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mit rosen gärtnern : rindenpilze

Rindenpilze an Rosen

Was passiert?

Nach dem Winter erscheinen bei kühlem Märzwetter, wenn der Saft in den Trieben noch nicht richtig steigt, graubraune oder rötlichbraune bis violettschwarze Flecken auf der Rinde von Rosentrieben. Ausgangspunkt ist irgendeine Verletzung der Rinde. Das kann ein abgerissener Dorn, eine erfrorene Knospe, ein abgestorbener Stummel eines Seitenzweigs oder eine nicht verheilte Schnittwunde sein. Bei etwas wärmeren Temperaturen wachsen sie, bis sie den Trieb umfassen. Die Saftleitungsbahnen sind dann verstopft und der oberhalb liegende Triebteil stirbt ab, sobald er in der ersten Hitzeperiode im Mai auf kräftigen Saftfluß angewiesen ist. Manchmal reißt der Stengel mit tiefen Furchen auf, manchmal verdickt er sich. Später sinkt die abgestorbene Mitte ein, und rundherum bilden sich graue oder gelbliche Sporenlager.

Je nachdem, wo diese Flecken auftreten, kann ein großer Teil einer Pflanze verloren sein. Besonders schlimm ist es, wenn die Veredlungsstelle selbst oder der Stamm einer Hochstammrose befallen wird. Nach dem Winter 2008/09 waren bei mir Knospen erfroren und dann mit Rindenpilzen befallen worden, das brachte einen Verlust im Umfang eines ganzen Jahrgangs. Je mehr ich dann danach fragte, desto mehr Kunden hatten ähnliches erlebt, jedoch unter Frostschäden verbucht.

In der Literatur steht wenig bis gar nichts über diese Pilzkrankheiten. Offenbar breitet sie sich gegenwärtig erst stärker aus. In Proben von meinem Rosenfeld hat die staatliche Gartenbauberatung den Pilz NN gefunden. Er ist bisher vor allem als ein Schädling an Weinreben bekannt, hat aber eine Variante, die auf Obst- und Rosengewächse spezialisiert ist. Ein spezifisches Gegenmittel scheint es nicht zu geben. Mir wurde geraten, verschiedene Pilzbekämpfungsmittel durchzuprobieren.

Was kann man tun?

Am wichtigsten scheint mir, Rindenverletzungen im Winter zu vermeiden. Deshalb vermeide ich von August bis weit in den März hinein jeden Schnitt.

Um auch Frostschäden an Knospen zu vermeiden, schattiere ich die Rosen bei Sonne mit starkem Frost.

Um eine gute Holzausreife zum Winter sicherzustellen, keine Dünger verwenden, die noch zu lang in den Herbst hinein wirken.

Eventuell hängt es auch mit Fehlern bei der Wasserversorgung zusammen: Im Sommer zu trocken, im Herbst und Winter zu nass.

Wenn die Flecken zu wachsen beginnen, spritze ich 1x mit Kupfer, um die Sporen abzutöten, die noch nicht eingewachsen sind.

Beim Frühjahrsschnitt schneide ich befallene Triebe bis in das gesunde Holz hinein weg und werfe sie sicherheitshalber in die Mülltonne, nicht auf den Kompost. Bis Anfang August wiederhole ich diese Kontrolle mehrmals. Nur bei trockenem Wetter zu schneiden, scheint die Wundheilung zu verbessern.

Für Hinweise auf weiterführende Literatur und Erfahrungsberichte zu diesem noch sehr obskuren Thema bin ich sehr dankbar.

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Rindenpilz: entstanden um eine Knospe herum (24.04.2011) ©Foto links: Werner Frank, © Werner Frank

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Foto: Werner Frank, © Werner Frank, Text: © rosenwelten ·

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