche hätten. Die "Naturnahen" sind ebenso robust und ebensowenig auf ständige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Blüten wegen. Manche blühen immer wieder bis zum Herbst, manche "einmalig" im Frühsommer in überwältigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch längere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auffälligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gefälliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Frühjahr sprießt bei einigen neongrün das junge Laub, das alle möglichen Formen, Farbnuancen und Oberflächen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gräsern, Blütenstauden, anderen Sträuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken überhaupt nicht fremd oder arrogant. A propos Clematis: Die mit den großen Blüten über langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es überall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer über blühen (ideal also zu einmalblühenden Kletterrosen!), üppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die Südwände vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fuß von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...

Das Besondere an meinem Angebot

Die Großmärkte quellen über von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung läßt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel für Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre länger durchkommt, ist man stolz auf den günstigen Kauf und vergißt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine Rücksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten ("Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99"), oder sind längst überholt, weil die Lizenzgebühr auch noch eingespart werden sollte. Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. Würde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, daß man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen möchte? Wertvolle Neuzüchtungen und zu Unrecht vergessene Schätze muß man inzwischen leider mühsam suchen. Es wird Zeit, die Abwärtsspirale von immer billiger und minderwertiger zu durchbrechen. rosenwelten macht es Ihnen in Wiesbaden und Rhein-Main wieder ganz leicht, wirklich gute Sorten in Ihren Garten zu pflanzen.

zul. bearbeitet 2016-08-23 21:20:12

"Teure" Rosen?

10. 01. 2009, Kategorie: Kultur

Nachdem ich über Weihnachten in Ruhe über Rosensorten nachgedacht und meine Website runderneuert hatte, war ich natürlich neugierig, wie meine Darstellung beim Publikum ankäme und was sich im neuen Jahr wohl noch an Kauflust entwickeln könnte, nachdem einerseits die Wirtschaftskrise und Zukunftsangst alles überschattet, andererseits von einem lebhaften Weihnachtsgeschäft zu hören war.

Ich beteiligte mich also nichtsahnend mit einigen der ruhigen Gedanken an einer Diskussion im Rosenforum auf planten.de. Recht heftige Reaktionen lassen mich für die Zukunft vorsichtiger sein mit ungeschminkten Meinungsäußerungen. Offenbar glauben einem manche kein Wort und trauen einem das alles zu, sobald sie rauskriegen, daß man von seiner Gärtnerei zu leben versucht.

Hoffentlich trifft das auf die Besucher von rosenwelten.de nicht zu, sonst hätte ich keine eigene Website schreiben brauchen, dann hätte ein 08/15-Shop mit irgendwelchen Bildchen und Sprüchen zu allen Sorten auch gereicht.

Aus anderen Beiträgen in dem besagten Thread habe ich aber eine Menge zur sozialen Funktion von Rosen und Rosengärten in der Vergangenheit gelernt, z.B. aus #53 und #62.

zul. bearbeitet 2009-02-06 15:33:45

Ruhige und gründliche Wintergedanken über Rosensorten

27. 12. 2008, Kategorie: Kultur

Vorbehalte

Es soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben mögen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch ständigen Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Streß des Arbeitsalltags? Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Blätter vom Boden aufzulesen habe, müßte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Blätter gesund hält, den Preis würde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gründen, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost behaupten können.

Moderne Rosen

In den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgehölze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten große gefüllte Blüten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und öfter zu blühen. Nostalgie galt als lächerlich. Alte Gemäuer riß man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den Gärten die Jahrzehnte überdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, schätzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Blüten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht. Die "modernen" Rosen von damals überleben nur, solange sie unermüdlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgehölze sie in den Schatten drängten). Wo jüngere Leute mit Skepsis gegenüber Chemie im Garten die Gärten von der älteren Generation übernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.

Zwei Sichtweisen

Als dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister. Nüchtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsgärtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichblühenden und pflegeleichten Rosenzüchtungen, allen voran Noacks 'Heidetraum'. Nun konnten sie wieder große Rosenbeete anlegen, Farbe in Städte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die "Bodendeckerrosen" entwickelten im Nu dichte Blütenmeere, die das Unkraut unterdrückten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen. Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mißtrauende Menschen beargwöhnten solche herrlichen Beete, fanden die Blüten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermißten Duft ... Je mehr die Gärtner Stadt und Land mit großzügigen Rosenbeeten zum Blühen brachten, desto verächtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses "öffentliche Grün" herab. Jetzt, wo es immer mehr blühende Flächen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Blüten, voll gefüllt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Großmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Unglücklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen älteren Bodendeckersorten als mit guten Neuzüchtungen. Die Massen von "The Fairy", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Blütchen in blassem Rosa, haben dem Wort "Bodendeckerrosen" den Klang des Schäbigen angehängt. Jährlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Züchter lieferten genügend Stoff für Sehnsüchte, verhinderten, daß man einfach die wirklich alten Rosenschätze gehoben hätte bzw. sorgten dafür, daß das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen hängte man erfolgreich den Makel an, "nur einmal" zu blühen, obwohl das ja gar kein Makel sein muß. Für den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: als wir anfingen, Porträts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne Mühe im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz schön schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme für reale Vorzüge wie "einfach und schön". Die Wörter "gesund" und "pflegeleicht" wurden dadurch unbrauchbar, daß man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen hört, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.

Eigene Erfahrungen

Wer trotzdem eine "gesunde" und "pflegeleichte" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren prächtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Blüte wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Blüte versprochen hatte? Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht überall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer großen, extravaganten Blüte fand und findet noch immer schnell einen Käufer. Ich habe aber das ungute Gefühl, daß das öfters allzuschnell ging und nicht jedes Röschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht hätte, um etwas zu werden. Diese Großkopfigen brauchen ja nicht nur tatsächlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so "aus dem Bauch heraus", ohne über ihre Ansprüche nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon enttäuscht ist und nicht wiederkommt, läuft mein Geschäft rückwärts; von mir aus müßte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.

Meine Rosen-Philosophie

Die gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren prägnanter: rosenwelten bietet dem Nüchternen noch mehr "Blütenmeere" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die "Naturnahen" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht enttäuschen können. Im Kapitel "Rosenwelten im Garten" möchte ich Ihnen künftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer schöner wird. Was bloß "Große Blüten" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschränken. Die "Blütenmeere" sind die Zuverlässigen und Anspruchslosen. Ihr Blütenreichtum und das Durchblühen bis zum Herbst unterscheidet sie von den "Naturnahen". Sie bringen also viel Farbe und Fröhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen können sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zusätzliche Zier, harmonierend zu den Blüten. Man kann sie auf traditionelle Art in größeren Flächen pflanzen oder einzeln in Kübeln und Kästen auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gräsern, Stauden und anderen Sträuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Daß diese Rosen nur fürs "Öffentliche Grün" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen für alle, denen Opas mühsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche hätten. Die "Naturnahen" sind ebenso robust und ebensowenig auf ständige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Blüten wegen. Manche blühen immer wieder bis zum Herbst, manche "einmalig" im Frühsommer in überwältigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch längere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auffälligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gefälliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Frühjahr sprießt bei einigen neongrün das junge Laub, das alle möglichen Formen, Farbnuancen und Oberflächen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gräsern, Blütenstauden, anderen Sträuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken überhaupt nicht fremd oder arrogant. A propos Clematis: Die mit den großen Blüten über langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es überall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer über blühen (ideal also zu einmalblühenden Kletterrosen!), üppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die Südwände vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fuß von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...

Das Besondere an meinem Angebot

Die Großmärkte quellen über von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung läßt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel für Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre länger durchkommt, ist man stolz auf den günstigen Kauf und vergißt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine Rücksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten ("Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99"), oder sind längst überholt, weil die Lizenzgebühr auch noch eingespart werden sollte. Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. Würde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, daß man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen möchte? Wertvolle Neuzüchtungen und zu Unrecht vergessene Schätze muß man inzwischen leider mühsam suchen.

zul. bearbeitet 2016-12-22 23:47:53

Rosengärten auch für Wintermonate

01. 12. 2008, Kategorie: Kultur

Wie sieht Ihr Rosengarten z.B. jetzt im Winter aus? Leer und ausgeräumt? Dann fehlen Ihnen noch Rosen mit Jahreszeiten! Bei uns im Garten leuchten immer noch die bunten Blätter von 'Honorine de Brabant'. 'Seagull' am Haus und andere hängen noch voll leuchtend roter Hagebutten. Viele Rosen behalten ihr grünes Laub auch im Winter. Und wie elegante Gräser jedes Bild noch beschwingter wirken lasen, auch das sehen Sie jetzt noch in unserem Verkaufsgarten. Lassen Sie sich inspirieren zu neuen Ideen!

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:48:18

Ungefüllte Rose gewinnt hohe Auszeichnung

01. 09. 2007, Kategorie: Kultur

Die Rose 'Fortuna' hat 2007 zwei der international renommiertesten Preise für neue Rosenzüchtungen gewonnen, die Goldene Rose von Den Haag und zusätzlich die Goldmedaille als beste Beetrose. Obwohl sie gerade mal 5 Blütenblätter aufzuweisen hat, also keine Spur gefüllt! Fortuna, Bilder und Beschreibung eine Lobeshymne auf ungefüllte und andere unkonventionelle Rosen (Linkziel nicht mehr online)

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:48:02

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