lesezeichen 2009—2021

Ende 2009 bin ich auf Twitter geraten und hab etwa 10 Jahre lang begeistert Zeitungen im Internet als Informationsquelle zur Zeitgeschichte abgeweidet. Hier meine Zeitungsausschnitt-Sammlung, nicht wie früher auf dem Dachboden, sondern als Link-Datenbank zur gef. Mitbenutzung, wenn jemanden die Merkel-Zeit als Vorgeschichte der Pandemie-Zeit interessiert. Aus den netten Leuten auf Twitter sind ehrgeizige Accounts geworden; gemeinsam mit der Presse, die sie einst "Wutbürger" schimpfte, schreiben sie Maßnahmen zum Nachteil des weniger fortschrittsgläubigen Teils der Gesellschaft herbei. Ein paar andere lese ich weiterhin, und andere Zeitung(en), (den Wiesbadener Kurier halten wir wegen der Kreuzworträtsel und der Todesanzeigen).

„Pflexit“ geht weiter – 40 Prozent der Pflegekräfte erwägen, ihren Job aufzugeben

- in Die Welt, 13.01.22

Menschen stiegen aus der Pflege aus, „weil sie ein Dilemma erleben zwischen dem, was sie als gute Pflege verstehen und dem, wie fremdreguliert sie im Alltag arbeiten müssen“, erläuterte der Professor für gerontologische Pflege von der Hochschule Vallendar bei Koblenz.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: pflege · Privatisierung ·

„De facto ist eine gesamte Gesellschaft entmündigt worden“

Ulrike Guérot im Interview in Die Welt, 30.12.21

Wissenschaft ist ein Diskurs, keine eindeutige Handlungsanweisung.

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Diese Coronapolitik ist ein weiterer Schritt in Richtung autoritärer Kapitalismus

Timo Reuter in Der Freitag, 28.12.21

Covid-19 Der Kurs der Politik in dieser Pandemie hat vieles zum Schlechten verändert – und scheint eine Blaupause für den Umgang mit einer noch schlimmeren Krise zu sein: der Klimakatastrophe

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Wegen 3G? Viele Busfahrer in Wiesbaden krank

Michaela Juster in Wiesbadener Kurier, 17.12.21

Der Krankenstand bei Eswe Verkehr ist höher als normalerweise. Einige Fahrten fallen aus. Wollen Mitarbeiter die 3G-Regelung umgehen?

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Wir sind in einer kritischen Phase unseres freiheitlichen Rechtsstaats

Wolfgang Kubicki in Die Welt, 16.12.21

Wollen wir die gesellschaftliche Auseinandersetzung weiter auf die Spitze treiben, indem Vertreter der Exekutive erklären, sie verlören langsam die Geduld mit ihren angeblich unartigen Bürgern, dem Souverän? ... Wir befinden uns in einer kritischen Phase unseres freiheitlichen Rechtsstaats. Ein nennenswerter Teil unserer Bevölkerung verzweifelt an der Haltlosigkeit, weil positive Anknüpfungspunkte, Identifikationsmöglichkeiten und -persönlichkeiten verloren gegangen sind.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Demokratie ·

Erster Stand auf dem Sternschnuppenmarkt geschlossen

Lisa Marie Seil in Wiesbadener Kurier, 11.12.21

Die Stimmung unter den Standbetreibern in Wiesbaden scheint angespannt zu sein. Weitere Beschicker denken an Schließung.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Weihnachtsmarkt · Wiesbaden ·

Mediziner und Wissenschaftler sammeln sich: Impfpflicht „unhaltbar”.

- in achgut, 09.12.21

"Es gibt keine den üblichen Standards folgenden wissenschaftlichen Daten, die belegen, dass die Impfung für jede Bürgerin, jeden Bürger unabhängig von Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder anderen Faktoren mehr Nutzen als Schaden stiftet. ... Für große Gruppen der Bevölkerung gibt es überhaupt keine Evidenz für einen Nutzen, z.B. ... Dagegen ist ein Schaden nicht auszuschließen, sondern ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar anzunehmen. Solche Gruppen zur Impfung zu nötigen, heißt von ihnen zu fordern, dass sie eine Körperverletzung hinnehmen."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Impfpflicht · Impfung ·

Wie Corona seinen Schrecken verliert

Roger Hillert in Wiesbadener Kurier, 07.12.21

Was jetzt nottut: Corona-Debatte versachlichen, Durchatmen und Emotionen herausnehmen. Ein Gastbeitrag von Roger Hillert, Facharzt für Infektionsepidemiologie.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Impfung ·

Heribert Prantl zu Corona-Urteil: „Ich bin ungläubig, empört, zornig!“

Heribert Prantl in Berliner Zeitung, 04.12.21

Der Jurist Heribert Prantl hält das Karlsruhe-Urteil zu Corona für „dürftig, gefährlich, feige“. Das Grundgesetz werde unter Pandemie-Vorbehalt gestellt.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Grundgesetz · Lockdown ·

Die Impfpflicht ist eine verfassungswidrige Anmaßung des Staates

Otto Schily in Die Welt, 03.12.21

Ich bin bereits dreimal geimpft und empfehle die Impfung besonders vulnerablen Menschen. Aber eine allgemeine Impfpflicht ist unverantwortlich. Nicht einmal in der sonst so vehement als autoritär gescholtenen Volksrepublik China besteht sie. ... Aber ich kenne auch eine nicht geringe Zahl von Menschen, die durch gesunde Lebensführung und Achtsamkeit allenfalls asymptomatisch an Covid-19 erkrankt sind, obwohl sie nicht geimpft sind und mit vielen potenziellen Virusträgern in Kontakt kommen. Dass es Menschen dieses Profils in durchaus großer Zahl in Deutschland gibt, bleibt leider von der Politik und der Mehrheit der unterschiedlichen Experten unbeachtet. Wenn man bedenkt , dass immerhin knapp 30 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland bisher nicht geimpft sind, aber ein Großteil davon gleichwohl nicht schwerwiegend erkrankt ist, wäre es doch mindestens einer Überprüfung wert, in welchem Ausmaß das Salutogenese-Modell bei der Abwehr einer Erkrankung an Covid-19 erfolgreich sein kann und erfolgreich ist

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: China · Coronavirus · Impfung ·

Ich bleibe skeptisch, das ist mein Job

Tim Röhn in Die Welt, 30.11.21

Kategorie: Medien · Schlagwörter: Coronavirus ·

Bayerische Cancel Culture

Frédéric Schwilden in Die Welt, 26.11.21

Aber es geht schon lange nicht mehr um Logik. Es geht darum, irgendwas zu machen, von dem man hofft, dass es zumindest nicht schadet.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Nürnberg ·

„Geimpfte glauben, sie seien sicher. Man hat sie falsch informiert“

Elke Bodderas in Die Welt, 24.11.21

Interessante Studien zeigen, dass die Ansteckungsgefahr bei vorsichtigen Ungeimpften geringer ist als bei denjenigen Geimpften, die glauben, ihnen könne nichts passieren

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Impfung ·

Der Offenbarungseid des Lothar Wieler

Frank Lübberding in Die Welt, 18.11.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Wieler ·

Nur Spanien kann mithalten. Schwedens Inzidenz immer noch niedrig

Klaus Wedekind in ntv, 16.11.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · schweden ·

Nein, wir haben keine „Pandemie der Ungeimpften“

Sarah Wagenknecht in Die Welt, 12.11.21

Es gibt in Deutschland heute noch weniger Krankenhäuser, noch weniger Vollzeit-Pflegekräfte und tausende Intensivbetten weniger als vor einem Jahr. Dagegen nichts unternommen zu haben, ist das wahrscheinlich größte der vielen Versäumnisse, deren sich die Politik in der Corona-Zeit schuldig gemacht hat. Nach einer Untersuchung von Verdi waren schon vor Corona 300.000 Pflegekräfte wegen mieser Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung aus ihrem Beruf geflohen. Inzwischen dürfte die Zahl um einiges höher liegen. Gut die Hälfte kann sich allerdings vorstellen, unter verbesserten Rahmenbedingungen zurückzukehren. Mit einer Einstiegsprämie von 20.000 Euro und einem besseren Gehalt für alle hätte sich hier manches verändern lassen. Dass die gleichen Politiker, die in dieser entscheidenden Frage untätig geblieben sind, jetzt den Ungeimpften die Verantwortung für ausgebrannte Pfleger und überlastete Intensivstationen zuschieben, ist an Heuchelei nicht zu überbieten.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Krankenhaus · pflege · Privatisierung ·

Tod im Krankenhaus - Staatsanwaltschaft ermittelt

Eva Bender in Wiesbadener Kurier, 27.10.21

Dass es im Fall Honolka offene Fragen gibt, liegt auch daran, dass die HSK weder den Angehörigen noch der Staatsanwaltschaft die vollständigen Patientenunterlagen vorgelegt haben. In der Klinik habe es deshalb Durchsuchungen und Beschlagnahmungen gegeben, sagt Breidenbach. ^... Wegen seiner geschwollenen Gliedmaße und des langen Liegens, habe er sich immer schlechter bewegen können, zudem Flüssigkeit ausgeschwitzt. Er habe lange in nasser Kleidung gelegen, denn das Personal habe keine Zeit gehabt, ihm beim Umziehen zu helfen. Er habe von Chaos berichtet: Blutproben, die verloren gingen, Infusionen, die abgehakt wurden, obwohl es sie nicht gab. ... Drei Tage später sei ihm dann gesagt worden, dass er auf einer Station mit einem „Positiven“ gelegen hätte, es sei ein Test vergessen worden. Auch ihr Mann wird nun positiv getestet. Von der Station, auf der das passiert sein soll, habe sie bis zum heutigen Tag keine Unterlagen erhalten. Rolf Honolka entwickelt nun eine Lungenentzündung. Die Jahreswende habe er auf einer Intensivstation verbracht, berichtet die Familie. Anfang Januar habe er sie verlassen, um wenige Tage danach „zunehmend luftnötig und panisch“ und nach einer Reanimation auf die Intensivstation zurückzukehren, so entnimmt die Familie es den Akten. Dort stirbt der 57-Jährige am 10. Januar. ... dass auf der Intensivstation zudem ein Dekubitus der Kategorie drei vermerkt wurde. Also ein tiefes, offenes Druckgeschwür. Wie kürzlich in dieser Zeitung berichtet, verließ im Mai dieses Jahres eine 90-Jährige die HSK ebenfalls mit Druckgeschwüren dieser Kategorie. ... „Er war machtlos ausgeliefert, ohne dass sich ein Dritter ein Bild machen konnte.“ Die Klinik habe sogar versucht, einen letzten Besuch zu verhindern, sagt Carmen Honolka. „So wenige Empathie habe ich noch nie erlebt. Die letzten Wochen meines Manns waren würdelos.“ Als sie ihren Mann sehen durfte, habe er schon im Koma gelegen. Sie ist sich sicher: „Er hätte nicht sterben müssen.“

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Helios · HSK Wiesbaden · pflege ·

„Aus heutiger Sicht wird es keine weiteren Beschränkungen mehr brauchen“

- in Die Welt, 07.10.21

Die Kassenärzte-Vereinigung sagts, wies ist: „Es muss endlich Schluss sein mit Gruselrhetorik und Panikpolitik!“

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus ·

Ich kann nicht mehr

Ole Skambraks in Multipolar-Magazin, 05.10.21

In einem offenen Brief äußert sich ein ARD-Mitarbeiter kritisch zu anderthalb Jahren Corona-Berichterstattung: Ole Skambraks arbeitet seit 12 Jahren als redaktioneller Mitarbeiter und Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Kategorie: Medien · Schlagwörter: Coronavirus ·

Seniorin erleidet Druckgeschwüre: Pflegefehler in der HSK?

Lena Witte in Wiesbadener Kurier, 15.09.21

"Eine 90-Jährige erlitt in der Wiesbadener Klinik Wunden am Körper, die offenbar nicht behandelt worden sind. Was die Geschäftsführerin zu den Vorwürfen sagt." Wie viele Leben könnten gerettet werden, wenn Krankenhäuser ordentlich pflegen könnten statt Gewinne abwerfen zu müssen?

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Besuchsverbot · Dekubitus · Helios · HSK Wiesbaden · Krankenhaus · pflege ·

„Ich komme aus dem Völkerrecht, Robert von Hühnern, Schweinen und Kühen“ – Die Macht des psychologischen Schattens

Udo Brandes in Nachdenkseiten, 02.09.21

Kategorie: , seltsame · Schlagwörter: Grüne ·

Umgang mit Corona: Ich erkenne Deutschland nicht wieder

Tim Röhn in Die Welt, 01.09.21

... Kein Gespräch in Köln oder Berlin, ohne dass man gefragt wird, ob man denn schon geimpft ist ... der sehr, sehr gute Freund, der mir sagte, ich sei „rechts“ – weil ich finde, dass es für Grundrechtsbeschränkungen überzeugende Argumente geben muss ... Warum kann ich nicht Zweifel an der Aussagekraft von PCR-Tests und dem Nutzen all der Maßnahmen äußern, ohne dass ich daran erinnert werde, dass genau das ja schon einmal ein Querdenker gesagt hat? Wenn der Querdenker ankündigt, dass nach dem Sommer der Herbst kommt – sollte ich dann mit dieser Prognose künftig vorsichtig sein? ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Angstgesellschaft · Lust am Untergang · Obrigkeitshörigkeit ·

Wer befreit endlich unsere Kinder?

Andreas Rosenfelder in Die Welt, 22.08.21

"Man kann in alldem eine unglückliche Anhäufung gut gemeinter Einzelmaßnahmen sehen, verhängt von hilflosen Politikern, Bürokraten und Schulleitern. Man kann diese Eingriffe, wenn man sie in ihrer Summe und Dauer würdigt, aber auch als Verbrechen an einer ganzen Generation betrachten. ... Wer sie systematisch so behandelt, als seien sie in erster Linie bloßes Mittel zu dem Zweck, Infektionszahlen niedrig zu halten, der verletzt ihre Menschenwürde. ... Dabei hat der fortgesetzte Irrsinn an deutschen Schulen – Franzosen, Spanier oder Engländer sind fassungslos, wenn man davon berichtet – schon lange nichts mehr mit den Erfordernissen der Pandemiebekämpfung zu tun. "

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Schule ·

Brüggemann: „Sagt Eure Meinung, schwimmt nicht mit dem Strom“

Dietrich Brüggemann im Interview in Berliner Zeitung, 20.08.21

Der Regisseur Dietrich Brüggemann war einer der Vordenker von #allesdichtmachen. Heute ermuntert er alle, die Sorgen haben, ihre Stimme zu erheben.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Während Afghanistan fällt: Merkels fatales Lachen

Matthias Heine in Die Welt, 17.08.21

"Es gibt in der Tat einen gravierenden Unterschied: Laschet kann nichts für die Flut. Aber Merkel ist mitverantwortlich für das Desaster in Afghanistan. ... Wenn es in dieser düsteren Zeit irgendetwas Tröstliches gibt, dann dies: Erst durch die absurde Coronakratie und jetzt durch die Hilflosigkeit deutscher Politik angesichts von Afghanistan sind kurz vor dem Ende von Merkels Amtszeit ihre Inkompetenz, ihr Opportunismus und ihr Desinteresse für jeden offensichtlich geworden, der nicht die Augen zukneift. Seit Längerem spricht einiges dafür, dass Merkel später einmal als die verhängnisvollste Kanzlerin der Bundesrepublik beurteilt wird."

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Rückgang von Bewohnerzahlen: "Die Menschen haben das Vertrauen in die Pflegeeinrichtungen verloren“

Katja Klapsa in Die Welt, 17.08.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Pflegeheim ·

Merkels „große Reden“: Die überwältigende Leere

Magnus Klaue in Die Welt, 17.08.21

"In Deutschland sieht es anders aus. Seit das Land geteilt, teildemokratisiert, wiedervereinigt und wiedergutgemacht wurde, wird hier die politische Prosa durch breiige Harmonie und eine Art bürokratisch neutralisierte Volkstümlichkeit bestimmt. Es ist der Jargon einer immer noch großmannssüchtigen Klientel, die sich aber infolge oktroyierter Liberalisierung angewöhnt hat, ihre Hybris für Bescheidenheit und ihren bösen Willen für einen guten zu halten. Ihre Sprache ist ebenso süßlich wie sachlich, von herzenswarmer Kälte und eiserner Sensibilität. Die vorläufig letzte Schwundstufe dieser Rhetorik stellt Annalena Baerbocks grüne Gemeinplatzsammlung „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ dar; den ehrenwertesten Versuch, durch die Banalität der Politprosa hindurch ein paar Gedanken zu formulieren, hat Sahra Wagenknecht in „Die Selbstgerechten“, ihrem Pamphlet gegen das gründeutsche Bürgertum, unternommen. ... Dem Habitus der schmallippigen Volkssachbearbeiterin, den sie in der FDJ gelernt und seitdem beibehalten hat, ist das Pathos charismatischer Herrschaft fremd, und anders als viele Bürger es sich von ihrer Vorgesetzten wünschen, ist sie kein Charakterkopf. Gerade deshalb aber ist es unfreiwillig komisch, ihr anlässlich ihrer bevorstehenden Demission eine Größe anzudichten, die sie nie gehabt hat. ... Die überwältigende Leere, die man nach Lektüre der Reden empfindet, ..."

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Ende | „Es ging nie um Frieden in Afghanistan“

Paniz Musawi Nazanzi im Interview in der Freitag, 17.08.21

"Gezielter Demokratieaufbau von außen muss also scheitern? Wir konnten hier sehr genau beobachten, wie das Nationbuilding mithilfe einer nationalen Elite, die aus dem Ausland zurückkehrt und mit westlichen Staaten zusammenarbeit, scheitert. Jeder Mensch konnte in Afghanistan sehen, wie die Hilfsgelder in der afghanischen Elite monopolisiert werden. Die haben sich mit dem Geld für ihre tolle Projektarbeit dann in Doha oder Kanada Häuser gekauft! Nicht nur die afghanische Elite, auch Entwicklungshelfer aus den USA sind mit den Entwicklungsgeldern reich geworden. Und haben sich natürlich rechtzeitig in Washington in Sicherheit gebracht. ... es ging nie um Frieden in Afghanistan. Es ging immer nur darum, mit dem Land einen Alliierten in der Region zu haben. Denn um wie viel afghanisches Leben weniger wert ist als amerikanisches oder deutsches Leben – das sehen wir ja jetzt."

Kategorie: Nahost · Schlagwörter: Afghanistan ·

Ära Merkel | Bald haben wir sie geschafft

Stefan Hebel in der Freitag, 17.08.21

Kategorie: Was die Regierung macht, ist alternativlos · Schlagwörter: Merkel ·

Missbrauchte Wissenschaft

Olivia Mitscherlich-Schönherr in Die Welt, 17.08.21

"Unter dem unverhohlenen Druck der Politik hat die Stiko ihre Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche geändert. Der Fall entlarvt eine Corona-Politik, die sich auf die Wissenschaft beruft, um ihr Handeln als alternativlos auszugeben. Höchste Zeit, sie in Frage zu stellen."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Wissenschaft ·

Einander wieder begegnen

Andreas von Westphalen in Telepolis, 16.08.21

In der Corona-Krise droht ein Verlust der Mitmenschlichkeit. Insbesondere auch, weil einige fundamentale Fehlannahmen über die Natur des Menschen herrschen

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Kosten der Pandemie: „Investieren wir in viele extrem teure Maßnahmen, sterben Menschen an anderer Stelle“

Georg Marckmann im Interview in Die Welt, 15.08.21

"wenn es in diesem Bereich tatsächlich nicht um Geld ginge, müssten wir sehr viel mehr gegen soziale und ökonomische Ungleichheiten tun. Nehmen wir als Beispiel die Lebenserwartung von Männern. Reiche Männer leben zehn Jahre länger als arme. ... Die Pandemie hat die sozioökonomischen Unterschiede noch verschärft. Die gehören mit zu den gravierendsten Gesundheitsrisiken."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Lockdown ·

Umfrage nährt weitere Zweifel an Deutschlands Impfquote

- in Die Welt, 14.08.21

Wie kann ein mit so großer Autorität auftretendes Institut wie das RKI nicht mal annähend genaue Zahlen darüber haben, wieviele geimpft sind, vgl. Nachdenkseiten, wenn die ganze Politik sich kaum noch um was anderes dreht als die pösen "Impfunwilligen"? Es ist nur noch zum zum Haare raufen mit diesem Land. Na ja, die tollen "Inzidenzzahlen", von denen alles Mögliche existenzvernichtende und freiheitsbeschränkende abhing, waren ja auch keine echten Zahlen über Krankheit, wie die Zahlen der "an oder mit" Gestorbenen fragwürdig sind ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronavirus · Impfung · RKI ·

Ich verlange ein unwiderrufliches Versprechen

Ulrike Guérot in Die Welt, 13.08.21

"Ich hätte mir im Februar 2020 nicht die Hälfte der Dinge vorstellen können, die seither in der Bundesrepublik Deutschland passiert sind, einem Land, in dessen Institutionen und Funktionsträger ich bisher immer Vertrauen hatte."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Der Linksruck, der keiner war

Daniel Reitzig in jacobinmag, 29.07.21

"Vor weniger als zwei Jahren trat ein Bündnis aus Erneuerern und Jusos an, um die SPD aus der neoliberalen Sackgasse zu führen. Von dem vermeintlichen Aufbruch ist so gut wie nichts mehr zu spüren. "

Kategorie: SPD · Schlagwörter: Kevin Kühnert · Norbert Walter-Borjahns · Olaf Scholz · Saskia Esken ·

Inzidenz soll laut RKI Leitindikator zur Beurteilung der Corona-Lage bleiben

- in Die Welt, 28.07.21

Kann man nicht endlich mal diesen Tierarzt in die Wüste schicken, der träumt schon wieder von Kontakte und Mobilität beschränken, und wie man den Laden kennt, kriegt er auch wieder seinen Willen. Man verliert langsam die Lust zu leben in einem Land, das von Hysterikern regiert wird. Andrerseits sind wir viel zu medien- und sensationssüchtig geworden, als daß vernünftige Politiker bei uns eine Chance haben könnten.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Ausgangssperre · Coronavirus · Wieler ·

Eklat beim Parteitag der Grünen - Eine Lehrstunde in doppelten Standards

Bernd Stegemann in Cicero, 13.06.21

"... Die alten sozialdemokratischen Parteien hatten ihre emotionale Basis in einer Arbeitserfahrung, in der Zuverlässigkeit, Solidarität und Fairness wichtig und in denen Ausbeutung und Ungerechtigkeit an der Tagesordnung waren. Eine Partei, die diese Gefühle ansprach und gegen die Ungerechtigkeiten einschritt, wurde gewählt. Aus Politik wird moralische Bevormundung Das emotionale Grundgerüst grüner Politik besteht hingegen aus der Empörung und dem Selbstbewusstsein, dass sich die Welt dem eigenen Gefühl nicht verweigern darf. ... muss man sich nur vorstellen, die Emckesche Aussage wäre von einem umstrittenen Denker wie beispielsweise Richard-David Precht auf einem Parteitag der CDU oder gar der AfD getätigt worden. ..."

Kategorie: Parteien · Schlagwörter: Grüne · Medien ·

„Wir waren lange gelähmt“

Olivia Mitscherlich-Schönherr in Der Freitag, 09.06.21

"... Habermas hat damals – ganz grob formuliert – auf ein gefährliches Vertrauen in die naturwissenschaftliche Erkenntnis hingewiesen. Wenn wir Wissenschaft und Technik verabsolutieren, wenn wir sie entgrenzen, kann es geschehen, dass diese Formen der Aufklärung uns nicht mehr Freiheit und Selbstbestimmung bringen, sondern dass sie selbst zu einem System der Abhängigkeit werden. ..."

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Freiheit · Leben · Naturwissenschaften · Philosophie ·

„120.000 Geschäfte werden aufgegeben, viele davon in aller Stille“

Michael Gassmann in Die Welt, 08.06.21

"... In der ersten Juni-Woche lagen die Umsätze im Innenstadthandel immer noch um 16 Prozent unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahreswoche. Das ist besser als die Minusraten von teilweise 60 oder 70 Prozent in den Vorwochen. Aber es reicht nicht aus, um Handel wirtschaftlich zu betreiben, also Miete, Personal und alle anderen Kosten zu bezahlen. ... Kaufimpulse können auf die Dauer nicht nur über den Preis gesetzt werden. Vielmehr machen Mode, Qualität, Anspruch und Vielfalt erst richtig Lust aufs Einkaufen. ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Hohle Worte für die Kultur

Berthold Seliger in Telepolis, 01.06.21

"... Man fragt sich ja immer, wenn man derartige Stellungnahmen von Politiker:innen wie Herrn Scholz oder Frau Grütters hört, ob bei ihnen schlicht Ignoranz gegenüber der Realität zum Beispiel des Konzertgeschäfts oder doch einfach eine generelle Inkompetenz vorherrscht. ...

Kategorie: Kultur · Schlagwörter:

Frankfurt: Der Pandemie-Experte, dem man nicht zuhörte – „Widerlegt wurde ich bisher nicht“

René Gottschalk im Porträt in Frankfurter Rundschau, 01.06.21

"... Würde es nach dem Infektiologen gehen, könnte die Eintracht vor Publikum spielen, wären die Städtischen Bühnen offen, die Museen, Geschäfte und viele andere Einrichtungen mit guten Hygienekonzepten ebenfalls. ... Ein Arzt orientiert sich bei seinen Entscheidungen an den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft. Ein Vorgehen, das Gottschalk in der Bundespolitik vermisst: „Es werden Gesetze gemacht aufgrund nicht vorhandener Evidenz. Das ist nicht in Ordnung.“ Die wahren Expert:innen seien die Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens. „Wir haben das Ganze im Blick.“ Nicht die Virolog:innen, die sich in den Talkshows die Klinken in die Hand gaben. Nicht ein SPD-Abgeordneter Ka rl Lauterbach oder eine Anne Will. „Sie wollen ja auch nicht von einem Augenarzt am Herzen operiert werden.“"

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Identitätspolitik: Woke und weltfremd

Teseo La Marca in Telepolis, 31.05.21

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Svenja Beller in der Freitag, 30.05.21

... es ist ja so bequem, und unsere Politiker sagen uns ja auch die ganze Zeit, Einkaufen in Einzelhandelsgeschäften am Ort sei unnötiger Luxus, höchstens nötig, solangs noch alte Leute gibt, die kein Internet bedienen können ...

Kategorie: Größenwahn · Schlagwörter: #shoplocal · amazon ·

„Mi r geht das Kind kaputt“: Warum Deutschland seinen Jüngsten nach der Pandemie etwas schuldet

Imre Grimm in rnd.de, 27.05.21

„Mama!“, schluchzte Lina, tief verzweifelt. „Ich will tot sein! Lass mich endlich sterben, dann bin ich im Himmel. Und da gibt es kein Corona!“ ... Doch während die Regierung 9 Milliarden Euro allein in die Lufthansa pumpte, umfasst das „Aufholprogramm“ für Jüngere gerade mal 2 Milliarden Euro. Schon das Wort ist verräterisch. Aufholprogramm. Das klingt nach Leistungsrückstand und Defizitkorrektur. Als gehe es nur darum, den künftigen Arbeitnehmern in einem Crashkurs den Fehlstoff einzubimsen. Aber was ist mit dem Erlebnisrückstand? Wer ersetzt all die ausgefallenen Klassenreisen, Bolzplatzdramen und ersten Küsse auf Klammerbluespartys? ... setzte sich früh für eine Öffnungsperspektive der Schulen ein – durchaus laut, selbstbewusst und professionell. Dafür erntete sie Drohungen und Beschimpfungen. Anonyme Kritiker verschrieen sie in den sozialen Medien und in Mails als arbeitgebernahen Lobbyverband, als Pseudo-Graswurzelbewegung, die in Wahrheit eine neoliberale Öffnungsagenda betreibe. Von „widerlichen Durchseuchungsbefürwortern“ war die Rede, von „Covidioten und Lügnern, die russisches Roulette mit Kindern spielen“ und als „terroristische Vereinigung“ auch „Zigtausende Tote billigend in Kauf“ nähmen. ... Im Kern laute die Botschaft der Gesellschaft an die Kinder seit Monaten: „Du musst aufpassen, dass deine Eltern nicht sterben“, sagt Denecke. „Das ist eine massive Überforderung. Diese Verantwortung kann kein Kind tragen. Stattdessen sollten wir Erwachsenen uns viel mehr zurücknehmen, damit die Kinder sich entwickeln können.“ ...

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, ...

Manfred Kölsch in reitschuster.de, 25.05.21

... mein heutiges Schreiben an Sie ist begleitet von dem mir vor vielen Jahren verliehenen Bundesverdienstkreuz. Dieses gebe ich zurück aus Protest gegen die von den staatlichen Organen zur angeblichen Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 ergriffenen Maßnahmen.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Sinkende Tarifbindung in der Klassengesellschaft

Peter Nowak in Telepolis, 20.05.21

... Zentrale Branchen der fordistischen Wirtschaft, die lange Jahre gewerkschaftlich gut organisiert waren, sind geschrumpft oder ganz verschwunden. Vermehrt haben sich Tätigkeiten und die Berufe in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in denen eine gewerkschaftliche Organisierung schwer, aber nicht unmöglich ist. ...

Kategorie: Ausbeutung · Schlagwörter: Gewerkschaften · Tarifvertrag ·

Auslastung der Krankenhäuser: Immer schön bei der Wahrheit bleiben!

Elke Bodderas in Die Welt, 15.05.21

bei Lebenserwartung, Gesundheitszustand oder Mobilität im Alter liegt Deutschland im europäischen Vergleich meist im hinteren Drittel. Es gib kaum ein Land auf der Welt, das ähnlich gut ausgebildete Ärzte hat wie Deutschland. Kaum ein Land der Welt ist technisch ähnlich gut ausgerüstet, kaum ein Land der Welt hat so viele Intensivbetten. Das ist die eine Seite. Die andere ist: Gesundheit hat sich in Deutschland in eine Ware verwandelt, wie Maschinen oder Autos.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Corona-Maßnahmen : Notfallsanitäter: Meine Kritik an den Corona-Maßnahmen

Jan Schad in Berliner Zeitung, 05.05.21

Unser Autor ist täglich für das Überleben anderer im Einsatz. Er verteidigt #allesdichtmachen, weil es nach seiner Ansicht wirklich viel zu kritisieren gibt.

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

"Aufstehen für die Kunst" zieht vor Verfassungsgericht

Christian Gerhaher im Interview in Bayerischer Rundfunk, 04.05.21

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter:

Die Vergiftung

Georg Diez im Interview in Tageszeitung, 28.04.21

Das Politische der Pandemie ist zu strikt in richtig und falsch geteilt. In diesem „Wir gegen die“ wird der Raum für Zweifel, Ausprobieren und Austausch knapp

Kategorie: Gesundheitspolitik · Schlagwörter: Coronamaßnahmenkritiker · Gesellschaft · Medien · Selbständigkeit ·

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