|
|
|
Hausrat Lebensgeschichten im Licht der Geschichte der Dinge geblogt am 11. 09. 2024 |
|
|
Das große Messer hat Mama selbst nie genommen, weil es ihr ungeheuerlich war, so groß. Möglicherweise hab ich es ihr mal geschenkt, vielleicht als ich in Köln wohnte, da wußte ich ein schönes Küchengeschäft und hab dort immer wieder gern etwas gekauft, "weil Du nur lauter so kleine Messer hast" (so ein großes habe ich allerdings selbst auch nicht gehabt). Als ich dann bei ihr kochte und nach dem Essen Besteck und Geschirr zum Abwaschen bereitlegte, wie wir es bis 2023 gemacht haben, mußte ich es ihr immer direkt in die Hand geben, denn wenn ich es aus Versehen mit dem übrigen Besteck bereits zum einlaufenden heißen Wasser ins Becken gelegt hatte und sie es selbst herausfischte, ist sie immer sehr erschrocken: "Ach Herrje, das große Messer!", und war froh, daß es noch einmal unblutig ausgegangen war.[x]
Ich nehme es sehr gern zum Zwiebeln, Gulasch oder was auch immer schneiden, mir liegt es einfach gut in der Hand.[x]
Die alte Gabel ist immer noch das Beste, um in einen Kuchen zu stechen zur Probe, ob er schon durchgebacken ist, oder um mal eben ein bißchen Mehl in einer Tasse mit Wasser anzurühren, um damit Bratensft zu einer schönen Sauce zu binden, denn ihre Zinken sind, sicher auch vom langen Gebrauch dünn und spitz. Wenn sie sie abspülte, erzählte Mama gern, wie ihre Mutter abgewaschen hatte: noch ohne Spülstein, in einer Schüssel auf dem Tisch, und daß sie dieses Besteck immer gleich gut hat abtrocknen müssen und es hinterher sogar noch zum Nachtrocknen ins warme Ofenrohr gelegt wurde, weil es halt noch nicht rostfrei hergestellt war. Ob sie diese Gabeln (wir haben deren zwei) tatsächlich im Rucksack aus Neisse mitgebracht haben, wie Mama dachte?[x]
Mit diesem alten Kochlöffel hat Mama schon immer quasi alles gerührt: Einbrenne für eine Suppe oder Sauce (und wenn die fertig war, sie auch gleich abgeschmeckt), Nudeln oder Gemüse, Kuchenteig (bevor sie eine Küchenmaschine hatte)… Vom vielen Rühren ist er schon ganz schön abgenutzt, und bevor ich ihn ein paarmal rücksichtslos in die Spülmaschine steckte, war er auch ganz dunkel. Mama nahm ihn für alles außer zum Marmelade kochen, die durfte man nur mit dem extra Marmeladenkochlöffel rühren.[x]
Die Brettchen, das große und das kleine, und das Wiegemesser. Das große ist auch seit über 50 Jahren im Gebrauch, und auf dem unteren Bild erkennt man vielleicht die Kuhle, die das bezeugt.[x]
Die Bratpfanne stand schon, als ich noch ganz klein war, abends auf dem Küchenherd mit Bratkartoffeln fürs Abendessen. Es gibt keine besseren Bratkartoffeln, als in dieser Pfanne auf schwachem Feuer in einem richtigen Herd mit wenig Butter und einer gescheiten Zwiebel ganz langsam durchgebraten.[x]
Die Milchkanne aus Aluminium war in Aschaffenburg jeden Tag mein Begleiter auf dem Weg die Heimstraße ganz zurück bis zur Bergstraße, wo gleich gegenüber unser Milchladen war, und zurück. Zwei Liter kosteten damals 88 Pfennig. Bonbons gab es nur, wenn man schön brav "Danke" sagte. Als ich noch nicht allein gehen konnte und noch zu schüchtern war, "Danke" zu sagen, nahm Mama die Bonbons mit und tat sie in ein Schälchen im Küchenschrank oben überm Spülstein.[x]
Gußeiserne Töpfe habe ich einen kleineren (von IKEA in Wallau, als das noch ein neues reizvolles Wunderland war) und einen größeren (vom Hochheimer Markt, als ich schon Gärtner war und ein Auto hatte und jedes Jahr dort hinfuhr sonntagsa abends auf dem Weg ins Ammerland), und da drin hab ich meistens sonntags den Braten geschmort. Wenn sie die dann im Spülbecken hatte, hat sie immer "Och, so ein schwerer Topf" gesagt. Erst als Mama Fleisch immer schlechter beißen konnte und es zarter als zart sein mußte, hab ich öfter im Folienbeutel geschmort.[x]
Die große silberne Pfanne[x]
Der Kartoffeltopf war, solange Mama gelebt hat, so gut wie jeden Tag mittags in Gebrauch.[x]
Der Kartoffelschäler auch.[x]
der flache Topf[x]
der silberne Topf mit dem Bauch[x]
der ganz flache silberne Topf[x]
Wasserkessel[x]
die Deckel von nach dem Krieg[x]
Nußknacker: Der dritte von links war immer schon da, der zweite kam wohl mal von Oma oder Tante Maria, den ersten hat man mal gekauft in der Hoffnung, daß es damit leichter gehe, wo der vierte her ist, weiß ich gar nicht.[x]
Kuchenheber: Der erste von links war mal der große Hit, weil man damit Tortenstücke auf einen Teller stellen kann, ohne daß sie umfallen und ohne daß man sie mit den Fingern festhalten muß. Die anderen beiden sind von Oma oder Tante Maria. Wofür das große Messer ganz rechts ist, muß ich noch herausfinden.[x]
Spicknadeln Es stand halt in den Kochbüchern, daß man sich die Mühe mit dem Spicken machen sollte, um einen schön saftigen Braten zu bekommen, und es war ja auch interessant auszuprobieren, wie man das macht. Gekauft hab ich mir wahrscheinlich in Köln eine – wo die anderen her sind?. Aber dann kam man darauf, daß ein gutes Stück Fleisch von einem guten Metzger, langsam geschmort in einem gußeisernen Topf, auch ohne solche Extra-Mühen zart und saftig wird.[x]
Selten gebraucht: Der Apfelausstecher wird nur gebraucht, wenn man mal Apfelküchle macht, also alle paar Jahre in Oktober. Das nächste Ding hab ich visher nie im Gebrauch gesehen, aber man soll damit auch Walnüsse aufdspalten können. Die Knoblauchpresse war nur neu in den 60er/70ern mal der Hit; sie nach Gebrauch wieder sauberzumachen, ist viel zu mühsam. Butter schmeckt viel zu gut, als daß man sie extra drapieren bräuchte. Zitronensaft im Tee mochte man nur ganz früher mal, als man noch keine Teekultur hatte; da wurde eine Zeitlang sogar saurer Johannisbeersaft in den Tee gegossen. Und Spargel hat es bei uns seit Ewigkeiten keinen gegeben, früher hat ihn Mama wohl eine Zeitlang damit geschält.[x]
Fleischbrotel[x]
Die Mohnmühle[x]
Die Bohnenschneidmaschine[x]
Die Vegetar ist schon lange nicht mehr da. Vielleicht hat Maria oder eine von ihren Töchtern sie. Kaputtgegangen ist sie bestimmt nicht. Einst hat man damit alles gemacht. Das Küchenschränkchen, an dem man sie hier angeschraubt sieht, hat Papa gemacht, und es war in Aschaffenburg wie in Köln unsere Küchenzeile. In Wiesbaden stand es erst im Keller, aber als ich nach Wiesbaden gezogen bin, habe ich es mir hergerichtet, blau gestrichen, andere Griffe, und jetzt ist es schon vierzig Jahre lang meine Küchenzeile. Und die weißen Schüsseln sind auch nach wie vor im täglichen Gebrauch, allerdings habe ich jetzt auch silberne zbd behme meistens die.[x]
Der Rührfix[x]
Das Maschinchen[x]
Küchenmaschinen[x]
Kaffeemaschinen[x]
Waffeleisen[x]
Hobel[x]
der Krauthobel, Krautfässer[x]
Glatzer Rose[x]
Bunzelteller[x]
Senfgläser[x]
Väschen[x]
Krügel[x]
Keramik Weber, Dippemarkt und Töpferkurse[x]
Uhren[x]
zul. bearbeitet 2025-12-26 07:07:51