Wer weiß, wie nahe mir mein Ende/q>@ 🔊 Bachipedia 1185 👤 [J.-S.-Bach-Stiftung St. Gallen]
Man brauchte die SPD, um den Sozialstaat zu schleifen. Man brauchte die Grünen, um wieder Krieg führen zu können. Braucht man die AfD, um das digitale Gefängnis zu errichten? Das frage ich regelmäßig seit 2021 und es war eine Erklärung für mich, warum man sie so groß gemacht hat. Die digitale Identität wird nun breit ausgerollt - natürlich wegen der Gefahren, die die unkontrollierte Migration schafft. Was sonst. Es wird spannend sein, zu sehen, wie sich die AFD verhalten wird.
Die Vorschläge der Amerikaner für ein Ende der Kampfhandlungen entsprechen den militärischen Realitäten. Viele wollten eine Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Sie haben sie damit bekommen. Das Problem ist nicht der Widerstand lendenlahmer Europäer. Vielmehr sehen die Russen von den Seelower Höhen auf Berlin, um einmal dieses Bild von Reisner zu benutzen. Die Frage ist also, welches Interesse die Russen daran haben sollen, wenn sich die militärische Lage weiterhin zu Ungunsten der Ukraine entwickelt? Das ist unausweichlich. Insofern müsste man den Russen etwas anbieten, um ihnen den Verzicht auf eine Fortsetzung des Krieges schmackhaft zu machen. Deshalb schlagen die Amerikaner eine völkerrechtliche Abtretung der Krim und ein Ende der Sanktionen vor. Das geht nicht ohne Zustimmung der Ukraine. Das würde Selensky politisch unter Umständen nicht überleben. Nicht nur wegen der Falken im eigenen Lager, sondern weil sich dann sofort die Frage stellt, ob man ein besseres Ergebnis nicht auch schon vor 2 Jahren, aber unter besseren Voraussetzungen hätte haben können. Insofern wäre eine Ablehnung innenpolitisch rational, aber militärisch irrational. Anschließend würde sich die Lage der Ukraine im russisch dominierten Abnutzungskrieg weiter verschlechtern, selbst mit US-Militärhilfe. So richtet sich der amerikanische Vorschlag zuerst an Kiew. Lehnen sie ihn ab, werden sie mit den militärischen und politischen Folgen leben müssen. Wie gesagt: Die lendenarmen Europäer sind irrelevant, weil sie einen Ausfall der amerikanischen Unterstützung nur in der Traumwelt der @n_roettgen und Co. kompensieren können. Insofern wäre am Ende trotz der innenpolitischen Risiken für Selensky eine ukrainische Zustimmung der rationalste Weg, wenn sie keine realistische militärische Option für eine positive Veränderung auf dem Schlachtfeld haben. Und die haben sie nicht, ob mit oder ohne Amerikaner. Über militärische Fakten kann man nicht verhandeln. Die Ukraine verzichtet auf nichts, was sie nicht schon längst verloren hat. So ist das halt im Krieg. Ab diesen Punkt käme erst Russland ins Spiel. Die Zugeständnisse sind groß genug, so das eine Ablehnung kaum begründbar ist. Putin bezahlte dann einen hohen politischen Preis, weil das eine massive Unterstützung der Ukraine durch Washington legitimierte. Trump lässt das durchaus offen. Das gehört zu seiner Verhandlungsstrategie, wenn er beide Seiten zu einem Kompromiss bewegen will. Ein wichtiger Faktor in diesem Spiel ist China. Russland darf seinen wichtigsten Verbündeten nicht verprellen, Peking will zudem verhindern, dass sich Washington nach einem Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine mehr mit Asien beschäftigen will. Ob Peking damit eine Veto-Postion hat, ist schwer zu beurteilen. Trump macht aber neuerdings den Chinesen wieder Avancen. Und seinem Charme kann man sich bekanntlich schlecht entziehen ... . Sollte es zu keinem Ergebnis kommen, ist Washington aus der Schusslinie. Es scheiterte an Kiew oder Moskau. Die Europäer müssten allerdings mit den Konsequenzen umgehen. Groteskerweise haben sie in ihrer Phantasiewelt die Vorstellung, sie wären in diesem Spiel ein relevanter Faktor. Aber sie können es am Samstag in Rom auch mit einem Gebet versuchen.
Sie isst nichts mehr. Sie trinkt nur noch wenig. Sie hat wohl keine Schmerzen mehr. Zumindest sagt sie das. Sie ist erstaunlich klar. Sie erkennt mich, fasst meine Hand mit durchaus festem Griff. Die Morphindosis wurde nicht erhöht. Die Gabe erfolgt jetzt über eine Schmerzpumpe. Tage? Wochen? „Mehr nicht“, wagt die Krankenpflegerin eine Prognose, die sie nicht wagen darf. Ich nicke. Ich werde es vorher wissen. So wie bei meiner Oma, bei mir selbst (dass es noch nicht soweit ist) und bei meinem Vater. Ich spüre diese Kälte, die sich plötzlich um mich legt. Mein Kater Lewis auch. Er streckt dann seine Vorderpfote nach mir aus. Ich biete ihm meine Hand. Er krallt sich zart darin fest. Ich habe schon viele Menschen sterben sehen: Ich habe acht Jahre als Rettungssanitäter gearbeitet. Doch dieses Mal bin ich emotional involviert. „Ich hab‘ dich so lieb!“, sagt sie. Mir kommen die Tränen. „Ich dich auch!“, sage ich - und der Druck ihrer Hand wird etwas fester. „Woran denkst du?“, hatte ich sie vor zwei Nächten noch gefragt. Sie zuckte nur mit den Achseln. An nichts? Dann wieder: „Ich hab‘ dich so lieb!“ Es bricht mir mein Herz. Hätte ich sie zuhause sterben lassen sollen? Das möchte ich immer noch. Es ist ihr Wunsch. Wüsste ich - wenigstens ungefähr - den Tag (die Stunde?), wann es soweit ist, wäre das einfacher. Aber ich würde daran scheitern. Ich bin glücklich darüber, den katholischen Pfarrer informiert zu haben. Er hat meinen (katholischen) Vater bestattet, und er wird sie, meine evangelisch getaufte Stiefmutter, dorthin entlassen, wo ich sie irgendwann wiederzusehen hoffe. Während der Krankensalbung, früher als „letzte Ölung“ bezeichnet, war sie ganz klar, betete das „Vater unser“ fehlerfrei mit. Auf ihrem Gesicht erhaschte ich ein kurzes Lächeln, während ich in Tränen ausbrach. Draußen wartete die dreiköpfige Besatzung des RTW, der sie auf die Palliativstation eines Krankenhauses bringen sollte. Der Pfarrer kam eine halbe Stunde zu spät, die jungen Frauen von der Feuerwehr (Krankentransport) eine halbe Stunde zu früh. Sie haben nach Rücksprache mit der Leitstelle gewartet, bis der Pfarrer seinen kleinen Gottesdienst beendet hatte. Ich bin dem Pfarrer und dem RTW-Team unendlich für alles dankbar. Die Nacht zuvor hatten wir alle - meine Mom 2, Kater Lewis und ich - nebeneinander im Schlafzimmer verbracht und uns and Händen/Pfoten gehalten: Ihre Schmerzen hörten auf, meine Trauer war wie weg, und Lewis schnurrte leise. „Ich will nicht, dass du gehst!“ Ich habe sie nie spüren lassen. dass sie Mom 2 ist. Seit dem schrecklich einsamen Corona-Tod von Mom 1 (meiner leiblichen Mutter), die in meiner/unserer Heimat Südafrika lebte, ist unsere Stiefmutter-Stiefsohn-Beziehung noch inniger geworden. „Ich habe dich so lieb, Sebastian!“ - „Ich dich auch! Ich danke dir für alles! Du hast alles für mich getan! Jetzt tue ich alles für dich. Bis morgen!“ (Eine - katholische - Kirche in der Nähe des Krankenhauses, in dem Mom2 auf der Palliativstation liegt und auf den Tod wartet. Jedes Blumengesteck mit Foto, Vor- und Nachnamen sowie Geburts- und Sterbedatum dient dem Gedenken an eine*n Verstorbene*n | Foto: Laduga)
Die Selfies der @Die_Gruenen an der Berliner Demo vom vergangenen Samstag entspringen demselben pietätlosen Zeitgeist, in welchem die narzisstische Selbstüberhöhung und die Selbstdarstellung alles sind. Selbst beim Schreiben des Hashtags #WeRemember geht es in der Regel um die Selbstdarstellung und um das Demonstrieren der eigenen #Haltung und nicht wirklich um die Opfer. So etwas geschieht nicht aus Boshaftigkeit, sondern aufgrund des Umstandes, dass bestimmte Hemmschwellen, die man bisher bei allen als vorhanden annahm, schlicht nicht existieren und weil der #Holocaust für viele zu etwas Abstraktem geworden ist.
Jesu bleibet meine Freude@18.10.2016 Klais-Orgel in St. Baafs, Gent 🔊 YouTube 1179 👤 [Gert van Hoef]
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Am besten kommen Sie zum Einkaufen direkt in unseren Garten am Stadtrand von Wiesbaden…[so finden Sie hin]
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Wenn es Ihnen nicht möglich ist, hier einzukaufen, sende ich Ihnen Ihre Pflanzen in einem Paket mit der Post (dhl)…[das geht so]
Zum bestellen rufen Sie bitte an oder mailen Sie mir. Die dhl-Paketnummer für die Sendungsverfolgung maile ich Ihnen, sobald ich sie weiß, und sende dann auch die Rechnung mit, die Sie bitte innerhalb von drei Wochen überweisen.
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