Merkel am 18. März 2020: Mit dieser Rede begann Deutschlands Corona-Sonderweg "die Kanzlerin bestimmte damit den Sicherheitssound der nächsten zwei Jahre, an dem sich fortan die Politik (zu diesem Zeitpunkt forderte auch die sich heute so freiheitlich gerierende AfD härtere staatliche Maßnahmen), die Verwaltungen und staatlichen Exekutivorgane auf allen Ebenen und ein großer Teil der Medien orientierte – und für dessen Infragestellen sich jeder freiheitsliebende Mensch bis heute zu rechtfertigen hat. Merkel selbst bezeichnete das Beharren auf die Rückkehr zur uneingeschränkten Geltung aller Grundrechte nur wenige Wochen später mit dem Unwort „Öffnungsdiskussionsorgien“. ... Das Wort Freiheit verwendete Merkel in ihrer Ansprache nur in der Vergangenheitsf orm. Sie als DDR-Bürgerin wisse, dass Reise- und Bewegungsfreiheit schwer erkämpfte Rechte gewesen seien. ... Ein als Solidarität verbrämter Egoismus, eine als Vernunft bezeichnete Empathielosigkeit brachen sich Bahn. ... mit gleichgültiger Billigung der Öffentlichkeit starben Menschen allein unter menschenunwürdigen Umständen in Krankenhäusern, ohne dass sich ihre Angehörigen von ihnen verabschieden konnten. Alte Menschen wurden wochenlang isoliert und zu ihrem eigenen Schutz aller sozialen Kontakte beraubt. ... Die Pastorentochter bemühte religiös konnotierte Floskeln wie die von „einer schweren Prüfung“ ... Staats- und Verfassungsrechtler reagierten ungläubig, weil sie das nicht für möglich und mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht für vereinbar hielten. Sie sollten allerdings erst Monate später von einigen Gerichten Recht bekommen, deren Urteile aber wirkungslos blieben. ..."13591 [Angela Merkel] [Coronavirus]
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