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rosenwelten-blog

Bisher allzu unregelmäßig schreibe ich etwas ins Firmen-Tagebuch. Kurze "Nachrichten", habe ich mir schon 2009 angewöhnt, auf Twitter zu schreiben, als dort noch lauter normale Leute und kaum Schreihälse und PR-Profis waren, und bin dabei geblieben, Facebook ist mir jedoch zu aufdringlich.


Veredeln "aufs treibende Auge"

18. 06. 2018

Dieses Jahr will ich endlich wieder einige Stammrosen veredeln. Als Wildstämme habe ich vor drei Jahren Rosa pollmeriana 'Schreibers' gepflanzt und voriges Jahr endgültig hochgezogen. Edelreiser will ich mir beim bevorstehenden Johannistrieb-Rückschnitt aus den Containerrosen und beim Pinzieren von den vorjährigen Veredlungen schneiden. Diese öffnen jetzt die ersten Blüten, und gleich wenn die verblühen, sind die Reiser "reif". Womöglich treiben die Stamm-Veredlungen dann dieses Jahr noch aus, dann könnte ich sie nächsten Winter schon mit kleiner Krone roden und nächstes Frühjahr eintopfen.

Gräser zu den Rosen

05. 06. 2018

Die Gräser ziehen in diesen Tagen von der kleinen Stauden-Containerfläche im Garten aufs Feld um. Dort kommen sie in doppelt so große (7,5-Liter-)Töpfen zwischen die beiden Außenreihen mit Solitär-Rosen in 15- und 26-Liter-Containern.

Strauchrosen und Staudengräser gehören zusammen, die einen steigern die Wirkung der andern und umgekehrt. Ich denke, dies kann ich nun endlich nicht nur behaupten sondern zeigen und augenfällig machen. In 4-Liter-Töpfen wurden sie auf dem Feld zu leicht umgeweht und bekamen auch nicht genug Wasser - jetzt kann ich sie an die Tropfleitungen anschließen und die Äste der großen Strauchrosen halten sie fest; umgekehrt gingen Rosen-Verkaufspflanzen auf der Stellfläche im Garten zwischen den in viel kürzerer Zeit hochwachsenden Stauden und den fest eingepflanzten Rosen rundherum optisch unter und kümmerten nach einigen Wochen aus Lichtmangel.

In 3-4 Wochen schätze ich, haben sie die größeren Töpfe soweit durchwurzelt, daß sie verkäuflich sind.

Die Blütenstauden haben dann die kleine Stellfläche im Garten für sich allein, und weil da sowieso kein irgendwie abgerundetes Sortiment Platz hat, lasse ich es künftig bewußt bunt zugehen, füge lieber öfter mal etwas neues Interessantes hinzu, als diese Kleinstmengen-Sorterei aufwendig im Internet zu bebildern und zu beschreiben. Wer herschaut, soll immer wieder mal was Hübsches finden, ähnlich zufällig wie vorm Supermarkt, aber in fetter Qualität - sucht jemand Stauden in großer Auswahl, sollte er/sie eine gute Staudengärtnerei aufsuchen.

Tschüß Wordpress!

28. 05. 2018

Seit langem fand ich es irgendwie wichtig, daß man sich auf rosenwelten.de registrieren und anmelden könne. Vielleicht aus der Hoffnung, daß Besucher sich dann enger mit der Website verbunden fühlen, öfter und länger darin lesen würden. Ein bißchen auch, um gewisse Dinge nicht aller Welt sondern nur geladenen Gästen servieren zu können. Eine sichere Benutzerverwaltung selbst zu programmieren, habe ich mir aber nie zugetraut. Zuletzt hatte ich rosenwelten.de daher mit einem Wordpress-blog verknüpft, da gibt es eine solche Benutzerverwaltung und die Möglichkeit, die für eine übergeordnete Website erweitert gelten zu lassen. Hacker kennen sich damit aber auch ganz gut aus, und so mußte ich immer strengere Zutrittsschranken aufrichten, die dann nicht immer richtig funktioniert und leider auch manchen ehrlichen Kunden abgeschreckt haben.

Dabei ist der einzige Zweck, daß ein Besucher sich beim Surfen Pflanzen in einer eigenen Wunschliste merken kann, auch ohne Registrierung und Anmeldung zu erreichen, indem die Nummern der zu merkenden Rosen einfach als Zeichenkette als Cookie auf dem eigenen Computer gespeichert werden. Zum Einkaufen oder Bestellen bitte ich Sie sowieso hierher oder ans Telefon, weil ein Online-Shop mir zu gefährlich ist wegen der nur auf irgendwelche winzige Formfehlerchen lauernden Abmahnanwälte, denen ich mein weniges Sauerverdientes nicht vorwerfen möchte.

Nun ist es endlich soweit, die Merkliste funktioniert, soweit ich bisher sehe, mittels Cookie, und die ganze Benutzerverwaltung sowie der dazu eingebundene Wordpress-Blog können weg. Fü4 das bißchen, was ich vielleicht ab und zu zu erzählen habe, ist ein Wordpress-Blog viel zu wuchtig, dieses Eckchen hier schnell eingerichtet und völlig ausreichend. Ich fühle mich erleichtert und weine dem kein Tränchen nach, denn es hat immer viel Arbeit und Nerven gekostet, das am Laufen zu halten, und kaum je fühlte ich mich richtig zufrieden. Genutzt wurde es nur anfangs mehr, zuletzt immer weniger. Nur noch die allerwenigsten bleiben länger auf einer anderen Website als dem eigenen Social-Media-Portal, man guckt höchstens mal flüchtig etwas nach und wenn es nicht gerade ist, was man lange gesucht hat, ist man auch gleich wieder weg.

Neujahrsansprache 2018

31. 12. 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Laßt euch nicht verrückt machen! Und wenn es schon zu spät ist und ihr schon von Angst und irrem Haß zerfressen seid, dann schämt euch und geht in den Keller, hackt Holz oder grabt den Garten um wie früher, statt euren Gedankenmüll in der Öffentlichkeit abzuladen! Bestellt nicht im Internet, ihr seid ja doch nie zuhause, wenn der Paketbote kommt, geht lieber in Eure Stadt, redet mit euren Nachbarn und gebt euer Geld bei ihnen aus, dann haben die auch was zum ausgeben, und alles wird wieder gut! Macht eure Handys aus, guckt euch die Welt mit eigenen Augen an statt sie zu fotografieren, dann brauchen eure Freunde nicht eure Fotos angucken und haben mehr Zeit, die Welt mit ihren eigenen fünf Sinnen zu genießen und allen geht es besser! Laßt euch nicht alles gefallen von euren Chefs, geht in die Gewerkschaft, kämpft für eure Rechte (nicht hehen Ausländer!), sonst bekommt ihr ein Magengeschwür oder noch Schlimmeres. Und schaltet den Fernseher aus, wenn Blödsinn kommt, statt zu twittern, daß im Fernsehen Blödsinn kommt. Glaubt nicht alles, was in der Zeitung steht, aber erst recht nicht alles, was euch Gugel und Feisbuk erzählen! Baut euch euer eigenes Gemüse und Obst an, backt ab und zu etwas Gutes, gibt nichts besseres fürs Gemüt, als mit den eigenen Händen etwas zu schaffen! Und in der Erde leben Milliarden Bakterien, aber die sind nicht giftig, bei den Zutaten im Industriefutter bin ich nicht so sicher. So und jetzt feiert schön, aber übertreibts nicht. :-) Ein gutes neues Jahr Euch allen!

Ein paar kurze Frost-Tips für Rosenbesitzer

12. 01. 2017

bei Ihnen mag ganz anderes Wetter sein, aber hier in Wiesbaden beginnt voraussichtlich am kommenden Wochenende eine längere Dauerfrost-Periode, so daß der Boden durchfrieren wird. Wenn Sie vorher, also am Samstag, bei Ihren empfindlichen Pflanzen das Herz mit einer Hacke mit umgebender Erde anhäufeln, sind sie eigentlich schon ziemlich sicher vor Verlusten durch Frost. Denn aus («schlafenden») Augen in diesem untersten Teil der Triebe kann sich eine Pflanze im Frühjahr binnen kurzem regenerieren, selbst wenn alles darüber erfrieren sollte. Um auch die oberen Pflanzenteile zu schützen, stellen Sie Fichten-, Tannen- oder sonstige immergrüne Äste und Zweige als luftdurchlässigen Wind- und Sonnenschutz daran. Die meisten Frostschäden entstehen durch die Temperaturspannung, wenn am Morgen nach einer kalten Nacht die Sonne eine Seite der grünen Triebe erwärmt. Bei Hochstämmen stecken sie kurze Zweige zwischen die Kronenäste und binden die Krone locker zusammen, damit sie nicht wegwehen. Dem Stamm selbst dürfte kaum etwas passieren können. Vorerst sind hier keine Temperaturen unter -10° in Sicht, die Rosen gefährlich werden können, aber in höheren Lagen, in Talzügen (wie am Ochsenbach auf meinem Feld) und an zugigen Stellen vielleicht schon. Reichlich Schnee ist im übrigen das beste, was passieren kann. Unter einer hohen Schneedecke haben bei Kunden am Brennerpaß in Tirol Rosensorten unbeschadet überwintert, die bei mir 2008/09 komplett erfroren sind. Luftdurchlässges Vließ wäre ein unvollkommener Ersatz, wenn es keinen Schnee gibt. Mit allem Luftdichten, also Folien, (naß werdendes) Sackleinen usw, muß man äußerst vorsichtig sein und darf immer nur für kurze Zeit abdecken. Topfpflanzen rückt man am besten dicht ans Haus, und zwar an eine Nord- oder Westseite, wo die Sonne nicht hinkommt und täglich aufwärmt. Leicht eingraben wäre ideal. Das Abdecken mt Deckreisern habe ich oben beschrieben. Geht es nicht anders, kann man Topfpflanzen für kurze Zeit in ungeheizte Räume stellen, muß sie dann aber oft beobachten und sobald es milder wird, bei bedecktem Himmel wieder hinausräumen. Mehr zum Thema: http://rosenwelten.de/rat/rat.php?rat=winter Ist meine Sorte empfndlich? http://rosenwelten.de/rosen/suche.php?kat=anspr&c=winterhaerte 10-Tage-Wettervorhersage: http://www.yr.no Ach ja, und ein gutes Neues Jahr noch gewünscht! Bis im Frühjahr bin ich

Ein wenig zu den neuen Rosen dieses Frühjahr

02. 06. 2016

Außer 1483 älteren gibt es dieses Jahr 529 Rosen aus frischer Ernte. Rosen sind Gehölze und werden mit den Jahren größer und reicher an Blüten und an Charakter; und dieses Jahr dank Regen und Sonne zur rechten Zeit und im rechten Maß ganz besonders, wobei sie im Topf weniger zulegen als im gewachsenen Boden. Die Neuen sind 2014 aufgeschult und veredelt, Ende 2015 vom Feld geerntet, in der ersten Aprilwoche eingetopft worden und nun gut bewurzelt und kräftig ausgetrieben und füllen so manche Lücke, die im Sortiment entstanden war:

Natur und Bilder

01. 06. 2016

Hier in der Straße sehe ich «frische» Rosen gepflanzt, mit großen Blättern und fetten Blüten wie bei einem erwachsenen Rosenstock, aber mit drei Bambusstützen, sonst wären sie wohl umgefallen vor Schwäche. Solche gequälten Geschöpfe kann man heute offenbar leichter verkaufen, als im Freien gewachsene, mehrjährige Pflanzen mit dem ein oder anderen Fleck oder Loch an einem Blatt. Warum nur? Vielleicht haben Menschen nie so viele schöne Bilder von Pflanzen gesehen und dabei so wenig mit Pflanzen zu tun gehabt, also richtig gearbeitet, um etwas zu ernten, Rasenmähen und Hecken schneiden rechne ich da jetzt mal nicht dazu. Idealbilder als zur Erbauung der Seele und Bilder von Natur-Zerstörung als Nachrichten oder Dokumentarfilme. Bei Idealbildern ist die umgebende Natur, sind tierische und pilzliche Mitbewohner, gelbe Blätter und welke Blüten der porträtierten Pflanze selbstverständlich professionell vermieden oder herausgeschnitten, wie Tippfehler aus einem Text. Und in Berichten über Tschernobyl, Bhopal und die Hagel- und Flutkatastrophe im Nachbardorf geht immer alles unweigerlich kaputt. Wer mit Pflanzen zu tun hat, weiß, daß die Wirklichkeit normalerweise dazwischen liegt, aber die Bilder prägen mehr und mehr unsere Vorstellungen ... Pflanzen haben dann so auszusehen wie auf den Bildern. Alles darüber hinaus ist «Befall», und für «so etwas» möchte niemand Geld ausgeben, und wie man stünde man denn da, wenn man «so etwas» als Geschenk überreichte, etwa der Schwiegermutter oder dem Direktor, bei denen man doch einen makellosen Eindruck hinterlassen muß. Lieber geht man auf Nummer Sicher und kauft eine Pflanze, die für den Verkaufsaugenblick gestylt wurde, daß sie so aussieht wie auf Bildern, als wäre sie nicht von dieser Welt. Mit Läusen, Raupen und Pilzen weiß die Natur aber umzugehen, mit den für die Illusion von Makellosigkeit notwendigen Giften und Energieverschwendung nicht allzu lang. Wie oft haben wir als Studenten über die Menschen im Mittelalter gelächelt, die die Natur durch Zitieren der antiken Autoren beschrieben, erst ganz allmählich auch nach ihrem eigenen Augenschein - aber verstellen Google und Youtube, Wikipedia und Facebook nicht auch uns schon wieder den eigenen Blick auf die Natur, genau wie Aristoteles und Plinius den mittelalterlichen Schriftkundigen? Vielleicht ist es Zeit, die Medien und die Bilder bewußt abzuschalten, um die Natur mit so unvoreingenommen es noch geht eigenen Augen zu beobachten. Zum Beispiel wie die Meisen ihre Jungen füttern mit den Raupen, von denen der Nachbar denkt, sie würden die Rosen auffressen. Oder wie die Marienkäfer und die Schwebfliegen ihre Eier neben die Läuse legen und wenig später Larven aus den Eiern schlüpfen, um sich an Läusen dick und rund zu fressen. Dann lachen wir über den Nachbarn der denkt, er müsse sie totspritzen. Pflanzen müssen ohne Befestigung und bewaffnete Grenzschutzagentur auskommen, müssen mit der Natur zusammenleben können. Selbst als Geschenk sind sie dann schon ab ca. der dritten Woche wertvoller als bloße Ausstellungsstücke. Wo Du solche Rosen finden, weißt Du ja: auf http://rosenwelten.de/rosen bzw auf meinem Feld. Es blüht jetzt eine nach der andern auf, und wenn Du bald kommst, erlebst Duauch die besonders robusten Einmaligblühenden in ihrer ganzen Pracht.

Keine Gebührenexplosion ohne Bürgerbeteiligung

10. 02. 2016

Die neuen Straßenreinigungsgebühren in der Erich-Ollenhauer-Straße können wir nicht hinnehmen. Steigerungen um 300, 400 % und mehr sind unzumutbar und sittenwidrig. ELW argumentiert, dafür bekämen wir mehr Sauberkeit, aber die Bürgersteige in unserer Straße drei Mal in der Woche zu kehren, ist völlig unnötig. Auf so eine abwegige Idee kann nur ein "Experte" irgendwo an einem Schreibtisch kommen, der noch nie hier gewesen ist. Ein neues Reinigungssystem sollte doch mit den Anwohnern gemeinsam erarbeitet werden, die die Straße täglich vor Augen haben. Der Verkehr auf der Straße steigt zwar, deswegen gehen aber hier nicht mehr Menschen zu Fuß entlang und verschmutzen den Bürgersteig. Daß wir bisher den Schmutz vom Bürgersteig einfach auf die Straße gekehrt hätte, ist auch ein haltloses und geradezu bösartiges Argument, um uns "den Besen aus der Hand zu nehmen". Im Anschluß an eine sehr intensive Informationsveranstaltung im Museum haben sich viele Bürger zusammengetan und nun diesen Offenen Brief verfaßt, der sehr gut argumentiert, warum die von Herrn Dr. Franz und der CDU kurz vor Weihnachten mit der brachialen Drohung, sonst den Haushalt scheitern zu lassen, durchs Stadtparlament gejagte neue Reinigungssatzung grober Unfug ist. Und jetzt plakatiert die CDU zur Kommunalwahl auch "Sauber machen - Stärke zeigen" - ohne dazuzuschreiben, daß wir gezwungen werden, den Spaß zu bezahlen.

Offener Brief an die Stadt Wiesbaden Herrn Sven Gerich, Oberbürgermeister, und Herrn Dr. Oliver Franz, Ordnungsdezernent,  sowie an die Stadtverordneten, den Magistrat, die Ortsbeiräte und den Ausländerbeirat Viele Wiesbadener Ortsteil-Initiativen gegen die neue Reinigungssatzung bündeln ihren Protest!  Wir zeigen jetzt Stadt und ELW die rote Karte! Wir sind für die Gehwegreinigung in Bürgerhand!  Unsere wichtigsten Forderungen an die städtischen Organe sind deshalb: •    Gehwegreinigung in Bürgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse •    Ausrichtung der Straßenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn- und Gehwegreinigung entkoppeln •    Stopp für die Straßenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Gebührenexplosion •    Neukonzeption der Straßenreinigungssatzung - BürgerInnen beteiligen Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Organe,  viele BürgerInnen der Stadt haben in lokalen Initiativen, mit Leserbriefen an die Presse, in Ortsbeiratssitzungen, in Briefen  an Stadt und ELW und mit Unterschriftensammlungen ihre Empörung über die neue Straßenreinigungssatzung kundge- tan. Bereits in der ELW-Informationsveranstaltung am 14.1.2016 war der Protest der BürgerInnen immens. Die erste Stufe  der neuen Satzung wurde gleichwohl zum 1.1.2016 in aller Hektik umgesetzt.  Die fehlende Bürgerbeteiligung im Vorfeld des Stadtverordnetenbeschlusses rächt sich nun. Es gab vor dem Beschluss  keine öffentlich zugänglichen Informationen! Es gibt auch keine Übergangsfristen, keine Härtefallregelungen, keine Ober- grenzen für Gebührenerhöhungen, keine Rücksicht auf Vertragsbeziehungen mit privaten Reinigungsfirmen und keinen  Blick auf die deutliche Steigerung der Mietnebenkosten oder auf die Situation der Reinigungsbranche. Damit stellt sich die  Wiesbadener Politik ein Armutszeugnis aus und verstärkt leider abermals die Politikverdrossenheit in der Bürgerschaft! Gehwegreinigung in Bürgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse!  Unsere Hauptkritik gilt der Umgruppierung von mehr als 9.300 Grundstücken in die Reinigungsklasse A und der damit  verbundenen Übernahme der Gehwegreinigung durch die ELW. Großflächig wird auch noch der Reinigungsturnus für  Fahrbahn und Gehweg erhöht, obwohl dies aufgrund der nicht vorhandenen Verschmutzung gar nicht notwendig ist. Die  Gebühren steigen somit grundlos und unverhältnismäßig auf das Drei- bis Siebenfache. Das Reinigungsintervall des Geh- wegs ist dabei fest an das der Fahrbahn gekoppelt. Das ist weder sachgerecht noch erforderlich. Die wöchentliche Mehr- fachreinigung nicht verschmutzter Fahrbahnen und Bürgersteige treibt nur die Gebühren in die Höhe.  Den Bürgern wird nach vielen Jahren und aus heiterem Himmel die Gehwegreinigung unbegründet aus der Hand genom- men. Dabei sind sie oder die Reinigungsfirmen ihrer Verantwortung stets gut nachgekommen. Die Begründung, die ELW  wolle damit Schnittstellen zwischen ELW (Fahrbahnreinigung) und BürgerInnen bzw. privaten Reinigungsfirmen (Gehweg- reinigung) beseitigen, ist fadenscheinig. Zumal der Winterdienst für die Gehwege ja weiterhin den Anliegern obliegt.  Kritik an der neuen Satzung beantwortet die ELW mit einer Bürgerumfrage, wonach 77% der Wiesbadener eine sauberere  Stadt wollten. Das ist unlauter! Diese Umfrage in 2014 (3.000 Rückmeldungen) war allgemein auf das Leben in Wiesbaden  bezogen. Daraus kann niemand das Mandat ableiten, die Gehwegreinigung in sauberen Straßen zu übernehmen, und  schon gar nicht undifferenziert flächendeckend in der ganzen Stadt. Die Reinigungsklasse A sollte nur für Straßen gelten,  in denen ein Allgemeininteresse an sauberen Bürgersteigen besteht (Innenstadt, neuralgische Stellen). Ausrichtung der Straßenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn und Gehwegreinigung entkoppeln!  Die ELW begründet die Umgruppierungen mit dem zu erwartenden Verschmutzungsaufkommen, nicht mit dem tatsächli- chen Reinigungsbedarf. Sie verweist auf ihre wissenschaftlich-objektive Herangehensweise und die Strukturdaten. Die  Matrix mit den über 40 Kriterien ist jedoch nicht immer transparent, basiert auf Aktenlage, und die Strukturdaten stam- men aus zum Teil veralteten Statistiken. Sie beinhaltet zudem falsche Werte. Vor allem erklärt die Matrix nicht die Zuord- nung vieler Straßen in die jeweilige Reinigungsklasse, denn gleiche Strukturdaten führen nicht zwingend zur selben Reini- gungsklasse. Viele BürgerInnen haben Ortsbeiräte, Stadt und ELW auf diese Ungereimtheiten bereits mehrfach hingewie- sen – bislang ohne Erfolg.  So sind viele Straßen willkürlich der Gruppe A zugeordnet wegen des sog. Quartiersbezugs und wegen ihrer räumlichen  Lage im 2. Stadtring und in Subzentren, trotz an sich guter Qualitäts- und Strukturwerte. Aber auch vielbefahrene A- Straßen haben nicht zwingend schmutzige Gehwege! In vielen dieser Straßen sind auf den Gehwegen nämlich nur deren  Anlieger als Fußgänger unterwegs. Für die ELW ist im Ergebnis auch gar nicht der tatsächliche Reinigungsbedarf von Fahr- bahn und Gehweg entscheidend, sondern nur die räumliche Zuordnung nach statistischen Strukturdaten. Das entspricht  weder dem Sinn der Satzung noch der Angemessenheit kommunaler Abgaben.  Die Absurdität bei der Festlegung der Reinigungsintervalle sowie der Kopplung von Fahrbahn- und Bürgersteigreinigung  mündet darin, dass durch die ELW nunmehr vielerorts mehrfach wöchentlich saubere Bürgersteige gereinigt werden. Das  ist schlichtweg eine Verschwendung von Personal-, Material- und Maschineneinsatz seitens der ELW. Dies wiederum ist  mit dem auch für städtische Verwaltungen oder Firmen verbundenen Gebot des wirtschaftlichen Handels nicht vereinbar. Stopp für die Straßenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Gebührenexplosion!  Ordnungsamt und ELW betonen, dass die Gebührensätze stabil bleiben. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn bei- der Hauptziel ist erklärtermaßen die Erhöhung der Gebühreneinnahmen: 5 Mio € spült die neue Reinigungssatzung nach  Umsetzung der 1. und 2. Stufe in die Kassen der ELW. Das ist eine Einnahmenerhöhung um 45%, die die BürgerInnen zah- len sollen. Diese fallen aber auf den Etikettenschwindel nicht herein.  Interessant dabei ist: Die zusätzliche Gehwegreinigung in der Klasse A macht den Löwenanteil der zusätzlichen Reini- gungskilometer der ELW aus! Die Fahrbahn-km bleiben jedoch nahezu gleich. Die drastische Einnahmenerhöhung der  ELW resultiert also nahezu alleine aus der unnötigen und von den Bürgern nicht gewollten „Leistungserweiterung“!  Wegen der zusätzlichen Gehwegreinigung sollen bei der ELW 60 neue Stellen geschaffen werden. Erklärtes Ziel der städti- schen Beteiligungspolitik ist aber doch eigentlich die Verschlankung der Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften. Wes- halb gab es keinen Beschluss für die günstigere Alternative, das ELW-Defizit in Höhe von 1,6 Mio € zunächst über eine  Gebührenerhöhung von 18,8 % für alle auszugleichen? Warum wird das ELW-Defizit nicht genauer analysiert? Neukonzeption der Straßenreinigungssatzung - BürgerInnen beteiligen!  Die städtische Politik zeigt keinerlei Gestaltungswillen. Warum kann die Gehwegreinigung nicht in Bürgerhand bleiben?  Warum konzentriert sich die ELW nicht auf die Fahrbahnen und die neuralgischen Stellen? Auch das teils ungerechte Ge- bührenmodell sollte überprüft werden. Wieso werden Kosten, die die Allgemeinheit verursacht, nicht von der Allgemein- heit getragen? Die BürgerInnen hätten dazu viele Beobachtungen und Anregungen – allein, sie wurden nicht gefragt.  Kurzum: Die Stadt Wiesbaden macht es sich mit der neuen Straßenreinigungssatzung, die an jedweder Notwendigkeit und  Angemessenheit vorbeigeht, zu einfach. Es braucht stattdessen eine Neukonzeption mit Beteiligung der Bürgerinnen und  Bürger, und zwar am besten nach den in 2015 erarbeiteten Leitlinien für die Bürgerbeteiligung in Wiesbaden.  ------------------------------------------------------ Initiative „Gehwegreinigung in Bürgerhand (GiB)“  Joachim Bußhardt, Christine Dietz, Claudia Höhler-Bardior, Albrecht Koch, Heiner Lompe, Karl Roßel, Monika Schnabel,  Ulrike Schön, Jürgen Uffmann Die Unterzeichner sind benannte Vertreter der Ortsteil-Initiativen. Sie erläutern Ihnen gerne die Kritik und die Forderun- gen der Bürgerinnen und Bürger. Kontakt E-Mail: Gehwegreinigung-in-Buergerhand@gmx.de Dieser Offene Brief an die Stadt Wiesbaden geht zugleich an die IHK Wiesbaden, an die Handwerkskammer Wiesbaden,  an die Wiesbadener Grundeigentümer- und Mietervereine sowie an die lokale Presse.
Im Januar hat ELW hier übrigens statt dreimal wöchentlich nur insgesamt 3 Mal die Gehwege gekehrt. Die zuviel gezahlten Gebühren verlangen wir zurück.

Nach der Hitze

23. 08. 2015

Duft - so leicht er verfliegt, so tief kann er sich im Gedächtnis festsetzen. Die warme Sonne entfaltet die Düfte von ein paar Blüten in einer Vase hier auf dem Fensterbrett, und ein leichter Wind trägt sie mir ins Zimmer und versetzt bei der Sonntags-Siesta ins Paradies ... Der Duft von ein paar kleinen 1jährigen Veredlungen der Rose 'Souvenir de St. Anne's', der an den heißen Tagen beim Veredeln bestimmt zehn Meter weit über dem Feld lag, wird für mich die Erinnerung an den Sommer 2015 bleiben. Dann, wie starke, schwarzrote Neutriebe bei 'Mme Ernest Calvat', einer bisher nie groß aufgefallenen Sorte, mir in der Juli-Hitze plötzlich über den Kopf gewachsen sind. Und noch mehrere Rosen, deren Schönheits-Entfaltung in der Wärme dieses Sommers überrascht hat. Endlich hat es nun ja voriges Wochenende einmal geregnet, heute könnte auch noch ein wenig kommen. Alles noch viel zu wenig für den Boden, der hier schon seit Anfang April austrocknet, aber die Dürre ist nicht mehr alternativlos, es gibt immerhin Hoffnung, anders als in der Europa-Politik, wo unser großes Land das kleine Griechenland in endlose Schuldknechtschaft drückt und das "Hilfe" nennt. Alteingewachsene Rosen auf unseren lehmigen Böden finden mit ihren tiefen Wurzeln wohl im allgemeinen trotzdem immer noch genug Wasser, um nicht nur zu überleben sondern kräftig zu wachsen, uns das will was heißen! Und spricht für mehr Rosen im Garten, wenn das Wetter bei uns immer öfter mediterran wird. Der Gärtner mit seinen per dato 2313 Rosen in Töpfen mußte sich diesen