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mein kleiner blog

19.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

M√ľ√üte in einer so pervertierten Gesellschaft "der v√∂llige R√ľckzug ins Private", so man sich den leisten kann, nicht geradezu ein Ehrentitel sein? (via @ulrikeguerot)

zul. bearbeitet 2021-06-19 17:01:02

18.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

So so, ich hatte das ja, ehrlich gesagt, nicht mehr so genau in Erinnerung mit der Schweinegrippe, der arte-Film hat sie aber nun wieder wachgerufen, und jetzt ist mir auch klar, was mir die Corona-Aufregung die ganze Zeit irgendwie seltsam hat vorkommen lassen.

zul. bearbeitet 2021-06-18 22:12:28

17.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Das kommt auch davon, da√ü man nun pl√∂tzlich von sogenannten "Linken" angegriffen wird, wenn man sein eigenes kleines Ding verteidigt. Fr√ľher mu√üte man schon Kommunist werden, um sich unbeliebt zu machen, heute braucht man es blo√ü nicht in Ordnung finden, da√ü einem sein Gesch√§ft zugemacht wird oder man keine Konzerte geben darf, oder alle sich vermummen m√ľssen oder Wissenschaft f√ľr etwas halten, wo mal der mal jener recht haben kann.

zul. bearbeitet 2021-06-17 07:18:19

12.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Nur daß jetzt niemand mehr da ist, der dagegen angeht und ergo alles unabänderlich erscheint; selbst wählen kann man im September, was man will oder auch gar nicht, die Union wird weiter regieren und alle können immer so weiter machen.

zul. bearbeitet 2021-06-12 07:40:35

11.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

+1 :-))

zul. bearbeitet 2021-06-11 12:13:15

10.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ich stimme Prof. @cluetge von ganzem Herzen zu! Daß so etwas in unserer Gesellschaft geschehen konnte ...

zul. bearbeitet 2021-06-10 19:30:47

08.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ob Spahn zur√ľcktritt oder nicht, macht jetzt auch nicht mehr viel Unterschied, da√ü √ľberhaupt diese FFP2-Masken statt Alltagsmasken zur Pflicht gemacht wurden, war der gro√üe Fehler, wie die Deutsche Gesellschaft f√ľr Krankenhaushygiene immer wieder betont hat.

zul. bearbeitet 2021-06-08 08:09:53

04.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Endlich um kurz nach zehn Uhr abends ist das Gewitter da, und es sch√ľttet wie aus K√ľbeln. Und keine Ausgangssperre sch√ľtzt uns mehr davor, drau√üen na√ü zu werden und dann krank und lang dahinzusiechen oder gar augenblicklich von einem Blitz erschlagen zu werden. Wir wollten ja unbedingt die Freiheit zur√ľck haben ... ^_^

zul. bearbeitet 2021-06-04 22:17:57

04.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

sowie der n√§chste Tweet im Thread √ľber das Ph√§nomen Lauterbach

zul. bearbeitet 2021-06-04 16:07:07

03.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wie die Maßnahmen immer erst "wirkten", als schon andere Ursachen eine Trendumkehr bewirkt hatten:

zul. bearbeitet 2021-06-03 16:50:01

30.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Friedrich P√ľrner hat recht:

zul. bearbeitet 2021-05-30 19:21:44

26.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Nach l√§ngerer Zeit (Schlangestehen, Einkaufswagenged√∂ns und die Durchsagen "Bitte tragt bei eurem Einkauf eine M." sind mir zuwider und ich gehe nur noch notfalls hin) wieder mal kurz beim REWE drin gewesen - gab da schon immer Leute, die jedes Futter-P√§ckchen erst kritisch aufs Ablaufdatum hin untersuchen. Das sind, m√∂cht ich wetten, die Vorl√§ufer der jetzigen Coronama√ünahmen-Fans: immer mi√ütrauisch, da√ü ihnen jemand an die Gesundheit will. Nach Tschernobyl waren das die, die ihre Gartenerde nur noch mit Handschuhen angefa√üt und alles Selbstgezogene weggeschmissen und sich von Dosengem√ľse ern√§hrt haben.

zul. bearbeitet 2021-05-26 17:54:11

24.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Zum Gl√ľck kommen wir in Wiesbaden erst gar nicht unter 100, da haben wir diese Sorge schon mal gespart:

zul. bearbeitet 2021-05-24 22:02:59

22.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ganz Europa lebt sein normales Leben, wir in D starren immer noch auf die vermaledeiten Inzidenzwerte, weil unsere Twitterer nichts mehr hassen als normales Leben und f√ľrchterlich herumkrakeelen, wenn Leute auch nur Masken abnehmen k√∂nnten und unsere Bundespolitiker auf einmal auf diese Schreih√§lse h√∂ren (da√ü sie sie f√ľr ihre Dienste bezahlen, wollen wir ihnen mal noch nicht gleich unterstellen). Und wir in Wiesbaden sind wohl am besten dran: hier sinkt die Inzidenz nicht mal sondern steigt zuweilen sogar. Unsere Gesch√§ftsinhaber und Gastwirte sind wohl noch nicht pleite genug f√ľr die post coronam anvisierte neue Stadt-Gestaltung, unser anspruchsvolles Publikum noch nicht amazon- und Lieferando-abh√§ngig genug? Ach, liebe Leut', ist es nicht zum Haareraufen?!

zul. bearbeitet 2021-05-22 18:45:40

21.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Abends noch schnell zum Einkaufen in die Stadt zum Karstadt gefahren, weil hier vorm Rewe Schlangen standen, und in der Fußgängerzone zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Leute ohne Masken gesehen, juhu!

zul. bearbeitet 2021-05-21 19:39:14

17.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wie gut, da√ü ich rechtzeitig mit Twittern aufgeh√∂rt habe! Wollte ich da "auf der richtigen Seite stehen", m√ľ√üte ich mich so verrenken, da√ü ich es vor Kreuzschmerzen noch nicht mal mehr im Liegen aushalten k√∂nnte. Schauspieler m√ľ√üte ich verachten, Berichte in der "Welt" d√ľrfte ich, auch wenn sie, wie die √ľber #divigate noch so erhellend sind, nicht lesen, ohne "#haltdiefressespringerpresse" zu rufen, sonst w√§re ich ja ein "Coronaleugner", und wer wei√ü, ob ich mich mit meinen Pflanzen √ľber das k√ľhle und feuchte Wetter freuen d√ľrfte, ohne mich der "Klimawandelleugnung" verd√§chtig zu machen. Da√ü es mal reichte, gegen Bahnhofsabrisse, Handelsabkommen, √úberwachung oder Hartz4 zu sein, um sich mit vielen im Netz gut zu verstehen und nett zu unterhalten, lang ist's her. Was solls, dieses Netz, die Medien, die sogenannte "Debatte" ist ein Nichts, das Leben geht auf dem Feld, im Garten, in Keller und K√ľche vor sich, und es gibt so viel zu tun bei diesem gesegneten Wachs-Wetter, wann hatten wir zuletzt ein Fr√ľhjahr mit so viel Mai-Regen!

zul. bearbeitet 2021-05-17 18:15:33

10.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Die dritte Welle ist gebrochen" lesen und denken: "Hoffentlich vergessen sie jetzt nicht, alles wieder aufzumachen, was sie zugemacht haben. Söder hat anscheinend schon Andeutungen gemacht ...

zul. bearbeitet 2021-05-10 12:34:20

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ob man es nun "l√ľgt" nennt oder anders, f√ľr jemand, dessen √Ąu√üerungen in derart hoher Frequenz derart weit verbreitet wurden, hat Lauterbach ganz sch√∂n oft ganz sch√∂n weit daneben gelegen, siehe zB die Zusammenstellung von @team_reality heute auf Twitter. Aber gut, er hat ja damals unter Ulla Schmidt das Gesundheitswesen auf den Kurs gebracht, auf dem es jetzt allzu leicht "am Limit" landet, schon verst√§ndlich, da√ü man da nerv√∂s ist.

zul. bearbeitet 2021-05-07 19:27:55

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Meine G√ľte, REWE, wenn ihr schon extra nen Wachmann an'n Eingang gestellt habt, der keinen ohne Maske und Enkaufswagen reinl√§√üt, wozu dann alle Naslang noch dieses nervige "Liebe Kunden! Bitte tragt bei eurem Einkauf eine Maske ..."-Ges√§usel aus allen Lautsprechern? Ihr treibts noch so weit, da√ü man zum maskierten Gesicht und der dadurch beschlagenen Brille auch noch die Ohren zustopfen mu√ü, nur um in Ruhe was zum essen einzukaufen.

zul. bearbeitet 2021-05-07 19:08:26

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wenn doch nur mal weniger Leute Corona-Tests machen w√ľrden in Wiesbaden, damit die Inzidenz unter die Grenze fallen w√ľrde, wo Gesch√§fte wenigstens f√ľr Termine f√ľr Getestete √∂ffnen k√∂nnten, ich w√ľrd mir so gern mal ne neue Jeans kaufen, jetzt wo auch meine gute 1 Loch am Knie hat, und beim Karstadt gibts (korrigiere: g√§bs) laut immer noch (obwohl er zu hat) w√∂chentlich in der Zeitung liegenden Prospekten sogar Sonderangebote, dann m√ľ√üte ich halt vorher auch mal nen Test machen, hoffentlich w√§r er nicht zuf√§llig falsch positiv, sonst m√ľ√üte ich in Quarant√§ne und k√∂nnte mir nicht mal mehr was zu essen kaufen und w√§re auch noch mit dran schuld, da√ü die Inzidenz wieder stiege, so da√ü wieder alle zu machen m√ľ√üten. #konjunktiv #optativ #irrealis #kafka #absurdistan "Zum Gl√ľck" haben Theater, Restaurants und alle Orte, wo ich mit l√∂chrigen Jeans nicht hin m√∂chte, eh auch zu, und den Raben aufm Feld ist es egal, wie ich rumlaufe. #coronasarksmus

zul. bearbeitet 2021-05-07 07:46:10

04.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Geimpft, genesen, getestet - mich hat der liebe Gott (aus Gnaden wohl und nicht wegen des Verdiensts, die Maske ertragen zu haben) nur einfach bisher gesund bleiben lassen, und das hei√üt, wenn es so weitergeht, dann wohl, sich nen langen Zopf wachsen lassen, jeden Tag selbst kochen, ein Schaf halten und sich in Wolle kleiden, den V√∂geln zuh√∂ren oder sich selbst Musik machen ... Schade, ich h√§tte gern das wenige, was ich f√ľr meine Arbeit einnehme, f√ľr die Kunst und Arbeit von mir gesch√§tzter MusikerInnen, K√∂chInnen, KellnerInnen, Karstadt-Angestellten, N√§herInnen, FriseurInnen ausgegeben, aber wenne es nicht sein darf ...

zul. bearbeitet 2021-05-04 09:45:40

27.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Davon abgesehen, m√ľ√üte man ja auch mal die Gesch√§fte, Restaurants, Theater und Museen etc fragen, ob sie mit einem auf Geimpfte, Genesene und Getestete reduzierten Kunden-, G√§ste- bzw. Besucher-Stamm √ľberhaupt rentabel wirtschaften k√∂nnen. Vermutlich doch wohl nicht. @ulrikeguerot: "Heute Presseschau ‚Ā¶@DLF ‚Ā© geh√∂rt: es geht NUR noch um ‚ÄěRechte f√ľr Geimpfte.‚Äú Alle anderen w√§ren de facto ‚Äěentrechtet‚Äú und bek√§men nur noch eine ‚ÄěGrundversorgung‚Äú: Supermarkt etc. Ich hoffe, allen ist klar, dass eine Demokratie das nicht aushalten kann"

zul. bearbeitet 2021-04-27 19:41:17

25.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

und immer wieder die zwei Welten RL und Social Media: unter Nachbarn gibts Impf-Skeptiker und gl√ľcklich Geimpfte, alle, obleich genervt vom Dauerlockdown, friedlich miteinander vor sich hinlebend - auf Twitter Morddrohungen und so weiter. Und weil ich ihn grad zuf√§llig wieder dort geifern sah: der Kachelmann war meiner Erinnerung nach vor geraumer Zeit einer der ersten, der diesen vernichtenden Ton gegen√ľber allen, die anderer Meinung als er zum Durchzug, zum Holzfeuer etc waren, auf Twitter eingef√ľhrt hat und seine J√ľnger um sich scharte, wie sp√§ter Drosten.

zul. bearbeitet 2021-04-25 21:51:57

23.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Leute gehen auch wieder in Gruppen und sichtlich zum Vergn√ľgen drau√üen herum, essen Mitnehm-Essen direkt auf der Stra√üe vor dem Verkaufsschalter, kaufen Rosen ... - es wirkt, als lie√üe die Angststarre endlich nach. Lauterbachs Twitter-J√ľnger sch√§umen, sind aber eine Minderheit. @KilezMore: Reaktionen zur Aktion #allesdichtmachen: 405.507 Daumen hoch = 93,79% 26.856 Daumen runter = 6,21% An alle Kulturschaffenden, die gerade einen medialen #Shitstorm erleiden: Die Menschen sind auf eurer Seite! Lasst euch nicht einsch√ľchtern - die Mehrheit des Publikums dankt es euch! @Team_Reality: "Deutschland im Herbst, obwohl Fr√ľhling ist. 53 Schauspieler halten den Panikern den Spiegel vor und zeigen ihren Hass auf Abweichler, ihre Doppelmoral, ihre Verachtung von Kultur. Wie reagieren die Kritisierten? Mehr Hass, mehr Doppelmoral, mehr Verachtung. #allesdichtmachen"

zul. bearbeitet 2021-04-23 20:40:18

23.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfuerimmer Die giftigen Reaktionen auf Twitter sind der Beweis, da√ü allesdichtmachen.de das H√ľhnerauge pr√§zise getroffen hat. Warum nicht schon l√§ngst! Endlich Stimmen, die wirklich was zu sagen haben, Witz, Geist, man atmet erfrischt auf und merkt auf einmal, auf was f√ľr eine schale Kost wir die ganze Zeit gesetzt waren mit dem geheucheltem Alarmismus des SPD-Gesundheits√∂konomen und den tr√ľben Orakeln aus dem Emsland.

zul. bearbeitet 2021-04-23 07:35:10

22.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

*So* sch√∂nes Wetter, und Austrieb und Wachstum und erste Knospen, Kundschaft zum Gl√ľck auch und Einnahmen, dann gleich auch wieder neue Pflanzideen beim Gang durch den Garten ... hab gar keine Zeit, an Corona zu denken. ^_^ Aber an die, die die verr√ľckten Politiker nicht √∂ffnen und nicht arbeiten und nicht auftreten lassen, denke ich schon die ganze Zeit! Wenn man nur zusammen was dagegen machen k√∂nnte ... den Klagen dagegen sind nat√ľrlich alle Daumen gedr√ľckt.

zul. bearbeitet 2021-04-22 18:34:49

21.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

@Panthea2019: "W√§hrend nahezu alle unsere europ√§ischen Nachbarn konkrete √Ėffnungspl√§ne vorweisen k√∂nnen, bringt diese Regierung ein verfassungswidriges Gesetz durch den Bundestag, welches quasi einen Endloslockdown erm√∂glicht. #Infektionsschutzgesetz"

zul. bearbeitet 2021-04-21 18:24:37

19.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wieler sieht es also nun doch ein; Lauterbach ist wirklich der Schw√§tzer, als der er mir die ganze Zeit vorgekommen ist; Angelas Thronerbin hei√üt Annalena, ein paar Linke sind doch noch bei Verstand; und ich bin fast fertig mit der Fr√ľhjahrsarbeit an den Verkaufspflanzen, nur morgen und √ľbermorgen noch die Kletterer und Rambler, dann sind alle ged√ľngt, geputzt und geschnitten, und diese leichten Regenschauer wie der vorhin sind wahres *Gold* f√ľr den Austrieb, das wird ein gutes Rosenjahr.

zul. bearbeitet 2021-04-19 20:56:51

19.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Da√ü jemand der so viel √∂ffentlich verlautbart, kein seri√∂ser Wissenschaftler sein kann, war ja bei k√ľhlem Kopf schon l√§ngr klar - gut, da√ü man es jetzt auch im Detail belegt findet. #lauterbach via @team_reality auf Twitter

zul. bearbeitet 2021-04-19 18:31:16

15.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

"F√ľr die laufende Woche sagte das ‚Ā¶@rki_de‚Ā© vor einem Monat eine Inzidenz von 350 voraus, viele Medien √ľbernahmen das Modell. Tats√§chlich wurde es nicht einmal die H√§lfte. Wie kam es zu der Fehlprognose? Eine Rekonstruktion von ‚Ā¶@JoergFr‚Ā© https://www.welt.de/kultur/plus230297525/Corona-Was-von-der-dramatischen-RKI-Prognose-uebrig-blieb.html" @a_rosenfelder auf Twitter

zul. bearbeitet 2021-04-15 19:46:48

09.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Was ist mit Leuten passiert, die sich einbilden, ohne "die Wirtschaftsfuzzis" w√§re das Leben sch√∂ner und die "blo√ü nicht zur√ľck zur Normalit√§t vor Corona" wollen? Essen die ausschlie√ülich selbst erzeugte Lebensmittel, spinnen eigene Schafwolle usw oder bestellen sie nur alles bei amazon, rechnen das aber nicht zur "Wirtschaft"? Wie naiv kann man sein als Lockdown-Fanatiker?

zul. bearbeitet 2021-04-09 18:23:30

09.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ich habe Roland Koch noch nie gemocht, aber jetzt stimme ich ihm von Herzen zu. Und wenn die Intensivbetten knapp werden, wer knausert denn seit ewig und drei Tag am Gesundheitswesen und wer vertreibt die PflegerInnen durch gesundheitsgef√§hrdende Arbeoitsbedingungen und schlechte L√∂hne aus dem Beruf? Wieso sollen daf√ľr jetzt K√ľnstler, Gastwirte, Einzelh√§ndler mit Verlust ihrer Existenzen oder Arbeitspl√§tze b√ľ√üen? Warum werden die Gesundheitskonzerne nicht endlich enteignet? (Und mancher SPDler hat daran mitgewirkt, ob nicht der Lauterbach grad da von abzulenken versucht?)

zul. bearbeitet 2021-04-09 09:11:49

02.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Dankbar, zu Ostern nen eigenen Garten und sogar noch ein Rosenfeld zum friedlichen Drinherumspazieren zu haben und nicht vor Wasserwerfern und Polizeipferden davonrennen zu m√ľssen. #gartengl√ľck2021

zul. bearbeitet 2021-04-02 18:46:55

22.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Ma√ünahmen werden immer sinn- und r√ľcksichtsloser, die Hoffnung, da√ü das irgendwann endet, schwindet dahin, die Schuld daran wird denen zugeschoben, die noch selbst denken, die Physikerin ist wirklich am Ende ihrer K√ľnste, aber sie will wenigstens noch das ganze Labor mit in die Luft jagen.

zul. bearbeitet 2021-03-22 10:49:29

17.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr durch die Stadt mit quasi offenen Gesch√§ften gegangen, sogar beim Karstadt drin gewesen \o/ Jatzt fehlen nur noch die Caf√©s und Restaurants und nat√ľrlich Konzerte, Theater und das ganze, und da√ü man die bl√∂den Masken nicht mehr aufhaben mu√ü und sich wieder anl√§cheln kann.

zul. bearbeitet 2021-03-17 14:32:25

15.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

5 Uhr am Morgen danach: es ist noch dunkel, es regnet feste, die Zeitungen schreiben, da√ü es f√ľr die CDU h√∂chste Zeit sei aufzuwachen, aber die Amseln singen fr√∂hlich wie immer.

zul. bearbeitet 2021-03-15 05:26:42

12.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

In einem weniger obrigkeitss√ľchtigen Land mit gesetzlich garantierter √Ėffentlichkeit aller Verwaltungsinterna und Journalisten, die sich nicht als Regierungsapologeten f√ľhlen, kann der √ĖR Rundfunk so einen n√ľchtern-sachlichen Bericht √ľber die regierungsinternen Diskussionen und Entscheidungen bringen, die vor einem Jahr zum Lockdown f√ľhrten, detailliert bis hin zu den SMS, die zwischen Beamten gewechselt wurden, ohne da√ü es Whistleblower br√§uchte oder jemand Wissensl√ľcken mit Mutma√üungen f√ľllen m√ľ√üte. #norwegen

zul. bearbeitet 2021-03-12 18:22:33

10.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

"werden wir in die n√§chste Welle rauschen‚Äú, warnte Brinkmann. ‚ÄěUnd wir werden wieder schlie√üen m√ľssen, weil uns die Intensivstationen volllaufen werden" #Virologen-Jargon: Menschen als Hochwasser

zul. bearbeitet 2021-03-10 14:15:38

01.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Merkel will keine √Ėffnungen vor dem 1. M√§rz" haben wir uns neulich noch erregt. Heute ist er, und wir zittern davor, was sie am Mittwoch wollen und nicht wollen wird. Geht es wirklich noch um das Virus, auch bei den irren "Verweilverboten" usw, oder wollen die einfach mal die Absurdit√§t des Systems vorf√ľhren, da√ü man die B√ľrger unbegrenzt auf die Palme treiben kann und trotzdem im Herbst noch ein halbes Dutzend zur Wahl geht und CDU ankreuzt und das reicht als Wahlsieg?

zul. bearbeitet 2021-03-01 08:20:08

23.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Das Tragische ist: die CDU ruiniert, ohne mit der Wimper zu zucken, ihre eigenen treuesten W√§hler. Die haben immer Union gew√§hlt im Glauben, so blieben die Einkaufsstra√üen frei von Gammlern, Bettlern und anderen Schmuddellinken, es g√§be viele verkaufsoffene Sonntage usw usw. Aber im fernen Berlin regiert eine eiskalte Physikerin ohne Sinn f√ľr Mode, Sch√∂nheit, Kunst, Kultur, Lebensfreude, daf√ľr mit einem gewissen Ehrgeiz, es mit China aufzunehmen. "Protestaktion und Klagewelle Hilferuf von Einzelh√§ndlern wegen Corona-Lockdown", Hessenschau vom 23.2.21

zul. bearbeitet 2021-02-23 19:58:28

22.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Isses endlich bis in die Hauptstadtmedien durchgesickert, wie katastrophal drau√üen im Lande die Lage ist, da h√§ngen sie schon wieder alle an den Lippen der Kanzlerin, wann sie uns denn wohl einige "Lockerungen" zu gew√§hren gn√§digst geruhen k√∂nnte. Wie im Absolutismus, blo√ü da√ü die F√ľrsten damals wenigstens sch√∂n zu leben verstanden und nicht blo√ü in Hosenanz√ľgen von Kartoffelsuppe.

zul. bearbeitet 2021-02-22 21:27:27

Die Maßnahmen wirken, aber wir sind besorgt wegen der nächsten zwei Wochen.

19.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Fallzahlen fallen, aber sie stagnieren auf zu hohem Niveau, aber die Ma√ünahmen wirken und m√ľssen beibehalten werden, denn wir sind besorgt wegen der Mutationen. In der Eurokrise war es ja auch schon so: der Spardruck auf die S√ľdl√§nder ruiniert deren Wirtschaft, aber er ist das einzige Mittel, sie vor ihrer eigenen Verschwendungssucht zu retten und mu√ü immer weiter versch√§rft werden, und wir sind schrecklich besorgt, solange nicht ganz Europa so eisern spart wie wir Deutschen. Oder Ru√üland und die Sanktionen, sie bringen den armen unterdr√ľckten Russen unsere Freiheit und Demokratie. Oder Hartz 4, nur die Drohung mit den Hungertod bringt die Unterschichten dazu, morgens aufzustehen und ein geregeltes Leben als Niedrigl√∂hner zu f√ľhren, und wir sind so besorgt, da√ü sie das ganze Geld nur versaufen. Strengste Kontrollen, eiserne Disziplin, unnachsichtige H√§rte. √úberall. Und trotzdem werden die Sorgen nie weniger sondern st√§ndig mehr! Und Merkel mahnt jeden Tag, nicht in Orgien zu verfallen, und der Drosten hatte schon wieder so einen besorgten Tonfall, und seine Haare haben ihm auf der angstschwei√ünassen Sorgenfaltenstirn geklebt. Jedenfalls, alles Unkraut wird vernichtet, W√§sche sowohl als auch Geschirr mit Sagrotan gewaschen, wir rotten es aus das Virus, alle Viren, die Bakterien auch, alles, was sich nicht an unsere Regeln h√§lt, jedes Sicherheitsupdate von Microsoft wird automatisch installiert, wir schlie√üen alle Grenzen und versiegeln die Fensterritzen mit Silikon, und d√ľrfen wir die Maske wirklich nachts im Bett absetzen? Es k√∂nnte ja ein Aerosol unter der Bettdecke lauern!

zul. bearbeitet 2021-02-19 22:05:24

17.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Was @MichaelTG09, einer der Twitterer, die ich immer noch gern lese, heute schreibt, finde ich gar nicht so weit hergeholt, nur das mit der Flinte w√§re nichts f√ľr mich. Halldor Laxness' "Sein eigener Herr" (in der √úbersetzung von Hubert Seelow) und Knut Hamsuns "Markens gr√łde" hab ich als Student, der gerade Marie-Luise Kreuters "Biogarten" in sich aufgesogen und regelm√§√üig "Kraut und R√ľben" las, verschlungen und die ganze Zeit gut im Hinterkopf behalten.

zul. bearbeitet 2021-02-17 17:49:17

11.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Das unregulierte Wuchern von @Facebook, die massenhafte Verbreitung von Hass und Hetze und die Unterst√ľtzung terroristischer Gruppierungen (z.B. "Gruppe S.") durch diese sich mit allen juristischen Tricks ihrer Verantwortung entziehende, profit√ľberhitzte Schei√üplattform ist eine der gr√∂√üten gegenw√§rtigen Gefahren f√ľr unsere Gesellschaft und die liberalen Demokratie der Welt. Und die B√ľroleiterin der deutschen Digitalstaatsministerin im Bundeskanzleramt @DoroBaer, die ‚Äď Wollt ihr mich eigentlich verarschen? ‚Äď auch noch die Freundin des f√ľr die digitale Infrastruktur in Deutschland zust√§ndigen @BMVI Bundesministers @AndiScheuer ist, wechselt jetzt EINFACH SO R√úBER zu @FacebookDE? Als Lobbyistin mit Zust√§ndigkeitsbereich "Public Policy"? Und "das B√ľro von @DoroBaer" erkl√§rt, die bisherige B√ľroleiterin habe bislang nichts mit @Facebook zu tun gehabt beruflich? Wer soll denn diesen Mist glauben? Facebook frisst die Beh√∂rde, die Facebook regulieren muss ‚Äď weil die sich ethisch, moralisch und politisch aufgegeben hat. ..." schrieb Jan B√∂hmermann gestern.

Und nachdem Herr Seehofer mitbekommen hat, da√ü jemand schwarz zum Friseur gegangen ist, werden den Friseuren "√Ėffnungsorgien" zugestanden, die sonst strengstens vermieden werden.

Gut da√ü wir SPD-Mitglieder vor paar Jahren f√ľr die Gro√üe Koalition gestimmt haben, nicht auszudenken, was aus der Welt w√ľrde, wenn ein so wichtiges Land wie Deutschland nicht so stabil und weise regiert w√ľrde, wie es eben nur eine Gro√üe Koalition mit den besten der besten Politiker auf allen Ministerposten und im Kanzleramt kann.

zul. bearbeitet 2021-02-11 08:49:59

09.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Gut, da√ü ich heutzutage nicht mehr Sch√ľler bin. Und auch nicht Vater von Schulkindern. Und sowieso auch noch nicht Bewohner eines Pflegeheims. Ich bin selbst√§ndig, und w√§hrend des Fr√ľhjahrs-Lockdowns war ich zum Gl√ľck mit den Bau- und Gartenm√§rkten in Hessen ausgenommen und durfte ge√∂ffnet bleiben, und der Winter Lockdown f√§llt bislang mit der Zeit zusammen, in der ich sowieso geschlossen habe. Sehrm sehr viel Gl√ľck also bisher! Doch wenn der jetzige Lockdown auch noch in den M√§rz hinein verl√§ngert wird, was nicht abwegig scheint, erwischts mich auch. Da√ü die M√∂glichkeit, sich seine eigenen Br√∂tchen zu verdienen, von der Stimmung einer Person an der Spitze der Regierung und ihrer willk√ľrlichen Auswahl ihrer Berater abh√§ngt, ist ein ungeheuerlicher Gedanke, an den ich mich dann erst gew√∂hnen mu√ü, nachdem er Gastwirte, K√ľnstler, normale Einzelh√§ndler, Friseure u.v.a. wohl schon seit Monaten um den Schlaf bringt.

zul. bearbeitet 2021-02-09 22:17:07

Endlich ein Silberstreif

06.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Heute in der Stadt schon wieder viele Gesch√§fte einen Spaltweit offen f√ľr Beratung "zwischen T√ľr und Angel" oder mit einem Zettel "bitte klopfen" an den Schaufenstern. Hab beim Karstadt eine kleine Online-Bestellung abgeholt - was ein Umstand und ein Berg von Papieren! Alle, mit denen ich sprach, in "jetzt reichts aber langsam mit dem Sch..."- und "hoffentlich ist das bald rum und man kann wieder normal einkaufen"-Stimmung. Prognose: wenn sie den Lockdown in den M√§rz verl√§ngern, wird er au√üer von ein paar Fanatikern, die dann vor Wut hinter ihrer Maske gr√ľn und blau anlaufen, einfach nicht mehr ernst genommen.

zul. bearbeitet 2021-02-06 13:27:49

20.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Da ist man nun einen Sommer, Herbst und halben Winter lang regelgerecht mit einer "Alltagsmaske" herumgelaufen, um zu vermeiden, da√ü einen die Security-Typen aufm Wochenmarkt oder vorm Rewe anschnauzen und das ganze unfl√§tige Geschimpfe auf Twitter nicht auf sich beziehen zu m√ľssen, und jetzt wars f√ľr die F√ľ√üe, man kann sie wegschmei√üen und mu√ü sich "richtige" Masken kaufen, in denen man wirklich wenig Luft kriegt, und √ľber die die Brille erst recht nicht mehr auf die Nase pa√üt, also mit 4¬Ĺ Dptr unbebrillt durch die Stadt tapsen, an den Regalen tiefe Verbeugungen machen und an der Kasse zweimal fragen, was es kostet, weil man nichts lesen kann.

zul. bearbeitet 2021-01-20 10:47:10

14.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Politiker "stimmen" oder "schw√∂ren" "die Deutschen" oder "die Menschen" auf l√§ngeren Lockdown ein, und wie zum Beweis, da√ü das Ende der Sch...e in unabsehbare Ferne r√ľckt, kommt auch schon Email-Spam a la "Wie lange kann sich Ihr Unternehmen noch Lockdown leisten? Sch√ľtzen Sie ihre Mitarbeiter mit Corona-Schnelltests und FFP2-Masken ..." oder von Google: "Sagen Sie Ihren Kunden, da√ü ihre Gesundheit f√ľr Sie an erster Stelle steht, aktualisieren Sie jetzt Ihren Firmeneintrag ..." /o\ Nur der St√§dtebund und einige IHKs √§u√üern sich noch vern√ľnftig, und wahrscheinlich einige Parteien an dem Rand, der mir bisher eher unsympathisch war, aber geh√∂rt wird eh nur noch auf Herrn Wieler.

zul. bearbeitet 2021-01-14 17:56:30

13.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Auf Twitter trendet #Kindergeburtstag, und ich bin so froh, daß ich von dieser Misanthropen- und Hysterikersekte losgekommen bin und jetzt ganz ohne Aufregung zum Bäcker gehen kann und es nachher frisches Brot zum Abendessen gibt,

zul. bearbeitet 2021-01-13 18:06:58

12.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wenn sie das machen, was man heute munkeln h√∂rt, "Lockdown" bis Ostern, wird von unserem sch√∂nen Land nachher nicht mehr viel √ľbrig sein. Und helfen gegen das Sterben wirds auch nichts.

zul. bearbeitet 2021-01-12 21:25:48

10.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

So √§hnlich ist es mir seit M√§rz auf Twitter auch vorgekommen: die hohle Grabesstimme, die allabendlich um sieben im ZDF eine Viertelstunde lang RKI-Schreckenszahlen deklamiert - und dann Menschen (imho keine Mehrheit), die man jahrelang als h√∂flich, witzig, manchmal poitiert, aber nie plump, immer kultiviert, fenf√ľhlig in ihrem Sprachgebrauch, kannte und die nun pl√∂tzlich Weihnachtskirchg√§ngern nachsagen, "ihrer Oma beim Verrecken zusehen" zu wollen oder einem einfach nur noch eine Grafik mit Zahlen von Toten um die Ohren schlagen (das hat der S√∂der losgetreten!) mit der Frage ob man denn "den Knall noch immer nicht geh√∂rt" habe oder st√∂hnen, ob man denn "nicht EIN Mal mit dem Arsch zuhause bleiben" k√∂nne. Es mu√ü die Wirkung dieser beschw√∂renden Nachrichtenrezitative sein, die √ľbrigens bei alten Menschen, die den Krieg erlebt haben und um deretwillen das angeblich alles gemacht wird und man auch nicht in die Kirche gehen d√ľrfe, was sie sich im Krieg nie haben verbieten lassen, durchaus Weltuntergangserwartung und Todessehnsucht ausl√∂st, sonst k√∂nnte man sich nicht erkl√§ren, was diese Leute bewegt, sich pl√∂tzlich so v√∂llig gegens√§tzlich zu ihrer ganzen bisherigen Art zu √§u√üern, ja man m√ľ√üte geradezu fragen, ob die so etwas unter Drogen twittern oder gegen Bezahlung. Es fing im Fr√ľhjahr ziemlich unvermittelt an, legte sich dann etwas und geht nun seit der Woche vor Weihnachten umso trotziger und unb√§ndiger weiter. Mit Worten oder Argumenten ist dann jedenfalls nichts mehr zu machen, es hilft nur #twoff. Im echten Leben gibt es meiner Erfahrung nach nur eine Handvoll solcher Leute, die etwa im Bus mit m√§nnlichen ausl√§ndischen Jugendlichen Streit suchen, nur sehr viele sehr Eingesch√ľchterte, die gar nicht mehr lachen, keine Scherze mehr machen, nicht da√ü sie jemand kennen w√ľrden, der von der Krankheit betroffen w√§re, nur angesteckt von der allgemeinen Verd√ľsterung des ganzen Lebens.

zul. bearbeitet 2021-01-10 09:09:51

02.08.2020, Kategorie: Gesellschaft

Der gro√üe Nu√übaum hinter unserm Haus, 1946 gepflanzt, wird von oben her zusehends welker. "Da stimmt doch was nicht. Was isn da los? Ist das bei anderen Leuten auch so? In ganz Deutschland? Europa? Ja und was wird denn da jetzt gemacht?" Leider ist die Antwort: nichts. Die Regierungen machen nichts mehr gegen die Gefahren, die das Leben aller Menschen bedrohen. Eine Einsicht, die so ungeheuerlich ist, da√ü man sich lieber √ľber andere Sachen aufregt.

zul. bearbeitet 2020-08-08 06:38:52

Neujahrsansprache 2018

31.12.2017, Kategorie: Gesellschaft

Liebe Mitb√ľrgerinnen und Mitb√ľrger! La√üt euch nicht verr√ľckt machen! Und wenn es schon zu sp√§t ist und ihr schon von Angst und irrem Ha√ü zerfressen seid, dann sch√§mt euch und geht in den Keller, hackt Holz oder grabt den Garten um wie fr√ľher, statt euren Gedankenm√ľll in der √Ėffentlichkeit abzuladen! Bestellt nicht im Internet, ihr seid ja doch nie zuhause, wenn der Paketbote kommt, geht lieber in Eure Stadt, redet mit euren Nachbarn und gebt euer Geld bei ihnen aus, dann haben die auch was zum ausgeben, und alles wird wieder gut! Macht eure Handys aus, guckt euch die Welt mit eigenen Augen an statt sie zu fotografieren, dann brauchen eure Freunde nicht eure Fotos angucken und haben mehr Zeit, die Welt mit ihren eigenen f√ľnf Sinnen zu genie√üen und allen geht es besser! La√üt euch nicht alles gefallen von euren Chefs, geht in die Gewerkschaft, k√§mpft f√ľr eure Rechte (nicht hehen Ausl√§nder!), sonst bekommt ihr ein Magengeschw√ľr oder noch Schlimmeres. Und schaltet den Fernseher aus, wenn Bl√∂dsinn kommt, statt zu twittern, da√ü im Fernsehen Bl√∂dsinn kommt. Glaubt nicht alles, was in der Zeitung steht, aber erst recht nicht alles, was euch Gugel und Feisbuk erz√§hlen! Baut euch euer eigenes Gem√ľse und Obst an, backt ab und zu etwas Gutes, gibt nichts besseres f√ľrs Gem√ľt, als mit den eigenen H√§nden etwas zu schaffen! Und in der Erde leben Milliarden Bakterien, aber die sind nicht giftig, bei den Zutaten im Industriefutter bin ich nicht so sicher. So und jetzt feiert sch√∂n, aber √ľbertreibts nicht. :-) Ein gutes neues Jahr Euch allen!

zul. bearbeitet 2017-12-31 08:49:07

Keine Geb√ľhrenexplosion ohne B√ľrgerbeteiligung

10.02.2016, Kategorie: Gesellschaft

Die neuen Stra√üenreinigungsgeb√ľhren in der Erich-Ollenhauer-Stra√üe k√∂nnen wir nicht hinnehmen. Steigerungen um 300, 400 % und mehr sind unzumutbar und sittenwidrig. ELW argumentiert, daf√ľr bek√§men wir mehr Sauberkeit, aber die B√ľrgersteige in unserer Stra√üe drei Mal in der Woche zu kehren, ist v√∂llig unn√∂tig. Auf so eine abwegige Idee kann nur ein "Experte" irgendwo an einem Schreibtisch kommen, der noch nie hier gewesen ist. Ein neues Reinigungssystem sollte doch mit den Anwohnern gemeinsam erarbeitet werden, die die Stra√üe t√§glich vor Augen haben. Der Verkehr auf der Stra√üe steigt zwar, deswegen gehen aber hier nicht mehr Menschen zu Fu√ü entlang und verschmutzen den B√ľrgersteig. Da√ü wir bisher den Schmutz vom B√ľrgersteig einfach auf die Stra√üe gekehrt h√§tte, ist auch ein haltloses und geradezu b√∂sartiges Argument, um uns "den Besen aus der Hand zu nehmen". Im Anschlu√ü an eine sehr intensive Informationsveranstaltung im Museum haben sich viele B√ľrger zusammengetan und nun diesen Offenen Brief verfa√üt, der sehr gut argumentiert, warum die von Herrn Dr. Franz und der CDU kurz vor Weihnachten mit der brachialen Drohung, sonst den Haushalt scheitern zu lassen, durchs Stadtparlament gejagte neue Reinigungssatzung grober Unfug ist. Und jetzt plakatiert die CDU zur Kommunalwahl auch "Sauber machen - St√§rke zeigen" - ohne dazuzuschreiben, da√ü wir gezwungen werden, den Spa√ü zu bezahlen.

Offener Brief an die Stadt Wiesbaden Herrn Sven Gerich, Oberb√ľrgermeister, und Herrn Dr. Oliver Franz, Ordnungsdezernent,¬† sowie an die Stadtverordneten, den Magistrat, die Ortsbeir√§te und den Ausl√§nderbeirat Viele Wiesbadener Ortsteil-Initiativen gegen die neue Reinigungssatzung b√ľndeln ihren Protest!¬† Wir zeigen jetzt Stadt und ELW die rote Karte! Wir sind f√ľr die Gehwegreinigung in B√ľrgerhand!¬† Unsere wichtigsten Forderungen an die st√§dtischen Organe sind deshalb: ‚Äʬ†¬† ¬†Gehwegreinigung in B√ľrgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse ‚Äʬ†¬† ¬†Ausrichtung der Stra√üenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn- und Gehwegreinigung entkoppeln ‚Äʬ†¬† ¬†Stopp f√ľr die Stra√üenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Geb√ľhrenexplosion ‚Äʬ†¬† ¬†Neukonzeption der Stra√üenreinigungssatzung - B√ľrgerInnen beteiligen Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der st√§dtischen Organe,¬† viele B√ľrgerInnen der Stadt haben in lokalen Initiativen, mit Leserbriefen an die Presse, in Ortsbeiratssitzungen, in Briefen¬† an Stadt und ELW und mit Unterschriftensammlungen ihre Emp√∂rung √ľber die neue Stra√üenreinigungssatzung kundge- tan. Bereits in der ELW-Informationsveranstaltung am 14.1.2016 war der Protest der B√ľrgerInnen immens. Die erste Stufe¬† der neuen Satzung wurde gleichwohl zum 1.1.2016 in aller Hektik umgesetzt.¬† Die fehlende B√ľrgerbeteiligung im Vorfeld des Stadtverordnetenbeschlusses r√§cht sich nun. Es gab vor dem Beschluss¬† keine √∂ffentlich zug√§nglichen Informationen! Es gibt auch keine √úbergangsfristen, keine H√§rtefallregelungen, keine Ober- grenzen f√ľr Geb√ľhrenerh√∂hungen, keine R√ľcksicht auf Vertragsbeziehungen mit privaten Reinigungsfirmen und keinen¬† Blick auf die deutliche Steigerung der Mietnebenkosten oder auf die Situation der Reinigungsbranche. Damit stellt sich die¬† Wiesbadener Politik ein Armutszeugnis aus und verst√§rkt leider abermals die Politikverdrossenheit in der B√ľrgerschaft! Gehwegreinigung in B√ľrgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse!¬† Unsere Hauptkritik gilt der Umgruppierung von mehr als 9.300 Grundst√ľcken in die Reinigungsklasse A und der damit¬† verbundenen √úbernahme der Gehwegreinigung durch die ELW. Gro√üfl√§chig wird auch noch der Reinigungsturnus f√ľr¬† Fahrbahn und Gehweg erh√∂ht, obwohl dies aufgrund der nicht vorhandenen Verschmutzung gar nicht notwendig ist. Die¬† Geb√ľhren steigen somit grundlos und unverh√§ltnism√§√üig auf das Drei- bis Siebenfache. Das Reinigungsintervall des Geh- wegs ist dabei fest an das der Fahrbahn gekoppelt. Das ist weder sachgerecht noch erforderlich. Die w√∂chentliche Mehr- fachreinigung nicht verschmutzter Fahrbahnen und B√ľrgersteige treibt nur die Geb√ľhren in die H√∂he.¬† Den B√ľrgern wird nach vielen Jahren und aus heiterem Himmel die Gehwegreinigung unbegr√ľndet aus der Hand genom- men. Dabei sind sie oder die Reinigungsfirmen ihrer Verantwortung stets gut nachgekommen. Die Begr√ľndung, die ELW¬† wolle damit Schnittstellen zwischen ELW (Fahrbahnreinigung) und B√ľrgerInnen bzw. privaten Reinigungsfirmen (Gehweg- reinigung) beseitigen, ist fadenscheinig. Zumal der Winterdienst f√ľr die Gehwege ja weiterhin den Anliegern obliegt.¬† Kritik an der neuen Satzung beantwortet die ELW mit einer B√ľrgerumfrage, wonach 77% der Wiesbadener eine sauberere¬† Stadt wollten. Das ist unlauter! Diese Umfrage in 2014 (3.000 R√ľckmeldungen) war allgemein auf das Leben in Wiesbaden¬† bezogen. Daraus kann niemand das Mandat ableiten, die Gehwegreinigung in sauberen Stra√üen zu √ľbernehmen, und¬† schon gar nicht undifferenziert fl√§chendeckend in der ganzen Stadt. Die Reinigungsklasse A sollte nur f√ľr Stra√üen gelten,¬† in denen ein Allgemeininteresse an sauberen B√ľrgersteigen besteht (Innenstadt, neuralgische Stellen). Ausrichtung der Stra√üenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn und Gehwegreinigung entkoppeln!¬† Die ELW begr√ľndet die Umgruppierungen mit dem zu erwartenden Verschmutzungsaufkommen, nicht mit dem tats√§chli- chen Reinigungsbedarf. Sie verweist auf ihre wissenschaftlich-objektive Herangehensweise und die Strukturdaten. Die¬† Matrix mit den √ľber 40 Kriterien ist jedoch nicht immer transparent, basiert auf Aktenlage, und die Strukturdaten stam- men aus zum Teil veralteten Statistiken. Sie beinhaltet zudem falsche Werte. Vor allem erkl√§rt die Matrix nicht die Zuord- nung vieler Stra√üen in die jeweilige Reinigungsklasse, denn gleiche Strukturdaten f√ľhren nicht zwingend zur selben Reini- gungsklasse. Viele B√ľrgerInnen haben Ortsbeir√§te, Stadt und ELW auf diese Ungereimtheiten bereits mehrfach hingewie- sen ‚Äď bislang ohne Erfolg.¬† So sind viele Stra√üen willk√ľrlich der Gruppe A zugeordnet wegen des sog. Quartiersbezugs und wegen ihrer r√§umlichen¬† Lage im 2. Stadtring und in Subzentren, trotz an sich guter Qualit√§ts- und Strukturwerte. Aber auch vielbefahrene A- Stra√üen haben nicht zwingend schmutzige Gehwege! In vielen dieser Stra√üen sind auf den Gehwegen n√§mlich nur deren¬† Anlieger als Fu√üg√§nger unterwegs. F√ľr die ELW ist im Ergebnis auch gar nicht der tats√§chliche Reinigungsbedarf von Fahr- bahn und Gehweg entscheidend, sondern nur die r√§umliche Zuordnung nach statistischen Strukturdaten. Das entspricht¬† weder dem Sinn der Satzung noch der Angemessenheit kommunaler Abgaben.¬† Die Absurdit√§t bei der Festlegung der Reinigungsintervalle sowie der Kopplung von Fahrbahn- und B√ľrgersteigreinigung¬† m√ľndet darin, dass durch die ELW nunmehr vielerorts mehrfach w√∂chentlich saubere B√ľrgersteige gereinigt werden. Das¬† ist schlichtweg eine Verschwendung von Personal-, Material- und Maschineneinsatz seitens der ELW. Dies wiederum ist¬† mit dem auch f√ľr st√§dtische Verwaltungen oder Firmen verbundenen Gebot des wirtschaftlichen Handels nicht vereinbar. Stopp f√ľr die Stra√üenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Geb√ľhrenexplosion!¬† Ordnungsamt und ELW betonen, dass die Geb√ľhrens√§tze stabil bleiben. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn bei- der Hauptziel ist erkl√§rterma√üen die Erh√∂hung der Geb√ľhreneinnahmen: 5 Mio ‚ā¨ sp√ľlt die neue Reinigungssatzung nach¬† Umsetzung der 1. und 2. Stufe in die Kassen der ELW. Das ist eine Einnahmenerh√∂hung um 45%, die die B√ľrgerInnen zah- len sollen. Diese fallen aber auf den Etikettenschwindel nicht herein.¬† Interessant dabei ist: Die zus√§tzliche Gehwegreinigung in der Klasse A macht den L√∂wenanteil der zus√§tzlichen Reini- gungskilometer der ELW aus! Die Fahrbahn-km bleiben jedoch nahezu gleich. Die drastische Einnahmenerh√∂hung der¬† ELW resultiert also nahezu alleine aus der unn√∂tigen und von den B√ľrgern nicht gewollten ‚ÄěLeistungserweiterung‚Äú!¬† Wegen der zus√§tzlichen Gehwegreinigung sollen bei der ELW 60 neue Stellen geschaffen werden. Erkl√§rtes Ziel der st√§dti- schen Beteiligungspolitik ist aber doch eigentlich die Verschlankung der Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften. Wes- halb gab es keinen Beschluss f√ľr die g√ľnstigere Alternative, das ELW-Defizit in H√∂he von 1,6 Mio ‚ā¨ zun√§chst √ľber eine¬† Geb√ľhrenerh√∂hung von 18,8 % f√ľr alle auszugleichen? Warum wird das ELW-Defizit nicht genauer analysiert? Neukonzeption der Stra√üenreinigungssatzung - B√ľrgerInnen beteiligen!¬† Die st√§dtische Politik zeigt keinerlei Gestaltungswillen. Warum kann die Gehwegreinigung nicht in B√ľrgerhand bleiben?¬† Warum konzentriert sich die ELW nicht auf die Fahrbahnen und die neuralgischen Stellen? Auch das teils ungerechte Ge- b√ľhrenmodell sollte √ľberpr√ľft werden. Wieso werden Kosten, die die Allgemeinheit verursacht, nicht von der Allgemein- heit getragen? Die B√ľrgerInnen h√§tten dazu viele Beobachtungen und Anregungen ‚Äď allein, sie wurden nicht gefragt.¬† Kurzum: Die Stadt Wiesbaden macht es sich mit der neuen Stra√üenreinigungssatzung, die an jedweder Notwendigkeit und¬† Angemessenheit vorbeigeht, zu einfach. Es braucht stattdessen eine Neukonzeption mit Beteiligung der B√ľrgerinnen und¬† B√ľrger, und zwar am besten nach den in 2015 erarbeiteten Leitlinien f√ľr die B√ľrgerbeteiligung in Wiesbaden.¬† ------------------------------------------------------ Initiative ‚ÄěGehwegreinigung in B√ľrgerhand (GiB)‚Äú¬† Joachim Bu√ühardt, Christine Dietz, Claudia H√∂hler-Bardior, Albrecht Koch, Heiner Lompe, Karl Ro√üel, Monika Schnabel,¬† Ulrike Sch√∂n, J√ľrgen Uffmann Die Unterzeichner sind benannte Vertreter der Ortsteil-Initiativen. Sie erl√§utern Ihnen gerne die Kritik und die Forderun- gen der B√ľrgerinnen und B√ľrger. Kontakt E-Mail: Gehwegreinigung-in-Buergerhand@gmx.de Dieser Offene Brief an die Stadt Wiesbaden geht zugleich an die IHK Wiesbaden, an die Handwerkskammer Wiesbaden,¬† an die Wiesbadener Grundeigent√ľmer- und Mietervereine sowie an die lokale Presse.
Im Januar hat ELW hier √ľbrigens statt dreimal w√∂chentlich nur insgesamt 3 Mal die Gehwege gekehrt. Die zuviel gezahlten Geb√ľhren verlangen wir zur√ľck.

zul. bearbeitet 2016-12-15 23:42:38

Ja zu sonntagsoffenen ...

19.08.2015, Kategorie: Gesellschaft

B√ľchern Berggipfeln Doppelbetten Zelten Badepl√§tzen Skiloipen Meeren Sprungschanzen Kinos Wanderwegen Kunstausstellungen Autofenstern Beth√§usern Gew√§chsh√§usern Gitarrenk√§sten Altersheimen Stallt√ľren Marmeladenbechern Hallenb√§dern Bergh√ľtten Bl√ľtenbl√§ttern Herzen ... Ja zu sonntagsoffenen Menschen (nicht Gesch√§ften) √ėystein Hauge [In Norwegen wird zur Zeit heftig √ľber sonntagsoffene Gesch√§fte diskutiert. Ich hab diesen Text von "Framtiden i v√•re hender" √ľbersetzt nach diesem Tweet:]

zul. bearbeitet 2015-08-19 19:40:57

Digital Leben #digitalleben

05.10.2014, Kategorie: Gesellschaft

Die SPD hat dazu eingeladen, da√ü man seine pers√∂nlichen Antworten auf 10 Fragen bloggt. Nachdem es @pausanias getan hat und nun auch @pyrolim gefolgt ist, dachte ich mir, versuch ichs auch ganz kurz, Kleing√§rtner sind ja ber√ľchtigt daf√ľr, zu allem M√∂glichen ihre Weisheiten kundtun zu wollen. Dabei fiel mir auf, wie gut die Fragen ausgedacht sind: man kann nicht ins Schwafeln kommen und mu√ü alle Seiten der Medaille betrachten. Also, hat Spa√ü gemacht! Versuchts doch auch mal?

In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet f√ľr mich‚Ķ
mit viel mehr Leuten reden k√∂nnen, die meine Interessen teilen, als fr√ľher. Wobei das allerdings alles noch Interessen aus dem vor-digitalen Leben sind.
Mein Computer ist f√ľr mich‚Ķ
die Zigarettenpause mit den Kollegen, die mir manchmal ein bißchen fehlt.
Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…
da√ü jeder ein kleiner Produzent sein kann von Dingen, die er gut machen oder tun kann, und direkt an jeden verkaufen k√∂nnte, also den vollen Endpreis f√ľr seine Arbeit bekommen. Das w√§re eine Revolutionierung der Wirtschaft mit viel segensreichen Nebenwirkungen f√ľr Umwelt und Gesellschaft.
Bedrohlich! Wir m√ľssen aufpassen, dass‚Ķ
uns nicht die gephotoshopten Bilder ein Ersatz f√ľr die Wirklichkeit werden, weil es so bequem ist, vor dem Bildschirm sitzenzubleiben und nur noch die anzuschauen.
Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…
ein anderes Denken, wie in einem Programm: ich versuche, alles zum optimalen Zeitpunkt, in der optimalen Reihenfolge, mit der optimalen Technik zu machen. Weniger Schufterei, mehr √úberlegung.
Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste B√ľrozeiten. Was bringt die Digitalisierung f√ľr Familien und √Ąltere?
nicht so viel. Zum Gl√ľck ist bei uns die Familie noch ein Bereich, wo eher selten mal ge-emailt wird, das mu√ü es n√§mlich auch noch geben.
Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?
Das k√∂nnte zur totalen Demokratie oder zur totalen Verbl√∂dung und Abh√§ngigkeit von Anbietern f√ľhren, je nachdem wie unabh√§ngig von Konzernen die Schule das durchf√ľhrt.
An jedem Ort arbeiten k√∂nnen und st√§ndig erreichbar sein. Was bedeutet das f√ľr Arbeit im Digitalen Zeitalter?
Auch das könnte zu einer Art Paradies (kaum noch Pendeln, freie Zeiteinteilung) oder einer Art Hölle (tag und nacht auf Abruf) werden, je nachdem ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Macht haben, das zu gestalten.
Was m√ľssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?
Von Großunternehmen, Großprojekten und der ganzen Massendisziplinierung wegkommen, die nur waren, solange der Mensch nicht direkt mit dem entfernt wohnenden Menschen interagieren konnte.
Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…
sie aufpa√üt, da√ü das, was die Arbeiter in Generationen erk√§mpft haben, nun nicht einfach ver√§chtlich zum alten Eisen geworfen wird, weil eine neue, von Grund auf andere Wirklichkeit quasi √ľber uns gekommen w√§re. Das w√§re n√§mlich ein fataler Irrtum und der beste Weg zur√ľck in Faschismus, Unterdr√ľckung und Ausbeutung, furchtbarer als je zuvor.

zul. bearbeitet 2016-08-24 18:18:56

Selbermachen als Revolution

18.01.2012, Kategorie: Gesellschaft

Aus den "Hausnachrichten", Ausgabe Herbst 2011 von Manufactum

"Aber was hei√üt schon konservativ? Wer sich heute nach Jahrzehnten unhinterfragter, hochtechnisierter Lebensmittelindustrie darum bem√ľht, wenigstens ein st√ľckweit wieder die Kontrolle √ľber das t√§gliche Essen zur√ľckzugewinnen, und durch eigenes G√§rtnern einen Ausweg aus dem k√ľnstlichen Paradies der spottbilligen Supermarkt-Lebensmittel sucht, ist am Anfang des 21. Jahrhunderts alles andere als konservativ. Das aber ist das haupts√§chliche Ansinnen ‚Äď unseres und das eines Gro√üteils der G√§rtner: das Selbermachen, auch als Notwehr gegen die zugewiesene Rolle als blo√üer Konsument. Wir sehen darin etwas, das gr√∂√üer ist als eine Mode. Etwas, das man angesichts der fortschreitenden Marktentwicklung im Lebensmittelbereich ganz anders beschreiben k√∂nnte: als Umkehr, als Re-volution."
Große, aber sehr wahre Worte, wie ich meine.

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:46:02

Weltuntergangs-Apfelbäumchen

26.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Viele in meiner twitter-Timeline sind heute nach der Abstimmung √ľber EFSF sehr ungehalten √ľber Politiker und Parlament im allgemeinen und pessimistisch bis sarkastisch, was die Zukunft angeht. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das den Weltuntergang bedeutet, da k√§me manch andere Entscheidung auch in Frage, aber Luther hat ja geraten, an solch einem Tag ein Apfelb√§umchen zu pflanzen. Nun habe ich eigentlich √Ąpfel genug im Garten, aber zwei Spalierb√§ume, nun 20 Jahre alt, ein Ontario-Apfel und eine B√ľhler Zwetsche, haben nie etwas Gescheites getragen und waren nun auch keine Zierde mehr am Zaun zum Nachbarn. Kurz, sie sind nicht mehr. Daf√ľr wird dort eine hohe (1,50 bis 3 m) Rosenhecke wachsen. Ich stelle sie mir sehr sch√∂n vor, zumal sie zur H√§lfte den Platz mit einrahmt, an dem wir im Sommer gern sitzen, und z√§hle sie mal von vorn nach hinten, von der Sonne in den Halbschatten, auf: damascena Trigintipetala La Reine Mme Ernest Calvat Mme Pierre Oger Mme Isaac Pereire Souvenir du Docteur Jamain rugosa Sarah van Fleet rugosa Agnes rugosa Conrad Ferdinand Meyer Fantin Latour alba Maidens Blush gallica Conditorum Variegata di Bologna

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:12:03

"... verkaufen wir importierte Ware aus Übersee, das rechnet sich, aber unsere Ware können wir vergessen."

25.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Warum das so ist oder sein soll, da√ü Schnittrosen fast nur noch aus √úbersee kommen, obwohl die weltweit wichtigsten Z√ľchter wie eh und je vor den Toren Hamburgs residieren, dem geht eine Film-Dokumentation von Michael Richter auf den Grund. Ein Film √ľber Ausbeutung, Naturzerst√∂rung und Existenzzerst√∂rung im Namen der K√∂nigin der Blumen. http://www.einsplus.de/EinsPlus/Tagesprogramm/Tagesprogramm-Sendung-EinsPlus?eventID=1016946743709 Dank an @muehlenwind f√ľr den TV-Tip! Nachtrag 26.10.2011: Der obige Link f√ľhrt schon ins Leere, beim SWR gabs den Film auch, da ist die Seite noch online.

zul. bearbeitet 2011-10-27 20:15:46

Starke Argumente gegen Krieg

13.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Las gerade "So ticken Bomberpiloten. Ein Psychogramm des T√∂tens". Nach dem Vietnam-Krieg nahmen sich mehr Soldaten das Leben, als im Krieg get√∂tet worden waren. Menschen, wie andere Tiere, haben von Natur aus eine starke Hemmung, ihresgleichen zu t√∂ten. Regierungen ersinnen immer raffiniertere Tricks, diesen Instinkt auszuschalten. Doch je st√§rker er im Moment des Krieges unterdr√ľckt wird, desto st√§rker meldet er sich sp√§ter und st√ľrzt den Menschen in tiefste Verzweiflung. Ich hatte das mitbekommen, aus Literatur, aber immer gedacht, es sei mehr die Ausnahme. Es ist aber die Regel. "Eure Taten werden auf Euch lasten √ľber viele Generationen," steht glaube ich, irgendwo im Alten Testament. Alfred Andersch hat seinen Vater beschrieben, der als Kr√ľppel den Ersten Weltkrieg √ľberlebt hatte. Mein Vater hat nicht viel erz√§hlt, andere aus dieser Generation konnten nicht aufh√∂ren, von Heldentaten zu erz√§hlen, beides hilflose Versuche, mit etwas Ungeheurem fertigzuwerden. Danke @Ober_Franke der den Link zu dem Artikel getwittert hat.

zul. bearbeitet 2016-08-24 05:30:55

"Wolle Rose kaufe?" - Was ist da los?

03.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Man hat das Sch√∂nste, was es im Reich der Pflanzen gibt, in ordentlicher bis exzellenter Qualit√§t aus eigener, nachhaltiger Produktion zu fairen Preisen mit viel Information und Beratung drumrum im Angebot und mu√ü es anpreisen wie sauer Bier, fast wie die armen Leute, die von T√ľr zu T√ľr ziehen um B√ľrsten zu verkaufen, die kein Mensch braucht, aber ein paar halt aus Mitleid abnehmen. Was ist da los?[weiter]

Kleine Guttenbergs

07.03.2011, Kategorie: Gesellschaft

Kleine Guttenbergs mu√ü es viele geben. Auf Anhieb fallen mir zwei Auszubildende ein: Einer wu√üte, da√ü er sp√§ter in die Fu√üstapfen seines gesch√§ftlich "erfolgreichen" Vaters treten w√ľrde. Zuvor sollte er allerdings G√§rtner lernen. Wir zeigten ihm am ersten Tag Ackerfl√§chen mit allerlei verschiedenen komplizierten Kulturen und wollten ihm etwas Vorfreude vermitteln auf den Stolz dar√ľber, was er alles nach der Lehre k√∂nnen werde. Die Reaktion des Gr√ľnschnabels vergesse ich nie: "Was, das macht ihr alles selbst? Sch√∂n bl√∂d, das gibts doch spottbillig in Polen." Ein anderer glaubte auch schon mit Anfang 20, ihm geh√∂re die Welt und konnte √ľberhaupt nicht verstehen, da√ü ich mich in der Gr√ľndungsphase von rosenwelten mit sowas wie Texte schreiben aufhielt (Beschreibungen der Sorten im Angebot, Pflanzanleitungen). Wo es das doch alles im Internet und in Katalogen anderer Firmen schon gibt! Wobei die jungen Leute ja nur kundtun, was sie sich bei ihren Eltern usw. abgeguckt haben. Die "Ich-bin-doch-nicht-bl√∂d"-Mentalit√§t. Gut, da√ü mal einer richtig medienwirksam daf√ľr die Rechnung bekommen hat.

zul. bearbeitet 2016-08-24 18:27:52

Erste Fr√ľhjahrsarbeiten, Tobinsteuer und Bundestagsreden

23.01.2010, Kategorie: Gesellschaft

Heute habe ich es endlich geschafft, von der Bastelei an rosenwelten.de loszukommen und mit den allerersten Fr√ľhjahrsarbeiten zu beginnen. Ist jedes Jahr ein besonderer Tag, dieser allererste. War auch das passende Wetter: mild und an den w√§rmeren Ecken auch schon schneefrei. So gings wie von selbst: Arbeitsr√§ume aufger√§umt, Vorr√§te nachgesehen und Einkaufsliste geschrieben, Stauden und erstes Gem√ľse ausges√§t. [weiter]

Tobinsteuer - Gl√ľckwunsch!

09.12.2009, Kategorie: Gesellschaft

Es hat also doch gereicht. Die magische Zahl ist erreicht worden. 50.000 oder mehr Leute haben die Petition zur Einf√ľhrung einer Finanztransaktionssteuer in den ersten drei Wochen mitgezeichnet. Wie viel genau, ist nicht bekannt. Die Zahl der online abgegebenen Stimmen konnten wir im Internet live wachsen sehen, und danach sah es am 4.12. eher nach Scheitern aus. In dieser Situation schrieb ich meinen vorigen Beitrag "Tobinsteuer - am Tag danach". Aber es waren eben noch viel mehr Unterschriften auf Papier eingereicht worden, als wir dachten, die wurden am Montag, 7.12., ausgez√§hlt und brachten die Wende zum Guten. Nun haben viele gejubelt, einige sich den Bef√ľrwortern hinzugesellt und auch schon einige ihren Widerstand formiert. Mit anderen Worten, die schwierigste Phase hat begonnen: aus der breiten Unterst√ľtzung in der Bev√∂lkerung ein politisches Faktum zu schaffen, das wirklich etwas bewirkt. Der Initiator der Petition, J√∂rg Alt, hat die Situation treffend charakterisiert: Gewonnen sind bisher sehr, sehr viele aus der Opposition, gewonnen werden m√ľssen nun noch die, die aufgrund des Wahlergebnisses vom vergangenen September im Bundestag die Mehrheit haben. Die gr√∂√üere der beiden Regierungsparteien scheint da bisher noch recht unentschieden, die kleinere stellte sich gleich am Samstag lauthals dagegen. Das Gute dabei: Was sie an Argumenten anf√ľhrt, ist nicht schwer zu widerlegen. Es steht schon auf www.steuer-gegen-armut.de in der FAQ. Argumente sind in der Politik aber leider nicht immer der einzige Machtfaktor. Wichtig finde ich jetzt, in der Diskussion ganz klar vern√ľnftige Geldanlagen, mit denen ja viele f√ľr ihr Alter vorsorgen, und sch√§dliches Milliardenverschieben auseinanderzuhalten. Die Tobinsteuer belastet das Letztere. Und n√ľtzt damit ja der Sicherheit der vern√ľnftigen Anlagen, indem sie die Finanzm√§rkte zwingt, ruhiger zu werden. Die FDP versucht anscheinend, den kleinen Riester- und R√ľrup-Sparern Angst zu machen und sie zu mobilsieren f√ľr den Widerstand der gro√üen Spekulanten gegen die Regulierung ihres Treibens. Vielen √§ngstlichen Menschen wird auch leicht weiszumachen sein, wenn man nur irgendetwas gegen die Gro√üen Finanzakteure unternimmt, k√∂nnten sie sich b√∂se an uns allen r√§chen, ihr Geld au√üer Landes schaffen usw. Dagegen hilft ein kurzer Blick nach London. Dort wurden und werden schon lange Steuern auf Finanztransaktionen erhoben und - ist London nicht die eigentliche Drehscheibe des Gro√üen Geldes? Neben diesen Diskussionen bleibt aber noch eine andere wichtige M√∂glichkeit, das Projekt zu unterst√ľtzen. Die Petition l√§uft ja noch bis 25.12. Ein wunderbares Datum! Viele wissen noch gar nichts davon, andere haben jetzt vielleicht in den Nachrichten etwas geh√∂rt, wissen aber noch nichts von der Mitzeichnungsm√∂glichkeit. Auch wenn man in die Gespr√§che beim Abendessen im Kanzleramt nicht direkt eingreifen kann, die letztlich entscheiden, wenn bis Weihnachten aus der 50.000 das Anderthalbfache oder - Tr√§umen ist legal - das Doppelte w√ľrde, w√ľrde es der Sache wohl schon etwas mehr Respekt verschaffen. (im wesentlichen fertig, Nachfeilen und Ausschm√ľcken mit sch√∂nen Links im Laufe des Tages kann noch kommen.)

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:59:18

Tobinsteuer. Am Tag danach.

05.12.2009, Kategorie: Gesellschaft

Ob bis gestern um Mitternacht die Anzahl Stimmen zusammengekommen ist, da√ü der Bundestag eine Anh√∂rung veranstaltet, ist vorerst unklar, da die per Fax und auf Papier eingegangenen Unterschriften nicht ausgez√§hlt sind. Das Ergebnis soll Montag auf der Kampagnenwebsite bekanntgegeben werden: www.steuer-gegen-armut.de. Leider war bis zum 2. Dezember von den Tr√§gerorganisationen der 3. als entscheidende Frist publiziert worden. Als dann auf der Bundestags-Seite, versteckt in einem Forumsbeitrag, ein Global Moderator den 4. bekanntgab, lie√ü er sich kaum noch so breit bekanntmachen, da√ü an diesem Tag die Stimmen weiter so z√ľgig wie an den Tagen zuvor angestiegen w√§re, und es hat dann trotz allen guten Willens und Einsatzes wohl nicht ganz gereicht. √úber eine der bei Twitter kursierenden Kurzadressen kamen aber immerhin am 4.12. noch 1463 Leute zur Petitionsseite! Die Bohrmaschinen-Tweets auf Twitter gestern abend Staistik aller Klicks via bit.ly Wenn es doch reicht, ist immer noch ungewi√ü, wie schnell der Bundestag die √Ėffentliche Anh√∂rung anberaumt. Im Fall der Grundeinkommen-Petition, die im Februar 50.000 Stimmen zusammenbekam, hat er bis heute keine solche √Ėffentliche Anh√∂rung angesetzt: www.grundeinkommenimbundestag.de Die Petition kann aber grunds√§tzlich bis 25.12. weiter unterzeichnet werden (auch diese doppelte Frist erleichtert es nicht gerade, daf√ľr zu werben). Vielleicht sollte man sich jetzt, unabh√§ngig von den 50000, weiterhin f√ľr eine m√∂glichst gro√üe Gesamtzahl einsetzen und hoffen, da√ü der Petent und die einflu√üreichen Organisationen des Kampagnenb√ľndnisses diese nutzen, um, mit oder ohne √Ėffentliche Anh√∂rung, √Ėffentlichkeit zu erzeugen und der Steuer zum Erfolg zu verhelfen. In diese Richtung k√∂nnte Entwicklungshilfe-Minister Niebel heute bereits gewirkt haben, indem er √∂ffentlich seine Ablehnung einer Tobinsteuer erkl√§rte. H√§tte er das ein paar Tage fr√ľher getan, h√§tte das Thema bereits vor Ende der 50000-Frist im Rampenlicht gestanden! Nun braucht man eigentlich nur noch allen, die nicht Niebels Meinung sind, die Internetadresse verraten, unter der sie die Petition daf√ľr unterzeichnen k√∂nnen. dpa-Meldung vom 5. 12. auf ntv Bei der Meldung √ľber Niebel wurde auch berichtet, da√ü eine Finanztransaktionssteuer von Bundeskanzlerin Merkel unterst√ľtzt wird. - Das Schwierige an diesem Projekt scheint irgendwie auch zu sein, da√ü es von so vielen, aus ganz verschiedenen politischen Richtungen, gutgehei√üen wird. Aber niemand setzt es an die erste Stelle auf seiner Agenda. Vielleicht weil man Bauchschmerzen dabei hat, eine Sache zu unterst√ľtzen, die die anderen auch gut finden? Wie sollte man sich sonst erkl√§ren, da√ü es trotz der Zahl und Gr√∂√üe der hinter der jetzigen Kampagne stehenden Organisationen so schwierig war 50.000 Stimmen zusammenkommen? ... Nachtrag vom 6.12.: Ein gro√ües Problem waren die zerstreuten Infoirmationen und Adressen:

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:58:46

Tobinsteuer-Petition

29.11.2009, Kategorie: Gesellschaft

Als sie im Herbst 2008 Unsummen zur St√ľtzung der Wirtschaft ausgeben mu√üten, versprachen die Regierungen, nie wieder zuzulassen, da√ü Finanzspekulanten solchen Schaden anrichten k√∂nnen. Seit einigen Wochen liest man nun immer √∂fter (z.B. taz vom 10.11., bei ver.di am 27.11. und umfassend in junge welt vom 30.11.), da√ü das Geld, das seither zur St√ľtzung der Wirtschaft ausgegeben wird, eine neue Blase aufbl√§ht, die im kommenden Jahr "reif" sein d√ľrfte zum Platzen. Das als Hilfe gedachte "billige Geld" wird zur riesigen Bedrohung f√ľr die Wirtschaft. Womit soll der n√§chsten Krise entgegengesteuert werden? Das wei√ü offenbar niemand, und deswegen spricht kaum jemand √∂ffentlich √ľber das Thema. Die Regierungen haben ihre Mittel bereits verwendet, und was die n√§chsten Generationen an Steuern zahlen werden auch. - Der Deutsche Bundestag erm√∂glicht seit einiger Zeit, ganz komfortabel online Petitionen mitzuzeichnen. Eine einfache Registrierung bei der Website reicht, um sich zu legitimieren. Eine von vielen gro√üen gesellschaftlichen Gruppen (attac, Adveniat, dem DGB, Misereor, der Welthungerhilfe u.v.a.), getragene Petition fordert zur Zeit die Einf√ľhrung einer Steuer auf Finanztransaktionen, der sogenannten Tobinsteuer. Eine solche Steuer w√ľrde aberwitzige Finanztransaktionen zumindest behindern, ohne da√ü gleich das Geld allgemein wieder verteuert werden m√ľ√üte - zum Schaden der noch von der vorigen Krise betroffenen Unternehmen. Die Petition kann noch bis Weihnachten mitgezeichnet werden, aber wenn bis kommenden Donnerstag, 3.4. 12., 50 000 Stimmen zusammenkommen, ist der Bundestag verpflichtet, zu diesem Thema eine √∂ffentliche Anh√∂rung zu veranstalten, was die Chancen nat√ľrlich steigert, da√ü tats√§chlich politisch etwas bewegt wird. Ich finde, die kleine M√ľhe, sich zu registrieren und diese Petition zu unterzeichnen sollte sich jeder machen, und zudem m√∂glichst viele Freunde und Bekannte dazu bewegen, das Gleiche zu tun: Hier mitzeichnen Mehr zu lesen gibts

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:36:19

Eine Rose der Arbeiter

01.04.2009, Kategorie: Gesellschaft

In einem Video im Netz sieht man eine einzelne gelbe Rose inmitten wuchernder Brennesseln vor einem verfallenden Fabrikgebäude in Dresden. Vom Erzähler erfährt man, daß die Arbeiter dieser Fabrik (zu denen der Autor selbst gehört hatte) sich vor ihrem Werk, auf das sie stolz waren, ein Rosenbeet angelegt hatten. Nach der Wende zum Kapitalismus wurde die Fabrik stillgelegt, die Arbeiter entlassen, seither ist das Gebäude am verfallen und Brennesseln machen sich im Rosenbeet breit. Eine Rose war zäh genug, sich zu behaupten. Die Geschichte hat mich fasziniert. Ich kam in Kontakt zu den Autoren des Videos. Kommenden Sommer wollen wir jedenfalls Augen von dieser Rose auf neue Wurzeln veredeln, um ihr wenigstens Nachkommen zu sichern. Denn eine Rose, die eine Geschichte erzählt, sollte man in hohen Ehren halten, gerade weil es mal keine Geschichte von französischen Kaiserinnen oder britischen Herzoginnen ist, sondern von unseresgleichen, die davon handelt, was aus unserem Werk und uns wird, wenn das große Kapital es eines Tages nicht mehr als rentabel ansiehtt, weil es ihm gelingt, irgendwo in der Welt Arbeitskraft noch billiger einzukaufen. Konkretere Pläne, wie dieser Rose zur schuldigen Ehre zu verhelfen ist, werden noch geschmiedet. Vielleicht haben Sie eine gute Idee? Das Video von der gelben Rose in Dresden

zul. bearbeitet 2016-08-16 14:51:38

Gärtner und die IG B.A.U. Ein Artikel aus dem Jahr 2005

27.07.2005, Kategorie: Gesellschaft

Hintergrund Skandal: "Hungerl√∂hne" im Gartenbau Durch eine Bundestags-Anfrage der CDU und einen Artikel in "BILD" kam es im Fr√ľhjahr 2004 ans Licht der √Ėffentlichkeit: Im Gartenbau werden die niedrigsten Tarifl√∂hne gezahlt, die es in Deutschland gibt. Alternativen Eine Gewerkschaft, in deren Zust√§ndigkeitsbereich solche "Hungerl√∂hne" aufgedeckt werden, hat im Prinzip zwei M√∂glichkeiten zu reagieren: Reaktionsm√∂glichkeit 1: Den Skandal bem√§nteln, die entstandene √Ėffentlichkeit meiden, m√∂glichst nichts sagen und hoffen, da√ü sich nichts tut und alles wieder im Sande verl√§uft. Gelingt Strategie 1, bleibt zwar das Ansehen der Organisation, deren Unterschrift immerhin unter solchen Tarifvertr√§gen steht, bis zum n√§chsten Skandal unbefleckt, aber die betroffenen Arbeitnehmer stehen allein im Regen. Mitglieder werden sich fragen, wozu sie Beitr√§ge bezahlen. Oder Reaktionsm√∂glichkeit 2: Das Problem als Handlungsauftrag erkennen, die eigenen Kr√§fte geschickt einsetzen und die √∂ffentliche Aufmerksamkeit als seltenen Gl√ľcksfall nutzen wie auch das Interesse der Arbeitgeberseite an einem guten Image der Branche, um endlich, zun√§chst f√ľr die am schlechtesten Gestellten und dann f√ľr die ganze Branche, Verbesserungen zu erstreiten. Dann verstehen Mitglieder, wozu sie Beitr√§ge bezahlen und neue Mitglieder k√∂nnen hinzugewonnen werden. Die Satzung der IG B.A.U. gebietet √ľbrigens Reaktionsweise 2: jedes Mitglied hat: "die wirtschaftlichen [...] Interessen der Mitglieder zu f√∂rdern". Die hauptamtlichen Funktion√§re reagierten jedoch nach Muster 1. Nur wenige Tage zuvor waren in der IG B.A.U. durch eine in der Gewerkschaftsgeschichte beispiellose Aktion des Bundesvorstands die hauptamtlich Verantwortlichen f√ľr den Gartenbau komplett ausgewechselt worden. Die aus ihren √Ąmtern verjagten vorher Zust√§ndigen h√§tten Strategie 2 gew√§hlt. Vernachl√§ssigte Branche Schon zu Zeiten, als noch die GGLF f√ľr sie zust√§ndig war, waren die Arbeitnehmer im Gartenbau ein Stiefkind der Gewerkschaft. Die GGLF hatte ihren Schwerpunkt im Forst. G√§rtner waren von jeher selten Gewerkschaftsmitglieder. Wo sie arbeiten, √ľberwiegend in Klein- und Kleinstbetrieben, ist die Macht des Chefs normalerweise die einzig erfahrbare Realit√§t. Eine Gewerkschaft h√§tte sich wohl √ľber Geb√ľhr anstrengen m√ľssen, um in so einer Branche den Organisationsgrad √ľber die jetzigen 0,9% hinaus zu erh√∂hen und daraufhin als ernstgenommener Verhandlungspartner bessere L√∂hne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Durch ihre Inaktivit√§t allerdings, war und ist es f√ľr die Arbeitnehmer erst recht schwer einsehbar, wozu sie von ihrem wenigen Verdienst 1,15% Beitrag an die Gewerkschaft abzweigen sollten - ein Teufelskreis. Anders im Forst: Forstleute sind von jeher gut organisiert und arbeiten h√§ufig im √Ėffentlichen Dienst, wo es einer Gewerkschaft viel leichter f√§llt, pr√§sent zu sein als in einer Familienbetriebs-G√§rtnerei. So wurde im Gartenbau die Aufsplitterung in viele L√§ndertarife nie angetastet. Die Arbeitgeber erh√∂hten die schlechten L√∂hne nur aus G√ľte ab und zu ein wenig. Standards der westdeutschen Wohlstandsgesellschaft wie 13. Monatsgehalt, Schlechtwetterregelung u.v.m. gelangten nie in Tarifvertr√§ge des Gartenbaus. Daf√ľr kam die Flexibilisierung der Arbeitszeit schon fr√ľh hinein, und in einem Ma√ü, von dem heute Arbeitgeber anderer Branchen tr√§umen. Nun war die GGLF leider eine kleine, finanzschwache Gewerkschaft. Daher konnten, als Mitte der Neunziger Jahre ihre Fusion mit der gro√üen IG BSE zur IG B.A.U. anstand, Arbeitnehmer in den vernachl√§ssigten Branchen hoffen, die nun viel st√§rkere Organisation werde endlich etwas bewegen. Tats√§chlich zeigte es sich, da√ü der gro√üe Bruder keinen Grund sah, auf dem unattraktiven gr√ľnen Gebiet Vers√§umtes aufzuarbeiten und wenig bis gar kein Verst√§ndnis f√ľr die gr√ľnen Spezialprobleme mitbrachte. Kaum ein Bezirksgesch√§ftsf√ľhrer wollte sich den Kopf mit solchen Feinheiten zerbrechen wie zum Beispiel, ob ein G√§rtner nun dem Gartenbau (Ecklohn je nach Tarifbezirk ) oder dem Garten- und Landschaftsbau zuzuordnen sei (Ecklohn ). Mitglieder und ehrenamtliche Funktion√§re erhielten aus solchen und noch banaleren Gr√ľnden die f√ľr sie bestimmten Informationen aus der Organisation unregelm√§√üig oder gar nicht. Kommunikationsst√∂rung mit System Man bezeichnete das als Kommunikationsproblem zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen und suchte flei√üig und wohlmeinend L√∂sungswege auf Sitzungen, Konferenzen und Spezialseminaren. Aber man drehte sich nur im Kreis. All die Reise- und Hotelkosten waren zum Fenster hinausgeworfenes Geld, die verdiskutierte Zeit war verschwendete Zeit. Denn obwohl sie ihre Geh√§lter von den Mitgliedsbeitr√§gen bezahlt bekommen und sie nach au√üen hin bis heute mit Slogans wie "Mitmachgewerkschaft" werben, sahen die Hauptamtlichen gar keinen Bedarf, auf die Mitglieder und die gew√§hlten ehrenamtlichen Gremien zu h√∂ren. Je gest√∂rter die Kommunikation der Ehrenamtlichen, desto ungest√∂rter k√∂nnen sie nichts zur Ver√§nderung der Verh√§ltnisse tun. Am √§rgsten traf es die Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau . Ihr Vorsitzender reiste gern viel, am liebsten mit dem Flugzeug, nicht nur zu Gewerkschaftssitzungen sondern auch zu Veranstaltungen von Arbeitgeberorganisationen. Seine Kollegen erfuhren von ihm nicht, was er dort tat. Die Arbeitgeber jedoch erfuhren offenbar durch ihn Personalien, die sie in Tarifverhandlungen verwendeten, um Tarifkommissionsmitglieder auf Gewerkschaftsseite pers√∂nlich anzugreifen. Der st√§ndige Tenor seiner Diskussionsbeitr√§ge war √ľbrigens, da√ü man sich "bewegen" m√ľsse. Wohin, vermied er, direkt auszusprechen. Kurzzeitiger Silberstreif am Horizont Neue Personen Auf dem Ordentlichen Gewerkschaftstag 2002 wurde Kritik an Klaus Pankaus (das bis dahin f√ľr den Gr√ľnen Bereich zust√§ndige Bundevorstandsmitglied) Geringsch√§tzung der Ehrenamtlichen vorgebracht. Daraufhin bekam er nicht gen√ľgend Stimmen, um wieder in den Bundesvorstand gew√§hlt zu werden. Seine Karriere hat er dann nicht auf Arbeitnehmerseite fortgesetzt, er ist jetzt Personalchef bei WISAG, einem Konzern, der in den IG-B.A.U.-Branchen Geb√§udereinigung und Garten- und Landschaftsbaubetrieb t√§tig ist. Neu in den Bundesvorstand wurde Margot Gudd gew√§hlt, vorher Gesch√§ftsf√ľhrerin im Bezirksverband Wiesbaden-Limburg. Sie wurde f√ľr den gr√ľnen Bereich (Vorstandsbereich V) zust√§ndig. Anders als Pankau hat sie eine Vorgeschichte als Arbeitnehmerin in einer IG-B.A.U.-Branche, und zwar der Geb√§udereinigung, einer √§hnlich wie der Gartenbau von der Gewerkschaft tarditionell vernachl√§ssigten Branche mit geringem Ansehen, schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung. Margot Gudd bat uns in der Bundesfachgruppe Gartenbau, ihr als Branchenfremder aus unserer Berufserfahrung die Verh√§ltnisse im Gartenbau zu erkl√§ren und die Probleme zu benennen, die am dringendsten anzupacken seien. Darin unterschied sie sich fundamental von ihrem Vorg√§nger und ihrem Nachfolger. Die dozieren lieber von oben herab √ľber die Lage und da√ü nichts daran zu √§ndern sei. Wenn Margot Gudd ihre Unterschrift unter einen Tarifvertrag setzen sollte, fragte sie sich zuvor, ob sie mit ihrem Namen unter solch einem Dokument gut schlafen k√∂nnen w√ľrde. Solche Gewissensfragen stellten und stellen sich ihre Vorg√§nger und Nachfolger auch nicht. Mit Karl-Heinz Lach stellte sie einen Branchengesch√§ftsf√ľhrer ein, von dessen Erfahrung in der Branche, politischem Scharfblick und taktischem Kalk√ľl zu "bef√ľrchten" war, da√ü er etwas ins Rollen bringen w√ľrde. Kommunikationsflu√ü Auf einmal funktionierte dann auch der Informationsflu√ü, jedenfalls soweit der Bundesvorstandsbereich V daf√ľr zust√§ndig war. Der Bundesfachgruppenvorstand wurde durch Kopien der wichtigsten Korrepondenz laufend auf dem neuesten Informationsstand gehalten und konnte bei seinen viertelj√§hrlichen Treffen ohne Umschweife direkt zur Sache kommen. Eine Menge Geld, das normalerweise f√ľr unfruchtbare Kommunikationsdebatten vergeudt wird, wurde dadurch gespart. Ziele und Eckpunkte Gemeinsam, in wenn n√∂tig harten Diskussionen, wurden Nah- und Fernziele abgesteckt, die der R√ľckst√§ndigkeit der Branche an die Wurzel gegangen w√§ren und f√ľr die es sich wieder lohnte, als G√§rtner Gewerkschaftsmitglied zu sein: * Erh√∂hung der Skandall√∂hne in Ostdeutschland an das westdeutsche Niveau - und langfristig ein Bundes-Tarifvertrag f√ľr den Produktionsgartenbau; * stufenweise Angleichung des Gartenbau-Tarifs an den Tarif des garten- und Landschaftsbaus, denn G√§rtner in der Produktion arbeiten genauso qualifiziert und engagiert wie ihre Kollegen im Garten- und Landschaftsbau, viele werden sogar direkt im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt; * Verhindern der von den Arbeitgebern geforderten Scheren√∂ffnung zwischen steigenden L√∂hnen f√ľr die wenigen hoch qualifizierten "Antreiber" und Billigl√∂hnen f√ľr immer mehr ungelernte, die die Masse der Arbeit verrichten sollen. * Entlastung der im Freien arbeitenden G√§rtner vom alleinigen Tragen des Schlechtwetterrisikos, denn auch G√§rtner m√∂chten ihren Urlaub nicht f√ľr die Zeit aufheben, in der es drau√üen zum arbeiten zu na√ü und zu kalt ist - und keine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit, oder, anders ausgedr√ľckt, keine Streichung der √úberstundenzuschl√§ge. Eine Strategie zur Erreichung dieser Ziele wurde ausgearbeitet. Es wurden Kontakte gekn√ľpft. Hoffnungsvolle Anfangserfolge Es wurden auch schon einige Erfolge erreicht. In Bayern hatten die Arbeitgeber genug von der Blockadepolitik ihres eigenen Spitzenverbandes und kamen der Gewerkschaftsforderung entgegen. Daraufhin sahen sich die nordrhein-westf√§lischen G√§rtnereien in ihrer Ehre gekr√§nkt, die bestbezahlenden in Deutschland zu sein und legten ebenfalls zu. Viel mehr war kurzfristig nicht zu erwarten, bevor wir nicht unsere Mitgliederbasis vergr√∂√üert hatten und wird auch von anderen Verhandlern nicht erzielbar sein. Wo die Arbeitgeber unannehmbare Forderungen stellten, wurde lieber gar kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Vor allem im Garten- und Landschaftsbau gab es wegen der Arbeitgeberforderung nach "gro√üer Flexibilisierung" jahrelang keinen Abschlu√ü. Im Herbst 2003 begannen die Arbeitgeber im Produktionsgartenbau, sich an diese Flexibilisierungsforderung anzuschlie√üen und unsere beiden Bundesfachgruppen verst√§ndigten sich darauf, noch enger zusammenzuarbeiten, um keinen Dammbruch zu riskieren. Die Garten- und Landschaftsbau-Fachgruppe war jedoch nicht einstimmig gegen diese Flexibilisierung, ihr Vorsitzender arbeitete daran, den Widerstand aufzuweichen. Diese Uneinigkeit war eine Schwachstelle der Branchenarbeit im Gartenbau, deshalb versuchten wir im Winter 2003/2004, sie auf unseren gemeinsamen Sitzungen beider Bundesfachgruppen zu √ľberwinden. Keiner rechnete aber damit, da√ü ausgerechnet der Bundesvorstand unserer eigenen Gewerkschaft diese Schwachstelle ausnutzen w√ľrde, um das ganze erfolgreich Begonnene zu zerst√∂ren: Der Putsch gegen den Vorstandsbereich V aus heiterem Himmel ... Nur √ľber private Kontakte erfuhren wir Mitglieder des Bundesfachgruppenvorstands Gartenbau Ende April von dem Putsch des Bundesvorstands am 19. April 2004 gegen den Vorstandsbereich V: Margot Gudd wurde per Gesch√§ftsverteilungsbeschlu√ü die Zust√§ndigkeit f√ľr unsere Branchen weggenommen und unser Branchensekret√§r wurde fristlos entlassen. Der Gr√ľne Bundesvorstandsbereich V wurde aufgel√∂st. Einen Teil der Branche, den Garten- und Landschaftsbau, √ľbernahm der Bundesvorsitzende Klaus Wieseh√ľgel in seinen eigenen Zust√§ndigkeitsbereich, den Rest h√§ngte man dem Vorstandsbereich III Landwirtschaft (Hans-Joachim Wilms) an. Erst am folgenden Wochenende rief Hans-Joachim Wilms beil√§ufig von unterwegs aus dem Auto unseren Bundesfachgruppenvorsitzenden an, um ihm kurz und ohne auf R√ľckfragen zu antworten die vollendeten Tatsachen mitzuteilen. Von da an liefen unsere Telefondr√§hte hei√ü, aber wir waren alle viel zu lang damit besch√§ftigt, die Tatsachen als Tatsachen zu erkennen und unser naives Vertrauen in die Spitze unserer Organisation abzubauen, um postwendend so effektiv agieren zu k√∂nnen, wie das der Forstbereich fertigbrachte: Der konnte sich durch massiven Protest Karl-Heinz Lach wenigstens f√ľr eine √úbergangszeit als Branchensekret√§r erhalten. Wir schrieben einen Protestbrief an den Gewerkschaftsrat, das h√∂chste Organ zwischen den Gewerkschaftstagen, mit der Bitte, die neue Gesch√§ftsverteilung wieder r√ľckg√§ngig zu machen. Da wir die Adressen der Mitglieder dieses Gremiums nicht parat hatten, ging der Brief mit der Bitte um Weiterleitung an den Bundesvorstand - und wurde dort zur√ľckgehalten. Mitgliederverdummung und Mobbing Die "taspo" berichtete in der n√§chsten Woche auf der Titelseite und seither bei jeder sich bietenden Gelegenheit √ľber die Arbeitgeberfreundlichkeit der neuen Branchenvertreter auf Seiten der IG B.A.U. Der "Grundstein" thematisierte den Konflikt bis heute √ľberhaupt nicht. Nur wer zwischen den Zeilen liest, konnte aus der Ank√ľndigung eines Au√üerordentlichen Gewerkschaftstags mit Erg√§nzungswahlen schlie√üen, da√ü es im Bundesvorstand Krach gegeben haben k√∂nnte. Wo man auch bei der IG B.A.U. nachfragte, bekam man die gleiche, offenbar zentral sprachgeregelte, inhaltslose Antwort: Es m√ľsse etwas sehr Schwerwiegendes gegen die beiden vorliegen, denn sonst w√ľrde der Bundesvorstand keine so au√üergew√∂hnlichen Schritte ergreifen. Die Begr√ľndung f√ľr die Schritte sollten also allen Ernstes die Schritte selbst sein! Die Gr√ľnde w√ľrde man nicht offenlegen, "um den Betroffenen nicht zu schaden". Diese Argumentation mu√ü man erst einmal so richtig auf sich wirken lassen: Genau wie in Hans Christian Andersens M√§rchen "Des Kaisers neue Kleider" h√§tte nur jemand dazwischenrufen brauchen: "Ihr hattet ja gar keine Gr√ľnde!" Aber das tat niemand. Im Gegenteil: F√ľhrten wir konkrete Gr√ľnde f√ľr die Tatsache an, da√ü Margot Gudd und unser Branchensekret√§r zuverl√§ssige und ehrliche Leute sind und viel f√ľr unsere Branche geleistet haben, so brachten es Hauptamtliche, ohne sich zu sch√§men, fertig zu behaupten, ihre unsichtbaren Pseudo-Gr√ľnde w√∂gen noch schwerer als unsere offen zutage liegenden, obwohl - oder weil? - keiner sie sehen konnte! Erst wurde auf eine Sitzung des Gewerkschaftsbeirats Mitte Mai vertr√∂stet, dort w√ľrden alle Gr√ľnde offengelegt - wurden sie aber nicht. Immer noch kam keiner auf die Idee, da√ü es gar keine Gr√ľnde gab. Dann hie√ü es, auf einem Au√üerordentlichen Gewerkschaftstag im September, der zur Wahl eines Nachfolgers von Margot Gudd einberufen werden mu√üte, w√ľrden sie bekanntgemacht - wurden sie auch nicht! Inzwischen hatte man dem Klatsch und Geschw√§tz die Z√ľgel schie√üen gelassen und, wie es so geht, wu√üte allm√§hlich jeder gen√ľgend Gr√ľnde, warum es so gekommen sein k√∂nnte, so da√ü keiner mehr eine Begr√ľndung vom Bundesvorstand einforderte. Margot Gudd brachte man dahin, ihr Dienstverh√§ltnis mit der IG B.A.U. zu k√ľndigen und glaubte, den ganzen Konflikt erfolgreich ausgesessen zu haben. Auf dieselbe Weise k√∂nnte man jede Gewaltma√ünahme gegen jedes beliebige andere Bundesvorstandsmitglied genauso gut rechtfertigen. Die Kritikf√§higkeit in der IG B.A.U. ist also noch auf dem Stand, den Andersens M√§rchen anprangerten, und der Bundesvorstand verstand es, diesen traurigen Umstand auf perfide Weise f√ľr seine Zwecke einzusetzen: die Ger√ľchtek√ľche anheizend, tat er noch so, als sch√ľtze er die, die er dem Geschw√§tz preisgab. Die sogenannte Mitmachgewerkschaft zeigt ihr wahres Gesicht Eine "Mitmachgewerkschaft", als die sie sich in der Mitgliederwerbung am liebsten darstellt, wo jeder "mitmachen, mitgestalten, mitver√§ndern" k√∂nnen soll, kann die IG B.A.U. nicht sein, wenn ihre hauptamtlichen Funktion√§re es schaffen k√∂nnen, einen Bundesvorstandsbereich aufzul√∂sen, ein gew√§hltes Bundesvorstandsmitglied aus dem Amt zu dr√§ngen und eine Branche organisatorisch aufzul√∂sen, ohne da√ü jemand etwas mitbekommt. Mitmachen ist offensichtlich nicht erw√ľnscht. Beitr√§ge zahlen und sich nicht in die Politik einmischen, die die hauptamtlichen Funktion√§re allein machen, auch gegen die Arbeitnehmerinteressen, das soll die Basis. Deshalb wird sie in Unkenntnis gehalten. Das einzige gewerkschaftsweite Kommunikationsmedium, der monatliche "Grundstein/S√§emann", druckt wie Parteiorgane in totalit√§ren Systemen nur "positive" Leserbriefe und bringt nur Artikel √ľber "positive" Themen. Welchen Wirklichkeitsbezug die "Grundstein"-Artikel haben zeigt folgende Anekdote: einen Bericht √ľber ihre Vorstandssitzung konnten die erstaunten Mitglieder der Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau bereits im "Grundstein" lesen, bevor ihre Sitzung √ľberhaupt angefangen hatte! Der ganze Putsch gegen den Gr√ľnen Bereich war im "Grundstein" komplett unsichtbar gemacht, die gr√ľnen Seiten wurden derweil mit Tips zur Pflanzenpflege und dergleichen gef√ľllt. Nicht besser steht es um die Netzseite auf http://www.igbau.de. Vor wenigen Jahren gab es dort noch ein Forum, in dem jeder seine Meinung zur Diskussion stellen konnte: das ist beim letzten Redesign entfernt worden. Fr√ľher konnten Gewerkschaftsgliederungen auch eigene Netzseiten gestalten und von der IG-B.A.U.-Seite verlinken lassen, auch das wird, angeblich aus Design-Gr√ľnden, nicht mehr erlaubt, und die Seiten der Bezirksverb√§nde sind seither auf eine ganz einheitliche graue Inhaltsleere zur√ľckgef√ľhrt. Die hauptamtlichen Funktion√§re bedienen sich also des "Grundstein" und der Website, um ihre Sicht der Dinge allen Mitgliedern zu vermitteln und ihrer B√ľrotechnik, um untereinander zu kommunizieren. Die ehrenamtlichen k√∂nnen sich weder an alle wenden noch sich untereinander austauschen au√üer nach Feierabend und auf eigene (Telefon-, Online-, Porto-)Kosten. Die Hauptamtlichen k√∂nnten die Diskussion und die Kommunikation in der Organisation f√∂rdern, wenn sie wollten. Das wollen sie aber offenbar nicht. Wie blitzschnell und effektiv ihre Kommunikationswege funktionieren, erlebte man im Gefolge des Putsches bei mehreren Mobbing-Aktionen gegen Ehrenamtliche, die Protest ge√§u√üert hatten. Sie erhielten gut koordinierte Anrufe von Hauptamtlichen aus allen Richtungen mit der Aufforderung, sich zur√ľckzuziehen. Die scheinheilig beklagten Kommunikationsdefizite sind ein Werkzeug, das bestimmte Teile der IG B.A.U.-Hauptamtlichen mit Meisterschaft gebrauchen, um ihre Politik gegen die Mitglieder durchzusetzen. Die Auswirkungen Weder Margot Gudd noch Karl-Heinz Lach haben nichts getan, das es gerechtfertigt h√§tte, den Gr√ľnen Bereich in der IG B.A.U. zu zerschlagen. Warum macht der Bundesvorstand so etwas? Es wird sein Geheimnis bleiben, aber man kann aus den Resultaten, die er geschaffen hat, auf seine Absichten schlie√üen: Die Bundesfachgruppen Er hat den gr√ľnen Bundesfachgruppen klargemacht, da√ü auf sie √ľberhaupt nichts ankommt. Branchensekret√§r und zust√§ndiges Bundesvorstandsmitglied werden ohne R√ľcksprache mit den Bundesfachgruppen eingesetzt und ausgetauscht. Bei der √úbergabe der Gesch√§fte wird ausdr√ľcklich nicht auf Kontinuit√§t geachtet. Die Fachgruppen k√∂nnen den neuen Zust√§ndigen jetzt wieder √ľber ein Jahr hin oder l√§nger vortragen, was sie wollen - bevor die endlich anfangen k√∂nnten, es in die Tat umzusetzen (gesetzt den Fall, da√ü sie das √ľberhaupt wollen), werden sie wieder abberufen. Funktionierende und fruchtbringende Zusammenarbeit wird dagegen sofort und massiv unterbunden. Der innere Zwist in der Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau wurde zwar einstweilen beigelegt: ihrem umstrittenen Vorsitzenden wurde einer der Gewerkschafts-Sitze im Vorstand der Gartenbau-Berufsgenossenschaft angeboten, woraufhin er den Vorsitz der Bundesfachgruppe seinem bisherigen Stellvertreter √ľberlie√ü. Aber was jetzt fehlt, ist die Koordination der gesamten Branchenarbeit im Gartenbau durch den Vorstandsbereich V. Die Vertretung der Garten- und Landschaftsbauer fand sich bereits am 6. Mai 2004 zu einer Sitzung nach Berlin einberufen, wo Klaus Wieseh√ľgel sie in seine Politik einzubinden versuchte. Die Bundesfachgruppe Gartenbau mu√üte am 30. 10. bei einer Sitzung mit Hans-Joachim Wilms feststellen, da√ü die Eckpunkte ihrer bisherigen Arbeit den neuen zust√§ndigen Hauptamtlichen √ľber ein halbes Jahr nach der Amts√ľbernahme noch gar nicht bekannt waren, wozu Wilms auch noch geradeheraus erkl√§rte, ihn interessiere sowieso nicht, was wir beschlie√üen, er werde darauf keine R√ľcksicht nehmen. Die Tarifverhandlungen Die taspo beobachtet genauestens die neue Tarifpolitik der IG B.A.U. im Gartenbau und stellt sie als Eingehen auf die Arbeitgeberforderungen dar. Bei den Verhandlungen, die zu den Tarifabschl√ľssen in Bayern (Baumschulen) und Brandenburg f√ľhrten, waren keine ehrenamtlichen Tarifkommissionsmitglieder anwesend. Im Garten- und Landschaftsbau wurde zun√§chst viel von der √úbernahme der Verhandlungsf√ľhrung durch den Bundesvorsitzenden selbst erhofft. Inzwischen hat sich gezeigt, da√ü er den Arbeitgebern auch nicht mehr entgegenzusetzen hat und wahrscheinlich die Verhandlungen demn√§chst f√ľr gescheitert erkl√§ren mu√ü. Ein Schritt, den seine Vorg√§ngerin noch vermeiden konnte. Res√ľmmee Kurz und knapp zusammengefa√üt, hei√üt das nicht anderes als: Der IG B.A.U.-Bundesvorstand hat mit seiner Aktion gegen den Vorstandsbereich V den Arbeitgebern in die H√§nde gespielt und den G√§rtnern geschadet. Er hat die endlich erfolgreich begonnene Branchenarbeit in dieser vernachl√§ssigten Branche mutwillig kaputtgemacht. Die IG B.A.U. kann sich nicht Interessenvertreter der Arbeitnehmer im Gartenbau nennen. Ausblick Im Jahr 2005 findet allerdings der n√§chste Gewerkschaftstag statt. Es bleibt abzuwarten, ob der jetzige Bundesvorstand verhindern kann, da√ü diesem h√∂chsten Organ der Gewerkschaft die hier geschilderten Vorg√§nge bekannt werden. Falls nicht, k√∂nnte es sein, da√ü doch noch die Gerechtigkeit siegt und wieder einmal Bundesvorstandsmitgliedern Stimmen zur Wiederwahl fehlen. Ob das den G√§rtnern etwas bringen wird, bleibt dann immer noch abzuwarten. [an error occurred while processing this directive]

zul. bearbeitet 2016-08-22 21:13:16

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