mein kleiner blog

09.12.2022, Kategorie: Gesellschaft

Die Presse wu├čte es, aber die angeblich "gef├Ąhrlichen" Putschisten hatten keine Ahnung. Wie sollen Leute mit so wenig Connections und ohne Massenbasis einen Staatsstreich hinkriegen? Nicht da├č es keine gef├Ąhrliche freiheitsfeindliche Grundstimmung in D g├Ąbe, aber deren F├Ąden ziehen doch ganz andere als Herr Reu├č, meine G├╝te!

zul. bearbeitet 2022-12-09 10:41:09

26.11.2022, Kategorie: Gesellschaft

Auf einmal lese ich wieder Dinge in Zeitungen, die ich mir die ganze Zeit nur im stillen K├Ąmmerlein gedacht habe: "Das Flugzeug ist kein Verkehrsmittel f├╝r Normalb├╝rger:innen. ... Ein wohlhabendes Prozent der Bev├Âlkerung verursacht allein etwa die H├Ąlfte der flugbedingten Treibhausgasemissionen" (da haben diese Leute ausnahmsweise sehr recht), "Die Corona-Jahre haben das Land krank gemacht", "Vor allem muss man hellh├Ârig werden gegen├╝ber den Stimmen, die bei uns sehr leise geworden sind" (Antje Vollmer).

zul. bearbeitet 2022-11-26 07:08:40

22.10.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wagenknecht hat recht, und wie Hayali dagegen "argumentiert", bekr├Ąftigt ja eigentlich auch nur, da├č echte Argumente dagegen rar sind.

zul. bearbeitet 2022-10-22 19:42:24

22.10.2022, Kategorie: Gesellschaft

Den Sinn von etwas Sinnlosem zu raffen ist halt nicht so einfach.

zul. bearbeitet 2022-10-22 19:29:04

16.10.2022, Kategorie: Gesellschaft

Kein F├╝nkchen Mut, zum Chef oder Kunden zu sagen, da├č wir es nun mal ruhiger angehen lassen, keinen Stre├č mehr machen, improvisieren, uns die Zeit nehmen, miteinander zu reden, aber keine Bange davor und jede Menge Lust dazu, das ganze System qua Coronalockdown oder jetzt Anti-Putin-Blackout in den Abgrund rauschen zu sehen. Diese Leute haben alle ein viel zu sicheres Einkommen. Oder sind schon autarke Selbstversorger auf irgendner S├╝dseeinsel, wo ihnen die s├╝├čen Fr├╝chte ohne Arbeit direkt in den Mund rein wachsen.

Traumt├Ąnzer trifft es aber wahrscheinlich besser, die wissen gar nicht, was sie da sagen.

zul. bearbeitet 2022-10-16 14:48:39

04.10.2022, Kategorie: Gesellschaft

Vor Corona hatten sie immerhin noch Respekt vor "der Wirtschaft", schien es wenigstens, besonders wenn es darum ging, den kleinen Mann zu Bescheidenheit zu ermahnen, "denn wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es allen gut", aber nachdem sie es erst bei der Kultur und der Lebensfreude "wegen Corona" getestet haben, ruinieren sie jetzt auch die Wirtschaft und die Lebensgrundlagen "wegen Putin". https://www.cicero.de/innenpolitik/selbsterfahrungsbericht-dieser-regierung-fehlt-jede-liebe-zu-den-menschen

zul. bearbeitet 2022-10-04 19:39:52

02.10.2022, Kategorie: Gesellschaft

Zufallsfund: Wie ein Wort, das seit drei Jahren Abzeichen der Wohlanst├Ąndigkeit ist, noch bis vor kurzem als Inbegriff der Falschheit und T├╝cke diente. Aber vielleicht sind das ja auch gar keine so grundverschiedenen Charakterz├╝ge.

zul. bearbeitet 2022-10-02 09:23:21

28.09.2022, Kategorie: Gesellschaft

Auf den ersten Blick banale Geschichte wirft doch ein Schlaglicht auf die Wurzeln der Ver├Ąnderungen zum Schlechten der j├╝ngsten Vergangenheit: ein sehr guter Kunde, Mediziner, dem ich auf dem Feld oft lang alles M├Âgliche erkl├Ąrt hatte und der jetzt wohl einen pr├Ąchtigen Garten hat, bot mir einst an, wenn mal ein medizinisches Problem k├Ąme, mich ruhig an ihn wenden (so weit, die private Nummer zu verraten, gings aber nicht). Wollte das anst├Ąndigerweise nicht gleich ausnutzen sondern mir f├╝r evtl Ernsthaftes aufheben. Als es mal soweit war, fand ich die inzwischen neue Praxis auch im Internet, sogar online-Terminbuchung, nur meine Krankenkasse war nicht ausw├Ąhlbar. Kurz darauf ruft seine Sekret├Ąrin an, der Herr Doktor nehme nur (noch) Privatpatienten, ob ich selbst zahlen wolle. "Das kann ich mir wohl nicht leisten." "Dann w├╝nsche ich Ihnen alles Gute."

zul. bearbeitet 2022-09-28 09:34:06

28.09.2022, Kategorie: Gesellschaft

Gestern Nachbar G bei REWE getroffen, er findet die Wahl der Italiener richtig gut und freut sich dr├╝ber. Ist ja auch selbst einer und kein deutscher Besserwisser. "Die anderen haben ihre Chance gehabt," sagt er.

zul. bearbeitet 2022-09-28 09:15:06

04.09.2022, Kategorie: Gesellschaft

Ging mir heute morgen zuf├Ąllig auch durch den Kopf, nachdem ich an den guten B├Ącker dachte, der 2x die Woche aus der Eifel auf unseren Wochenmarkt kommt und nach seiner Nachtarbeit vorn im Wagen schl├Ąft, w├Ąhrend hinten heraus verkauft wird: bald wird denen vielleicht das Benzin zu teuer, und wir kriegen das gute Brot hier nicht mehr. Die SPD hat 2003 mit Hartz-4 (als Schikane + als Damoklesschwert ├╝ber den noch Arbeit habenden) die kleinen Arbeitnehmer ruiniert, die Gr├╝nen ruinieren jetzt die kleinen Selbst├Ąndigen (Lauterbach hilft nach Kr├Ąften).

zul. bearbeitet 2022-09-04 09:36:59

02.09.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wenn nur "die Wirtschaft" tats├Ąchlich so viel Einflu├č auf die Regierung h├Ątte, wie wir unser ganzes Leben lang geschimpft haben, dann w├╝rde diese Regierung keine drei Tage lang so eine desastr├Âse Politik machen k├Ânnen. Aber anscheinend gibt es nicht "die Wirtschaft", sondern es gibt kleine und gro├če, und die gro├čen, denen es egal ist, in welchem Land sie operieren, haben die ganze Macht und die kleinen keine, von wegen #Globalisierung. Erste Firmen stoppen Produktion f├╝r immer: ÔÇ×Substanz der Industrie bedrohtÔÇť

zul. bearbeitet 2022-09-02 15:46:03

17.08.2022, Kategorie: Gesellschaft

Hier heute mittag im Bus, Linie 18, am Platz der Einheit, ein Fahrgast zu schr├Ąg gegen├╝ber sitzender, durchaus b├╝rgerlich gewandeter Mitfahrg├Ąstin: "Hier, setzen Sie mal Ihre Maske richtig auf, gell! Da├č ich Ihnen aber auch alles sagen mu├č! Erziehung hamse wohl keine, wa!"

zul. bearbeitet 2022-08-17 18:13:21

08.08.2022, Kategorie: Gesellschaft

Komisch, von dem Schlie├čfach hat er m. W. nie was erz├Ąhlt, sonst wu├čten wir seine Twitter-Follower ja gef├╝hlt alles ├╝ber sein ganzes Leben vom Morgengru├č um 6 ├╝ber den Seeheimer Mittagstisch bis zum "Ade zur guten Nacht", nach endlosen Haushaltsausschu├č-Nachtsitzungen weit nach Mitternacht, und wie er busweise B├╝rger durch den Bundestag f├╝hrte und auch die Hamburger Vorort-Kaninchenz├╝chter nicht verschm├Ąhte. Erst als er Schulz demontieren und Scholz installieren half, wurde er mir zuwider.

zul. bearbeitet 2022-08-08 13:40:18

28.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

Aber da├č man auch eine robuste Binnennachfrage durch ordentliche L├Âhne braucht f├╝r eine gesunde Wirtschaft, galt ja in der ganzen Merkel-Zeit immer als Spinnerei, "wir sind Weltmeister" und Papst und alles, und keiner kann uns was, und die S├╝dl├Ąnder m├╝ssen nur so flei├čig und sparsam werden wie wir usw usw usw. — Mir graut vor den S├╝ndenbockgeschichten, die jetzt an den Haaren herbeigezogen werden m├╝ssen, um keine Fehler einsehen zu m├╝ssen… "An energy crisis caused by Russia, slowing Chinese growth, supply-chain blockages and an aging workforce are ending the decadeslong reign of GermanyÔÇÖs export-focused manufacturing." via twitter.com/Tim_Roehn

zul. bearbeitet 2022-07-28 22:08:34

08.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

#bauernprotest #boerenprotest #nofarmersnofood #protestadegliagricoltori #rolnicyprotestuj─ů #protestasdecampesinos #bondeprotest

zul. bearbeitet 2022-07-08 10:04:26

06.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

Ich habe zum Gl├╝ck kein so Dings.

zul. bearbeitet 2022-07-06 17:46:54

06.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

Den Kommentar #5 von Wolf Larsen unterschreibe ich. So war das damals, und ich hab das russische Gas, mit dem wir heizen und kochen, nie als etwas anderes gesehen als einen gro├čen Fortschritt gegen├╝ber der Verteufelung Ru├člands vor der neuen Ostpolitik.

zul. bearbeitet 2022-07-06 16:58:22

05.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wenn das stimmt, wird doch hoffentlich bald die unter der Gasknappheit leidende deutsche Industrie die Bundesregierung sowas von verklagen und zwingen, endlich f├╝r die Bed├╝rfnisse des eigenen Landes statt irgendwelche Ideologien zu arbeiten.

zul. bearbeitet 2022-07-05 13:58:12

01.07.2022, Kategorie: Gesellschaft

Man wei├č echt nicht, wegen was man am meisten #lauterbachmussweg fordern mu├č, wegen der gigantischen Geldverschwendung, der horrenden wirtschaftlichen Sch├Ąden oder der auf lange Jahre unkittbaren sozialen Ruinierung durch seine blo├č zur F├Ârderung der Impfbereitschaft gesch├╝rten Panik und Volksverhetzung gegen Kritiker und Selbstdenker.

zul. bearbeitet 2022-07-01 20:04:22

17.06.2022, Kategorie: Gesellschaft

Der Lauterbach als Gesundheitsminister hat einen einzigen Vorteil, und zwar f├╝r Olaf Scholz: da├č sie die eigentliche gro├če Politik vor dem Zorn der Bev├Âlkerung abschirmt. Und deswegen wird der ihn nie entlassen, auch wenn er noch so viel Schaden anrichtet und noch so oft sein R├╝cktritt gefordert wird. Sonst st├╝nde er selbst ja voll im Rampenlicht!

zul. bearbeitet 2022-06-17 12:22:34

15.06.2022, Kategorie: Gesellschaft

├ťberf├╝llte Z├╝ge, ├╝berf├╝llte Z├╝ge, ├╝berf├╝llte Z├╝ge. Aber nicht ein Zeitungsartikel ├╝ber die sch├Ânen Erlebnisse der Leute, die endlich mal nach Herzenslust fortfahren k├Ânnen, weil es fast nix kostet! Was h├Ątten die heutigen Zeitungs-Miesepeter damals ├╝ber Interrail geschrieben, man mag es sich gar nicht vorstellen. Am besten, man schafft den ├ľPNV ab, dann braucht niemand von den feinen Leuten mit dem schlecht parf├╝mierten niederen Volk zusammengedr├Ąngt im Waggon zu hocken sondern jeder kann mit seinem eigenen klimatisierten Benz auf der Stra├če im Stau stehen. P.S.: Hatte am Samstag einen lieben Kunden, radelnden Pflanzenliebhaber aus Frankfurt, so voll kann der Regionalzug also nicht gewesen sein, wenn jemand mit Fahrrad und Rosen aufm Gep├Ącktr├Ąger hineinpa├čte.

zul. bearbeitet 2022-06-15 09:22:38

22.05.2022, Kategorie: Gesellschaft

Selbst jetzt noch, bei Sonnenschein und bis an die 30 Grad, sehe ich einzelne kleine Kinder so etwa im Grundschulalter au├čer mit ├╝berschweren Schulranzen mit teils sogar FFP2-Masken vorm Gesicht unsere Stra├če lang vom Bus nach hause torkeln. Was sind das f├╝r Eltern und/oder Lehrer, die Kinder so qu├Ąlen? Warum sind nicht alle so "vern├╝nftigen" Medien voll von Warnungen vor solchem Irrsinn?

zul. bearbeitet 2022-05-22 19:42:05

17.05.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wo man sich mal mit jemand Fremdem l├Ąnger unterh├Ąlt, also arbeitenden Menschen im normalen Leben, im Taxi, beim Friseur ... - ├ťbereinstimmung. Sowie man die Zeitung aufschl├Ągt, Fernseher oder Radio anmacht oder gar Twitter liest - das Gef├╝hl, da├č alle verr├╝ckt geworden sind.

zul. bearbeitet 2022-05-17 15:36:51

07.05.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wir haben in K├Âln am Gymnasium Schaurtestra├če schon Anfang der 1970er Jahre Russisch als 3. Fremdsprache lernen k├Ânnen (zeitweise sogar bei Gast-Lehrern aus der leibhaftigen Sowjetunion), da haben die gr├╝nschnabeligen Waffenlogiker, die jetzt den Ton angeben, einschlie├čl. ihrer Idole Melnyk und Selenski noch (nicht mal) mit der Rassel unterm Weihnachtsbaum gesessen. Russenha├č gabs damals auch, aber bei ├╝briggebliebenen, verbitterten alten Kriegern, vielleicht Euren (Ur-)gro├čv├Ątern, habt Ihr deren Geschichten vom Krieg so unkritisch zugeh├Ârt?

Um 14 Stunden am Tag f├╝r'n Hungerlohn zu arbeiten brauchste nicht nach Ru├čland, Spargelstecher, Schlachthofarbeiter oder Altenpfleger kommen daf├╝r aus dem ehem. Ostblock nach Deutschland.

zul. bearbeitet 2022-05-07 08:06:46

29.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Halte sonst nichts mehr von Online-Aktivismus oder Petitionen und war noch nie ein Fan von Emma, aber seit meiner M├╝nchner Studentenzeit ein solcherner von Gerhard Polt, der Bierm├Âsl-Blosn und anderen g'scheiten Leut, die diese Petition mit erstunterzeichnet haben, und so hab ich gleich auch unterschrieben und empfehle sie allen w├Ąrmstens. P.S. 1.5.: "Aus der Zeit gefallen" trifft es wirklich gut, genau so f├╝hlt man sich in diesem abgemerkelten, durchgedrosteten, b├Ąrbockigen, von einem Dauergrinser bekanzlerten Land. Und hat keinerlei Ambitionen, wieder da reinzuklettern in diese Zeit, aus der man gl├╝cklicherweise herausgefallen ist. P.S. 2.5. Nicht nur gescheite Leute von fr├╝her, auch aus der j├╝ngsten Corona-Vergangenheit haben unterschrieben, wie ich lese: Ulrike Guerot, Tom Bohn ... die Gesamtzahl geht nun auf die 200K zu, und wie mir scheint, flattern die Unterschriften immer schneller herein.

zul. bearbeitet 2022-04-29 22:34:19

26.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Biden, GroKo/Ampel, Macron - hat eine Regierung es erst mal geschafft, da├č ihre Opposition rechts ist, kann sie praktisch nicht mehr abgew├Ąhlt werden wie sehr sie auch die W├Ąhler ver├Ąrgert. Das war es also, was die Seeheimer SPD mit "wir m├╝ssen staatspolitische Verantwortung ├╝bernehmen" meinte, als sie unbedingt in die GroKo wollte, die AfD als gr├Â├čte (aber ewige) Opposition war gar nicht das in Kauf genommene ├ťbel sondern das Endziel.

zul. bearbeitet 2022-04-26 07:39:34

12.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Ich wollte noch nie in die Ukraine reisen.

zul. bearbeitet 2022-04-12 19:51:30

11.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Es gibt einfach viel zu viele solche Berater, Politikberater, Medienberater, Kommunikationsberater, Stilberater, ... W├╝rde jeder das, wof├╝r er zust├Ąndig ist, selbst machen, die Worte des Mitgef├╝hls, das Wording am Morgen nach der Flut, ..., so wie wir normalen Leute alle unsere Sachen selbst machen, w├Ąre vielleicht alles ein bi├čchen kleinteiliger, aber ehrlich und ├╝berschaubar. Aber dann m├╝├čten die ganzen Schlauberger, die jetzt Berater von jemand anderem sind, selbst etwas machen, ob die das ├╝berhaupt hinbek├Ąmen?

zul. bearbeitet 2022-04-11 17:48:57

07.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Wenigstens f├╝r den allergr├Â├čten Quatsch haben sie keine Mehrheit zusammenbekommen.

zul. bearbeitet 2022-04-07 15:33:25

06.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

In dieser Zeit, die Albrecht M├╝ller auf den Nachdenkseiten beschreibt, bin ich zur Schule gegangen. Unser Gymnasium, geleitet von einem CDU-Stadtrat und Ritter des Malteserordens, f├╝hrte als eines der ersten in NRW Russisch als 3. Fremdsprache ein, und wir bekamen Austauschlehrer aus der leibhaftigen Sowjetunion. Genug aus der Nazizeit ├╝briggebliebene Russenhasser schrieen auch damals entsetzt Zeter und Mordio (mein Vater, der im Krieg dort gewesen war, nicht!), und die Standard-Gewissenspr├╝fungsfrage im Kriegsdienstverweigererverfahren war immer noch: "Mit Ihrer Freundin allein im Wald, pl├Âtzlich hinter einem Baum ein Russe, bleiben Sie da friedlich?" Als wir schlie├člich Gas aus Ru├čland bekamen, glaubten wir, nun w├Ąre der Friede durch gegenseitige wirtschaftliche Abh├Ąngigkeit auf ewig gesichert. Genau, was Gr├╝ne und andere Gr├╝nschn├Ąbel jetzt alles besser wissen. Jetzt freue ich mich schon auf die heutige Abendmusik-├ťbertragung aus Sankt Petersburg im Internet, aber pssst, nicht da├č es noch gesperrt wird wie RT.

zul. bearbeitet 2022-04-06 19:33:42

01.04.2022, Kategorie: Gesellschaft

Hach, morgen endlich wieder mit dem Bus zum Einkaufen auf den Markt, und dann hab ich auch besser Zeit und kann vielleicht mal zum Karstadt reingucken. Und die Herd und Heizung funktionieren auch noch dank Gas aus Ru├čland. Wenn mir jemand vor drei Jahren prophezeit h├Ątte, wor├╝ber ich heute froh und dankbar bin, h├Ątt ich dem nen Vogel gezeigt.

zul. bearbeitet 2022-04-01 19:20:43

15.03.2022, Kategorie: Gesellschaft

So denkt sich Lauterbach das wohl mit dem "st├Ąndigen Ausnahmezustand": am Dienstag abend in den Nachrichten lesen, da├č du n├Ąchste Woche doch noch nicht wieder Bus fahren darfst, nur zu Fu├č oder mit dem Taxi in die Stadt oder zum Baumarkt kommst, keine Pakete wegbringen kannst und was da alles dranh├Ąngt. Danke Hessen @kai_klose

zul. bearbeitet 2022-03-15 20:04:22

10.03.2022, Kategorie: Gesellschaft

Was meint der @janoschdahmen wohl mit "Einkaufsgedr├Ąnge"? Wenn amazon.de wegen ├ťberlastung in die Knie geht? Oder wenn Paketautos die Wohnstra├čen und schwerbepackte Paketboten im Laufschritt die B├╝rgersteige verstopfen?

zul. bearbeitet 2022-03-10 07:14:31

19.02.2022, Kategorie: Gesellschaft

Dieser Kommentar unter einem Artikel von Susanne Gaschke in der Welt spricht mir aus der Seele:

... und in diesem Fall hat es mich von Beginn an besonders verst├Ârt, wie viele Menschen all das haben ├╝ber sich ergehen lassen, was ihnen zugemutet wurde. Die Sch├Ąden daraus sind l├Ąngst un├╝bersehbar, wirtschaftliche, medizinische, soziale, vor allem aber menschliche! Ich bin selber an ├Âffentlich zentraler Stelle, also "systemrelevant" t├Ątig, wie man es zeitweise nannte und zudem in Kultur und Sport ehrenamtlich t├Ątig. In diesen Bereichen sind fast ohne Widerspruch Ma├čnahmen, wie etwa "2G", die Menschen die Teilhabe an Sport und Kultur verwehren, von Menschen gebilligt worden, die ihrem Selbstverst├Ąndnis nach eigentlich f├╝r Menschen da sind. Sport und Kultur dienen der gesellschaftlichen Gesundheit aber Protest gegen bisweilen absurde Ma├čnahmen, die diese Gesundheit gef├Ąhrden, gab es entweder nicht oder durfte es schlicht nicht geben. Gesunder Menschenverstand gegen├╝ber pathologischer ├ťberforderung eines vom F├╝rsorgewahnsinn getriebenen Staates? Leider Fehlanzeige, den gab es nicht, nirgends! Und alle anderen sind Schwurbler, Querdenker, Rechte oder schlicht nur Idioten. Da sind Risse entstanden, die nicht mehr zu reparieren gehen, es ist Vertrauen verspielt worden, das nie mehr hergestellt werden kann. Auch meines nicht mehr, nicht in den Staat und auch nicht in diese offenbar zu gro├čen Teilen abgestumpfte Zivilgesellschaft. Mein Ehrenamt ruht derweil...

zul. bearbeitet 2022-02-19 19:07:20

24.12.2021, Kategorie: Gesellschaft

Hatte mich seit Tagen ge├Ąrgert ├╝ber die Kirchengemeinden hier, die, obwohl nicht zwingend vorgeschrieben, 3G-, wenn nicht gar 2G-Gottesdienste halten, "weil sich die meist ├Ąlteren Kirchg├Ąnger dmit vielleicht sicherer f├╝hlen", f├╝hlen ist das richtige Wort, denn Viren ├╝bertragen tun die Geimpften auch, das wird nur seltener gesagt. Geh├Âre zwar in keiner Gemeinde zu den inneren Zirkeln, aber bin deswegen wei├č Gott kein Nur-an-Weihnachten-Kirchg├Ąnger, ging immer wieder gern in die Marktkirche, Pfarrer Fromme oder hin und wieder Propst Albrecht zuh├Âren, kam da manches Mal auf sonst nirgends erh├Ąltliche gute Gedanken, und beim Abendmahl im Kreis um den Altar zu neuem Mut, denn da waren ja Leute aus dieser Stadt mit gemeinsamem Glauben, hatte nur die letzten zwei Jahre sonntags vormittags familienbedingt wenig Zeit. Nun bin ich also nicht mehr willkommen; mir vorher in irgendeinem Zelt oder Container in der Nase bohren lassen, geht mir gegen den Strich, entweder jeder S├╝ndige ist willkommen, wie er ist (so war oft gepredigt worden), oder eben doch nur die zwei Drittel. F├╝r uns Auss├Ątzige gibts zwar dankenswerterweise Online-Gottesdienste, aber wer richtet einen wieder auf, wenn dort statt der befreienden Botschaft vom Reich Gottes auch nur m.o.w. die gnadenlosen Direktiven der Gesundheits├Ąmter, getarnt als "Solidarit├Ąt" gepredigt werden: Kommt her zu mir, M├╝selige und Beladene, aber la├čt euch vorher impfen, denn nur wer BionTech in sein Herz l├Ą├čt, wird das Leben gewinnen (oder verlieren, aber dann aus Solidarit├Ąt), sagt "die Wissenschaft".

Aber nun fehlte noch was im K├╝hlschrank, und ich bin schnell nochmal zum REWE geflitzt, und siehe da, zwei etwas erntferntere Nachbarn, die mich und die ich noch nie gegr├╝├čt hatte, l├Ąchelten mir zu und gr├╝├čten freundlich und ich genauso zur├╝ck. Vielleicht sollte mir das ja etwas sagen … Die Engel verk├╝ndeten die Botschaft vom Reich Gottes Spargelstechern auf den Feldern, nicht den geschlossenen Gesellschaften in den Herbergen, wo kein Platz war f├╝r eine hergelaufene, unverheiratete Schwangere und einen Zimmermann.

Jedenfalls ist mein Ärger verflogen, ich wünsche allen Frohe Weihnachten! :-)

zul. bearbeitet 2021-12-24 13:12:51

17.12.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ein Journalist, @Tim_Roehn, hat die Zahlen nicht geglaubt sondern nachgepr├╝ft. EINER. Die anderen sind zufrieden damit, ├╝ber Kimmich zu tratschen, alle "Querdenker" zu verdammen, Gastronomen, K├╝nstler und Einzelh├Ąndler, die "durchhalten" wollen und Impfwillige, die f├╝r den "Pieks" Schlange stehen, als Vorbilder zu zeichnen.

zul. bearbeitet 2021-12-17 22:25:42

07.12.2021, Kategorie: Gesellschaft

ÔÇ×Es ist nichts los. Auch bei uns ist das Gesch├Ąft verhalten. Mir geht die Situation sehr nah, und ich frage mich, wie es weitergehen soll.ÔÇť Was die 2G-Regel f├╝r Wiesbadener Einzelh├Ąndler bedeutet

zul. bearbeitet 2021-12-07 21:45:04

04.12.2021, Kategorie: Gesellschaft

Seit ich nicht mehr Bus fahren darf, weil ich nur gesund bin, gehe ich samstags zu Fu├č auf den Markt in der Stadt zum Einkaufen und habe mir f├╝r den Nachhauseweg jetzt zweimal ein Taxi geg├Ânnt. Jedesmal Fahrer ungef├Ąhr in meinem Alter und gute Gespr├Ąche ├╝ber die ganze Lage, das gibt Mut, nicht wie Zeitung oder Twitter lesen. Und nun denke ich fast, da├č die Zeitungen grad deswegen t├Ąglich die Ungeimpften verteufeln und Umfrageergebnisse melden, nach denen niemand Verst├Ąndnis f├╝r Ungeimpfte habe, weil normale Leute mit Herz in Wirklichkeit sehr viel Verst├Ąndnis, Respekt, Sympathie f├╝r uns haben und diese Medienleute mit Haltung das geh├Ârig wurmt. Vielleicht ist die Spaltung der Gesellschaft ja auch eher eine Ab-Spaltung einiger vom Gros der Gesellschaft, auf die sie herabsehen.

zul. bearbeitet 2021-12-04 13:05:16

29.10.2021, Kategorie: Gesellschaft

Der Wiinter kommt. Gaslager sind nicht voll, weil die Gaskonzerne sich verspekuliert haben, Krankenhausbetten wurden abgebaut, -personal wanderte ab, weil -konzerne nur absahnen, und niemand von der Politik traut sich, die auch nur scheel anzuschauen, aber normalen Leuten irre Vorschriften machen bis hin zu Existenzen ruinieren, das k├Ânn'se.

zul. bearbeitet 2021-10-29 18:40:59

20.10.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ein Minister einer abgew├Ąhlten Regierung schreibt den Parteien der kommenden Koalition einen Brie mit Ratschl├Ągen zur k├╝nftigen Politik, gabs das vor dem Corona-Wahnsinn jemals?

zul. bearbeitet 2021-10-20 18:46:32

12.09.2021, Kategorie: Gesellschaft

Allein von der Vorstellung, dieser Lauterbach k├Ânnte in ein paar Wochen Gesundheitsminister sein, kriege ich Atemnot und Keuchhusten.

zul. bearbeitet 2021-09-12 19:36:45

04.09.2021, Kategorie: Gesellschaft

Finden in letzter Zeit immer wieder mehrere Seiten voller Todesanzeigen in der Zeitung. Als Lockdown und gro├če Angst herrschten, im vorigen Winter, waren es kaum je mal ne Handvoll pro Tag. Vieles, das man nicht versteht.

zul. bearbeitet 2021-09-04 22:36:46

04.09.2021, Kategorie: Gesellschaft

Am Mauritiusplatz heute mittag recht lang und angenehm mit einem recht vern├╝nftigen jungen FDP-Wahlk├Ąmpfer diskutiert. Zum ersten Mal in meinem Leben! ^^ Meint, es k├Ąme Jamaika mit geschw├Ąchter CDU, vielleicht k├Ânnte man damit sogar irgendwie leben? ^^

zul. bearbeitet 2021-09-04 22:21:45

04.09.2021, Kategorie: Gesellschaft

Drau├čen noch Sommer, in den Nachrichten sind Drosten und Lauterbach schon zur├╝ckgekehrt, um uns durch den Winter zu begleiten. *grusel

zul. bearbeitet 2021-09-04 20:02:59

02.09.2021, Kategorie: Gesellschaft

Oh, vielleicht sollte man doch w├Ąhlen, und zwar die ├ľDP. [update:] Und siehe da, der Wahlomat gibt mir recht ^^: ├ľDP 78,6; gefolgt von DKP, DiB, Linke, Basis alle ├╝ber 70%, SPD 63,3 (aber der Scholz h├Ąlt sich eh an kein Wahlprogramm), Freie W├Ąhler 54,1, AfD, FDP 38,7. Seltsam nur, da├č "die Ma├čnahmen" gar nicht in den Fragen vorkamen.

zul. bearbeitet 2021-09-02 12:06:09

17.08.2021, Kategorie: Gesellschaft

In der gro├čen berechtigten Emp├Ârung ├╝ber die Schande von Kabul nicht vergessen, da├č denen in Berlin nicht nur die Afghanen, die mit der Bundeswehr zusammengearbeitet haben, egal sind, sondern alle. Sowie die ihre Sch├Ąfchen im Trockenen haben, machen sie keinen Finger krumm f├╝r irgend jemanden in Not. Hoffentlich spricht sich das vor der Wahl noch rum. Den Staat als Besch├╝tzer der Schwachen, der "Witwen und Waisen", mags fr├╝her hier und da gegeben haben, heutige Politiker sind so modern, da├č sie je mehr sie ├╝ber Moral schwafeln, desto weniger sich dran halten.

zul. bearbeitet 2021-08-17 19:03:31

02.08.2021, Kategorie: Gesellschaft

Las gerade: "Laschet geht unter in seiner Nettigkeit", und denke mir: Seid doch froh, wenn wenigstens mal wieder ein netterer kommt als die ewige Merkel mit den h├Ąngenden Mundwinkeln. Bewirken werden die eh alle nichts, dann ist mir ein einigerma├čen netter Rheinl├Ąnder doch lieber als der falsche Bayer oder der k├╝hle Scholz mit seinem aufgesetzten Grinsen, von der gr├╝nen Dame ganz zu schweigen.

zul. bearbeitet 2021-08-02 17:46:23

29.07.2021, Kategorie: Gesellschaft

Na ja, als Kriegsdienstverweigerer wurde man ja auch beschimpft, "Dr├╝ckeberger", "Fr├╝her w├Ąrt ihr alle an die Wand gestellt worden", jetzt ist man halt unsolidarisch und so weiter, weil man sich nicht impfen lassen will. Denke nicht, da├č ich was verpa├čt hab, weil Zivildienst statt Bundeswehr gemacht. F├╝r Restaurants hab ich eh kaum Geld, und wenns mich erwischt sterb ich lieber in Ruhe als mich mit so ner Beatmungsmaschine qu├Ąlen zu lassen. So viel zu "Leopoldina"-"Spitzenforscher" Falk. Wissenschaftler haben, scheint mir, auch fr├╝her, als sie noch nicht mit "Leopoldina"-Zugeh├Ârigkeit dekoriert waren, kl├╝gere Dinge gesagt. So, und jetzt geh ich weiter Rosen veredeln ...

zul. bearbeitet 2021-07-29 18:31:11

24.07.2021, Kategorie: Gesellschaft

Beim Baden in der Ostsee kann man auch krank werden, Flutkatastrophenhelfer k├Ânnen gef├Ąhrliche Coronaleugner sein, die sich nur verstellt haben, in Berlin waren viele Menschen und manche ohne Maske (Quelle: Welt) — da genie├čt man doch lieber uninformiert wie die V├Âgel des Himmels und die Lilien auf dem Felde den sch├Ânen Sommersonnensamstagnachmittag, den der liebe Gott f├╝r uns gemacht hat, als in die Zeitung zu schauen, wo immer nur tr├╝be Aussichten sind.^^ P.S.: Aber wenn, dann eben doch die "Welt", glaube kaum, da├č andere sowas schreiben, Springer hin oder her, so ist es halt nun gekommen.

zul. bearbeitet 2021-07-24 18:50:16

19.07.2021, Kategorie: Gesellschaft

Vorher nicht auf Warnungen h├Âren (EFAS). Hinterher umso radikaler alles blind kaputtschlagen, um zu beweisen, da├č man was tut (Corona-Lockdowns). WOf├╝r genau braucht man eigentlich so eine Regierung?

zul. bearbeitet 2021-07-19 12:41:35

15.07.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Heimat bewahren, Klima gestalten und Wohlstand sichern" sagt S├Âder. "Klima gestalten" - das m├╝ssen die Leute doch merken, was das f├╝r ein hohles Geschw├Ątz ist, oder?! Genau wie sie "den Virus besiegen" wollen. Wie kann man so dumm daherreden? Als wenn wir das in der Hand h├Ątten. Meine Mutter, die hn erlebt hat, sagte dazu nur lapidar: "So h├Ątt der Hitler auch geredet."

zul. bearbeitet 2021-07-15 18:15:11

18.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

So so, ich hatte das ja, ehrlich gesagt, nicht mehr so genau in Erinnerung mit der Schweinegrippe, der arte-Film hat sie aber nun wieder wachgerufen, und jetzt ist mir auch klar, was mir die Corona-Aufregung die ganze Zeit irgendwie seltsam hat vorkommen lassen.

zul. bearbeitet 2021-06-18 22:12:28

04.06.2021, Kategorie: Gesellschaft

Endlich um kurz nach zehn Uhr abends ist das Gewitter da, und es sch├╝ttet wie aus K├╝beln. Und keine Ausgangssperre sch├╝tzt uns mehr davor, drau├čen na├č zu werden und dann krank und lang dahinzusiechen oder gar augenblicklich von einem Blitz erschlagen zu werden. Wir wollten ja unbedingt die Freiheit zur├╝ck haben ... ^_^

zul. bearbeitet 2021-06-04 22:17:57

26.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Nach l├Ąngerer Zeit (Schlangestehen, Einkaufswagenged├Âns und die Durchsagen "Bitte tragt bei eurem Einkauf eine M." sind mir zuwider und ich gehe nur noch notfalls hin) wieder mal kurz beim REWE drin gewesen - gab da schon immer Leute, die jedes Futter-P├Ąckchen erst kritisch aufs Ablaufdatum hin untersuchen. Das sind, m├Âcht ich wetten, die Vorl├Ąufer der jetzigen Coronama├čnahmen-Fans: immer mi├čtrauisch, da├č ihnen jemand an die Gesundheit will. Nach Tschernobyl waren das die, die ihre Gartenerde nur noch mit Handschuhen angefa├čt und alles Selbstgezogene weggeschmissen und sich von Dosengem├╝se ern├Ąhrt haben.

zul. bearbeitet 2021-05-26 17:54:11

22.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ganz Europa lebt sein normales Leben, wir in D starren immer noch auf die vermaledeiten Inzidenzwerte, weil unsere Twitterer nichts mehr hassen als normales Leben und f├╝rchterlich herumkrakeelen, wenn Leute auch nur Masken abnehmen k├Ânnten und unsere Bundespolitiker auf einmal auf diese Schreih├Ąlse h├Âren (da├č sie sie f├╝r ihre Dienste bezahlen, wollen wir ihnen mal noch nicht gleich unterstellen). Und wir in Wiesbaden sind wohl am besten dran: hier sinkt die Inzidenz nicht mal sondern steigt zuweilen sogar. Unsere Gesch├Ąftsinhaber und Gastwirte sind wohl noch nicht pleite genug f├╝r die post coronam anvisierte neue Stadt-Gestaltung, unser anspruchsvolles Publikum noch nicht amazon- und Lieferando-abh├Ąngig genug? Ach, liebe Leut', ist es nicht zum Haareraufen?!

zul. bearbeitet 2021-05-22 18:45:40

21.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Abends noch schnell zum Einkaufen in die Stadt zum Karstadt gefahren, weil hier vorm Rewe Schlangen standen, und in der Fu├čg├Ąngerzone zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Leute ohne Masken gesehen, juhu!

zul. bearbeitet 2021-05-21 19:39:14

17.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wie gut, da├č ich rechtzeitig mit Twittern aufgeh├Ârt habe! Wollte ich da "auf der richtigen Seite stehen", m├╝├čte ich mich so verrenken, da├č ich es vor Kreuzschmerzen noch nicht mal mehr im Liegen aushalten k├Ânnte. Schauspieler m├╝├čte ich verachten, Berichte in der "Welt" d├╝rfte ich, auch wenn sie, wie die ├╝ber #divigate noch so erhellend sind, nicht lesen, ohne "#haltdiefressespringerpresse" zu rufen, sonst w├Ąre ich ja ein "Coronaleugner", und wer wei├č, ob ich mich mit meinen Pflanzen ├╝ber das k├╝hle und feuchte Wetter freuen d├╝rfte, ohne mich der "Klimawandelleugnung" verd├Ąchtig zu machen. Da├č es mal reichte, gegen Bahnhofsabrisse, Handelsabkommen, ├ťberwachung oder Hartz4 zu sein, um sich mit vielen im Netz gut zu verstehen und nett zu unterhalten, lang ist's her. Was solls, dieses Netz, die Medien, die sogenannte "Debatte" ist ein Nichts, das Leben geht auf dem Feld, im Garten, in Keller und K├╝che vor sich, und es gibt so viel zu tun bei diesem gesegneten Wachs-Wetter, wann hatten wir zuletzt ein Fr├╝hjahr mit so viel Mai-Regen!

zul. bearbeitet 2021-05-17 18:15:33

10.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Die dritte Welle ist gebrochen" lesen und denken: "Hoffentlich vergessen sie jetzt nicht, alles wieder aufzumachen, was sie zugemacht haben. S├Âder hat anscheinend schon Andeutungen gemacht ...

zul. bearbeitet 2021-05-10 12:34:20

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ob man es nun "l├╝gt" nennt oder anders, f├╝r jemand, dessen ├äu├čerungen in derart hoher Frequenz derart weit verbreitet wurden, hat Lauterbach ganz sch├Ân oft ganz sch├Ân weit daneben gelegen, siehe zB die Zusammenstellung von @team_reality heute auf Twitter. Aber gut, er hat ja damals unter Ulla Schmidt das Gesundheitswesen auf den Kurs gebracht, auf dem es jetzt allzu leicht "am Limit" landet, schon verst├Ąndlich, da├č man da nerv├Âs ist.

zul. bearbeitet 2021-05-07 19:27:55

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Meine G├╝te, REWE, wenn ihr schon extra nen Wachmann an'n Eingang gestellt habt, der keinen ohne Maske und Enkaufswagen reinl├Ą├čt, wozu dann alle Naslang noch dieses nervige "Liebe Kunden! Bitte tragt bei eurem Einkauf eine Maske ..."-Ges├Ąusel aus allen Lautsprechern? Ihr treibts noch so weit, da├č man zum maskierten Gesicht und der dadurch beschlagenen Brille auch noch die Ohren zustopfen mu├č, nur um in Ruhe was zum essen einzukaufen.

zul. bearbeitet 2021-05-07 19:08:26

07.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wenn doch nur mal weniger Leute Corona-Tests machen w├╝rden in Wiesbaden, damit die Inzidenz unter die Grenze fallen w├╝rde, wo Gesch├Ąfte wenigstens f├╝r Termine f├╝r Getestete ├Âffnen k├Ânnten, ich w├╝rd mir so gern mal ne neue Jeans kaufen, jetzt wo auch meine gute 1 Loch am Knie hat, und beim Karstadt gibts (korrigiere: g├Ąbs) laut immer noch (obwohl er zu hat) w├Âchentlich in der Zeitung liegenden Prospekten sogar Sonderangebote, dann m├╝├čte ich halt vorher auch mal nen Test machen, hoffentlich w├Ąr er nicht zuf├Ąllig falsch positiv, sonst m├╝├čte ich in Quarant├Ąne und k├Ânnte mir nicht mal mehr was zu essen kaufen und w├Ąre auch noch mit dran schuld, da├č die Inzidenz wieder stiege, so da├č wieder alle zu machen m├╝├čten. #konjunktiv #optativ #irrealis #kafka #absurdistan "Zum Gl├╝ck" haben Theater, Restaurants und alle Orte, wo ich mit l├Âchrigen Jeans nicht hin m├Âchte, eh auch zu, und den Raben aufm Feld ist es egal, wie ich rumlaufe. #coronasarksmus

zul. bearbeitet 2021-05-07 07:46:10

04.05.2021, Kategorie: Gesellschaft

Geimpft, genesen, getestet - mich hat der liebe Gott (aus Gnaden wohl und nicht wegen des Verdiensts, die Maske ertragen zu haben) nur einfach bisher gesund bleiben lassen, und das hei├čt, wenn es so weitergeht, dann wohl, sich nen langen Zopf wachsen lassen, jeden Tag selbst kochen, ein Schaf halten und sich in Wolle kleiden, den V├Âgeln zuh├Âren oder sich selbst Musik machen ... Schade, ich h├Ątte gern das wenige, was ich f├╝r meine Arbeit einnehme, f├╝r die Kunst und Arbeit von mir gesch├Ątzter MusikerInnen, K├ÂchInnen, KellnerInnen, Karstadt-Angestellten, N├ĄherInnen, FriseurInnen ausgegeben, aber wenne es nicht sein darf ...

zul. bearbeitet 2021-05-04 09:45:40

27.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Davon abgesehen, m├╝├čte man ja auch mal die Gesch├Ąfte, Restaurants, Theater und Museen etc fragen, ob sie mit einem auf Geimpfte, Genesene und Getestete reduzierten Kunden-, G├Ąste- bzw. Besucher-Stamm ├╝berhaupt rentabel wirtschaften k├Ânnen. Vermutlich doch wohl nicht. @ulrikeguerot: "Heute Presseschau ÔüŽ@DLF Ôüę geh├Ârt: es geht NUR noch um ÔÇ×Rechte f├╝r Geimpfte.ÔÇť Alle anderen w├Ąren de facto ÔÇ×entrechtetÔÇť und bek├Ąmen nur noch eine ÔÇ×GrundversorgungÔÇť: Supermarkt etc. Ich hoffe, allen ist klar, dass eine Demokratie das nicht aushalten kann"

zul. bearbeitet 2021-04-27 19:41:17

25.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

und immer wieder die zwei Welten RL und Social Media: unter Nachbarn gibts Impf-Skeptiker und gl├╝cklich Geimpfte, alle, obleich genervt vom Dauerlockdown, friedlich miteinander vor sich hinlebend - auf Twitter Morddrohungen und so weiter. Und weil ich ihn grad zuf├Ąllig wieder dort geifern sah: der Kachelmann war meiner Erinnerung nach vor geraumer Zeit einer der ersten, der diesen vernichtenden Ton gegen├╝ber allen, die anderer Meinung als er zum Durchzug, zum Holzfeuer etc waren, auf Twitter eingef├╝hrt hat und seine J├╝nger um sich scharte, wie sp├Ąter Drosten.

zul. bearbeitet 2021-04-25 21:51:57

23.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Leute gehen auch wieder in Gruppen und sichtlich zum Vergn├╝gen drau├čen herum, essen Mitnehm-Essen direkt auf der Stra├če vor dem Verkaufsschalter, kaufen Rosen ... - es wirkt, als lie├če die Angststarre endlich nach. Lauterbachs Twitter-J├╝nger sch├Ąumen, sind aber eine Minderheit. @KilezMore: Reaktionen zur Aktion #allesdichtmachen: 405.507 Daumen hoch = 93,79% 26.856 Daumen runter = 6,21% An alle Kulturschaffenden, die gerade einen medialen #Shitstorm erleiden: Die Menschen sind auf eurer Seite! Lasst euch nicht einsch├╝chtern - die Mehrheit des Publikums dankt es euch! @Team_Reality: "Deutschland im Herbst, obwohl Fr├╝hling ist. 53 Schauspieler halten den Panikern den Spiegel vor und zeigen ihren Hass auf Abweichler, ihre Doppelmoral, ihre Verachtung von Kultur. Wie reagieren die Kritisierten? Mehr Hass, mehr Doppelmoral, mehr Verachtung. #allesdichtmachen"

zul. bearbeitet 2021-04-23 20:40:18

23.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfuerimmer Die giftigen Reaktionen auf Twitter sind der Beweis, da├č allesdichtmachen.de das H├╝hnerauge pr├Ązise getroffen hat. Warum nicht schon l├Ąngst! Endlich Stimmen, die wirklich was zu sagen haben, Witz, Geist, man atmet erfrischt auf und merkt auf einmal, auf was f├╝r eine schale Kost wir die ganze Zeit gesetzt waren mit dem geheucheltem Alarmismus des SPD-Gesundheits├Âkonomen und den tr├╝ben Orakeln aus dem Emsland.

zul. bearbeitet 2021-04-23 07:35:10

22.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

*So* sch├Ânes Wetter, und Austrieb und Wachstum und erste Knospen, Kundschaft zum Gl├╝ck auch und Einnahmen, dann gleich auch wieder neue Pflanzideen beim Gang durch den Garten ... hab gar keine Zeit, an Corona zu denken. ^_^ Aber an die, die die verr├╝ckten Politiker nicht ├Âffnen und nicht arbeiten und nicht auftreten lassen, denke ich schon die ganze Zeit! Wenn man nur zusammen was dagegen machen k├Ânnte ... den Klagen dagegen sind nat├╝rlich alle Daumen gedr├╝ckt.

zul. bearbeitet 2021-04-22 18:34:49

21.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

@Panthea2019: "W├Ąhrend nahezu alle unsere europ├Ąischen Nachbarn konkrete ├ľffnungspl├Ąne vorweisen k├Ânnen, bringt diese Regierung ein verfassungswidriges Gesetz durch den Bundestag, welches quasi einen Endloslockdown erm├Âglicht. #Infektionsschutzgesetz"

zul. bearbeitet 2021-04-21 18:24:37

19.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wieler sieht es also nun doch ein; Lauterbach ist wirklich der Schw├Ątzer, als der er mir die ganze Zeit vorgekommen ist; Angelas Thronerbin hei├čt Annalena, ein paar Linke sind doch noch bei Verstand; und ich bin fast fertig mit der Fr├╝hjahrsarbeit an den Verkaufspflanzen, nur morgen und ├╝bermorgen noch die Kletterer und Rambler, dann sind alle ged├╝ngt, geputzt und geschnitten, und diese leichten Regenschauer wie der vorhin sind wahres *Gold* f├╝r den Austrieb, das wird ein gutes Rosenjahr.

zul. bearbeitet 2021-04-19 20:56:51

19.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Da├č jemand der so viel ├Âffentlich verlautbart, kein seri├Âser Wissenschaftler sein kann, war ja bei k├╝hlem Kopf schon l├Ąngr klar - gut, da├č man es jetzt auch im Detail belegt findet. #lauterbach via @team_reality auf Twitter

zul. bearbeitet 2021-04-19 18:31:16

15.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

"F├╝r die laufende Woche sagte das ÔüŽ@rki_deÔüę vor einem Monat eine Inzidenz von 350 voraus, viele Medien ├╝bernahmen das Modell. Tats├Ąchlich wurde es nicht einmal die H├Ąlfte. Wie kam es zu der Fehlprognose? Eine Rekonstruktion von ÔüŽ@JoergFrÔüę https://www.welt.de/kultur/plus230297525/Corona-Was-von-der-dramatischen-RKI-Prognose-uebrig-blieb.html" @a_rosenfelder auf Twitter

zul. bearbeitet 2021-04-15 19:46:48

09.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Was ist mit Leuten passiert, die sich einbilden, ohne "die Wirtschaftsfuzzis" w├Ąre das Leben sch├Âner und die "blo├č nicht zur├╝ck zur Normalit├Ąt vor Corona" wollen? Essen die ausschlie├člich selbst erzeugte Lebensmittel, spinnen eigene Schafwolle usw oder bestellen sie nur alles bei amazon, rechnen das aber nicht zur "Wirtschaft"? Wie naiv kann man sein als Lockdown-Fanatiker?

zul. bearbeitet 2021-04-09 18:23:30

09.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Ich habe Roland Koch noch nie gemocht, aber jetzt stimme ich ihm von Herzen zu. Und wenn die Intensivbetten knapp werden, wer knausert denn seit ewig und drei Tag am Gesundheitswesen und wer vertreibt die PflegerInnen durch gesundheitsgef├Ąhrdende Arbeoitsbedingungen und schlechte L├Âhne aus dem Beruf? Wieso sollen daf├╝r jetzt K├╝nstler, Gastwirte, Einzelh├Ąndler mit Verlust ihrer Existenzen oder Arbeitspl├Ątze b├╝├čen? Warum werden die Gesundheitskonzerne nicht endlich enteignet? (Und mancher SPDler hat daran mitgewirkt, ob nicht der Lauterbach grad da von abzulenken versucht?)

zul. bearbeitet 2021-04-09 09:11:49

02.04.2021, Kategorie: Gesellschaft

Dankbar, zu Ostern nen eigenen Garten und sogar noch ein Rosenfeld zum friedlichen Drinherumspazieren zu haben und nicht vor Wasserwerfern und Polizeipferden davonrennen zu m├╝ssen. #gartengl├╝ck2021

zul. bearbeitet 2021-04-02 18:46:55

22.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Ma├čnahmen werden immer sinn- und r├╝cksichtsloser, die Hoffnung, da├č das irgendwann endet, schwindet dahin, die Schuld daran wird denen zugeschoben, die noch selbst denken, die Physikerin ist wirklich am Ende ihrer K├╝nste, aber sie will wenigstens noch das ganze Labor mit in die Luft jagen.

zul. bearbeitet 2021-03-22 10:49:29

17.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

Zum ersten Mal seit einem Vierteljahr durch die Stadt mit quasi offenen Gesch├Ąften gegangen, sogar beim Karstadt drin gewesen \o/ Jatzt fehlen nur noch die Caf├ęs und Restaurants und nat├╝rlich Konzerte, Theater und das ganze, und da├č man die bl├Âden Masken nicht mehr aufhaben mu├č und sich wieder anl├Ącheln kann.

zul. bearbeitet 2021-03-17 14:32:25

15.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

5 Uhr am Morgen danach: es ist noch dunkel, es regnet feste, die Zeitungen schreiben, da├č es f├╝r die CDU h├Âchste Zeit sei aufzuwachen, aber die Amseln singen fr├Âhlich wie immer.

zul. bearbeitet 2021-03-15 05:26:42

12.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

In einem weniger obrigkeitss├╝chtigen Land mit gesetzlich garantierter ├ľffentlichkeit aller Verwaltungsinterna und Journalisten, die sich nicht als Regierungsapologeten f├╝hlen, kann der ├ľR Rundfunk so einen n├╝chtern-sachlichen Bericht ├╝ber die regierungsinternen Diskussionen und Entscheidungen bringen, die vor einem Jahr zum Lockdown f├╝hrten, detailliert bis hin zu den SMS, die zwischen Beamten gewechselt wurden, ohne da├č es Whistleblower br├Ąuchte oder jemand Wissensl├╝cken mit Mutma├čungen f├╝llen m├╝├čte. #norwegen

zul. bearbeitet 2021-03-12 18:22:33

10.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

"werden wir in die n├Ąchste Welle rauschenÔÇť, warnte Brinkmann. ÔÇ×Und wir werden wieder schlie├čen m├╝ssen, weil uns die Intensivstationen volllaufen werden" #Virologen-Jargon: Menschen als Hochwasser

zul. bearbeitet 2021-03-10 14:15:38

01.03.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Merkel will keine ├ľffnungen vor dem 1. M├Ąrz" haben wir uns neulich noch erregt. Heute ist er, und wir zittern davor, was sie am Mittwoch wollen und nicht wollen wird. Geht es wirklich noch um das Virus, auch bei den irren "Verweilverboten" usw, oder wollen die einfach mal die Absurdit├Ąt des Systems vorf├╝hren, da├č man die B├╝rger unbegrenzt auf die Palme treiben kann und trotzdem im Herbst noch ein halbes Dutzend zur Wahl geht und CDU ankreuzt und das reicht als Wahlsieg?

zul. bearbeitet 2021-03-01 08:20:08

23.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Das Tragische ist: die CDU ruiniert, ohne mit der Wimper zu zucken, ihre eigenen treuesten W├Ąhler. Die haben immer Union gew├Ąhlt im Glauben, so blieben die Einkaufsstra├čen frei von Gammlern, Bettlern und anderen Schmuddellinken, es g├Ąbe viele verkaufsoffene Sonntage usw usw. Aber im fernen Berlin regiert eine eiskalte Physikerin ohne Sinn f├╝r Mode, Sch├Ânheit, Kunst, Kultur, Lebensfreude, daf├╝r mit einem gewissen Ehrgeiz, es mit China aufzunehmen. "Protestaktion und Klagewelle Hilferuf von Einzelh├Ąndlern wegen Corona-Lockdown", Hessenschau vom 23.2.21

zul. bearbeitet 2021-02-23 19:58:28

22.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Isses endlich bis in die Hauptstadtmedien durchgesickert, wie katastrophal drau├čen im Lande die Lage ist, da h├Ąngen sie schon wieder alle an den Lippen der Kanzlerin, wann sie uns denn wohl einige "Lockerungen" zu gew├Ąhren gn├Ądigst geruhen k├Ânnte. Wie im Absolutismus, blo├č da├č die F├╝rsten damals wenigstens sch├Ân zu leben verstanden und nicht blo├č in Hosenanz├╝gen von Kartoffelsuppe.

zul. bearbeitet 2021-02-22 21:27:27

Die Ma├čnahmen wirken, aber wir sind besorgt wegen der n├Ąchsten zwei Wochen.

19.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Die Fallzahlen fallen, aber sie stagnieren auf zu hohem Niveau, aber die Ma├čnahmen wirken und m├╝ssen beibehalten werden, denn wir sind besorgt wegen der Mutationen. In der Eurokrise war es ja auch schon so: der Spardruck auf die S├╝dl├Ąnder ruiniert deren Wirtschaft, aber er ist das einzige Mittel, sie vor ihrer eigenen Verschwendungssucht zu retten und mu├č immer weiter versch├Ąrft werden, und wir sind schrecklich besorgt, solange nicht ganz Europa so eisern spart wie wir Deutschen. Oder Ru├čland und die Sanktionen, sie bringen den armen unterdr├╝ckten Russen unsere Freiheit und Demokratie. Oder Hartz 4, nur die Drohung mit den Hungertod bringt die Unterschichten dazu, morgens aufzustehen und ein geregeltes Leben als Niedrigl├Âhner zu f├╝hren, und wir sind so besorgt, da├č sie das ganze Geld nur versaufen. Strengste Kontrollen, eiserne Disziplin, unnachsichtige H├Ąrte. ├ťberall. Und trotzdem werden die Sorgen nie weniger sondern st├Ąndig mehr! Und Merkel mahnt jeden Tag, nicht in Orgien zu verfallen, und der Drosten hatte schon wieder so einen besorgten Tonfall, und seine Haare haben ihm auf der angstschwei├čnassen Sorgenfaltenstirn geklebt. Jedenfalls, alles Unkraut wird vernichtet, W├Ąsche sowohl als auch Geschirr mit Sagrotan gewaschen, wir rotten es aus das Virus, alle Viren, die Bakterien auch, alles, was sich nicht an unsere Regeln h├Ąlt, jedes Sicherheitsupdate von Microsoft wird automatisch installiert, wir schlie├čen alle Grenzen und versiegeln die Fensterritzen mit Silikon, und d├╝rfen wir die Maske wirklich nachts im Bett absetzen? Es k├Ânnte ja ein Aerosol unter der Bettdecke lauern!

zul. bearbeitet 2021-02-19 22:05:24

17.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Was @MichaelTG09, einer der Twitterer, die ich immer noch gern lese, heute schreibt, finde ich gar nicht so weit hergeholt, nur das mit der Flinte w├Ąre nichts f├╝r mich. Halldor Laxness' "Sein eigener Herr" (in der ├ťbersetzung von Hubert Seelow) und Knut Hamsuns "Markens gr├Şde" hab ich als Student, der gerade Marie-Luise Kreuters "Biogarten" in sich aufgesogen und regelm├Ą├čig "Kraut und R├╝ben" las, verschlungen und die ganze Zeit gut im Hinterkopf behalten.

zul. bearbeitet 2021-02-17 17:49:17

11.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

"Das unregulierte Wuchern von @Facebook, die massenhafte Verbreitung von Hass und Hetze und die Unterst├╝tzung terroristischer Gruppierungen (z.B. "Gruppe S.") durch diese sich mit allen juristischen Tricks ihrer Verantwortung entziehende, profit├╝berhitzte Schei├čplattform ist eine der gr├Â├čten gegenw├Ąrtigen Gefahren f├╝r unsere Gesellschaft und die liberalen Demokratie der Welt. Und die B├╝roleiterin der deutschen Digitalstaatsministerin im Bundeskanzleramt @DoroBaer, die ÔÇô Wollt ihr mich eigentlich verarschen? ÔÇô auch noch die Freundin des f├╝r die digitale Infrastruktur in Deutschland zust├Ąndigen @BMVI Bundesministers @AndiScheuer ist, wechselt jetzt EINFACH SO R├ťBER zu @FacebookDE? Als Lobbyistin mit Zust├Ąndigkeitsbereich "Public Policy"? Und "das B├╝ro von @DoroBaer" erkl├Ąrt, die bisherige B├╝roleiterin habe bislang nichts mit @Facebook zu tun gehabt beruflich? Wer soll denn diesen Mist glauben? Facebook frisst die Beh├Ârde, die Facebook regulieren muss ÔÇô weil die sich ethisch, moralisch und politisch aufgegeben hat. ..." schrieb Jan B├Âhmermann gestern.

Und nachdem Herr Seehofer mitbekommen hat, da├č jemand schwarz zum Friseur gegangen ist, werden den Friseuren "├ľffnungsorgien" zugestanden, die sonst strengstens vermieden werden.

Gut da├č wir SPD-Mitglieder vor paar Jahren f├╝r die Gro├če Koalition gestimmt haben, nicht auszudenken, was aus der Welt w├╝rde, wenn ein so wichtiges Land wie Deutschland nicht so stabil und weise regiert w├╝rde, wie es eben nur eine Gro├če Koalition mit den besten der besten Politiker auf allen Ministerposten und im Kanzleramt kann.

zul. bearbeitet 2021-02-11 08:49:59

09.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Gut, da├č ich heutzutage nicht mehr Sch├╝ler bin. Und auch nicht Vater von Schulkindern. Und sowieso auch noch nicht Bewohner eines Pflegeheims. Ich bin selbst├Ąndig, und w├Ąhrend des Fr├╝hjahrs-Lockdowns war ich zum Gl├╝ck mit den Bau- und Gartenm├Ąrkten in Hessen ausgenommen und durfte ge├Âffnet bleiben, und der Winter Lockdown f├Ąllt bislang mit der Zeit zusammen, in der ich sowieso geschlossen habe. Sehrm sehr viel Gl├╝ck also bisher! Doch wenn der jetzige Lockdown auch noch in den M├Ąrz hinein verl├Ąngert wird, was nicht abwegig scheint, erwischts mich auch. Da├č die M├Âglichkeit, sich seine eigenen Br├Âtchen zu verdienen, von der Stimmung einer Person an der Spitze der Regierung und ihrer willk├╝rlichen Auswahl ihrer Berater abh├Ąngt, ist ein ungeheuerlicher Gedanke, an den ich mich dann erst gew├Âhnen mu├č, nachdem er Gastwirte, K├╝nstler, normale Einzelh├Ąndler, Friseure u.v.a. wohl schon seit Monaten um den Schlaf bringt.

zul. bearbeitet 2021-02-09 22:17:07

Endlich ein Silberstreif

06.02.2021, Kategorie: Gesellschaft

Heute in der Stadt schon wieder viele Gesch├Ąfte einen Spaltweit offen f├╝r Beratung "zwischen T├╝r und Angel" oder mit einem Zettel "bitte klopfen" an den Schaufenstern. Hab beim Karstadt eine kleine Online-Bestellung abgeholt - was ein Umstand und ein Berg von Papieren! Alle, mit denen ich sprach, in "jetzt reichts aber langsam mit dem Sch..."- und "hoffentlich ist das bald rum und man kann wieder normal einkaufen"-Stimmung. Prognose: wenn sie den Lockdown in den M├Ąrz verl├Ąngern, wird er au├čer von ein paar Fanatikern, die dann vor Wut hinter ihrer Maske gr├╝n und blau anlaufen, einfach nicht mehr ernst genommen.

zul. bearbeitet 2021-02-06 13:27:49

20.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Da ist man nun einen Sommer, Herbst und halben Winter lang regelgerecht mit einer "Alltagsmaske" herumgelaufen, um zu vermeiden, da├č einen die Security-Typen aufm Wochenmarkt oder vorm Rewe anschnauzen und das ganze unfl├Ątige Geschimpfe auf Twitter nicht auf sich beziehen zu m├╝ssen, und jetzt wars f├╝r die F├╝├če, man kann sie wegschmei├čen und mu├č sich "richtige" Masken kaufen, in denen man wirklich wenig Luft kriegt, und ├╝ber die die Brille erst recht nicht mehr auf die Nase pa├čt, also mit 4┬Ż Dptr unbebrillt durch die Stadt tapsen, an den Regalen tiefe Verbeugungen machen und an der Kasse zweimal fragen, was es kostet, weil man nichts lesen kann.

zul. bearbeitet 2021-01-20 10:47:10

14.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Politiker "stimmen" oder "schw├Âren" "die Deutschen" oder "die Menschen" auf l├Ąngeren Lockdown ein, und wie zum Beweis, da├č das Ende der Sch...e in unabsehbare Ferne r├╝ckt, kommt auch schon Email-Spam a la "Wie lange kann sich Ihr Unternehmen noch Lockdown leisten? Sch├╝tzen Sie ihre Mitarbeiter mit Corona-Schnelltests und FFP2-Masken ..." oder von Google: "Sagen Sie Ihren Kunden, da├č ihre Gesundheit f├╝r Sie an erster Stelle steht, aktualisieren Sie jetzt Ihren Firmeneintrag ..." /o\ Nur der St├Ądtebund und einige IHKs ├Ąu├čern sich noch vern├╝nftig, und wahrscheinlich einige Parteien an dem Rand, der mir bisher eher unsympathisch war, aber geh├Ârt wird eh nur noch auf Herrn Wieler.

zul. bearbeitet 2021-01-14 17:56:30

13.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Auf Twitter trendet #Kindergeburtstag, und ich bin so froh, da├č ich von dieser Misanthropen- und Hysterikersekte losgekommen bin und jetzt ganz ohne Aufregung zum B├Ącker gehen kann und es nachher frisches Brot zum Abendessen gibt,

zul. bearbeitet 2021-01-13 18:06:58

12.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

Wenn sie das machen, was man heute munkeln h├Ârt, "Lockdown" bis Ostern, wird von unserem sch├Ânen Land nachher nicht mehr viel ├╝brig sein. Und helfen gegen das Sterben wirds auch nichts.

zul. bearbeitet 2021-01-12 21:25:48

10.01.2021, Kategorie: Gesellschaft

So ├Ąhnlich ist es mir seit M├Ąrz auf Twitter auch vorgekommen: die hohle Grabesstimme, die allabendlich um sieben im ZDF eine Viertelstunde lang RKI-Schreckenszahlen deklamiert - und dann Menschen (imho keine Mehrheit), die man jahrelang als h├Âflich, witzig, manchmal poitiert, aber nie plump, immer kultiviert, fenf├╝hlig in ihrem Sprachgebrauch, kannte und die nun pl├Âtzlich Weihnachtskirchg├Ąngern nachsagen, "ihrer Oma beim Verrecken zusehen" zu wollen oder einem einfach nur noch eine Grafik mit Zahlen von Toten um die Ohren schlagen (das hat der S├Âder losgetreten!) mit der Frage ob man denn "den Knall noch immer nicht geh├Ârt" habe oder st├Âhnen, ob man denn "nicht EIN Mal mit dem Arsch zuhause bleiben" k├Ânne. Es mu├č die Wirkung dieser beschw├Ârenden Nachrichtenrezitative sein, die ├╝brigens bei alten Menschen, die den Krieg erlebt haben und um deretwillen das angeblich alles gemacht wird und man auch nicht in die Kirche gehen d├╝rfe, was sie sich im Krieg nie haben verbieten lassen, durchaus Weltuntergangserwartung und Todessehnsucht ausl├Âst, sonst k├Ânnte man sich nicht erkl├Ąren, was diese Leute bewegt, sich pl├Âtzlich so v├Âllig gegens├Ątzlich zu ihrer ganzen bisherigen Art zu ├Ąu├čern, ja man m├╝├čte geradezu fragen, ob die so etwas unter Drogen twittern oder gegen Bezahlung. Es fing im Fr├╝hjahr ziemlich unvermittelt an, legte sich dann etwas und geht nun seit der Woche vor Weihnachten umso trotziger und unb├Ąndiger weiter. Mit Worten oder Argumenten ist dann jedenfalls nichts mehr zu machen, es hilft nur #twoff. Im echten Leben gibt es meiner Erfahrung nach nur eine Handvoll solcher Leute, die etwa im Bus mit m├Ąnnlichen ausl├Ąndischen Jugendlichen Streit suchen, nur sehr viele sehr Eingesch├╝chterte, die gar nicht mehr lachen, keine Scherze mehr machen, nicht da├č sie jemand kennen w├╝rden, der von der Krankheit betroffen w├Ąre, nur angesteckt von der allgemeinen Verd├╝sterung des ganzen Lebens.

zul. bearbeitet 2021-01-10 09:09:51

02.08.2020, Kategorie: Gesellschaft

Der gro├če Nu├čbaum hinter unserm Haus, 1946 gepflanzt, wird von oben her zusehends welker. "Da stimmt doch was nicht. Was isn da los? Ist das bei anderen Leuten auch so? In ganz Deutschland? Europa? Ja und was wird denn da jetzt gemacht?" Leider ist die Antwort: nichts. Die Regierungen machen nichts mehr gegen die Gefahren, die das Leben aller Menschen bedrohen. Eine Einsicht, die so ungeheuerlich ist, da├č man sich lieber ├╝ber andere Sachen aufregt.

zul. bearbeitet 2020-08-08 06:38:52

Neujahrsansprache 2018

31.12.2017, Kategorie: Gesellschaft

Liebe Mitb├╝rgerinnen und Mitb├╝rger! La├čt euch nicht verr├╝ckt machen! Und wenn es schon zu sp├Ąt ist und ihr schon von Angst und irrem Ha├č zerfressen seid, dann sch├Ąmt euch und geht in den Keller, hackt Holz oder grabt den Garten um wie fr├╝her, statt euren Gedankenm├╝ll in der ├ľffentlichkeit abzuladen! Bestellt nicht im Internet, ihr seid ja doch nie zuhause, wenn der Paketbote kommt, geht lieber in Eure Stadt, redet mit euren Nachbarn und gebt euer Geld bei ihnen aus, dann haben die auch was zum ausgeben, und alles wird wieder gut! Macht eure Handys aus, guckt euch die Welt mit eigenen Augen an statt sie zu fotografieren, dann brauchen eure Freunde nicht eure Fotos angucken und haben mehr Zeit, die Welt mit ihren eigenen f├╝nf Sinnen zu genie├čen und allen geht es besser! La├čt euch nicht alles gefallen von euren Chefs, geht in die Gewerkschaft, k├Ąmpft f├╝r eure Rechte (nicht hehen Ausl├Ąnder!), sonst bekommt ihr ein Magengeschw├╝r oder noch Schlimmeres. Und schaltet den Fernseher aus, wenn Bl├Âdsinn kommt, statt zu twittern, da├č im Fernsehen Bl├Âdsinn kommt. Glaubt nicht alles, was in der Zeitung steht, aber erst recht nicht alles, was euch Gugel und Feisbuk erz├Ąhlen! Baut euch euer eigenes Gem├╝se und Obst an, backt ab und zu etwas Gutes, gibt nichts besseres f├╝rs Gem├╝t, als mit den eigenen H├Ąnden etwas zu schaffen! Und in der Erde leben Milliarden Bakterien, aber die sind nicht giftig, bei den Zutaten im Industriefutter bin ich nicht so sicher. So und jetzt feiert sch├Ân, aber ├╝bertreibts nicht. :-) Ein gutes neues Jahr Euch allen!

zul. bearbeitet 2017-12-31 08:49:07

Keine Geb├╝hrenexplosion ohne B├╝rgerbeteiligung

10.02.2016, Kategorie: Gesellschaft

Die neuen Stra├čenreinigungsgeb├╝hren in der Erich-Ollenhauer-Stra├če k├Ânnen wir nicht hinnehmen. Steigerungen um 300, 400 % und mehr sind unzumutbar und sittenwidrig. ELW argumentiert, daf├╝r bek├Ąmen wir mehr Sauberkeit, aber die B├╝rgersteige in unserer Stra├če drei Mal in der Woche zu kehren, ist v├Âllig unn├Âtig. Auf so eine abwegige Idee kann nur ein "Experte" irgendwo an einem Schreibtisch kommen, der noch nie hier gewesen ist. Ein neues Reinigungssystem sollte doch mit den Anwohnern gemeinsam erarbeitet werden, die die Stra├če t├Ąglich vor Augen haben. Der Verkehr auf der Stra├če steigt zwar, deswegen gehen aber hier nicht mehr Menschen zu Fu├č entlang und verschmutzen den B├╝rgersteig. Da├č wir bisher den Schmutz vom B├╝rgersteig einfach auf die Stra├če gekehrt h├Ątte, ist auch ein haltloses und geradezu b├Âsartiges Argument, um uns "den Besen aus der Hand zu nehmen". Im Anschlu├č an eine sehr intensive Informationsveranstaltung im Museum haben sich viele B├╝rger zusammengetan und nun diesen Offenen Brief verfa├čt, der sehr gut argumentiert, warum die von Herrn Dr. Franz und der CDU kurz vor Weihnachten mit der brachialen Drohung, sonst den Haushalt scheitern zu lassen, durchs Stadtparlament gejagte neue Reinigungssatzung grober Unfug ist. Und jetzt plakatiert die CDU zur Kommunalwahl auch "Sauber machen - St├Ąrke zeigen" - ohne dazuzuschreiben, da├č wir gezwungen werden, den Spa├č zu bezahlen.

Offener Brief an die Stadt Wiesbaden Herrn Sven Gerich, Oberb├╝rgermeister, und Herrn Dr. Oliver Franz, Ordnungsdezernent,┬á sowie an die Stadtverordneten, den Magistrat, die Ortsbeir├Ąte und den Ausl├Ąnderbeirat Viele Wiesbadener Ortsteil-Initiativen gegen die neue Reinigungssatzung b├╝ndeln ihren Protest!┬á Wir zeigen jetzt Stadt und ELW die rote Karte! Wir sind f├╝r die Gehwegreinigung in B├╝rgerhand!┬á Unsere wichtigsten Forderungen an die st├Ądtischen Organe sind deshalb: ÔÇó┬á┬á ┬áGehwegreinigung in B├╝rgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse ÔÇó┬á┬á ┬áAusrichtung der Stra├čenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn- und Gehwegreinigung entkoppeln ÔÇó┬á┬á ┬áStopp f├╝r die Stra├čenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Geb├╝hrenexplosion ÔÇó┬á┬á ┬áNeukonzeption der Stra├čenreinigungssatzung - B├╝rgerInnen beteiligen Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der st├Ądtischen Organe,┬á viele B├╝rgerInnen der Stadt haben in lokalen Initiativen, mit Leserbriefen an die Presse, in Ortsbeiratssitzungen, in Briefen┬á an Stadt und ELW und mit Unterschriftensammlungen ihre Emp├Ârung ├╝ber die neue Stra├čenreinigungssatzung kundge- tan. Bereits in der ELW-Informationsveranstaltung am 14.1.2016 war der Protest der B├╝rgerInnen immens. Die erste Stufe┬á der neuen Satzung wurde gleichwohl zum 1.1.2016 in aller Hektik umgesetzt.┬á Die fehlende B├╝rgerbeteiligung im Vorfeld des Stadtverordnetenbeschlusses r├Ącht sich nun. Es gab vor dem Beschluss┬á keine ├Âffentlich zug├Ąnglichen Informationen! Es gibt auch keine ├ťbergangsfristen, keine H├Ąrtefallregelungen, keine Ober- grenzen f├╝r Geb├╝hrenerh├Âhungen, keine R├╝cksicht auf Vertragsbeziehungen mit privaten Reinigungsfirmen und keinen┬á Blick auf die deutliche Steigerung der Mietnebenkosten oder auf die Situation der Reinigungsbranche. Damit stellt sich die┬á Wiesbadener Politik ein Armutszeugnis aus und verst├Ąrkt leider abermals die Politikverdrossenheit in der B├╝rgerschaft! Gehwegreinigung in B├╝rgerhand - Reinigungsklasse A nur bei Allgemeininteresse!┬á Unsere Hauptkritik gilt der Umgruppierung von mehr als 9.300 Grundst├╝cken in die Reinigungsklasse A und der damit┬á verbundenen ├ťbernahme der Gehwegreinigung durch die ELW. Gro├čfl├Ąchig wird auch noch der Reinigungsturnus f├╝r┬á Fahrbahn und Gehweg erh├Âht, obwohl dies aufgrund der nicht vorhandenen Verschmutzung gar nicht notwendig ist. Die┬á Geb├╝hren steigen somit grundlos und unverh├Ąltnism├Ą├čig auf das Drei- bis Siebenfache. Das Reinigungsintervall des Geh- wegs ist dabei fest an das der Fahrbahn gekoppelt. Das ist weder sachgerecht noch erforderlich. Die w├Âchentliche Mehr- fachreinigung nicht verschmutzter Fahrbahnen und B├╝rgersteige treibt nur die Geb├╝hren in die H├Âhe.┬á Den B├╝rgern wird nach vielen Jahren und aus heiterem Himmel die Gehwegreinigung unbegr├╝ndet aus der Hand genom- men. Dabei sind sie oder die Reinigungsfirmen ihrer Verantwortung stets gut nachgekommen. Die Begr├╝ndung, die ELW┬á wolle damit Schnittstellen zwischen ELW (Fahrbahnreinigung) und B├╝rgerInnen bzw. privaten Reinigungsfirmen (Gehweg- reinigung) beseitigen, ist fadenscheinig. Zumal der Winterdienst f├╝r die Gehwege ja weiterhin den Anliegern obliegt.┬á Kritik an der neuen Satzung beantwortet die ELW mit einer B├╝rgerumfrage, wonach 77% der Wiesbadener eine sauberere┬á Stadt wollten. Das ist unlauter! Diese Umfrage in 2014 (3.000 R├╝ckmeldungen) war allgemein auf das Leben in Wiesbaden┬á bezogen. Daraus kann niemand das Mandat ableiten, die Gehwegreinigung in sauberen Stra├čen zu ├╝bernehmen, und┬á schon gar nicht undifferenziert fl├Ąchendeckend in der ganzen Stadt. Die Reinigungsklasse A sollte nur f├╝r Stra├čen gelten,┬á in denen ein Allgemeininteresse an sauberen B├╝rgersteigen besteht (Innenstadt, neuralgische Stellen). Ausrichtung der Stra├čenreinigung am Reinigungsbedarf - Fahrbahn und Gehwegreinigung entkoppeln!┬á Die ELW begr├╝ndet die Umgruppierungen mit dem zu erwartenden Verschmutzungsaufkommen, nicht mit dem tats├Ąchli- chen Reinigungsbedarf. Sie verweist auf ihre wissenschaftlich-objektive Herangehensweise und die Strukturdaten. Die┬á Matrix mit den ├╝ber 40 Kriterien ist jedoch nicht immer transparent, basiert auf Aktenlage, und die Strukturdaten stam- men aus zum Teil veralteten Statistiken. Sie beinhaltet zudem falsche Werte. Vor allem erkl├Ąrt die Matrix nicht die Zuord- nung vieler Stra├čen in die jeweilige Reinigungsklasse, denn gleiche Strukturdaten f├╝hren nicht zwingend zur selben Reini- gungsklasse. Viele B├╝rgerInnen haben Ortsbeir├Ąte, Stadt und ELW auf diese Ungereimtheiten bereits mehrfach hingewie- sen ÔÇô bislang ohne Erfolg.┬á So sind viele Stra├čen willk├╝rlich der Gruppe A zugeordnet wegen des sog. Quartiersbezugs und wegen ihrer r├Ąumlichen┬á Lage im 2. Stadtring und in Subzentren, trotz an sich guter Qualit├Ąts- und Strukturwerte. Aber auch vielbefahrene A- Stra├čen haben nicht zwingend schmutzige Gehwege! In vielen dieser Stra├čen sind auf den Gehwegen n├Ąmlich nur deren┬á Anlieger als Fu├čg├Ąnger unterwegs. F├╝r die ELW ist im Ergebnis auch gar nicht der tats├Ąchliche Reinigungsbedarf von Fahr- bahn und Gehweg entscheidend, sondern nur die r├Ąumliche Zuordnung nach statistischen Strukturdaten. Das entspricht┬á weder dem Sinn der Satzung noch der Angemessenheit kommunaler Abgaben.┬á Die Absurdit├Ąt bei der Festlegung der Reinigungsintervalle sowie der Kopplung von Fahrbahn- und B├╝rgersteigreinigung┬á m├╝ndet darin, dass durch die ELW nunmehr vielerorts mehrfach w├Âchentlich saubere B├╝rgersteige gereinigt werden. Das┬á ist schlichtweg eine Verschwendung von Personal-, Material- und Maschineneinsatz seitens der ELW. Dies wiederum ist┬á mit dem auch f├╝r st├Ądtische Verwaltungen oder Firmen verbundenen Gebot des wirtschaftlichen Handels nicht vereinbar. Stopp f├╝r die Stra├čenreinigungssatzung 2016/2017 - keine Geb├╝hrenexplosion!┬á Ordnungsamt und ELW betonen, dass die Geb├╝hrens├Ątze stabil bleiben. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn bei- der Hauptziel ist erkl├Ąrterma├čen die Erh├Âhung der Geb├╝hreneinnahmen: 5 Mio ÔéČ sp├╝lt die neue Reinigungssatzung nach┬á Umsetzung der 1. und 2. Stufe in die Kassen der ELW. Das ist eine Einnahmenerh├Âhung um 45%, die die B├╝rgerInnen zah- len sollen. Diese fallen aber auf den Etikettenschwindel nicht herein.┬á Interessant dabei ist: Die zus├Ątzliche Gehwegreinigung in der Klasse A macht den L├Âwenanteil der zus├Ątzlichen Reini- gungskilometer der ELW aus! Die Fahrbahn-km bleiben jedoch nahezu gleich. Die drastische Einnahmenerh├Âhung der┬á ELW resultiert also nahezu alleine aus der unn├Âtigen und von den B├╝rgern nicht gewollten ÔÇ×LeistungserweiterungÔÇť!┬á Wegen der zus├Ątzlichen Gehwegreinigung sollen bei der ELW 60 neue Stellen geschaffen werden. Erkl├Ąrtes Ziel der st├Ądti- schen Beteiligungspolitik ist aber doch eigentlich die Verschlankung der Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften. Wes- halb gab es keinen Beschluss f├╝r die g├╝nstigere Alternative, das ELW-Defizit in H├Âhe von 1,6 Mio ÔéČ zun├Ąchst ├╝ber eine┬á Geb├╝hrenerh├Âhung von 18,8 % f├╝r alle auszugleichen? Warum wird das ELW-Defizit nicht genauer analysiert? Neukonzeption der Stra├čenreinigungssatzung - B├╝rgerInnen beteiligen!┬á Die st├Ądtische Politik zeigt keinerlei Gestaltungswillen. Warum kann die Gehwegreinigung nicht in B├╝rgerhand bleiben?┬á Warum konzentriert sich die ELW nicht auf die Fahrbahnen und die neuralgischen Stellen? Auch das teils ungerechte Ge- b├╝hrenmodell sollte ├╝berpr├╝ft werden. Wieso werden Kosten, die die Allgemeinheit verursacht, nicht von der Allgemein- heit getragen? Die B├╝rgerInnen h├Ątten dazu viele Beobachtungen und Anregungen ÔÇô allein, sie wurden nicht gefragt.┬á Kurzum: Die Stadt Wiesbaden macht es sich mit der neuen Stra├čenreinigungssatzung, die an jedweder Notwendigkeit und┬á Angemessenheit vorbeigeht, zu einfach. Es braucht stattdessen eine Neukonzeption mit Beteiligung der B├╝rgerinnen und┬á B├╝rger, und zwar am besten nach den in 2015 erarbeiteten Leitlinien f├╝r die B├╝rgerbeteiligung in Wiesbaden.┬á ------------------------------------------------------ Initiative ÔÇ×Gehwegreinigung in B├╝rgerhand (GiB)ÔÇť┬á Joachim Bu├čhardt, Christine Dietz, Claudia H├Âhler-Bardior, Albrecht Koch, Heiner Lompe, Karl Ro├čel, Monika Schnabel,┬á Ulrike Sch├Ân, J├╝rgen Uffmann Die Unterzeichner sind benannte Vertreter der Ortsteil-Initiativen. Sie erl├Ąutern Ihnen gerne die Kritik und die Forderun- gen der B├╝rgerinnen und B├╝rger. Kontakt E-Mail: Gehwegreinigung-in-Buergerhand@gmx.de Dieser Offene Brief an die Stadt Wiesbaden geht zugleich an die IHK Wiesbaden, an die Handwerkskammer Wiesbaden,┬á an die Wiesbadener Grundeigent├╝mer- und Mietervereine sowie an die lokale Presse.
Im Januar hat ELW hier ├╝brigens statt dreimal w├Âchentlich nur insgesamt 3 Mal die Gehwege gekehrt. Die zuviel gezahlten Geb├╝hren verlangen wir zur├╝ck.

zul. bearbeitet 2016-12-15 23:42:38

Digital Leben #digitalleben

05.10.2014, Kategorie: Gesellschaft

Die SPD hat dazu eingeladen, da├č man seine pers├Ânlichen Antworten auf 10 Fragen bloggt. Nachdem es @pausanias getan hat und nun auch @pyrolim gefolgt ist, dachte ich mir, versuch ichs auch ganz kurz, Kleing├Ąrtner sind ja ber├╝chtigt daf├╝r, zu allem M├Âglichen ihre Weisheiten kundtun zu wollen. Dabei fiel mir auf, wie gut die Fragen ausgedacht sind: man kann nicht ins Schwafeln kommen und mu├č alle Seiten der Medaille betrachten. Also, hat Spa├č gemacht! Versuchts doch auch mal?

In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet f├╝r michÔÇŽ
mit viel mehr Leuten reden k├Ânnen, die meine Interessen teilen, als fr├╝her. Wobei das allerdings alles noch Interessen aus dem vor-digitalen Leben sind.
Mein Computer ist f├╝r michÔÇŽ
die Zigarettenpause mit den Kollegen, die mir manchmal ein bi├čchen fehlt.
Wirklich gut! Die gr├Â├čte Chance durch die Digitalisierung istÔÇŽ
da├č jeder ein kleiner Produzent sein kann von Dingen, die er gut machen oder tun kann, und direkt an jeden verkaufen k├Ânnte, also den vollen Endpreis f├╝r seine Arbeit bekommen. Das w├Ąre eine Revolutionierung der Wirtschaft mit viel segensreichen Nebenwirkungen f├╝r Umwelt und Gesellschaft.
Bedrohlich! Wir m├╝ssen aufpassen, dassÔÇŽ
uns nicht die gephotoshopten Bilder ein Ersatz f├╝r die Wirklichkeit werden, weil es so bequem ist, vor dem Bildschirm sitzenzubleiben und nur noch die anzuschauen.
Die Digitalisierung ver├Ąndert mein Leben durchÔÇŽ
ein anderes Denken, wie in einem Programm: ich versuche, alles zum optimalen Zeitpunkt, in der optimalen Reihenfolge, mit der optimalen Technik zu machen. Weniger Schufterei, mehr ├ťberlegung.
Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?
nicht so viel. Zum Gl├╝ck ist bei uns die Familie noch ein Bereich, wo eher selten mal ge-emailt wird, das mu├č es n├Ąmlich auch noch geben.
Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?
Das k├Ânnte zur totalen Demokratie oder zur totalen Verbl├Âdung und Abh├Ąngigkeit von Anbietern f├╝hren, je nachdem wie unabh├Ąngig von Konzernen die Schule das durchf├╝hrt.
An jedem Ort arbeiten k├Ânnen und st├Ąndig erreichbar sein. Was bedeutet das f├╝r Arbeit im Digitalen Zeitalter?
Auch das k├Ânnte zu einer Art Paradies (kaum noch Pendeln, freie Zeiteinteilung) oder einer Art H├Âlle (tag und nacht auf Abruf) werden, je nachdem ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Macht haben, das zu gestalten.
Was m├╝ssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?
Von Gro├čunternehmen, Gro├čprojekten und der ganzen Massendisziplinierung wegkommen, die nur waren, solange der Mensch nicht direkt mit dem entfernt wohnenden Menschen interagieren konnte.
Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dassÔÇŽ
sie aufpa├čt, da├č das, was die Arbeiter in Generationen erk├Ąmpft haben, nun nicht einfach ver├Ąchtlich zum alten Eisen geworfen wird, weil eine neue, von Grund auf andere Wirklichkeit quasi ├╝ber uns gekommen w├Ąre. Das w├Ąre n├Ąmlich ein fataler Irrtum und der beste Weg zur├╝ck in Faschismus, Unterdr├╝ckung und Ausbeutung, furchtbarer als je zuvor.

zul. bearbeitet 2016-08-24 18:18:56

Selbermachen als Revolution

18.01.2012, Kategorie: Gesellschaft

Aus den "Hausnachrichten", Ausgabe Herbst 2011 von Manufactum

"Aber was hei├čt schon konservativ? Wer sich heute nach Jahrzehnten unhinterfragter, hochtechnisierter Lebensmittelindustrie darum bem├╝ht, wenigstens ein st├╝ckweit wieder die Kontrolle ├╝ber das t├Ągliche Essen zur├╝ckzugewinnen, und durch eigenes G├Ąrtnern einen Ausweg aus dem k├╝nstlichen Paradies der spottbilligen Supermarkt-Lebensmittel sucht, ist am Anfang des 21. Jahrhunderts alles andere als konservativ. Das aber ist das haupts├Ąchliche Ansinnen ÔÇô unseres und das eines Gro├čteils der G├Ąrtner: das Selbermachen, auch als Notwehr gegen die zugewiesene Rolle als blo├čer Konsument. Wir sehen darin etwas, das gr├Â├čer ist als eine Mode. Etwas, das man angesichts der fortschreitenden Marktentwicklung im Lebensmittelbereich ganz anders beschreiben k├Ânnte: als Umkehr, als Re-volution."
Gro├če, aber sehr wahre Worte, wie ich meine.

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:46:02

Weltuntergangs-Apfelb├Ąumchen

26.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Viele in meiner twitter-Timeline sind heute nach der Abstimmung ├╝ber EFSF sehr ungehalten ├╝ber Politiker und Parlament im allgemeinen und pessimistisch bis sarkastisch, was die Zukunft angeht. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das den Weltuntergang bedeutet, da k├Ąme manch andere Entscheidung auch in Frage, aber Luther hat ja geraten, an solch einem Tag ein Apfelb├Ąumchen zu pflanzen. Nun habe ich eigentlich ├äpfel genug im Garten, aber zwei Spalierb├Ąume, nun 20 Jahre alt, ein Ontario-Apfel und eine B├╝hler Zwetsche, haben nie etwas Gescheites getragen und waren nun auch keine Zierde mehr am Zaun zum Nachbarn. Kurz, sie sind nicht mehr. Daf├╝r wird dort eine hohe (1,50 bis 3 m) Rosenhecke wachsen. Ich stelle sie mir sehr sch├Ân vor, zumal sie zur H├Ąlfte den Platz mit einrahmt, an dem wir im Sommer gern sitzen, und z├Ąhle sie mal von vorn nach hinten, von der Sonne in den Halbschatten, auf: damascena Trigintipetala La Reine Mme Ernest Calvat Mme Pierre Oger Mme Isaac Pereire Souvenir du Docteur Jamain rugosa Sarah van Fleet rugosa Agnes rugosa Conrad Ferdinand Meyer Fantin Latour alba Maidens Blush gallica Conditorum Variegata di Bologna

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:12:03

"... verkaufen wir importierte Ware aus ├ťbersee, das rechnet sich, aber unsere Ware k├Ânnen wir vergessen."

25.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Warum das so ist oder sein soll, da├č Schnittrosen fast nur noch aus ├ťbersee kommen, obwohl die weltweit wichtigsten Z├╝chter wie eh und je vor den Toren Hamburgs residieren, dem geht eine Film-Dokumentation von Michael Richter auf den Grund. Ein Film ├╝ber Ausbeutung, Naturzerst├Ârung und Existenzzerst├Ârung im Namen der K├Ânigin der Blumen. http://www.einsplus.de/EinsPlus/Tagesprogramm/Tagesprogramm-Sendung-EinsPlus?eventID=1016946743709 Dank an @muehlenwind f├╝r den TV-Tip! Nachtrag 26.10.2011: Der obige Link f├╝hrt schon ins Leere, beim SWR gabs den Film auch, da ist die Seite noch online.

zul. bearbeitet 2011-10-27 20:15:46

Starke Argumente gegen Krieg

13.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Las gerade "So ticken Bomberpiloten. Ein Psychogramm des T├Âtens". Nach dem Vietnam-Krieg nahmen sich mehr Soldaten das Leben, als im Krieg get├Âtet worden waren. Menschen, wie andere Tiere, haben von Natur aus eine starke Hemmung, ihresgleichen zu t├Âten. Regierungen ersinnen immer raffiniertere Tricks, diesen Instinkt auszuschalten. Doch je st├Ąrker er im Moment des Krieges unterdr├╝ckt wird, desto st├Ąrker meldet er sich sp├Ąter und st├╝rzt den Menschen in tiefste Verzweiflung. Ich hatte das mitbekommen, aus Literatur, aber immer gedacht, es sei mehr die Ausnahme. Es ist aber die Regel. "Eure Taten werden auf Euch lasten ├╝ber viele Generationen," steht glaube ich, irgendwo im Alten Testament. Alfred Andersch hat seinen Vater beschrieben, der als Kr├╝ppel den Ersten Weltkrieg ├╝berlebt hatte. Mein Vater hat nicht viel erz├Ąhlt, andere aus dieser Generation konnten nicht aufh├Âren, von Heldentaten zu erz├Ąhlen, beides hilflose Versuche, mit etwas Ungeheurem fertigzuwerden. Danke @Ober_Franke der den Link zu dem Artikel getwittert hat.

zul. bearbeitet 2016-08-24 05:30:55

"Wolle Rose kaufe?" - Was ist da los?

03.10.2011, Kategorie: Gesellschaft

Man hat das Sch├Ânste, was es im Reich der Pflanzen gibt, in ordentlicher bis exzellenter Qualit├Ąt aus eigener, nachhaltiger Produktion zu fairen Preisen mit viel Information und Beratung drumrum im Angebot und mu├č es anpreisen wie sauer Bier, fast wie die armen Leute, die von T├╝r zu T├╝r ziehen um B├╝rsten zu verkaufen, die kein Mensch braucht, aber ein paar halt aus Mitleid abnehmen. Was ist da los?[weiter]

Kleine Guttenbergs

07.03.2011, Kategorie: Gesellschaft

Kleine Guttenbergs mu├č es viele geben. Auf Anhieb fallen mir zwei Auszubildende ein: Einer wu├čte, da├č er sp├Ąter in die Fu├čstapfen seines gesch├Ąftlich "erfolgreichen" Vaters treten w├╝rde. Zuvor sollte er allerdings G├Ąrtner lernen. Wir zeigten ihm am ersten Tag Ackerfl├Ąchen mit allerlei verschiedenen komplizierten Kulturen und wollten ihm etwas Vorfreude vermitteln auf den Stolz dar├╝ber, was er alles nach der Lehre k├Ânnen werde. Die Reaktion des Gr├╝nschnabels vergesse ich nie: "Was, das macht ihr alles selbst? Sch├Ân bl├Âd, das gibts doch spottbillig in Polen." Ein anderer glaubte auch schon mit Anfang 20, ihm geh├Âre die Welt und konnte ├╝berhaupt nicht verstehen, da├č ich mich in der Gr├╝ndungsphase von rosenwelten mit sowas wie Texte schreiben aufhielt (Beschreibungen der Sorten im Angebot, Pflanzanleitungen). Wo es das doch alles im Internet und in Katalogen anderer Firmen schon gibt! Wobei die jungen Leute ja nur kundtun, was sie sich bei ihren Eltern usw. abgeguckt haben. Die "Ich-bin-doch-nicht-bl├Âd"-Mentalit├Ąt. Gut, da├č mal einer richtig medienwirksam daf├╝r die Rechnung bekommen hat.

zul. bearbeitet 2016-08-24 18:27:52

Erste Fr├╝hjahrsarbeiten, Tobinsteuer und Bundestagsreden

23.01.2010, Kategorie: Gesellschaft

Heute habe ich es endlich geschafft, von der Bastelei an rosenwelten.de loszukommen und mit den allerersten Fr├╝hjahrsarbeiten zu beginnen. Ist jedes Jahr ein besonderer Tag, dieser allererste. War auch das passende Wetter: mild und an den w├Ąrmeren Ecken auch schon schneefrei. So gings wie von selbst: Arbeitsr├Ąume aufger├Ąumt, Vorr├Ąte nachgesehen und Einkaufsliste geschrieben, Stauden und erstes Gem├╝se ausges├Ąt. [weiter]

Tobinsteuer - Gl├╝ckwunsch!

09.12.2009, Kategorie: Gesellschaft

Es hat also doch gereicht. Die magische Zahl ist erreicht worden. 50.000 oder mehr Leute haben die Petition zur Einf├╝hrung einer Finanztransaktionssteuer in den ersten drei Wochen mitgezeichnet. Wie viel genau, ist nicht bekannt. Die Zahl der online abgegebenen Stimmen konnten wir im Internet live wachsen sehen, und danach sah es am 4.12. eher nach Scheitern aus. In dieser Situation schrieb ich meinen vorigen Beitrag "Tobinsteuer - am Tag danach". Aber es waren eben noch viel mehr Unterschriften auf Papier eingereicht worden, als wir dachten, die wurden am Montag, 7.12., ausgez├Ąhlt und brachten die Wende zum Guten. Nun haben viele gejubelt, einige sich den Bef├╝rwortern hinzugesellt und auch schon einige ihren Widerstand formiert. Mit anderen Worten, die schwierigste Phase hat begonnen: aus der breiten Unterst├╝tzung in der Bev├Âlkerung ein politisches Faktum zu schaffen, das wirklich etwas bewirkt. Der Initiator der Petition, J├Ârg Alt, hat die Situation treffend charakterisiert: Gewonnen sind bisher sehr, sehr viele aus der Opposition, gewonnen werden m├╝ssen nun noch die, die aufgrund des Wahlergebnisses vom vergangenen September im Bundestag die Mehrheit haben. Die gr├Â├čere der beiden Regierungsparteien scheint da bisher noch recht unentschieden, die kleinere stellte sich gleich am Samstag lauthals dagegen. Das Gute dabei: Was sie an Argumenten anf├╝hrt, ist nicht schwer zu widerlegen. Es steht schon auf www.steuer-gegen-armut.de in der FAQ. Argumente sind in der Politik aber leider nicht immer der einzige Machtfaktor. Wichtig finde ich jetzt, in der Diskussion ganz klar vern├╝nftige Geldanlagen, mit denen ja viele f├╝r ihr Alter vorsorgen, und sch├Ądliches Milliardenverschieben auseinanderzuhalten. Die Tobinsteuer belastet das Letztere. Und n├╝tzt damit ja der Sicherheit der vern├╝nftigen Anlagen, indem sie die Finanzm├Ąrkte zwingt, ruhiger zu werden. Die FDP versucht anscheinend, den kleinen Riester- und R├╝rup-Sparern Angst zu machen und sie zu mobilsieren f├╝r den Widerstand der gro├čen Spekulanten gegen die Regulierung ihres Treibens. Vielen ├Ąngstlichen Menschen wird auch leicht weiszumachen sein, wenn man nur irgendetwas gegen die Gro├čen Finanzakteure unternimmt, k├Ânnten sie sich b├Âse an uns allen r├Ąchen, ihr Geld au├čer Landes schaffen usw. Dagegen hilft ein kurzer Blick nach London. Dort wurden und werden schon lange Steuern auf Finanztransaktionen erhoben und - ist London nicht die eigentliche Drehscheibe des Gro├čen Geldes? Neben diesen Diskussionen bleibt aber noch eine andere wichtige M├Âglichkeit, das Projekt zu unterst├╝tzen. Die Petition l├Ąuft ja noch bis 25.12. Ein wunderbares Datum! Viele wissen noch gar nichts davon, andere haben jetzt vielleicht in den Nachrichten etwas geh├Ârt, wissen aber noch nichts von der Mitzeichnungsm├Âglichkeit. Auch wenn man in die Gespr├Ąche beim Abendessen im Kanzleramt nicht direkt eingreifen kann, die letztlich entscheiden, wenn bis Weihnachten aus der 50.000 das Anderthalbfache oder - Tr├Ąumen ist legal - das Doppelte w├╝rde, w├╝rde es der Sache wohl schon etwas mehr Respekt verschaffen. (im wesentlichen fertig, Nachfeilen und Ausschm├╝cken mit sch├Ânen Links im Laufe des Tages kann noch kommen.)

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:59:18

Tobinsteuer. Am Tag danach.

05.12.2009, Kategorie: Gesellschaft

Ob bis gestern um Mitternacht die Anzahl Stimmen zusammengekommen ist, da├č der Bundestag eine Anh├Ârung veranstaltet, ist vorerst unklar, da die per Fax und auf Papier eingegangenen Unterschriften nicht ausgez├Ąhlt sind. Das Ergebnis soll Montag auf der Kampagnenwebsite bekanntgegeben werden: www.steuer-gegen-armut.de. Leider war bis zum 2. Dezember von den Tr├Ągerorganisationen der 3. als entscheidende Frist publiziert worden. Als dann auf der Bundestags-Seite, versteckt in einem Forumsbeitrag, ein Global Moderator den 4. bekanntgab, lie├č er sich kaum noch so breit bekanntmachen, da├č an diesem Tag die Stimmen weiter so z├╝gig wie an den Tagen zuvor angestiegen w├Ąre, und es hat dann trotz allen guten Willens und Einsatzes wohl nicht ganz gereicht. ├ťber eine der bei Twitter kursierenden Kurzadressen kamen aber immerhin am 4.12. noch 1463 Leute zur Petitionsseite! Die Bohrmaschinen-Tweets auf Twitter gestern abend Staistik aller Klicks via bit.ly Wenn es doch reicht, ist immer noch ungewi├č, wie schnell der Bundestag die ├ľffentliche Anh├Ârung anberaumt. Im Fall der Grundeinkommen-Petition, die im Februar 50.000 Stimmen zusammenbekam, hat er bis heute keine solche ├ľffentliche Anh├Ârung angesetzt: www.grundeinkommenimbundestag.de Die Petition kann aber grunds├Ątzlich bis 25.12. weiter unterzeichnet werden (auch diese doppelte Frist erleichtert es nicht gerade, daf├╝r zu werben). Vielleicht sollte man sich jetzt, unabh├Ąngig von den 50000, weiterhin f├╝r eine m├Âglichst gro├če Gesamtzahl einsetzen und hoffen, da├č der Petent und die einflu├čreichen Organisationen des Kampagnenb├╝ndnisses diese nutzen, um, mit oder ohne ├ľffentliche Anh├Ârung, ├ľffentlichkeit zu erzeugen und der Steuer zum Erfolg zu verhelfen. In diese Richtung k├Ânnte Entwicklungshilfe-Minister Niebel heute bereits gewirkt haben, indem er ├Âffentlich seine Ablehnung einer Tobinsteuer erkl├Ąrte. H├Ątte er das ein paar Tage fr├╝her getan, h├Ątte das Thema bereits vor Ende der 50000-Frist im Rampenlicht gestanden! Nun braucht man eigentlich nur noch allen, die nicht Niebels Meinung sind, die Internetadresse verraten, unter der sie die Petition daf├╝r unterzeichnen k├Ânnen. dpa-Meldung vom 5. 12. auf ntv Bei der Meldung ├╝ber Niebel wurde auch berichtet, da├č eine Finanztransaktionssteuer von Bundeskanzlerin Merkel unterst├╝tzt wird. - Das Schwierige an diesem Projekt scheint irgendwie auch zu sein, da├č es von so vielen, aus ganz verschiedenen politischen Richtungen, gutgehei├čen wird. Aber niemand setzt es an die erste Stelle auf seiner Agenda. Vielleicht weil man Bauchschmerzen dabei hat, eine Sache zu unterst├╝tzen, die die anderen auch gut finden? Wie sollte man sich sonst erkl├Ąren, da├č es trotz der Zahl und Gr├Â├če der hinter der jetzigen Kampagne stehenden Organisationen so schwierig war 50.000 Stimmen zusammenkommen? ... Nachtrag vom 6.12.: Ein gro├čes Problem waren die zerstreuten Infoirmationen und Adressen:

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:58:46

Tobinsteuer-Petition

29.11.2009, Kategorie: Gesellschaft

Als sie im Herbst 2008 Unsummen zur St├╝tzung der Wirtschaft ausgeben mu├čten, versprachen die Regierungen, nie wieder zuzulassen, da├č Finanzspekulanten solchen Schaden anrichten k├Ânnen. Seit einigen Wochen liest man nun immer ├Âfter (z.B. taz vom 10.11., bei ver.di am 27.11. und umfassend in junge welt vom 30.11.), da├č das Geld, das seither zur St├╝tzung der Wirtschaft ausgegeben wird, eine neue Blase aufbl├Ąht, die im kommenden Jahr "reif" sein d├╝rfte zum Platzen. Das als Hilfe gedachte "billige Geld" wird zur riesigen Bedrohung f├╝r die Wirtschaft. Womit soll der n├Ąchsten Krise entgegengesteuert werden? Das wei├č offenbar niemand, und deswegen spricht kaum jemand ├Âffentlich ├╝ber das Thema. Die Regierungen haben ihre Mittel bereits verwendet, und was die n├Ąchsten Generationen an Steuern zahlen werden auch. - Der Deutsche Bundestag erm├Âglicht seit einiger Zeit, ganz komfortabel online Petitionen mitzuzeichnen. Eine einfache Registrierung bei der Website reicht, um sich zu legitimieren. Eine von vielen gro├čen gesellschaftlichen Gruppen (attac, Adveniat, dem DGB, Misereor, der Welthungerhilfe u.v.a.), getragene Petition fordert zur Zeit die Einf├╝hrung einer Steuer auf Finanztransaktionen, der sogenannten Tobinsteuer. Eine solche Steuer w├╝rde aberwitzige Finanztransaktionen zumindest behindern, ohne da├č gleich das Geld allgemein wieder verteuert werden m├╝├čte - zum Schaden der noch von der vorigen Krise betroffenen Unternehmen. Die Petition kann noch bis Weihnachten mitgezeichnet werden, aber wenn bis kommenden Donnerstag, 3.4. 12., 50 000 Stimmen zusammenkommen, ist der Bundestag verpflichtet, zu diesem Thema eine ├Âffentliche Anh├Ârung zu veranstalten, was die Chancen nat├╝rlich steigert, da├č tats├Ąchlich politisch etwas bewegt wird. Ich finde, die kleine M├╝he, sich zu registrieren und diese Petition zu unterzeichnen sollte sich jeder machen, und zudem m├Âglichst viele Freunde und Bekannte dazu bewegen, das Gleiche zu tun: Hier mitzeichnen Mehr zu lesen gibts

zul. bearbeitet 2016-08-23 20:36:19

Eine Rose der Arbeiter

01.04.2009, Kategorie: Gesellschaft

In einem Video im Netz sieht man eine einzelne gelbe Rose inmitten wuchernder Brennesseln vor einem verfallenden Fabrikgeb├Ąude in Dresden. Vom Erz├Ąhler erf├Ąhrt man, da├č die Arbeiter dieser Fabrik (zu denen der Autor selbst geh├Ârt hatte) sich vor ihrem Werk, auf das sie stolz waren, ein Rosenbeet angelegt hatten. Nach der Wende zum Kapitalismus wurde die Fabrik stillgelegt, die Arbeiter entlassen, seither ist das Geb├Ąude am verfallen und Brennesseln machen sich im Rosenbeet breit. Eine Rose war z├Ąh genug, sich zu behaupten. Die Geschichte hat mich fasziniert. Ich kam in Kontakt zu den Autoren des Videos. Kommenden Sommer wollen wir jedenfalls Augen von dieser Rose auf neue Wurzeln veredeln, um ihr wenigstens Nachkommen zu sichern. Denn eine Rose, die eine Geschichte erz├Ąhlt, sollte man in hohen Ehren halten, gerade weil es mal keine Geschichte von franz├Âsischen Kaiserinnen oder britischen Herzoginnen ist, sondern von unseresgleichen, die davon handelt, was aus unserem Werk und uns wird, wenn das gro├če Kapital es eines Tages nicht mehr als rentabel ansiehtt, weil es ihm gelingt, irgendwo in der Welt Arbeitskraft noch billiger einzukaufen. Konkretere Pl├Ąne, wie dieser Rose zur schuldigen Ehre zu verhelfen ist, werden noch geschmiedet. Vielleicht haben Sie eine gute Idee? Das Video von der gelben Rose in Dresden

zul. bearbeitet 2016-08-16 14:51:38

G├Ąrtner und die IG B.A.U. Ein Artikel aus dem Jahr 2005

27.07.2005, Kategorie: Gesellschaft

Hintergrund Skandal: "Hungerl├Âhne" im Gartenbau Durch eine Bundestags-Anfrage der CDU und einen Artikel in "BILD" kam es im Fr├╝hjahr 2004 ans Licht der ├ľffentlichkeit: Im Gartenbau werden die niedrigsten Tarifl├Âhne gezahlt, die es in Deutschland gibt. Alternativen Eine Gewerkschaft, in deren Zust├Ąndigkeitsbereich solche "Hungerl├Âhne" aufgedeckt werden, hat im Prinzip zwei M├Âglichkeiten zu reagieren: Reaktionsm├Âglichkeit 1: Den Skandal bem├Ąnteln, die entstandene ├ľffentlichkeit meiden, m├Âglichst nichts sagen und hoffen, da├č sich nichts tut und alles wieder im Sande verl├Ąuft. Gelingt Strategie 1, bleibt zwar das Ansehen der Organisation, deren Unterschrift immerhin unter solchen Tarifvertr├Ągen steht, bis zum n├Ąchsten Skandal unbefleckt, aber die betroffenen Arbeitnehmer stehen allein im Regen. Mitglieder werden sich fragen, wozu sie Beitr├Ąge bezahlen. Oder Reaktionsm├Âglichkeit 2: Das Problem als Handlungsauftrag erkennen, die eigenen Kr├Ąfte geschickt einsetzen und die ├Âffentliche Aufmerksamkeit als seltenen Gl├╝cksfall nutzen wie auch das Interesse der Arbeitgeberseite an einem guten Image der Branche, um endlich, zun├Ąchst f├╝r die am schlechtesten Gestellten und dann f├╝r die ganze Branche, Verbesserungen zu erstreiten. Dann verstehen Mitglieder, wozu sie Beitr├Ąge bezahlen und neue Mitglieder k├Ânnen hinzugewonnen werden. Die Satzung der IG B.A.U. gebietet ├╝brigens Reaktionsweise 2: jedes Mitglied hat: "die wirtschaftlichen [...] Interessen der Mitglieder zu f├Ârdern". Die hauptamtlichen Funktion├Ąre reagierten jedoch nach Muster 1. Nur wenige Tage zuvor waren in der IG B.A.U. durch eine in der Gewerkschaftsgeschichte beispiellose Aktion des Bundesvorstands die hauptamtlich Verantwortlichen f├╝r den Gartenbau komplett ausgewechselt worden. Die aus ihren ├ämtern verjagten vorher Zust├Ąndigen h├Ątten Strategie 2 gew├Ąhlt. Vernachl├Ąssigte Branche Schon zu Zeiten, als noch die GGLF f├╝r sie zust├Ąndig war, waren die Arbeitnehmer im Gartenbau ein Stiefkind der Gewerkschaft. Die GGLF hatte ihren Schwerpunkt im Forst. G├Ąrtner waren von jeher selten Gewerkschaftsmitglieder. Wo sie arbeiten, ├╝berwiegend in Klein- und Kleinstbetrieben, ist die Macht des Chefs normalerweise die einzig erfahrbare Realit├Ąt. Eine Gewerkschaft h├Ątte sich wohl ├╝ber Geb├╝hr anstrengen m├╝ssen, um in so einer Branche den Organisationsgrad ├╝ber die jetzigen 0,9% hinaus zu erh├Âhen und daraufhin als ernstgenommener Verhandlungspartner bessere L├Âhne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Durch ihre Inaktivit├Ąt allerdings, war und ist es f├╝r die Arbeitnehmer erst recht schwer einsehbar, wozu sie von ihrem wenigen Verdienst 1,15% Beitrag an die Gewerkschaft abzweigen sollten - ein Teufelskreis. Anders im Forst: Forstleute sind von jeher gut organisiert und arbeiten h├Ąufig im ├ľffentlichen Dienst, wo es einer Gewerkschaft viel leichter f├Ąllt, pr├Ąsent zu sein als in einer Familienbetriebs-G├Ąrtnerei. So wurde im Gartenbau die Aufsplitterung in viele L├Ąndertarife nie angetastet. Die Arbeitgeber erh├Âhten die schlechten L├Âhne nur aus G├╝te ab und zu ein wenig. Standards der westdeutschen Wohlstandsgesellschaft wie 13. Monatsgehalt, Schlechtwetterregelung u.v.m. gelangten nie in Tarifvertr├Ąge des Gartenbaus. Daf├╝r kam die Flexibilisierung der Arbeitszeit schon fr├╝h hinein, und in einem Ma├č, von dem heute Arbeitgeber anderer Branchen tr├Ąumen. Nun war die GGLF leider eine kleine, finanzschwache Gewerkschaft. Daher konnten, als Mitte der Neunziger Jahre ihre Fusion mit der gro├čen IG BSE zur IG B.A.U. anstand, Arbeitnehmer in den vernachl├Ąssigten Branchen hoffen, die nun viel st├Ąrkere Organisation werde endlich etwas bewegen. Tats├Ąchlich zeigte es sich, da├č der gro├če Bruder keinen Grund sah, auf dem unattraktiven gr├╝nen Gebiet Vers├Ąumtes aufzuarbeiten und wenig bis gar kein Verst├Ąndnis f├╝r die gr├╝nen Spezialprobleme mitbrachte. Kaum ein Bezirksgesch├Ąftsf├╝hrer wollte sich den Kopf mit solchen Feinheiten zerbrechen wie zum Beispiel, ob ein G├Ąrtner nun dem Gartenbau (Ecklohn je nach Tarifbezirk ) oder dem Garten- und Landschaftsbau zuzuordnen sei (Ecklohn ). Mitglieder und ehrenamtliche Funktion├Ąre erhielten aus solchen und noch banaleren Gr├╝nden die f├╝r sie bestimmten Informationen aus der Organisation unregelm├Ą├čig oder gar nicht. Kommunikationsst├Ârung mit System Man bezeichnete das als Kommunikationsproblem zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen und suchte flei├čig und wohlmeinend L├Âsungswege auf Sitzungen, Konferenzen und Spezialseminaren. Aber man drehte sich nur im Kreis. All die Reise- und Hotelkosten waren zum Fenster hinausgeworfenes Geld, die verdiskutierte Zeit war verschwendete Zeit. Denn obwohl sie ihre Geh├Ąlter von den Mitgliedsbeitr├Ągen bezahlt bekommen und sie nach au├čen hin bis heute mit Slogans wie "Mitmachgewerkschaft" werben, sahen die Hauptamtlichen gar keinen Bedarf, auf die Mitglieder und die gew├Ąhlten ehrenamtlichen Gremien zu h├Âren. Je gest├Ârter die Kommunikation der Ehrenamtlichen, desto ungest├Ârter k├Ânnen sie nichts zur Ver├Ąnderung der Verh├Ąltnisse tun. Am ├Ąrgsten traf es die Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau . Ihr Vorsitzender reiste gern viel, am liebsten mit dem Flugzeug, nicht nur zu Gewerkschaftssitzungen sondern auch zu Veranstaltungen von Arbeitgeberorganisationen. Seine Kollegen erfuhren von ihm nicht, was er dort tat. Die Arbeitgeber jedoch erfuhren offenbar durch ihn Personalien, die sie in Tarifverhandlungen verwendeten, um Tarifkommissionsmitglieder auf Gewerkschaftsseite pers├Ânlich anzugreifen. Der st├Ąndige Tenor seiner Diskussionsbeitr├Ąge war ├╝brigens, da├č man sich "bewegen" m├╝sse. Wohin, vermied er, direkt auszusprechen. Kurzzeitiger Silberstreif am Horizont Neue Personen Auf dem Ordentlichen Gewerkschaftstag 2002 wurde Kritik an Klaus Pankaus (das bis dahin f├╝r den Gr├╝nen Bereich zust├Ąndige Bundevorstandsmitglied) Geringsch├Ątzung der Ehrenamtlichen vorgebracht. Daraufhin bekam er nicht gen├╝gend Stimmen, um wieder in den Bundesvorstand gew├Ąhlt zu werden. Seine Karriere hat er dann nicht auf Arbeitnehmerseite fortgesetzt, er ist jetzt Personalchef bei WISAG, einem Konzern, der in den IG-B.A.U.-Branchen Geb├Ąudereinigung und Garten- und Landschaftsbaubetrieb t├Ątig ist. Neu in den Bundesvorstand wurde Margot Gudd gew├Ąhlt, vorher Gesch├Ąftsf├╝hrerin im Bezirksverband Wiesbaden-Limburg. Sie wurde f├╝r den gr├╝nen Bereich (Vorstandsbereich V) zust├Ąndig. Anders als Pankau hat sie eine Vorgeschichte als Arbeitnehmerin in einer IG-B.A.U.-Branche, und zwar der Geb├Ąudereinigung, einer ├Ąhnlich wie der Gartenbau von der Gewerkschaft tarditionell vernachl├Ąssigten Branche mit geringem Ansehen, schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung. Margot Gudd bat uns in der Bundesfachgruppe Gartenbau, ihr als Branchenfremder aus unserer Berufserfahrung die Verh├Ąltnisse im Gartenbau zu erkl├Ąren und die Probleme zu benennen, die am dringendsten anzupacken seien. Darin unterschied sie sich fundamental von ihrem Vorg├Ąnger und ihrem Nachfolger. Die dozieren lieber von oben herab ├╝ber die Lage und da├č nichts daran zu ├Ąndern sei. Wenn Margot Gudd ihre Unterschrift unter einen Tarifvertrag setzen sollte, fragte sie sich zuvor, ob sie mit ihrem Namen unter solch einem Dokument gut schlafen k├Ânnen w├╝rde. Solche Gewissensfragen stellten und stellen sich ihre Vorg├Ąnger und Nachfolger auch nicht. Mit Karl-Heinz Lach stellte sie einen Branchengesch├Ąftsf├╝hrer ein, von dessen Erfahrung in der Branche, politischem Scharfblick und taktischem Kalk├╝l zu "bef├╝rchten" war, da├č er etwas ins Rollen bringen w├╝rde. Kommunikationsflu├č Auf einmal funktionierte dann auch der Informationsflu├č, jedenfalls soweit der Bundesvorstandsbereich V daf├╝r zust├Ąndig war. Der Bundesfachgruppenvorstand wurde durch Kopien der wichtigsten Korrepondenz laufend auf dem neuesten Informationsstand gehalten und konnte bei seinen viertelj├Ąhrlichen Treffen ohne Umschweife direkt zur Sache kommen. Eine Menge Geld, das normalerweise f├╝r unfruchtbare Kommunikationsdebatten vergeudt wird, wurde dadurch gespart. Ziele und Eckpunkte Gemeinsam, in wenn n├Âtig harten Diskussionen, wurden Nah- und Fernziele abgesteckt, die der R├╝ckst├Ąndigkeit der Branche an die Wurzel gegangen w├Ąren und f├╝r die es sich wieder lohnte, als G├Ąrtner Gewerkschaftsmitglied zu sein: * Erh├Âhung der Skandall├Âhne in Ostdeutschland an das westdeutsche Niveau - und langfristig ein Bundes-Tarifvertrag f├╝r den Produktionsgartenbau; * stufenweise Angleichung des Gartenbau-Tarifs an den Tarif des garten- und Landschaftsbaus, denn G├Ąrtner in der Produktion arbeiten genauso qualifiziert und engagiert wie ihre Kollegen im Garten- und Landschaftsbau, viele werden sogar direkt im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt; * Verhindern der von den Arbeitgebern geforderten Scheren├Âffnung zwischen steigenden L├Âhnen f├╝r die wenigen hoch qualifizierten "Antreiber" und Billigl├Âhnen f├╝r immer mehr ungelernte, die die Masse der Arbeit verrichten sollen. * Entlastung der im Freien arbeitenden G├Ąrtner vom alleinigen Tragen des Schlechtwetterrisikos, denn auch G├Ąrtner m├Âchten ihren Urlaub nicht f├╝r die Zeit aufheben, in der es drau├čen zum arbeiten zu na├č und zu kalt ist - und keine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit, oder, anders ausgedr├╝ckt, keine Streichung der ├ťberstundenzuschl├Ąge. Eine Strategie zur Erreichung dieser Ziele wurde ausgearbeitet. Es wurden Kontakte gekn├╝pft. Hoffnungsvolle Anfangserfolge Es wurden auch schon einige Erfolge erreicht. In Bayern hatten die Arbeitgeber genug von der Blockadepolitik ihres eigenen Spitzenverbandes und kamen der Gewerkschaftsforderung entgegen. Daraufhin sahen sich die nordrhein-westf├Ąlischen G├Ąrtnereien in ihrer Ehre gekr├Ąnkt, die bestbezahlenden in Deutschland zu sein und legten ebenfalls zu. Viel mehr war kurzfristig nicht zu erwarten, bevor wir nicht unsere Mitgliederbasis vergr├Â├čert hatten und wird auch von anderen Verhandlern nicht erzielbar sein. Wo die Arbeitgeber unannehmbare Forderungen stellten, wurde lieber gar kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Vor allem im Garten- und Landschaftsbau gab es wegen der Arbeitgeberforderung nach "gro├čer Flexibilisierung" jahrelang keinen Abschlu├č. Im Herbst 2003 begannen die Arbeitgeber im Produktionsgartenbau, sich an diese Flexibilisierungsforderung anzuschlie├čen und unsere beiden Bundesfachgruppen verst├Ąndigten sich darauf, noch enger zusammenzuarbeiten, um keinen Dammbruch zu riskieren. Die Garten- und Landschaftsbau-Fachgruppe war jedoch nicht einstimmig gegen diese Flexibilisierung, ihr Vorsitzender arbeitete daran, den Widerstand aufzuweichen. Diese Uneinigkeit war eine Schwachstelle der Branchenarbeit im Gartenbau, deshalb versuchten wir im Winter 2003/2004, sie auf unseren gemeinsamen Sitzungen beider Bundesfachgruppen zu ├╝berwinden. Keiner rechnete aber damit, da├č ausgerechnet der Bundesvorstand unserer eigenen Gewerkschaft diese Schwachstelle ausnutzen w├╝rde, um das ganze erfolgreich Begonnene zu zerst├Âren: Der Putsch gegen den Vorstandsbereich V aus heiterem Himmel ... Nur ├╝ber private Kontakte erfuhren wir Mitglieder des Bundesfachgruppenvorstands Gartenbau Ende April von dem Putsch des Bundesvorstands am 19. April 2004 gegen den Vorstandsbereich V: Margot Gudd wurde per Gesch├Ąftsverteilungsbeschlu├č die Zust├Ąndigkeit f├╝r unsere Branchen weggenommen und unser Branchensekret├Ąr wurde fristlos entlassen. Der Gr├╝ne Bundesvorstandsbereich V wurde aufgel├Âst. Einen Teil der Branche, den Garten- und Landschaftsbau, ├╝bernahm der Bundesvorsitzende Klaus Wieseh├╝gel in seinen eigenen Zust├Ąndigkeitsbereich, den Rest h├Ąngte man dem Vorstandsbereich III Landwirtschaft (Hans-Joachim Wilms) an. Erst am folgenden Wochenende rief Hans-Joachim Wilms beil├Ąufig von unterwegs aus dem Auto unseren Bundesfachgruppenvorsitzenden an, um ihm kurz und ohne auf R├╝ckfragen zu antworten die vollendeten Tatsachen mitzuteilen. Von da an liefen unsere Telefondr├Ąhte hei├č, aber wir waren alle viel zu lang damit besch├Ąftigt, die Tatsachen als Tatsachen zu erkennen und unser naives Vertrauen in die Spitze unserer Organisation abzubauen, um postwendend so effektiv agieren zu k├Ânnen, wie das der Forstbereich fertigbrachte: Der konnte sich durch massiven Protest Karl-Heinz Lach wenigstens f├╝r eine ├ťbergangszeit als Branchensekret├Ąr erhalten. Wir schrieben einen Protestbrief an den Gewerkschaftsrat, das h├Âchste Organ zwischen den Gewerkschaftstagen, mit der Bitte, die neue Gesch├Ąftsverteilung wieder r├╝ckg├Ąngig zu machen. Da wir die Adressen der Mitglieder dieses Gremiums nicht parat hatten, ging der Brief mit der Bitte um Weiterleitung an den Bundesvorstand - und wurde dort zur├╝ckgehalten. Mitgliederverdummung und Mobbing Die "taspo" berichtete in der n├Ąchsten Woche auf der Titelseite und seither bei jeder sich bietenden Gelegenheit ├╝ber die Arbeitgeberfreundlichkeit der neuen Branchenvertreter auf Seiten der IG B.A.U. Der "Grundstein" thematisierte den Konflikt bis heute ├╝berhaupt nicht. Nur wer zwischen den Zeilen liest, konnte aus der Ank├╝ndigung eines Au├čerordentlichen Gewerkschaftstags mit Erg├Ąnzungswahlen schlie├čen, da├č es im Bundesvorstand Krach gegeben haben k├Ânnte. Wo man auch bei der IG B.A.U. nachfragte, bekam man die gleiche, offenbar zentral sprachgeregelte, inhaltslose Antwort: Es m├╝sse etwas sehr Schwerwiegendes gegen die beiden vorliegen, denn sonst w├╝rde der Bundesvorstand keine so au├čergew├Âhnlichen Schritte ergreifen. Die Begr├╝ndung f├╝r die Schritte sollten also allen Ernstes die Schritte selbst sein! Die Gr├╝nde w├╝rde man nicht offenlegen, "um den Betroffenen nicht zu schaden". Diese Argumentation mu├č man erst einmal so richtig auf sich wirken lassen: Genau wie in Hans Christian Andersens M├Ąrchen "Des Kaisers neue Kleider" h├Ątte nur jemand dazwischenrufen brauchen: "Ihr hattet ja gar keine Gr├╝nde!" Aber das tat niemand. Im Gegenteil: F├╝hrten wir konkrete Gr├╝nde f├╝r die Tatsache an, da├č Margot Gudd und unser Branchensekret├Ąr zuverl├Ąssige und ehrliche Leute sind und viel f├╝r unsere Branche geleistet haben, so brachten es Hauptamtliche, ohne sich zu sch├Ąmen, fertig zu behaupten, ihre unsichtbaren Pseudo-Gr├╝nde w├Âgen noch schwerer als unsere offen zutage liegenden, obwohl - oder weil? - keiner sie sehen konnte! Erst wurde auf eine Sitzung des Gewerkschaftsbeirats Mitte Mai vertr├Âstet, dort w├╝rden alle Gr├╝nde offengelegt - wurden sie aber nicht. Immer noch kam keiner auf die Idee, da├č es gar keine Gr├╝nde gab. Dann hie├č es, auf einem Au├čerordentlichen Gewerkschaftstag im September, der zur Wahl eines Nachfolgers von Margot Gudd einberufen werden mu├čte, w├╝rden sie bekanntgemacht - wurden sie auch nicht! Inzwischen hatte man dem Klatsch und Geschw├Ątz die Z├╝gel schie├čen gelassen und, wie es so geht, wu├čte allm├Ąhlich jeder gen├╝gend Gr├╝nde, warum es so gekommen sein k├Ânnte, so da├č keiner mehr eine Begr├╝ndung vom Bundesvorstand einforderte. Margot Gudd brachte man dahin, ihr Dienstverh├Ąltnis mit der IG B.A.U. zu k├╝ndigen und glaubte, den ganzen Konflikt erfolgreich ausgesessen zu haben. Auf dieselbe Weise k├Ânnte man jede Gewaltma├čnahme gegen jedes beliebige andere Bundesvorstandsmitglied genauso gut rechtfertigen. Die Kritikf├Ąhigkeit in der IG B.A.U. ist also noch auf dem Stand, den Andersens M├Ąrchen anprangerten, und der Bundesvorstand verstand es, diesen traurigen Umstand auf perfide Weise f├╝r seine Zwecke einzusetzen: die Ger├╝chtek├╝che anheizend, tat er noch so, als sch├╝tze er die, die er dem Geschw├Ątz preisgab. Die sogenannte Mitmachgewerkschaft zeigt ihr wahres Gesicht Eine "Mitmachgewerkschaft", als die sie sich in der Mitgliederwerbung am liebsten darstellt, wo jeder "mitmachen, mitgestalten, mitver├Ąndern" k├Ânnen soll, kann die IG B.A.U. nicht sein, wenn ihre hauptamtlichen Funktion├Ąre es schaffen k├Ânnen, einen Bundesvorstandsbereich aufzul├Âsen, ein gew├Ąhltes Bundesvorstandsmitglied aus dem Amt zu dr├Ąngen und eine Branche organisatorisch aufzul├Âsen, ohne da├č jemand etwas mitbekommt. Mitmachen ist offensichtlich nicht erw├╝nscht. Beitr├Ąge zahlen und sich nicht in die Politik einmischen, die die hauptamtlichen Funktion├Ąre allein machen, auch gegen die Arbeitnehmerinteressen, das soll die Basis. Deshalb wird sie in Unkenntnis gehalten. Das einzige gewerkschaftsweite Kommunikationsmedium, der monatliche "Grundstein/S├Ąemann", druckt wie Parteiorgane in totalit├Ąren Systemen nur "positive" Leserbriefe und bringt nur Artikel ├╝ber "positive" Themen. Welchen Wirklichkeitsbezug die "Grundstein"-Artikel haben zeigt folgende Anekdote: einen Bericht ├╝ber ihre Vorstandssitzung konnten die erstaunten Mitglieder der Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau bereits im "Grundstein" lesen, bevor ihre Sitzung ├╝berhaupt angefangen hatte! Der ganze Putsch gegen den Gr├╝nen Bereich war im "Grundstein" komplett unsichtbar gemacht, die gr├╝nen Seiten wurden derweil mit Tips zur Pflanzenpflege und dergleichen gef├╝llt. Nicht besser steht es um die Netzseite auf http://www.igbau.de. Vor wenigen Jahren gab es dort noch ein Forum, in dem jeder seine Meinung zur Diskussion stellen konnte: das ist beim letzten Redesign entfernt worden. Fr├╝her konnten Gewerkschaftsgliederungen auch eigene Netzseiten gestalten und von der IG-B.A.U.-Seite verlinken lassen, auch das wird, angeblich aus Design-Gr├╝nden, nicht mehr erlaubt, und die Seiten der Bezirksverb├Ąnde sind seither auf eine ganz einheitliche graue Inhaltsleere zur├╝ckgef├╝hrt. Die hauptamtlichen Funktion├Ąre bedienen sich also des "Grundstein" und der Website, um ihre Sicht der Dinge allen Mitgliedern zu vermitteln und ihrer B├╝rotechnik, um untereinander zu kommunizieren. Die ehrenamtlichen k├Ânnen sich weder an alle wenden noch sich untereinander austauschen au├čer nach Feierabend und auf eigene (Telefon-, Online-, Porto-)Kosten. Die Hauptamtlichen k├Ânnten die Diskussion und die Kommunikation in der Organisation f├Ârdern, wenn sie wollten. Das wollen sie aber offenbar nicht. Wie blitzschnell und effektiv ihre Kommunikationswege funktionieren, erlebte man im Gefolge des Putsches bei mehreren Mobbing-Aktionen gegen Ehrenamtliche, die Protest ge├Ąu├čert hatten. Sie erhielten gut koordinierte Anrufe von Hauptamtlichen aus allen Richtungen mit der Aufforderung, sich zur├╝ckzuziehen. Die scheinheilig beklagten Kommunikationsdefizite sind ein Werkzeug, das bestimmte Teile der IG B.A.U.-Hauptamtlichen mit Meisterschaft gebrauchen, um ihre Politik gegen die Mitglieder durchzusetzen. Die Auswirkungen Weder Margot Gudd noch Karl-Heinz Lach haben nichts getan, das es gerechtfertigt h├Ątte, den Gr├╝nen Bereich in der IG B.A.U. zu zerschlagen. Warum macht der Bundesvorstand so etwas? Es wird sein Geheimnis bleiben, aber man kann aus den Resultaten, die er geschaffen hat, auf seine Absichten schlie├čen: Die Bundesfachgruppen Er hat den gr├╝nen Bundesfachgruppen klargemacht, da├č auf sie ├╝berhaupt nichts ankommt. Branchensekret├Ąr und zust├Ąndiges Bundesvorstandsmitglied werden ohne R├╝cksprache mit den Bundesfachgruppen eingesetzt und ausgetauscht. Bei der ├ťbergabe der Gesch├Ąfte wird ausdr├╝cklich nicht auf Kontinuit├Ąt geachtet. Die Fachgruppen k├Ânnen den neuen Zust├Ąndigen jetzt wieder ├╝ber ein Jahr hin oder l├Ąnger vortragen, was sie wollen - bevor die endlich anfangen k├Ânnten, es in die Tat umzusetzen (gesetzt den Fall, da├č sie das ├╝berhaupt wollen), werden sie wieder abberufen. Funktionierende und fruchtbringende Zusammenarbeit wird dagegen sofort und massiv unterbunden. Der innere Zwist in der Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau wurde zwar einstweilen beigelegt: ihrem umstrittenen Vorsitzenden wurde einer der Gewerkschafts-Sitze im Vorstand der Gartenbau-Berufsgenossenschaft angeboten, woraufhin er den Vorsitz der Bundesfachgruppe seinem bisherigen Stellvertreter ├╝berlie├č. Aber was jetzt fehlt, ist die Koordination der gesamten Branchenarbeit im Gartenbau durch den Vorstandsbereich V. Die Vertretung der Garten- und Landschaftsbauer fand sich bereits am 6. Mai 2004 zu einer Sitzung nach Berlin einberufen, wo Klaus Wieseh├╝gel sie in seine Politik einzubinden versuchte. Die Bundesfachgruppe Gartenbau mu├čte am 30. 10. bei einer Sitzung mit Hans-Joachim Wilms feststellen, da├č die Eckpunkte ihrer bisherigen Arbeit den neuen zust├Ąndigen Hauptamtlichen ├╝ber ein halbes Jahr nach der Amts├╝bernahme noch gar nicht bekannt waren, wozu Wilms auch noch geradeheraus erkl├Ąrte, ihn interessiere sowieso nicht, was wir beschlie├čen, er werde darauf keine R├╝cksicht nehmen. Die Tarifverhandlungen Die taspo beobachtet genauestens die neue Tarifpolitik der IG B.A.U. im Gartenbau und stellt sie als Eingehen auf die Arbeitgeberforderungen dar. Bei den Verhandlungen, die zu den Tarifabschl├╝ssen in Bayern (Baumschulen) und Brandenburg f├╝hrten, waren keine ehrenamtlichen Tarifkommissionsmitglieder anwesend. Im Garten- und Landschaftsbau wurde zun├Ąchst viel von der ├ťbernahme der Verhandlungsf├╝hrung durch den Bundesvorsitzenden selbst erhofft. Inzwischen hat sich gezeigt, da├č er den Arbeitgebern auch nicht mehr entgegenzusetzen hat und wahrscheinlich die Verhandlungen demn├Ąchst f├╝r gescheitert erkl├Ąren mu├č. Ein Schritt, den seine Vorg├Ąngerin noch vermeiden konnte. Res├╝mmee Kurz und knapp zusammengefa├čt, hei├čt das nicht anderes als: Der IG B.A.U.-Bundesvorstand hat mit seiner Aktion gegen den Vorstandsbereich V den Arbeitgebern in die H├Ąnde gespielt und den G├Ąrtnern geschadet. Er hat die endlich erfolgreich begonnene Branchenarbeit in dieser vernachl├Ąssigten Branche mutwillig kaputtgemacht. Die IG B.A.U. kann sich nicht Interessenvertreter der Arbeitnehmer im Gartenbau nennen. Ausblick Im Jahr 2005 findet allerdings der n├Ąchste Gewerkschaftstag statt. Es bleibt abzuwarten, ob der jetzige Bundesvorstand verhindern kann, da├č diesem h├Âchsten Organ der Gewerkschaft die hier geschilderten Vorg├Ąnge bekannt werden. Falls nicht, k├Ânnte es sein, da├č doch noch die Gerechtigkeit siegt und wieder einmal Bundesvorstandsmitgliedern Stimmen zur Wiederwahl fehlen. Ob das den G├Ąrtnern etwas bringen wird, bleibt dann immer noch abzuwarten. [an error occurred while processing this directive]

zul. bearbeitet 2016-08-22 21:13:16

00.00.0000, Kategorie: Gesellschaft

"Viele Firmen klagten ├╝ber Fachkr├Ąftemangel, meinten jedoch eigentlich einen Mangel an modernen Arbeitssklaven." https://www.fr.de/rhein-main/auf-dem-bau-ausgebeutet-91696740.html

zul. bearbeitet 2022-07-30 13:08:49

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