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Krankenhaus geblogt am 16. 04. 2024 |
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[] Nach ihrem Oberschenkelhalsbruch am Sonntagabend, den 14. Januar 2018, brachte ein Krankenwagen meine Mutter in die HSK, wo die Verletzung noch am selben Abend spät operiert wurde. Die mit einem Nagel fixierten Knochenteile wuchsen wieder zusammen, und die Wunde heilte rasch. Bei der anscheinend langwierigen Operation hat sie aber viel Blut verloren. Als ich sie am nächsten Tag nachmittags auf der Intensivstation besuchte, waren ihre Handgelenke an den Bettgittern festgebunden, und sie sagte zu mir: "Bernhard, hier stimmt was nicht. Wir müssen die Polizei holen." Die ganzen Kanülen, die in ihr steckten ließ sie dann auch ohne Fixierung in Ruhe, aber auf dieser Station, wo tags und nachts Apparate blinkten und piepsten, Türen offenstanden, Betten herein- und herausgeschoben wurden, Menschen riefen und jammerten, hatte sie keine Ruhe. Sie blieb dort viel länger als angekündigt. Auf der normalen Pflegestation danach war ihre Situation auch nicht besser, im Gegenteil, sie lag oft stundenlang in ihren Ausscheidungen, weil weder jemand mit ihr zur Toilette ging noch sie trockenlegte. Das Essen wurde ihr hingestellt und wieder abgeräumt, weil ihr niemand beim Essen half. Die Krankengymnastik, die für den ersten Morgen nach der Operation versprochen gewesen war, kam auch irgendwann einmal, just in dem Moment, als sie ihr Frühstück bekommen hatte, aber als sie bat, erst ihren Kaffee austrinken zu dürfen, damit er nicht kalt würde, schrieben die Physiotherapeutinnen ins Protokoll: "Patientin verweigert Mobilisierung" und wurden nie wieder gesehen. Jeden Mittag telefonierte meine Schwester mit der Sozialdienst-Dame des Krankenhauses und bekam gesagt: "Morgen kommt ihre Mutter in die Reha", aber jeden Morgen fand man einen anderen Vorwand, sie noch einen Tag länger dazubehalten. Mit im Zimmer lag eine Dame, die dauernd vor sich hin redete. Dann wurden bei dieser resistente Keime festgestellt, das ganze Zimmer leergeräumt und zugesperrt. Meine Mutter lag dann in einem großen Zimmer in der hintersten Ecke zwischen leeren Betten und hatte nachts richtig viel Angst vor Gespenstern, die sie um ihr Bett schleichen hörte. Da hab ich sie dann am 31. Januar gegen den Rat der Sozialdienst-Dame ("Wenn Sie das machen, stehen Sie mit einem Bein im Gefängnis!") aber mit der glücklicherweise bekommenen Zustimmung des Stationsarztes: "Wir sidn ein Krankenhaus und kein Gefängnis") nach hause geholt.
zul. bearbeitet 2024-04-16 11:29:50