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mit rosen gärtnern : pilze

Blattpilze an Rosen

Was passiert?

Der Sternrußtau, ist wohl die häufigste Pilzkrankeit an Rosen. Besonders auf verdichteten, nassen Böden. Wenn bei warmem Gewitter-Schauer-Wetter im Hochsommer die Blätter stundenlang naß bleiben, breitet er sich aus. Auf den Blättern bilden sich schwarze, sternförmig gezackte Flecken, die dann einen gelben Hof bekommen. Schließlich werden die Blätter ganz gelb und fallen ab. Der Befall beginnt immer von unten, es werden also die ältesten Blätter zuerst befallen. Sehr ähnlich sieht es aus, wenn eine Rose aus Wassermangel die ältesten Blätter abwirft, nur daß die dann ganz gelb werden, ohne schwarze Flecken.

Kühles Frühjahrswetter und langandauernde Feuchtigkeit hingegen begünstigen den Rosenrost. Man findet gelbrote, später dunkle Pusteln auf der Unterseite von Blättern zunächst nur im im Innern der Pflanze, wo man sie auf den ersten Blick gar nicht bemerkt. Erst wenn die Blätter in großer Zahl abfallen, bekommt man einen Schrecken.

Der Echte Mehltau befällt Rosen, die unter Trockenheit leiden, ist also auf sandigen Böden besonders verbreitet und in Topfsubstraten, die wenig Feuchtigkeit halten. Zum Keimen brauchen allerdings auch die Mehltausporen Feuchtigkeit, dafür reichen aber einige Stunden Morgentau. Typisches Mehltauwetter ist also ein schöner Altweibersommer mit prachtvoller Herbstfärbung der Bäume, denn nach den kühlen Nächten liegt der Tau morgens lange, und die Nachmittagssonne trocknet den vom Sommer her trockenen Boden noch weiter kräftig aus. Blätter, Knospen, Blüten und Triebe der Rosenpflanzen kann dann ein mehliger, abkratzbarer Belag überziehen. Vor 150 Jahren war das auch schon so, und Friedrich Rückert dichtete:

In meinem Blumengarten ist
Ein Mehlthau gefallen,
Davon gewelkt du Rose bist,
Die schönste von allen.
Und von den Blumen welken nach,
Ich weiß nicht, wie viele;
Sie hängen, seit der Tod dich brach,
An welkendem Stiele.

Die Wirkung ist weniger dramatisch, als es aussieht, denn die Blätter würden um diese Jahreszeit ohnehin bald abfallen. Auf Kletterrosen an warmen Hauswänden und unter zu dickem Winterschutz kann der Mehltau allerdings auf den Trieben überwintern und im Frühjahr das frische austreibende Grün befallen.

Bei kaltem, nassem Sommerwetter kann der tückische Falsche Mehltau das noch ganz weiche Laub der jüngsten Neutriebe mit scharf begrenzten lilabraune Flecken besprenkeln. Die Blätter werden in kürzester Zeit fahl und fallen in großen Mengen ab. Dieser Pilz scheint jedoch schwache, junge Pflanzen in zu torfiger Erde zu bevorzugen. Wir hatten damit im August 2006 und im Juli 2007 erhebliche Probleme. Seit wir ein Substrat mit höherem Tongehalt benutzen, traten keine mehr auf.

Es gibt noch weitere Pilze, die Blattflecken verursachen. Einige Moosrosen zum Beispiel haben jeden Sommer schwarze Flecken in der Mitte der Blätter um die Adern herum. Diese Blätter fallen jedoch nicht vorzeitig ab und nutzen der Pflanze weiterhin zum Teil. Insofern beleidigt das unser Auge mehr, als es der Pflanze schadet.

Sternrußtau und Rosenrost nehmen der Pflanze ihre ältesten Blätter, gewissermaßen sind sie insofern ein natürlicher Verjüngungsvorgang. Man könnte sagen, daß manche Rosen mithilfe des Sternrußtaus mitten im Sommer ihr Frühjahrslaub abstoßen und ein neues Blattkleid für die zweite Jahreshälfte bilden. Wenn der Echte Mehltau im September auftritt, läßt er Blätter halt etwas früher abfallen als sie der Herbst ohnehin abfallen ließe. Schlimmer ist der Falsche Mehltau, da er der Pflanze die jungen Blätter nimmt, ebenso ein im Frühjahr auftretender Mehltau oder Rost, denn sie rauben ihr in der entscheidenden Wachstumsphase lebenswichtige Atmungsfläche.

Was ist zu tun?

Die Anfälligkeiten für Sternrußtau, Rost und Mehltau sind stark sortenbedingt. In den Sortenbeschreibungen versuche ich, Hinweise darauf zu geben. Beim Kauf in der Rosenschule sehen Sie, wie die verschiedenen Sorten ohne chemische Pilzbekämpfung zum jeweiligen Zeitpunkt aussehen. Allgemein gilt:

Blätter, die von Pilzen befallen sind, sind mit keinem Mittel wieder zu heilen.

Man kann nur versuchen, dem Befall vorzubeugen und, wenn er da ist, die befallenen Blätter so gut es geht entfernen und auf die Bildung vieler neuer, gesunder Blätter setzen.

Die wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen gegen Blattpilzbefall sind:

Will man empfindliche Sorten mit Fungiziden pilzfrei halten, muß man von Ende April an konsequent alle 10-14 Tage nach Vorschrift spritzen, um ständig die neu nachwachsenden Blätter zu schützen, denn das ist die einzig mögliche Wirkung dieser Mittel. In den meisten Fällen breiten sich trotzdem alle Pilze aus, und man kann dann wahlweise auf das verwendete Mittel schimpfen oder ein schlechtes Gewissen haben, weil man doch irgendwann einmal zu spät gespritzt hat.

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