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mit rosen gärtnern

Vorfrühling (Feb—Mrz)

Mit dem Schneiden nichts überstürzen. Es muß keineswegs fertig sein, bevor der Austrieb beginnt. Späterer Schnitt hat vor allem den Vorteil, daß sich die Schnittwunden je schneller schließen, je weiter die Rose schon im Trieb ist. Gerade bei stockendem Saftfluß in einem kalten März nutzen Rindenpilze Wunden, um in die Rinde einzudringen und bis Mai—Juni ganze Äste zum Absterben zu bringen.

Daher als erstes die groben Auslichtungsarbeiten an großen, alten Sträuchern und Kletterern, wenn das mal nötig ist. Dann, ungefähr wenn die Forsythien blühen, der erste allgemeine Frühjahrsputz. Und zuletzt, wenn der Saft schon richtig fließt, im April&mdashMai, der endgültige Rückschnitt und das vollständige Ausputzen der Winterschäden bei den Empfindlichen und Zarten. Die reinen Frühjahrsblüher sowieso, wie andere frühjahrsblühende Sträucher, erst nach der Blüte.

Auch den Winterschutz nicht zu schnell ganz wegräumen. Gerade an warmen Plätzen und nach winterlichen Wärmeperioden können Rosen, die sich schon weit herausgewagt haben, bei plötzlichen Kälterückfällen Schutz brauchen.

Andererseits muß Luft und Licht an die Pflanzen können, wenn schon Wachswetter ist, sonst wird es ihnen muffig, und Krankheiten greifen um sich. Also eventuell schon mal auf- und bei Bedarf nochmals zudecken.

Eine große Handvoll organischen Volldüngers pro Pflanze bzw. pro m², idealerweise vor dem ersten milden Frühjahrsregen beim Bodenlockern flach eingearbeitet, sorgt für gute Ernährung der Rosen in der ganzen Vegetationsperiode. Darauf sind vor allem jüngere Rosensträucher und solche in Töpfen angewiesen; starke, tief im Boden eingewurzelte brauchen oft gar keinen mehr.

Frühling (Apr—Mai)

Den letzten Gang mit der Schere, vor allem um letzte Winterschäden auszuputzen und Triebe zur Verzweigung zurückzuschneiden, schiebt man am besten bis jetzt auf, wo klar zu erkennen ist, welche Augen wie stark treiben.

Oft kommen gegen Ende April noch kräftige Nachtfröste. Frisches Grün, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgehärtet wäre, müßte dagegen geschützt werden. Ein paar Zweige vom Winterschutz hat man für diesen Zweck in greifbarer Nähe liegen lassen.

Die weichen, glasigen Jungtriebe mit zwei Fingernägeln zu entspitzen, bewirkt, daß sie direkt drei neue Spitzen treiben. Die Blüten kommen dann etwas später, aber reicher. Eine eleganterer, schnellerer und die Kräfte der Pflanze schonender Weg zu schönen Büschen als erst im nächsten Frühjahr wieder zurückzuschneiden,

Feuchtwarmes "Wachswetter" Ende April macht den Pflanzensaft nun so nahrhaft, daß die Blattläuse Festgelage halten. Doch bevor sie schaden, kommen Marienkäfer samt ihren Larven, den "Blattlauslöwen", Ohrwürmer und Schwebfliegen und verspeisen sie ihrerseits.

Auf dauerfeuchtem Laub bei Wärme wachsen bei bestimmten Sorten die Blattpilze Sternrußtau, Rost, Mehltau rasant. Will man sie chemisch bekämpfen, muß man vor dem 1. Gewitterregen anfangen, bis zum Herbst konsequent 14täglich zu spritzen.

Sommer (Jun—Jul)

Der "Johannistrieb" (vom Johannistag, dem 24.6., Mittsommer) ist es, der die Rosen von Jahr zu Jahr größer und prächtiger macht. Für ihn lohnt es sich, jetzt einiges zu tun:

Wenn man im Frühjahr mineralisch gedüngt hat, verabreicht man gegen Ende der 1. Blüte einen kräftigen Nachschlag Dünger, am besten vor einem Regen. Danach gibt man keinen mehr, damit die Vorräte im Boden ab August abnehmen und die Pflanzen ausreifen.

In Kübeln und bei jungen Pflanzen sollte man jetzt nicht mit Wasser sparen. Die Pflanzen können jetzt wirklich etwas damit anfangen.

Bis Mitte Juli kann man noch beherzt schneiden. Von kräftigen Edelrosen oft Blüten für die Vase mit langen Stielen zu schneiden, macht sie dichter und beugt Vergreisung vor. Unansehnlich gewachsene Strauchrosen reagieren jetzt prompt auf Korrekturen mit der Schere und bauen sich noch im selben Sommer neu auf, viel schöner als zuvor.

Zuviel zu frühe Hagebutten schneidet man beizeiten weg, um zum Nachblühen anzuregen.

In der Rosenschule ist jetzt der neue Jahrgang in den Töpfen fertig. Jetzt gekauft und gepflanzt, sind sie im Herbst schon eingewachsen!

Spätsommer (Aug—Sep)

Die Rosen sollen jetzt nicht mehr zu Neutrieben angeregt werden, damit alle Triebe bis zum Winter gut ausgereift sind. Daher kein Dünger, und kein scharfer Rückschnitt nach Mitte Juli und jetzt auch immer weniger Wasser.

Ein Kontrollgang, bei dem man penibel alle Totholzstummel entfernt, muß noch sein. Es beugt Rindenpilzen im kommenden Winter vor.

Danach könnte der Rosengärtner eigentlich die Hände in den Schoß und die Füße hochlegen und sich von früh bis spät nur an der Pracht vor seinem Auge und in seiner Nase erfreuen.

Kämen ihm nicht normalerweise ganz von selbst bei solchem Betrachten viele gute Ideen für die zukünftige Gestaltung, nicht zuletzt bei Gartenbesuchen und auf Reisen (doch wer wollte gerade jetzt aus seinem Garten verreisen?). Daß man im Sommer blühende Rosen als Geschenk erhält, ist eine schöne neue Sitte.

Hat man Wildlinge und kommt an Reiser, muß man in heißen Augustwochen veredeln. Nach zehn Tagen schon sieht man den Erfolg. Zuschauen und üben können Sie bei uns.

Im September liegt morgens länger Tau auf den Blättern. Das läßt auf manchen Sorten den Mehltau gut gedeihen. Bekämpfen braucht man ihn so kurz vor dem Herbst aber nicht mehr.

Herbst (Okt—Nov)

Jetzt ist die klassische Zeit, Rosen im Garten zu pflanzen. Je früher im Spätsommer oder Herbst man pflanzt, desto mehr Zeit haben die Wurzeln, sich in die Erde am neuen Standort auszubreiten, bevor der Frühajhrsaustrieb ihre Wasserlieferungen braucht. (In Töpfe pflanzt man vorsichtshalber besser erst nach dem Winter.)

Ab Anfang November, wenn die Luft schon so kalt und naß ist, daß die grünen Teile der Rose fast nichts mehr verdunsten, der Boden aber noch recht warm, so daß die Wurzeln noch anwachsen, kann man auch neue Rosen mit blanker Wurzel kaufen und im Garten einpflanzen, die etwas weniger kosten als Containerpflanzen. Dann ist auch der beste Zeitpunkt, Rosen im Garten von einem Platz an einen anderen umpzuflanzen, was aber immer riskant bleibt, je länger sie eingewachsen waren, desto mehr..

Schneiden sollte man jetzt möglichst gar nichts mehr, höchstens noch letzte weiche Spitzen entfernen, ehe sie der Grauschimmel verunziert. Schnittwunden würden sich jetzt nicht mehr schließen und könnten bei wieder wärmerem Wetter Pilze an die Rinde lassen, die jüngeren Pflanzen sehr gefährlich werden können. Auch käme Frost leichter ans Herz der Pflanze.

Mit dem Winterschutz hat es normalerweise noch Zeit. Wir wahren Gärtner sind ja auch nächsten Monat noch gern draußen; die dagegen jetzt schon "alles winterfest" machen", sehnen sich wahrscheinlich nur danach, endlich nicht mehr raus zu müssen.

Winter (Dez—Jan)

Meist bleibt der Boden warm genug, daß Neupflanzungen gut anwachsen. "Jeder Wintertag, an dem ich mit dem Spaten in die Erde komme, ist ein Pflanztag," (Gärtner Pötschke) und zwar ein viel besserer als die trocken-warmen Tage im Frühjahr, wenn alle noch schnell etwas pflanzen wollen. Jetzt kann alles in Ruhe geschehen. Man zieht sich eine warme Jacke und notfalls Regensachen an und freut sich auf den guten Tee nach getaner Arbeit. Wenn der Boden vor Nässe schmiert, betritt man ihn jedoch besser nicht, das gäbe böse Verdichtungen, die bis weit ins Frühjahr nicht heilen.

Winterschutz der Rosen ist seit 2009 wieder ernstzunehmen. Außer Frost und Sonne bedrohen in der Zeit der Saftruhe neuerdings üble Schadpilze die Rinde der Rosen. Gut ausgereiftes Holz ist das A und O.

Anhäufeln der lebenswichtigen Basis mit ganz normaler Gartenerde mittels einer Hacke ist einfach, kostenlos und sehr effektiv.

Die grünen Triebe leiden durch Wind und Sonne bei Frost (Wind trocknet aus, Sonne verursacht Temperaturspannungen, die zu Rissen führen). Als Schutz dagegen deckt man ganz locker mit Reisig, Stroh, einem Vließ oder einer Schattenmatte. Luftstau wäre fatal.

Zuviel Winterschutz bei mildem Wetter fördert nur die Schädlinge und nützt den Rosen nichts. Also besser erstmal, gut vorbereitet, die Wetterentwicklung beobachten, als gleich in Aktionismus verfallen.

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