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zeitungsausschnitte 2009—2021

Von Ende 2009 an war ich m.o.w. 10 Jahre lang intensiver Twitter-Nutzer. Meine Timeline hat mich mit Links zu interessanten Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften geradezu überhäuft. Als ehemaliger Geschichts-Student konnte ich nicht anders, als die mir am wichtigsten scheinenden aufzubewahren. Als Datenbank-Enthusiast nicht wie meine Zeitungsausschnitt-Sammlung von früher auf dem Dachboden, sondern als Datenbank voller Links, die nun hier von jedermann mit ähnlichen Interessen von zuhause aus mitbenutzt werden kann. Als Gutes in der Presse hinter Bezahlschranken verschwand, Klickmagneten und Propaganda übrigblieben, die "Debatte" in den "Social Media" zum Davonlaufen wurde, erlahmte mein Sammeleifer.

Wenn Sie links nichts ausgewählt haben, erscheinen die 50 zuletzt eingetragenen oder geänderten Lesezeichen.

Umgang mit Corona: Ich erkenne Deutschland nicht wieder

Tim Röhn in Die Welt, 01.09.21

... Kein Gespräch in Köln oder Berlin, ohne dass man gefragt wird, ob man denn schon geimpft ist ... der sehr, sehr gute Freund, der mir sagte, ich sei „rechts“ – weil ich finde, dass es für Grundrechtsbeschränkungen überzeugende Argumente geben muss ... Warum kann ich nicht Zweifel an der Aussagekraft von PCR-Tests und dem Nutzen all der Maßnahmen äußern, ohne dass ich daran erinnert werde, dass genau das ja schon einmal ein Querdenker gesagt hat? Wenn der Querdenker ankündigt, dass nach dem Sommer der Herbst kommt – sollte ich dann mit dieser Prognose künftig vorsichtig sein? ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Angstgesellschaft · Lust am Untergang · Obrigkeitshörigkeit ·

Wer befreit endlich unsere Kinder?

Andreas Rosenfelder in Die Welt, 22.08.21

"Man kann in alldem eine unglückliche Anhäufung gut gemeinter Einzelmaßnahmen sehen, verhängt von hilflosen Politikern, Bürokraten und Schulleitern. Man kann diese Eingriffe, wenn man sie in ihrer Summe und Dauer würdigt, aber auch als Verbrechen an einer ganzen Generation betrachten. ... Wer sie systematisch so behandelt, als seien sie in erster Linie bloßes Mittel zu dem Zweck, Infektionszahlen niedrig zu halten, der verletzt ihre Menschenwürde. ... Dabei hat der fortgesetzte Irrsinn an deutschen Schulen – Franzosen, Spanier oder Engländer sind fassungslos, wenn man davon berichtet – schon lange nichts mehr mit den Erfordernissen der Pandemiebekämpfung zu tun. "

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Schule ·

Brüggemann: „Sagt Eure Meinung, schwimmt nicht mit dem Strom“

Dietrich Brüggemann im Interview in Berliner Zeitung, 20.08.21

Der Regisseur Dietrich Brüggemann war einer der Vordenker von #allesdichtmachen. Heute ermuntert er alle, die Sorgen haben, ihre Stimme zu erheben.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Während Afghanistan fällt: Merkels fatales Lachen

Matthias Heine in Die Welt, 17.08.21

"Es gibt in der Tat einen gravierenden Unterschied: Laschet kann nichts für die Flut. Aber Merkel ist mitverantwortlich für das Desaster in Afghanistan. ... Wenn es in dieser düsteren Zeit irgendetwas Tröstliches gibt, dann dies: Erst durch die absurde Coronakratie und jetzt durch die Hilflosigkeit deutscher Politik angesichts von Afghanistan sind kurz vor dem Ende von Merkels Amtszeit ihre Inkompetenz, ihr Opportunismus und ihr Desinteresse für jeden offensichtlich geworden, der nicht die Augen zukneift. Seit Längerem spricht einiges dafür, dass Merkel später einmal als die verhängnisvollste Kanzlerin der Bundesrepublik beurteilt wird."

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Rückgang von Bewohnerzahlen: "Die Menschen haben das Vertrauen in die Pflegeeinrichtungen verloren“

Katja Klapsa in Die Welt, 17.08.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Pflegeheim ·

Merkels „große Reden“: Die überwältigende Leere

Magnus Klaue in Die Welt, 17.08.21

"In Deutschland sieht es anders aus. Seit das Land geteilt, teildemokratisiert, wiedervereinigt und wiedergutgemacht wurde, wird hier die politische Prosa durch breiige Harmonie und eine Art bürokratisch neutralisierte Volkstümlichkeit bestimmt. Es ist der Jargon einer immer noch großmannssüchtigen Klientel, die sich aber infolge oktroyierter Liberalisierung angewöhnt hat, ihre Hybris für Bescheidenheit und ihren bösen Willen für einen guten zu halten. Ihre Sprache ist ebenso süßlich wie sachlich, von herzenswarmer Kälte und eiserner Sensibilität. Die vorläufig letzte Schwundstufe dieser Rhetorik stellt Annalena Baerbocks grüne Gemeinplatzsammlung „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ dar; den ehrenwertesten Versuch, durch die Banalität der Politprosa hindurch ein paar Gedanken zu formulieren, hat Sahra Wagenknecht in „Die Selbstgerechten“, ihrem Pamphlet gegen das gründeutsche Bürgertum, unternommen. ... Dem Habitus der schmallippigen Volkssachbearbeiterin, den sie in der FDJ gelernt und seitdem beibehalten hat, ist das Pathos charismatischer Herrschaft fremd, und anders als viele Bürger es sich von ihrer Vorgesetzten wünschen, ist sie kein Charakterkopf. Gerade deshalb aber ist es unfreiwillig komisch, ihr anlässlich ihrer bevorstehenden Demission eine Größe anzudichten, die sie nie gehabt hat. ... Die überwältigende Leere, die man nach Lektüre der Reden empfindet, ..."

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Ende | „Es ging nie um Frieden in Afghanistan“

Paniz Musawi Nazanzi im Interview in der Freitag, 17.08.21

"Gezielter Demokratieaufbau von außen muss also scheitern? Wir konnten hier sehr genau beobachten, wie das Nationbuilding mithilfe einer nationalen Elite, die aus dem Ausland zurückkehrt und mit westlichen Staaten zusammenarbeit, scheitert. Jeder Mensch konnte in Afghanistan sehen, wie die Hilfsgelder in der afghanischen Elite monopolisiert werden. Die haben sich mit dem Geld für ihre tolle Projektarbeit dann in Doha oder Kanada Häuser gekauft! Nicht nur die afghanische Elite, auch Entwicklungshelfer aus den USA sind mit den Entwicklungsgeldern reich geworden. Und haben sich natürlich rechtzeitig in Washington in Sicherheit gebracht. ... es ging nie um Frieden in Afghanistan. Es ging immer nur darum, mit dem Land einen Alliierten in der Region zu haben. Denn um wie viel afghanisches Leben weniger wert ist als amerikanisches oder deutsches Leben – das sehen wir ja jetzt."

Kategorie: Nahost · Schlagwörter: Afghanistan ·

Ära Merkel | Bald haben wir sie geschafft

Stefan Hebel in der Freitag, 17.08.21

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Missbrauchte Wissenschaft

Olivia Mitscherlich-Schönherr in Die Welt, 17.08.21

"Unter dem unverhohlenen Druck der Politik hat die Stiko ihre Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche geändert. Der Fall entlarvt eine Corona-Politik, die sich auf die Wissenschaft beruft, um ihr Handeln als alternativlos auszugeben. Höchste Zeit, sie in Frage zu stellen."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Wissenschaft ·

Einander wieder begegnen

Andreas von Westphalen in Telepolis, 16.08.21

In der Corona-Krise droht ein Verlust der Mitmenschlichkeit. Insbesondere auch, weil einige fundamentale Fehlannahmen über die Natur des Menschen herrschen

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Kosten der Pandemie: „Investieren wir in viele extrem teure Maßnahmen, sterben Menschen an anderer Stelle“

Georg Marckmann im Interview in Die Welt, 15.08.21

"wenn es in diesem Bereich tatsächlich nicht um Geld ginge, müssten wir sehr viel mehr gegen soziale und ökonomische Ungleichheiten tun. Nehmen wir als Beispiel die Lebenserwartung von Männern. Reiche Männer leben zehn Jahre länger als arme. ... Die Pandemie hat die sozioökonomischen Unterschiede noch verschärft. Die gehören mit zu den gravierendsten Gesundheitsrisiken."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Lockdown ·

Ich verlange ein unwiderrufliches Versprechen

Ulrike Guérot in Die Welt, 13.08.21

"Ich hätte mir im Februar 2020 nicht die Hälfte der Dinge vorstellen können, die seither in der Bundesrepublik Deutschland passiert sind, einem Land, in dessen Institutionen und Funktionsträger ich bisher immer Vertrauen hatte."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Der Linksruck, der keiner war

Daniel Reitzig in jacobinmag, 29.07.21

"Vor weniger als zwei Jahren trat ein Bündnis aus Erneuerern und Jusos an, um die SPD aus der neoliberalen Sackgasse zu führen. Von dem vermeintlichen Aufbruch ist so gut wie nichts mehr zu spüren. "

Kategorie: SPD · Schlagwörter: Kevin Kühnert · Norbert Walter-Borjahns · Olaf Scholz · Saskia Esken ·

Eklat beim Parteitag der Grünen - Eine Lehrstunde in doppelten Standards

Bernd Stegemann in Cicero, 13.06.21

"... Die alten sozialdemokratischen Parteien hatten ihre emotionale Basis in einer Arbeitserfahrung, in der Zuverlässigkeit, Solidarität und Fairness wichtig und in denen Ausbeutung und Ungerechtigkeit an der Tagesordnung waren. Eine Partei, die diese Gefühle ansprach und gegen die Ungerechtigkeiten einschritt, wurde gewählt. Aus Politik wird moralische Bevormundung Das emotionale Grundgerüst grüner Politik besteht hingegen aus der Empörung und dem Selbstbewusstsein, dass sich die Welt dem eigenen Gefühl nicht verweigern darf. ... muss man sich nur vorstellen, die Emckesche Aussage wäre von einem umstrittenen Denker wie beispielsweise Richard-David Precht auf einem Parteitag der CDU oder gar der AfD getätigt worden. ..."

Kategorie: Parteien · Schlagwörter: Grüne · Medien ·

„Wir waren lange gelähmt“

Olivia Mitscherlich-Schönherr in Der Freitag, 09.06.21

"... Habermas hat damals – ganz grob formuliert – auf ein gefährliches Vertrauen in die naturwissenschaftliche Erkenntnis hingewiesen. Wenn wir Wissenschaft und Technik verabsolutieren, wenn wir sie entgrenzen, kann es geschehen, dass diese Formen der Aufklärung uns nicht mehr Freiheit und Selbstbestimmung bringen, sondern dass sie selbst zu einem System der Abhängigkeit werden. ..."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Freiheit · Leben · Naturwissenschaften · Philosophie ·

„120.000 Geschäfte werden aufgegeben, viele davon in aller Stille“

Michael Gassmann in Die Welt, 08.06.21

"... In der ersten Juni-Woche lagen die Umsätze im Innenstadthandel immer noch um 16 Prozent unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahreswoche. Das ist besser als die Minusraten von teilweise 60 oder 70 Prozent in den Vorwochen. Aber es reicht nicht aus, um Handel wirtschaftlich zu betreiben, also Miete, Personal und alle anderen Kosten zu bezahlen. ... Kaufimpulse können auf die Dauer nicht nur über den Preis gesetzt werden. Vielmehr machen Mode, Qualität, Anspruch und Vielfalt erst richtig Lust aufs Einkaufen. ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Hohle Worte für die Kultur

Berthold Seliger in Telepolis, 01.06.21

"... Man fragt sich ja immer, wenn man derartige Stellungnahmen von Politiker:innen wie Herrn Scholz oder Frau Grütters hört, ob bei ihnen schlicht Ignoranz gegenüber der Realität zum Beispiel des Konzertgeschäfts oder doch einfach eine generelle Inkompetenz vorherrscht. ...

Kategorie: Kultur · Schlagwörter:

Frankfurt: Der Pandemie-Experte, dem man nicht zuhörte – „Widerlegt wurde ich bisher nicht“

René Gottschalk im Porträt in Frankfurter Rundschau, 01.06.21

"... Würde es nach dem Infektiologen gehen, könnte die Eintracht vor Publikum spielen, wären die Städtischen Bühnen offen, die Museen, Geschäfte und viele andere Einrichtungen mit guten Hygienekonzepten ebenfalls. ... Ein Arzt orientiert sich bei seinen Entscheidungen an den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft. Ein Vorgehen, das Gottschalk in der Bundespolitik vermisst: „Es werden Gesetze gemacht aufgrund nicht vorhandener Evidenz. Das ist nicht in Ordnung.“ Die wahren Expert:innen seien die Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens. „Wir haben das Ganze im Blick.“ Nicht die Virolog:innen, die sich in den Talkshows die Klinken in die Hand gaben. Nicht ein SPD-Abgeordneter Ka rl Lauterbach oder eine Anne Will. „Sie wollen ja auch nicht von einem Augenarzt am Herzen operiert werden.“"

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Identitätspolitik: Woke und weltfremd

Teseo La Marca in Telepolis, 31.05.21

Kategorie: , seltsame · Schlagwörter:

Svenja Beller in der Freitag, 30.05.21

... es ist ja so bequem, und unsere Politiker sagen uns ja auch die ganze Zeit, Einkaufen in Einzelhandelsgeschäften am Ort sei unnötiger Luxus, höchstens nötig, solangs noch alte Leute gibt, die kein Internet bedienen können ...

Kategorie: Größenwahn · Schlagwörter: #shoplocal · amazon ·

„Mi r geht das Kind kaputt“: Warum Deutschland seinen Jüngsten nach der Pandemie etwas schuldet

Imre Grimm in rnd.de, 27.05.21

„Mama!“, schluchzte Lina, tief verzweifelt. „Ich will tot sein! Lass mich endlich sterben, dann bin ich im Himmel. Und da gibt es kein Corona!“ ... Doch während die Regierung 9 Milliarden Euro allein in die Lufthansa pumpte, umfasst das „Aufholprogramm“ für Jüngere gerade mal 2 Milliarden Euro. Schon das Wort ist verräterisch. Aufholprogramm. Das klingt nach Leistungsrückstand und Defizitkorrektur. Als gehe es nur darum, den künftigen Arbeitnehmern in einem Crashkurs den Fehlstoff einzubimsen. Aber was ist mit dem Erlebnisrückstand? Wer ersetzt all die ausgefallenen Klassenreisen, Bolzplatzdramen und ersten Küsse auf Klammerbluespartys? ... setzte sich früh für eine Öffnungsperspektive der Schulen ein – durchaus laut, selbstbewusst und professionell. Dafür erntete sie Drohungen und Beschimpfungen. Anonyme Kritiker verschrieen sie in den sozialen Medien und in Mails als arbeitgebernahen Lobbyverband, als Pseudo-Graswurzelbewegung, die in Wahrheit eine neoliberale Öffnungsagenda betreibe. Von „widerlichen Durchseuchungsbefürwortern“ war die Rede, von „Covidioten und Lügnern, die russisches Roulette mit Kindern spielen“ und als „terroristische Vereinigung“ auch „Zigtausende Tote billigend in Kauf“ nähmen. ... Im Kern laute die Botschaft der Gesellschaft an die Kinder seit Monaten: „Du musst aufpassen, dass deine Eltern nicht sterben“, sagt Denecke. „Das ist eine massive Überforderung. Diese Verantwortung kann kein Kind tragen. Stattdessen sollten wir Erwachsenen uns viel mehr zurücknehmen, damit die Kinder sich entwickeln können.“ ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, ...

Manfred Kölsch in reitschuster.de, 25.05.21

... mein heutiges Schreiben an Sie ist begleitet von dem mir vor vielen Jahren verliehenen Bundesverdienstkreuz. Dieses gebe ich zurück aus Protest gegen die von den staatlichen Organen zur angeblichen Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 ergriffenen Maßnahmen.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Sinkende Tarifbindung in der Klassengesellschaft

Peter Nowak in Telepolis, 20.05.21

... Zentrale Branchen der fordistischen Wirtschaft, die lange Jahre gewerkschaftlich gut organisiert waren, sind geschrumpft oder ganz verschwunden. Vermehrt haben sich Tätigkeiten und die Berufe in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in denen eine gewerkschaftliche Organisierung schwer, aber nicht unmöglich ist. ...

Kategorie: Ausbeutung · Schlagwörter: Gewerkschaften · Tarifvertrag ·

Auslastung der Krankenhäuser: Immer schön bei der Wahrheit bleiben!

Elke Bodderas in Die Welt, 15.05.21

bei Lebenserwartung, Gesundheitszustand oder Mobilität im Alter liegt Deutschland im europäischen Vergleich meist im hinteren Drittel. Es gib kaum ein Land auf der Welt, das ähnlich gut ausgebildete Ärzte hat wie Deutschland. Kaum ein Land der Welt ist technisch ähnlich gut ausgerüstet, kaum ein Land der Welt hat so viele Intensivbetten. Das ist die eine Seite. Die andere ist: Gesundheit hat sich in Deutschland in eine Ware verwandelt, wie Maschinen oder Autos.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Corona-Maßnahmen : Notfallsanitäter: Meine Kritik an den Corona-Maßnahmen

Jan Schad in Berliner Zeitung, 05.05.21

Unser Autor ist täglich für das Überleben anderer im Einsatz. Er verteidigt #allesdichtmachen, weil es nach seiner Ansicht wirklich viel zu kritisieren gibt.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

"Aufstehen für die Kunst" zieht vor Verfassungsgericht

Christian Gerhaher im Interview in Bayerischer Rundfunk, 04.05.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Die Vergiftung

Georg Diez im Interview in Tageszeitung, 28.04.21

Das Politische der Pandemie ist zu strikt in richtig und falsch geteilt. In diesem „Wir gegen die“ wird der Raum für Zweifel, Ausprobieren und Austausch knapp

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronamaßnahmenkritiker · Gesellschaft · Medien · Selbständigkeit ·

Die bundeseinheitliche Notbremse richtet unnötigen Schaden an

Andreas Rosenfelder in Die Welt, 18.04.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Wie wir die Kontrolle über die Corona-Technokratie verloren haben

Sigbert Gebert in Telepolis, 18.04.21

Mit zunehmender Naturbeherrschung wurden immer mehr Gefahren – ihnen ist man ausgesetzt – zu Risiken, zu Folgen von Entscheidungen. Die Gesellschaft wurde zur Risikogesellschaft, die für alle Ereignisse selbst verantwortlich ist, weshalb bei Fehlentwicklungen Versäumnisse der Politik beklagt werden. Die individuelle Gefahr während einer Pandemie zu sterben, wurde so zum sozial bedingten Risiko, aufgrund fehlender Medikamente oder medizinischer Kapazitäten zu sterben. Je reicher die Gesellschaft, umso höher das Sicherheitsbedürfnis, die Ängste, umso höher der Anspruch an die Politik, gegen alle möglichen Gefahren vorzusorgen. Dieses Sicherheitsbedürfnis traf bei Corona-Pandemie auf die Warnungen von Fachleuten, gegenwarts- und bildorientierten, weltweit operierenden Massenmedien, was die von der öffentlichen Meinung abhängige und an weltpolitischen Vorbildern orientierten nationalen Politiken zwang, die Gesellschaft herunterzufahren. Die Digitalisierung bot hierzu – letztlich entscheidend – die technische Grundlage oder vielmehr umgekehrt: Die Digitalisierung ermöglichte erst die Politisierung der Krankheit, die technischen Mittel erlaubten erst die Zwecksetzung des staatlichen Schutzes vor Corona.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Digitalisierung · Krankheit · Medien · Politik ·

„Aus Angst vor dem Sterben haben wir aufgehört zu leben“

Nikola Schmutzler m Interview in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.21

Früher hat die Gesellschaft den Tod ausgeklammert. Für die DDR kann ich das besser beurteilen als für die BRD: Da wurden in den siebziger Jahren die Verabschiedungsräume in Leichenhallen und Kapellen mit Glasscheiben abgetrennt, weil man Angst davor hatte, sich zu „vergiften“. Das Sterben wurde damals, auch in Westdeutschland, in Pflegeheime und Krankenhäuser ausgelagert. Mit dem Erstarken der Palliativmedizin und den Patientenverfügungen kam der Tod dann wieder stärker ins Bewusstsein. Aber die Pandemie hat uns da um Jahrzehnte zurückgeworfen.- Warum das? - Krankheit und Sterben wurden zum Schreckgespenst, die Furcht davor beherrscht alles. Aus lauter Angst vor dem Sterben haben wir aufgehört zu leben.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Einsamkeit · Tod ·

„Lockdowns schützen die Laptop-Klasse“

Martin Kulldorff im Interview in Die Welt, 15.04.21

"Lockdowns dagegen sind eine andere Form von gezieltem Schutz: Sie schützen die Laptop-Klasse, Menschen, die im Homeoffice arbeiten können. In Los Angeles und Toronto etwa hat es die ärmeren Wohngebiete stärker getroffen als die wohlhabenden. Wir haben es also geschafft, das Risiko von den wohlhabenden auf die weniger wohlhabenden Klassen zu verlagern. In den USA waren die Lockdowns der größte Angriff auf die Arbeiterklasse seit der Rassentrennung."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Lockdown ·

Ausgangssperren passen nicht zu einer freien und offenen Gesellschaft

Andreas Rosenfelder in Die Welt, 13.04.21

"Dass etwas gerade noch Undenkbares nun Gesetz werden könnte, ist ein Verdienst der deutschen Bundeskanzlerin."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Lockdown · Merkel ·

Die Corona-Krise und die Privatisierung des Gesundheitssystems

Werner Rügemer im Interview in Telepolis, 29.03.21

Interview mit Werner Rügemer über die Logik des Systems: "Um die Gesundheit der Bevölkerung geht es dabei am Wenigsten" Erklärt alles, ohne Verschwörung, aber mindestens genauso empörend. Die da dran schuld sind (CDU-, SPD-Bundes- und auch Kommunal-Politiker [#wiesbaden #hsk]) haben #schwereschuld auf sich geladen.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Krankenhaus · Privatisierung ·

Deutschland geht in verschärften fünftägigen Oster-Lockdown

Helene Bubrowski in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.21

"...Merkel wollte den sogenannten „kontaktarmen Urlaub“ aber verhindern. Nach zähem Ringen und diversen Unterbrechungen wurde der Passus gestrichen. Anders als zunächst geplant gab es auch keine Protokollnotiz der fünf Länder in dem Beschluss. ..." - Ginge es um Gesundheit, würden nur Dinge verhindert, die Ansteckungsgefahr beinhalten. Also zum Beispiel auch keine Ostergottesdienste (Kirchen sind selten enge Räume und kaum je voll).

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Lockdown · Merkel ·

Es geht um Staatsbürger, nicht um Untertanen

Cora Stephan in NDR, 21.03.21

"... Als Menschen sind wir offenbar nicht mehr in der Lage, uns selbst zu schützen, müssen wie die Kinder zu Hygiene angehalten werden und uns zeigen lassen, wie man sich die Hände wäscht - und lassen uns schließlich von den Kindergärtnern der Nation erzählen, dass wir uns vor einem "Piks" nicht fürchten müssen. ... Es ist verblüffend, welches "neue Normal" viele hierzulande hinzunehmen bereit sind. Und wie bereitwillig hart erkämpfte Errungenschaften aufgegeben werden. Grundrechte. Demokratie. Rechtsstaat. Seit einem Jahr gibt es in diesem Land keine Rechtssicherheit mehr, wird nach dem Notstandsprinzip regiert, hat sich das Parlament selbst entmachtet, wird der Bürger von Woc he zu Woche mit Zahlen bombardiert, aus denen wie aus dem Kaffeesatz herausgelesen wird, was gerade ansteht: Weihnachten feiern oder nicht, Osterferien ja oder nein, Kinder in die Schule oder vielleicht doch lieber nicht, Laden aufmachen, Laden zumachen. Wem das an die Existenz oder auch nur auf die Nerven geht, dem wird mit einer weiteren Welle gedroht oder mit einer noch gefährlicheren Mutante, mit Krankheit und, wenn schon nicht gleich mit dem Tod, mit Langzeitschäden. ... Doch nicht die Freiheit muss sich rechtfertigen, sondern ihre Beschränkung. ..."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Infantilisierung ·

SPD in Wiesbaden von Platz eins auf Platz drei

- in hessenschau, 15.03.21

Tja, wenn man die Leute einsperrt und die Läden zusperrt und man nicht mehr unmaskiert durch die Innenstadt laufen darf, was sollen die einfachen Leute da noch wählen gehen? Dann geht halt nur die Minderheit hin, die sich als Stützen der Gesellschaft fühlt, die wählen aber CDU oder Grün.

Kategorie: SPD · Schlagwörter: Coronavirus · Kommunalwahl · Lockdown ·

Corona - Die Panikmache der Medien ist das größte Problem

Tobias Riegel in Nachdenkseiten, 15.03.21

"Wer diese Politik weiter möglich macht – etwa durch Angst-Propaganda -, der macht sich schuldig. Panikmache ist keine Petitesse. Panikmache ist ein schweres Vergehen am sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft. ... Selbst wenn sich die Macher der großen deutschen Medien noch heute ihrer Verantwortung bewusst würden und umsteuern würden, weg vom skrupellosen Schüren von Ängsten: Es würde trotzdem noch viel Zeit brauchen, um die gesellschaftlichen Folgen der Corona-Episode wieder zu heilen und den Bürgern wieder einen angstfreien Umgang miteinander zu vermitteln. Es ist auch ein Charakterzug der aktuellen, radikalen und spaltenden Politik, dass deren Langzeitfolgen nicht abzuschätzen sind, und diese auch gar nicht in den Blick genommen werden: in einem Akt der kollektiven Verantwortungslosigkeit. Das ist aber ein Grund mehr, die mediale Panikmache umgehend einzustellen."

Kategorie: Medien · Schlagwörter: Coronavirus ·

Seit 30 Jahren bombardieren die USA den Irak

Jakob Reimann in Nachdenkseiten, 11.03.21

Mit der Operation Desert Storm setzte Bush Senior 1991 eine Pathologie US-amerikanischer Außenpolitik in Gang, unter der seit nunmehr 30 Jahren Krieg gegen die irakische Bevölkerung geführt wird. Die Kriegsformen wechseln sich ab und greifen verstärkend ineinander: Bombenteppich, Invasion, Flugverbotszonen, Wirtschaftskrieg, Drohnenkrieg. Das Ziel ist es, den Aufstieg des ölreichen Irak zum Regionalhegemonen dauerhaft zu unterbinden. Für dieses machtpolitische Kalkül zerstörten die USA die Grundfeste eines ganzen Landes, der Wiege der Zivilisation, und töteten im Irak mindestens 2,7 Millionen Menschen – im Schnitt 250 jeden Tag, seit 30 Jahren. Von Jakob Reimann. Der 17. Januar 2021 markierte den 30. Jahrestag des Krieges der USA gegen den Irak. Seit Januar 1991 bombardieren die Vereinigten Staaten nun ohne Unterbrechung das Land an Euphrat und Tigris, die Wiege der Zivilisation, und setzen darüber hinaus Wirtschaftskrieg, Staatsterrorismus und Folter ein. Der Irakkrieg dauert länger als der Amerikanische Bürgerkrieg, der Spanisch-Amerikanische Krieg, der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg, der Koreakrieg, der Vietnamkrieg und der Kosovokrieg zusammen und ist damit der längste international ausgetragene Krieg seit dem Dreißigjährigen Krieg von 1618.

Kategorie: USA · Schlagwörter: Irak ·

Maskenaffäre – was soll die künstliche Empörung?

Jens Berger in Nachdenkseiten, 11.03.21

ist die gesamte Geschichte der CDU eine Geschichte der Korruption und gekauften Demokratie, wie Werner Rügemer es einst auf den NachDenkSeiten formulierte: https://www.nachdenkseiten.de/?p=42169

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Korruption · Schäuble ·

Neues von der deutschen "Universitätshure"

Johannes Schillig in Telepolis, 10.03.21

Kategorie: Wissenschaft · Schlagwörter: Heidegger · Israel · Palästina · Philosophie ·

Theorien sind nicht Fakten

Arnd Pollmann in Der Freitag, 09.03.21

Szientismus Auch die Politik muss genug Abstand halten – zur Wissenschaft. Kritik sollte man nicht der Querdenkerei überlassen

Kategorie: Wissenschaft · Schlagwörter:

Die Pandemie und der Verlust des Politischen

Ulrike Guérot in Deutschlandfunk, 09.03.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Der Staat drangsaliert uns, um sein Scheitern zu übertünchen

Julian Reichelt in Bild, 01.03.21

Ich lese Julian Reichelt und bin mit jeder Zeile begeisterter. Was kann der Mann gut schreiben, wenn er sich endlich mal für was Gescheites einsetzt.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus ·

Alles schön bunt: Linke-Parteitag bietet vielen vieles

Arnold Schölzel in Junge Welt, 01.03.21

CDU und CSU suchen sich nach dem 26. September die aus, mit denen zusammen sie die Rechnung für Wirtschaftskrise und Pandemie ausstellen und die Rüstung weiter hochfahren. Buntheit ist nicht einmal Garnitur, sondern bewusste Verschleierung.

Kategorie: Parteien · Schlagwörter: CDU · Demokratie · Grüne · Linke · SPD ·

Hans Kluge Ist das der Anfang vom Ende der Pandemie?

Wolfram Weimer in ntv, 23.02.21

Während sich Deutschland aus Sorge vor Mutationen und der dritten Welle nicht aus dem Lockdown traut, meldet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf globaler Ebene eine verblüffende Entspannung der Pandemielage. Die weltweiten Infektionen gehen seit sechs Wochen in Folge massiv zurück - viel stärker und schneller als prognostiziert. In der zweiten Januarwoche hatte die globale Pandemie nach offiziellen Zahlen ihren Höhepunkt erreicht. Damals infizierten sich nach den offiziellen Daten mehr als 700.000 Menschen jeden Tag. Jetzt, nur sechs Wochen später, liegen die Zahlen nurmehr halb so hoch bei 350.000. | @Mi_el49 kommentiert auf Twitter treffend: "Deutschland macht dann halt alleine weiter..."

Kategorie: Gesundheit und Krankheit · Schlagwörter: Coronavirus ·

"Die Leute drehen durch"

Claudia Wessel in Süddeutsche Zeitung, 23.02.21

Viele Mittelständler und Solo-Selbständige haben ihre Reserven aufgebraucht, die Altersvorsorge aufgelöst und können nicht mehr. Rudolf Denzel, Münchner Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion, fordert mehr Klarheit.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Einzelhandel · Lockdown · Selbständigkeit ·

Macht die Schulen nie wieder zu

Sebastian Puschner in Der Freitag, 22.02.21

"die Folgen des Lockdowns für Kinder und Jugendliche sind verheerend: ein „alarmierendes Bild von verstärkten Ängsten, Spannungen im häuslichen Umfeld, häuslicher Gewalt, Leistungsabfall und Versagensängsten, stark erhöhtem Medienkonsum und Gewichtszunahme“ ergab eine aktuelle Befragung des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten mit Blick auf Kinder und Jugendliche. Trennungsängste bei Kleinkindern hätten zugenommen, ebenso Schulängste bei frisch Eingeschulten oder Schulwechslern, Essstörungen bei den Pubertären, den bei allen Öffnungsplänen zuletzt Bedachten, für die zudem keine Notbetreuung greift. Mancherorts ist die Triage längst Realität – aber nicht die der an Covid Erkrankten, sondern die der Kinder und Jugendlichen mit psychosozialem Therapiebedarf." "Was auch immer noch notwendig sein wird, um diese Pandemie zu beenden: Die Schließung der Schulen darf keine Option mehr sein. Ihre Weiterentwicklung aber ist oberste Pflicht, was nicht nur meint, endlich Schnelltests, Luftfilter, einladende Schultoiletten und die beste IT-Ausstattung zum Standard zu machen. Sondern auch, Schulen künftig nicht mehr nur als Institution zum Aufbewahren und Aussortieren zu begreifen, sondern als den zentralen Ort, an dem in lauter Spiel und Trubel die Lust am Lernen und am Leben sprießt."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Lockdown · Schule ·

Amtsärzte fordern Abkehr von Lockerungen nach Inzidenzwert

Julius Betschka in Der Tagesspiegel, 22.02.21

In einem Schreiben an den Berliner Senat haben alle zwölf Amtsärzte eine veränderte Lockerungsstrategie gefordert. Sie kritisieren „NoCovid“-Konzepte scharf.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Lockdown · Medizin ·

Ulrike Guérot: „Ja, ich möchte mit Christian Drosten über Freiheit diskutieren“

Ulrike Guérot im Interview in Berliner Zeitung, 21.02.21

"Der historische Franziskus hat Leprakranke umarmt. Stattdessen erlauben wir nicht, Verwandte zu bestatten. Bei Antigone war das ein großer Frevel. ... Ich wäre für den schwedischen Weg, also für Selbstverantwortung und Selbsttests, Filter und Spucktests in den Schulen. Warum passiert das alles nicht? Ich meine das wirklich nicht zynisch, sondern lösungsorientiert. Vielleicht müssen wir uns auch von der Idee verabschieden, dass eine Gesellschaft eine mathematische Simulation ist und wir alles im Griff haben. Es fehlt mir eine gewisse Demut vor der Unverfügbarkeit des Schicksals. Die verabsolutierte Annahme, dass wir einen Krieg gegen das Virus bis zum letzten Gefecht führen können, scheint mir nicht sinnvoll zu sein."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Humanität · Nächstenliebe ·

Corona: Rückgang der Fallzahlen durch natürliche Immunität

Joachim Guilliard in Telepolis, 21.02.21

"Während Lockdowns kaum Wirkung zeigen, bremst nun der erhebliche Anteil derer, die nach einer Infektion immun sind, die Ausbreitung des Virus In den meisten europäischen Ländern sind die Corona-Fallzahlen von ihren zeitweiligen Spitzenwerten zurückgegangen. Auch in Deutschland bewegen sie sich ungefähr wieder auf dem Niveau von Ende Oktober. Die Regierungen von Bund und Ländern wollen dies nun darauf zurückführen, dass der von ihnen verordnete harte Lockdown nach acht Wochen endlich wirkt. Um "diesen Erfolg nicht zu gefährden", wurde er um weitere vier Wochen verlängert. Auch die meisten Medien führen den Rückgang ungeprüft auf den Lockdown zurück. Belege dafür bleiben sie schuldig. Belastbare Daten dazu und über das Infektionsgeschehen allgemein wurden nicht erhoben. Die Verantwortlichen waren bisher nicht willens oder nicht fähig, entsprechende Studien durchführen zu lassen, mit deren Hilfe man abschätzen könnte, welche der verschiedenen Maßnahmen tatsächlich etwas zum Rückgang der Fallzahlen beigetragen haben und wenn ja, wieviel. Dabei wäre dies zur Beurteilung ihrer jeweiligen Verhältnismäßigkeit an sich zwingend geboten. Vieles spricht allerdings dagegen, dass abendliche Ausgehverbote, rigide Beschränkungen privater Kontakte, das Schließen von Restaurants und kulturellen Einrichtungen oder eine der sonstigen massiven Restriktionen eine deutliche Wirkung hatten, die über die der selbstverständlichen Maßnahmen wie Einhaltung von Hygieneregeln, Abstandhalten und Selbstisolation von Infizierten oder das Verbot von größeren Veranstaltungen, hinausgehen. Wenn die Infektionszahlen nun nach etlichen Wochen oder Monaten mitten im Winter zurückgehen, so ist das wahrscheinlich viel mehr auf den inzwischen erheblich gewachsenen Anteil von Menschen zurückzuführen, die nach einer Infektion bereits immun sind, und so für das sorgen, was Wissenschaftler eine "kleine Herdenimmunität" nennen. ..."

Kategorie: Gesundheit und Krankheit · Schlagwörter: Coronavirus ·

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