Eingabefeld für Suche nach Rosennamen

mein kleiner blog

28.08.2021, Kategorie: Kultur

"Ihr, die ihr euch von Christo nennet" BWV 164 // zum 13. Sonntag nach Trinitatis f├╝r Sopran, Alt, Tenor und Bass, Traversfl├Âte I+II, Oboe I+II, Streicher und Basso continuo, mit Monika Mauch, Jan B├Ârner, Jakob Pilgram, Markus Volpert, Orchester der Bach-Stiftung St. Gallen, Ltg. Rudolf Lutz

Wir h├Âren noch des N├Ąchsten Seufzer an! Er klopft an unser Herz; doch wirds nicht aufgetan! Wir sehen zwar sein H├Ąnderingen, sein Auge, das von Tr├Ąnen fleu├čt; doch l├Ą├čt das Herz sich nicht zur Liebe zwingen.

zul. bearbeitet 2021-08-28 20:21:24

22.08.2021, Kategorie: Kultur

Gott hat alles wohlgemacht.
Seine Liebe, seine Treu
wird uns alle Tage neu.
Wenn uns Angst und Kummer dr├╝cket,
hat er reichen Trost geschicket,
weil er t├Ąglich f├╝r uns wacht.
Gott hat alles wohlgemacht.
"Geist und Seele wird verwirret", Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis f├╝r Altus, Orgel und Orchester von Johann Sebastian Bach, BWV 35 (1726), Text von Georg Christian Lehms, 1711 – Marten Engeltjes, Altus, Jos van Veldhoven und Netherlands Bach Society

zul. bearbeitet 2021-08-22 08:42:00

05.08.2021, Kategorie: Kultur

Sonnenhut sei ja ganz sch├Ân, aber so durstig. man k├Ânne ihn nie genug gie├čen, sowie die Sonne rauskomme, lasse er die Bl├Ątter h├Ąngen, h├Ârte ich gestern und verstand erst gar nicht, ein bi├čchen stimmt es ja mit meiner Erfahrung ├╝berein, aber so extrem? Dann sah ich im Garten der Kundin zwei Sonnenh├╝te: Quelle Hornbach, 10 Euro/St., Riesenbl├╝ten dicht an dicht, Riesenbl├Â├Ątter, schlaff herabh├Ąngend, ein armseliges, hochgepushtes Gew├Ąchshausprodukt, dem es selbst bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit an der frischen Luft schwindliog wird. So macht man kurzfristig Umsatz mit Spontanverk├Ąufen, aber auf etwas l├Ąngere Sicht bringt man die Leute um den G├Ąrtnerverstand, der aus richtigen Erfahrungen resultiert. Bald wird gar keiner mehr Pflanzen kaufen, nur noch Gartenzubeh├Âr, f├╝r die Baum├Ąrkte nur eine Sortimentsverschiebung, f├╝r die HiTech-Fabrik-G├Ąrtner, die diesen Irrsinn mitmachen, das (verdiente) Ende. Tja, hoffentlich bleiben wir Kleing├Ąrtner so lang ├╝brig, da├č wir das Danach noch genie├čen k├Ânnen.

zul. bearbeitet 2021-08-05 08:31:08

12.07.2021, Kategorie: Kultur

Dieser Sommer 2021, in dem die Nachrichten und die davon lebenden Sozialen Medien derma├čen an diesem Virus festkleben, da├č nicht mal mhr der Fu├čball eine Abwechslung vom AHA-Zeigefinger und Karl Lauterbachs Sorgenmiene bewirken konnte, das Wetter einen als G├Ąrtner aber fast st├╝ndlich seine Pl├Ąne ├Ąndern l├Ą├čt, weil pl├Âtzlich etwas ganz anderes und so vieles geht, das lange Jahre nie gelang, ist wie geschaffen, sich den ganzen Internetfirlefanz und etwaige Mediensucht ab- und wieder an ein richtiges&gutes Leben auf und von dem Land, das einem anvertraut ist, zu gew├Âhnen. Unglaublich, was es alles hervorbringt, wenn es nur mal immer wieder von oben etwas Wasser bekommt. Die Tomaten wachsen mir schon ├╝ber Kopfh├Âhe, die Kartoffellaub steht brusthoch, die Dicken Bohnen haben schon eine reiche Ernte gebracht, die Rosenveredlungen gehen alle gut, und ein einfacher Schweinebraten aus dem R├Âmertopf ist gestern mit Kr├Ąutern aus dem Garten ganz ohne weitere Gew├╝rze wie bei Vincent Klink so gut geworden. :-)

zul. bearbeitet 2021-07-12 07:28:02

03.07.2021, Kategorie: Kultur

zul. bearbeitet 2021-07-03 10:38:47

25.06.2021, Kategorie: Kultur

Zwei 'Mme Isaac waren immerhin nach 2 Tagen in Berlin, und von der Kundin gabs ein "Lob f├╝r die Verpackung". Also es klappt ja manchmal doch; aber die Hauptsache ist diesen Sommer Veredeln und Mutterpflanzen entsprechend schneiden, ich hab j akaum noch St├╝ckzahlen (wobei das andererseits erholsam ist, von der Pflegearbeit her: endlich hetz ich mal nicht hinterher, mach alles zur besten Jahreszeit, eigentlich das A&O aller G├Ąrtnerei, aber im Kapitalismus prinzipiell unm├Âglich, weil man doch immer meint, mehr machen zu m├╝ssen, als man kann.). ;)

zul. bearbeitet 2021-06-25 19:49:39

22.06.2021, Kategorie: Kultur

Nach dem leichten Regen am Nachmittag noch ne Stunde mit der Sense gem├Ąht, bis die Abendglocken von Dotzheim zum Feierabend riefen, und jetzt ein k├╝hles Bierchen und ein gutes Abendbrot. Am "richtigen┬«" Arbeiten&Leben festhalten, so lang uns die irre kapitalistische Welt nur eben l├Ą├čt, selbstbestimmt, mit der Natur, im alten Takt, low-tech ...

zul. bearbeitet 2021-06-22 18:31:27

13.06.2021, Kategorie: Kultur

Gestern endlich wieder beim Karstadt drin gewesen und geguckt, was ich mir die n├Ąchste Woche alles kaufen kann, das erste Mal seit vor Weihnachten. Und das Ende der l├Ąstigen Maskierungspflicht in der Innenstadt wird immerhin auch schon gefordert (zB von Herrn Kubicki), also kann man seine Medienaufmerksamkeit von Themen, die einem aufgen├Âtigt wurden endlich wieder Themen zuwenden, die einen wirklich interessieren: Erst einmal will ich einige Bildungsl├╝cken in Geographie ausf├╝llen, dann zur mittelalterlichen Geschichte und meinem Thema Hospit├Ąler zur├╝ckkehren. Aber nur wenig Zeit bleibt f├╝r Medien an Tagen wie diesen, wo drau├čen ALLES bl├╝ht! :-)

zul. bearbeitet 2021-06-13 19:43:28

01.06.2021, Kategorie: Kultur

Mir l├Ąufts jedesmal eiskalt den R├╝cken runter, wenn wieder irgendwo zu lesen ist, wie die Regierenden in Berlin ganze Branchen und Teile des ├Âffentlichen Lebens in unserem Land ohne mit der Wimper zu zucken ├╝ber die Wupper gehen lassen. Gut, nicht jedem geht bei Musik das Herz auf, einem k├╝hlen Hanseaten reicht vielleicht das Verkehrsfunkgedudel auf ner langen Autofahrt als Kultur, aber als Regierung von Deutschland so bannausisch-ignorant zu sein, ist doch der Hammer!

zul. bearbeitet 2021-06-01 14:13:39

25.04.2021, Kategorie: Kultur

Was f├╝r wunderbar zusammenklingende Stimmen: der Countertenor Th├ęo Imart und die Sopranistin Jessica Niles in Pergolesis "Stabat Mater" von Les Arts Florissants heute abend.

zul. bearbeitet 2021-04-25 22:13:22

15.04.2021, Kategorie: Kultur

Hier zeigt Apfelweinkelterer Michael T. Giudice in Upstate New York, wie er mittels Gei├čfu├č-Pfropfung Lokalsorten auf Apfels├Ąmlinge veredelt, um noch in 100 Jahren den Rohstoff f├╝r sein St├Âffche ernten zu k├Ânnen.

zul. bearbeitet 2021-04-15 19:34:51

11.04.2021, Kategorie: Kultur

HK: Danser encore via Telepolis

zul. bearbeitet 2021-04-11 19:22:51

31.03.2021, Kategorie: Kultur

"We are the ocean. Each one a drop." Pasticcio. Une revue musicale. Les Arts Florissants, Lea Desandre, Jakub J├│zef Orlinski, Festival de P├óques 2021, Aix-en-Provence www.festivalpaques.com Das sch├Âne Zitat ist aus einem Lied des Lautenisten des Ensembles, Thomas Dunford, das sie ganz am Schlu├č spielten.

zul. bearbeitet 2021-03-31 22:30:33

02.01.2021, Kategorie: Kultur

Der Chor der Gefangenen aus "Nabucco" mu├č im im Jahr 2021 mit verbundenen M├╝ndern singen, geknebelt von der Anszeckungsgefahr und den Vorschriften der Gesundheitsbeh├Ârde - unfreiwillige Steigerung der Authentizit├Ąt, und bestimmt extrem anstrengend f├╝r die S├Ąnger (und anderen Musiker), bewundernswert, wie pr├Ąchtig sie das Neujahrskonzert trotzdem darzubieten verstehen Concerti di Capodanno 2020 del Teatro La Fenice, Venezia

zul. bearbeitet 2021-01-02 22:26:17

Natur und Bilder

01.06.2016, Kategorie: Kultur

Hier in der Stra├če sehe ich ┬źfrische┬╗ Rosen gepflanzt, mit gro├čen Bl├Ąttern und fetten Bl├╝ten wie bei einem erwachsenen Rosenstock, aber mit drei Bambusst├╝tzen, sonst w├Ąren sie wohl umgefallen vor Schw├Ąche. Solche gequ├Ąlten Gesch├Âpfe kann man heute offenbar leichter verkaufen, als im Freien gewachsene, mehrj├Ąhrige Pflanzen mit dem ein oder anderen Fleck oder Loch an einem Blatt. Warum nur? Vielleicht haben Menschen nie so viele sch├Âne Bilder von Pflanzen gesehen und dabei so wenig mit Pflanzen zu tun gehabt, also richtig gearbeitet, um etwas zu ernten, Rasenm├Ąhen und Hecken schneiden rechne ich da jetzt mal nicht dazu. Idealbilder als zur Erbauung der Seele und Bilder von Natur-Zerst├Ârung als Nachrichten oder Dokumentarfilme. Bei Idealbildern ist die umgebende Natur, sind tierische und pilzliche Mitbewohner, gelbe Bl├Ątter und welke Bl├╝ten der portr├Ątierten Pflanze selbstverst├Ąndlich professionell vermieden oder herausgeschnitten, wie Tippfehler aus einem Text. Und in Berichten ├╝ber Tschernobyl, Bhopal und die Hagel- und Flutkatastrophe im Nachbardorf geht immer alles unweigerlich kaputt. Wer mit Pflanzen zu tun hat, wei├č, da├č die Wirklichkeit normalerweise dazwischen liegt, aber die Bilder pr├Ągen mehr und mehr unsere Vorstellungen ... Pflanzen haben dann so auszusehen wie auf den Bildern. Alles dar├╝ber hinaus ist ┬źBefall┬╗, und f├╝r ┬źso etwas┬╗ m├Âchte niemand Geld ausgeben, und wie man st├╝nde man denn da, wenn man ┬źso etwas┬╗ als Geschenk ├╝berreichte, etwa der Schwiegermutter oder dem Direktor, bei denen man doch einen makellosen Eindruck hinterlassen mu├č. Lieber geht man auf Nummer Sicher und kauft eine Pflanze, die f├╝r den Verkaufsaugenblick gestylt wurde, da├č sie so aussieht wie auf Bildern, als w├Ąre sie nicht von dieser Welt. Mit L├Ąusen, Raupen und Pilzen wei├č die Natur aber umzugehen, mit den f├╝r die Illusion von Makellosigkeit notwendigen Giften und Energieverschwendung nicht allzu lang. Wie oft haben wir als Studenten ├╝ber die Menschen im Mittelalter gel├Ąchelt, die die Natur durch Zitieren der antiken Autoren beschrieben, erst ganz allm├Ąhlich auch nach ihrem eigenen Augenschein - aber verstellen Google und Youtube, Wikipedia und Facebook nicht auch uns schon wieder den eigenen Blick auf die Natur, genau wie Aristoteles und Plinius den mittelalterlichen Schriftkundigen? Vielleicht ist es Zeit, die Medien und die Bilder bewu├čt abzuschalten, um die Natur mit so unvoreingenommen es noch geht eigenen Augen zu beobachten. Zum Beispiel wie die Meisen ihre Jungen f├╝ttern mit den Raupen, von denen der Nachbar denkt, sie w├╝rden die Rosen auffressen. Oder wie die Marienk├Ąfer und die Schwebfliegen ihre Eier neben die L├Ąuse legen und wenig sp├Ąter Larven aus den Eiern schl├╝pfen, um sich an L├Ąusen dick und rund zu fressen. Dann lachen wir ├╝ber den Nachbarn der denkt, er m├╝sse sie totspritzen. Pflanzen m├╝ssen ohne Befestigung und bewaffnete Grenzschutzagentur auskommen, m├╝ssen mit der Natur zusammenleben k├Ânnen. Selbst als Geschenk sind sie dann schon ab ca. der dritten Woche wertvoller als blo├če Ausstellungsst├╝cke. Wo Du solche Rosen finden, wei├čt Du ja: auf http://rosenwelten.de/rosen bzw auf meinem Feld. Es bl├╝ht jetzt eine nach der andern auf, und wenn Du bald kommst, erlebst Duauch die besonders robusten Einmaligbl├╝henden in ihrer ganzen Pracht.

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:46:16

├ťber das Pflanzen im Herbst oder Wann ist denn eigentlich die beste Pflanzzeit?

03.11.2013, Kategorie: Kultur

Von den Pflanzen her gesehen, ist einfach nach wie vor der Herbst. die beste Pflanzzeit Nur nicht mehr die einzige. [weiter]

Rhabarber mit Gew├╝rzkuchen

23.05.2012, Kategorie: Kultur

175 g Butter schaumig r├╝hren, 100 g Rohrzucker und 2 EL frischen geriebenen Ingwer unterr├╝hren, nach und nach 4 Eigelb gr├╝ndlich einr├╝hren. 250 g Mehl mit 1 1/2 TL Backpulver, 1/2 TL geriebener Muskatnu├č, 1/2 TL gem├Ârserten Nelken mischen und unter den Teig heben. 200 ml Melasse (ich nehme "Grafschafter Goldsaft") mit 100 ml Creme fraiche verr├╝hren (das geht) und unter den Teig heben. 8 (!) Eiwei├č zu steifem Schnee schlagen und mit 40 g feinem Zucker mischen, vorsichtig unter den Teig heben. In einer gro├čen Kastenform bei 180┬░ 30-45 Minuten backen, ausk├╝hlen lassen, in Scheiben schneiden. Rhabarber in St├╝cke schneiden, waschen, abtropfen lassen, einzuckern und etwas stehen lassen. Dann einmal kr├Ąfdtig aufkochen und langsam garziehen lassen. Abk├╝hlen lassen. In einen tiefen Teller eine Scheibe Gew├╝rzkuchen legen, eine Kugel Vanilleeis dazu, mit Rhabarberkompott umgeben. Gleich aufessen, w├Ąhrend der Rhabarbersaft in den Kuchen zieht.

zul. bearbeitet 2016-08-23 18:15:43

Zeit zum Pl├Ąneschmieden

07.02.2012, Kategorie: Kultur

diese Nachmittage im Februar: die Natur scheint wirklich still zu stehen - man mu├č nichts, nichts gie├čen, nichts schneiden, nichts s├Ąen, nichts hacken - genie├čen Sie das auch so wie ich? Es ist ein bi├čchen als ob im Jahr des G├Ąrtners Sonntag w├Ąre. Nicht jedes Jahr gibt es so eine Zeit, viele Winter hier im Rhein-Main-Gebiet sind ja nur verl├Ąngerte November. Es ist jetzt auch schon wieder l├Ąnger hell, nicht wahr? Und man sieht vom Fenster durch den ganzen Garten, Str├Ąucher und B├Ąume lassen den Blick hindurch. Bilder aus fr├╝heren Jahren fallen einem wieder ein, als die Geh├Âlze noch kleiner waren oder andere dort standen. Hat es nicht sch├Âner gebl├╝ht, als noch mehr Licht in diese Ecke fallen konnte? W├Ąrs nicht mal Zeit, diesen oder jenen einst netten Busch oder Baum, der sich zum Klotz entwickelt hat und alles dominiert oder gar erdr├╝ckt, behutsam auszulichten oder gar mutig abzus├Ągen, damit es wieder bunt wird? An dieser Stelle sollte ich Sie, glaube ich, mit Ihren Gedanken erst einmal alleine lassen ÔÇö. Gerne helfe ich allerdings bei Fragen weiter, am liebsten nat├╝rlich was die Gestaltungsm├Âglichkeiten mit Rosen betrifft. Sie wissen ja, deren gibt es viel, viel mehr als meist genutzt werden. Die Bl├╝tenfarben sind ja eigentlich ├╝berbewertet, die Wuchsformen, Blattfarben, Rindenfarben (der Winteranblick) dagegen kaum ausgesch├Âpft. Rosen als gro├če, malerische freistehende Str├Ąucher oder als hohe Sichtschutz-Hecke, als Baumkletterer, als Kaskade, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sehen Sie so etwas schon als Bilder in Ihrem Kopf? Wenn icht, dann vielleicht mal auf rosenwelten.de inspirieren lassen. Pa├čt eines in Ihren Garten? Ich w├╝nsche Ihnen sch├Âne Vorfr├╝hlingsnachmittage und viele gute Gedanken und Ideen f├╝r die Zukunft Ihres Gartens und freue mich auf Ihre Anfragen.

zul. bearbeitet 2016-08-16 17:25:39

"Die haben Masern"

06.10.2011, Kategorie: Kultur

zul. bearbeitet 2011-10-06 20:57:54

Wer macht die Gartenarbeit?

30.08.2011, Kategorie: Kultur

In der taz steht heute:

In den Freizeitaktivit├Ąten zeigen sich die sozialen Unterschiede. Leute mit Hauptschulabschluss treffen sich h├Ąufiger als Menschen mit Abitur mit Gro├čeltern und Enkeln, halten h├Ąufiger Mittagsschlaf, l├Âsen ├Âfter Kreuzwortr├Ątsel und Sudoko und machen mehr Gartenarbeit. Menschen mit Abitur hingegen lesen und schreiben mehr Emails, surfen ├Âfter im Internet, lesen mehr B├╝cher, treiben mehr Sport und haben mehr Sex als B├╝rgerInnen mit Hauptschulabschluss.
Dabei haben die Menschen mit Abitur, so sie denn ein h├Âheres Einkommen haben, wahrscheinlich die gr├Â├čeren G├Ąrten. Fragt sich, wer dann in diesen G├Ąrten die Arbeit macht? Sind sie etwa alle so naturbewu├čt und planerisch genial, da├č sie pflegearme G├Ąrten angelegt haben? Oder lassen sie die Gartenarbeit vonMenschen mit Hauptschulabschlu├č machen? Weiter erf├Ąhrt der Leser:
Geringverdiener mit einem Haushaltseinkommen unter 1000 Euro im Monat geben ├Âfter an als Besserverdiener, in ihrer Freizeit auszuschlafen, "seinen Gedanken nachzugehen", Fahrrad zu fahren oder Spazieren zu gehen. Besserverdiener mit einem Einkommen von ├╝ber 3 500 Euro hingegen besuchen h├Ąufiger Restaurants, machen mehr Ausfl├╝ge, gehen ├Âfter ins Fitnesstudio und verbringen mehr als doppelt soviel Zeit mit dem Internet.

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:12:46

Konditorenkunst mit Rosen

16.08.2011, Kategorie: Kultur

Vorvorige Woche hat jemand auf dem Rosenfeld f├╝nfzig wei├če und rosa Rosenbl├╝ten gepfl├╝ckt, sorgf├Ąltig nebeneinander in eine Schachtel gesetzt und nach hause gebracht. Dort wurden sie in Eiwei├č getaucht und dann mit Puderzucker ├╝berzogen: Kandierte Rosenbl├╝ten trocknen auf der W├Ąscheleine Auf der Leine mu├čten sie mehrere Tage trocknen, da war bestimmt kein schlechter Duft im Zimmer: Kandierte Rosenbl├╝ten trocknen auf der W├Ąscheleine Schlie├člich kamen sie auf eine dreist├Âckige Torte: Hochzeitstorte mit kandierten Rosenbl├╝ten Danke f├╝r die Bilder und gro├čen Respekt f├╝r das Kunstwerk!

zul. bearbeitet 2016-08-20 04:45:48

Zeitgem├Ą├če Rosen und solche, die kein Mensch mehr braucht

14.09.2010, Kategorie: Kultur

Opas Rosenbeet brauchte viel Chemie und Geschnippel. Seit keiner das mehr so ordentlich wie einst Opa macht, sind aus den edlen Rosen traurige Gestalten mit nackten Beinen und ├╝bergewichtigen Bl├╝tenk├Âpfen geworden. [weiter]

Eine Lanze f├╝r die Herbstpflanzung

14.09.2010, Kategorie: Kultur

Pflanzzeit ist heutzutage immer. Schon seit zwei, drei Jahrzehnten werden die meisten Geh├Âlze n├Ąmlich im Container herangezogen und k├Ânnen dadurch, ohne Wurzeln zu verlieren, transportiert werden. Damit ist die Pflanzzeit nicht mehr auf die Zeit der Winterruhe beschr├Ąnkt. Ein gro├čartiger Fortschritt, der sich aber immer noch nicht ├╝berallhin herumgesprochen hat (anders als etwa das Internet, das in der H├Ąlfte der Zeit tief in jedermanns Leben eingedrungen ist). Verwirrung schafft in letzter Zeit die Baumarkt-Werbung, die den mai als Pflanzzeit verk├╝ndet, was Magazine und Nachmittags-Talkshows hirnlos nachplappern. Da haben ein paar g├Ąrtnerisch ahnungslose Marketing-Strategen in ganzj├Ąhrig klimatisierten B├╝ros mal einfach eben die Jahreszeiten umdefiniert, um den Profit zu steigern: F├╝r Pflanzen ist nur im April-Mai Platz auf deren teuren Fl├Ąchen, da m├╝ssen die voll "drehen", danach kommen n├Ąmlich die Gartenm├Âbel und das Grillger├Ąt bis August, und ab September dr├Ąngen bereits wieder die Lichterketten. Der Mai ist die richtige Pflanzzeit f├╝r die Einjahrsblumen, die erst nach den Fr├Âsten des Fr├╝hjahrs raus d├╝rfen, das stimmt, mehr ist am Mai aber auch nicht dran. Zwischen frostempfindlichen Einjahresblumen, die der Beet- und Balkonpflanzeng├Ąrtner unter Glas heranzieht, und den winterharten Gehlzen und Stauden liegen ja Welten, was die Jahreszeiten angeht. Werbestrategen ist so etwas freilich egal, sie verdummen anstandslos das Publikum, damit es ihren Umsatzzielen dient. F├╝r Geh├Âlze und Stauden ist und bleibt der Herbst und Winter die klassische Pflanzzeit, auch wenn es dank Containerkultur nicht mehr die einzige ist! Sie k├Ânnen in der feuchten Zeit anwachsen, bevor sie in der warmen Zeit austreiben m├╝ssen, das ist genial. In der W├Ąrme des Fr├╝hherbstes, wenn er feucht genug ist, geht das Anwachsen nat├╝rlich leichter und schneller als in der Winterk├Ąlte, aber der Boden bleibt viel l├Ąnger warm und Wurzeln frieren viel weniger als sich schlotternde Gartenbesitzer gemeinhin vorstellen. Durch die moderne Kultur im Topf k├Ânnen Sie ihre Rosen freilich das ganze Jahr pflanzen, wann immer Sie gerade Zeit und Lust haben, am besten jedoch immer so fr├╝h wie m├Âglich. Die n├Âtigen Handgriffe sind einfach und leicht erkl├Ąrt.

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:25:00

Bessere Rosen

16.02.2010, Kategorie: Kultur

Vorbehalte

Es soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben m├Âgen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch st├Ąndigen Kampf gegen Sch├Ądlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Stre├č des Arbeitsalltags? Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Bl├Ątter vom Boden aufzulesen habe, m├╝├čte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Bl├Ątter gesund h├Ąlt, den Preis w├╝rde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gr├╝nden, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternru├čtau, Mehltau und Rosenrost behaupten k├Ânnen.

Moderne Rosen

armselige Rose vor Wacholder In den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgeh├Âlze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten gro├če gef├╝llte Bl├╝ten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und ├Âfter zu bl├╝hen. Nostalgie galt als l├Ącherlich. Alte Gem├Ąuer ri├č man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den G├Ąrten die Jahrzehnte ├╝berdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, sch├Ątzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Bl├╝ten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht. Die "modernen" Rosen von damals ├╝berleben nur, solange sie unerm├╝dlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgeh├Âlze sie in den Schatten dr├Ąngten). Wo j├╝ngere Leute mit Skepsis gegen├╝ber Chemie im Garten die G├Ąrten von der ├Ąlteren Generation ├╝bernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.

Zwei Sichtweisen

Als dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister. N├╝chtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsg├Ąrtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichbl├╝henden und pflegeleichten Rosenz├╝chtungen, allen voran Noacks 'Heidetraum'. Nun konnten sie wieder gro├če Rosenbeete anlegen, Farbe in St├Ądte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die "Bodendeckerrosen" entwickelten im Nu dichte Bl├╝tenmeere, die das Unkraut unterdr├╝ckten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen. Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mi├čtrauende Menschen beargw├Âhnten solche herrlichen Beete, fanden die Bl├╝ten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermi├čten Duft ... Je mehr die G├Ąrtner Stadt und Land mit gro├čz├╝gigen Rosenbeeten zum Bl├╝hen brachten, desto ver├Ąchtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses "├Âffentliche Gr├╝n" herab. Jetzt, wo es immer mehr bl├╝hende Fl├Ąchen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Bl├╝ten, voll gef├╝llt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Gro├čmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Ungl├╝cklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen ├Ąlteren Bodendeckersorten als mit guten Neuz├╝chtungen. Die Massen von "The Fairy", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Bl├╝tchen in blassem Rosa, haben dem Wort "Bodendeckerrosen" den Klang des Sch├Ąbigen angeh├Ąngt. J├Ąhrlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Z├╝chter lieferten gen├╝gend Stoff f├╝r Sehns├╝chte, verhinderten, da├č man einfach die wirklich alten Rosensch├Ątze gehoben h├Ątte bzw. sorgten daf├╝r, da├č das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen h├Ąngte man erfolgreich den Makel an, "nur einmal" zu bl├╝hen, obwohl das ja gar kein Makel sein mu├č. F├╝r den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich best├Ątigen: als wir anfingen, Portr├Ąts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne M├╝he im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz sch├Ân schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme f├╝r reale Vorz├╝ge wie "einfach und sch├Ân". Die W├Ârter "gesund" und "pflegeleicht" wurden dadurch unbrauchbar, da├č man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen h├Ârt, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.

Eigene Erfahrungen

Wer trotzdem eine "gesunde" und "pflegeleichte" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren pr├Ąchtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Bl├╝te wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Bl├╝te versprochen hatte? Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht ├╝berall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer gro├čen, extravaganten Bl├╝te fand und findet noch immer schnell einen K├Ąufer. Ich habe aber das ungute Gef├╝hl, da├č das ├Âfters allzuschnell ging und nicht jedes R├Âschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht h├Ątte, um etwas zu werden. Diese Gro├čkopfigen brauchen ja nicht nur tats├Ąchlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so "aus dem Bauch heraus", ohne ├╝ber ihre Anspr├╝che nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon entt├Ąuscht ist und nicht wiederkommt, l├Ąuft mein Gesch├Ąft r├╝ckw├Ąrts; von mir aus m├╝├čte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.

Meine Rosen-Philosophie

Die gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren pr├Ągnanter: rosenwelten bietet dem N├╝chternen noch mehr "Bl├╝tenmeere" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die "Naturnahen" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht entt├Ąuschen k├Ânnen. Im Kapitel "Rosenwelten im Garten" m├Âchte ich Ihnen k├╝nftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer sch├Âner wird. Was blo├č "Gro├če Bl├╝ten" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschr├Ąnken. Die "Bl├╝tenmeere" sind die Zuverl├Ąssigen und Anspruchslosen. Ihr Bl├╝tenreichtum und das Durchbl├╝hen bis zum Herbst unterscheidet sie von den "Naturnahen". Sie bringen also viel Farbe und Fr├Âhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen k├Ânnen sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zus├Ątzliche Zier, harmonierend zu den Bl├╝ten. Man kann sie auf traditionelle Art in gr├Â├čeren Fl├Ąchen pflanzen oder einzeln in K├╝beln und K├Ąsten auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gr├Ąsern, Stauden und anderen Str├Ąuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Da├č diese Rosen nur f├╝rs "├ľffentliche Gr├╝n" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen f├╝r alle, denen Opas m├╝hsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche h├Ątten. Die "Naturnahen" sind ebenso robust und ebensowenig auf st├Ąndige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Bl├╝ten wegen. Manche bl├╝hen immer wieder bis zum Herbst, manche "einmalig" im Fr├╝hsommer in ├╝berw├Ąltigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch l├Ąngere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auff├Ąlligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gef├Ąlliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Fr├╝hjahr sprie├čt bei einigen neongr├╝n das junge Laub, das alle m├Âglichen Formen, Farbnuancen und Oberfl├Ąchen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gr├Ąsern, Bl├╝tenstauden, anderen Str├Ąuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken ├╝berhaupt nicht fremd oder arrogant. A propos Clematis: Die mit den gro├čen Bl├╝ten ├╝ber langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es ├╝berall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer ├╝ber bl├╝hen (ideal also zu einmalbl├╝henden Kletterrosen!), ├╝ppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die S├╝dw├Ąnde vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fu├č von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...

Das Besondere an meinem Angebot

Die Gro├čm├Ąrkte quellen ├╝ber von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung l├Ą├čt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel f├╝r Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre l├Ąnger durchkommt, ist man stolz auf den g├╝nstigen Kauf und vergi├čt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine R├╝cksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten ("Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99"), oder sind l├Ąngst ├╝berholt, weil die Lizenzgeb├╝hr auch noch eingespart werden sollte. Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. W├╝rde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, da├č man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen m├Âchte? Wertvolle Neuz├╝chtungen und zu Unrecht vergessene Sch├Ątze mu├č man inzwischen leider m├╝hsam suchen. Es wird Zeit, die Abw├Ąrtsspirale von immer billiger und minderwertiger zu durchbrechen. rosenwelten macht es Ihnen in Wiesbaden und Rhein-Main wieder ganz leicht, wirklich gute Sorten in Ihren Garten zu pflanzen.

zul. bearbeitet 2016-08-23 21:20:12

"Teure" Rosen?

10.01.2009, Kategorie: Kultur

Nachdem ich ├╝ber Weihnachten in Ruhe ├╝ber Rosensorten nachgedacht und meine Website runderneuert hatte, war ich nat├╝rlich neugierig, wie meine Darstellung beim Publikum ank├Ąme und was sich im neuen Jahr wohl noch an Kauflust entwickeln k├Ânnte, nachdem einerseits die Wirtschaftskrise und Zukunftsangst alles ├╝berschattet, andererseits von einem lebhaften Weihnachtsgesch├Ąft zu h├Âren war.

Ich beteiligte mich also nichtsahnend mit einigen der ruhigen Gedanken an einer Diskussion im Rosenforum auf planten.de. Recht heftige Reaktionen lassen mich f├╝r die Zukunft vorsichtiger sein mit ungeschminkten Meinungs├Ąu├čerungen. Offenbar glauben einem manche kein Wort und trauen einem das alles zu, sobald sie rauskriegen, da├č man von seiner G├Ąrtnerei zu leben versucht.

Hoffentlich trifft das auf die Besucher von rosenwelten.de nicht zu, sonst h├Ątte ich keine eigene Website schreiben brauchen, dann h├Ątte ein 08/15-Shop mit irgendwelchen Bildchen und Spr├╝chen zu allen Sorten auch gereicht.

Aus anderen Beitr├Ągen in dem besagten Thread habe ich aber eine Menge zur sozialen Funktion von Rosen und Roseng├Ąrten in der Vergangenheit gelernt, z.B. aus #53 und #62.

zul. bearbeitet 2009-02-06 15:33:45

Ruhige und gr├╝ndliche Wintergedanken ├╝ber Rosensorten

27.12.2008, Kategorie: Kultur

Vorbehalte

Es soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben m├Âgen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch st├Ąndigen Kampf gegen Sch├Ądlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Stre├č des Arbeitsalltags? Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Bl├Ątter vom Boden aufzulesen habe, m├╝├čte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Bl├Ątter gesund h├Ąlt, den Preis w├╝rde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gr├╝nden, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternru├čtau, Mehltau und Rosenrost behaupten k├Ânnen.

Moderne Rosen

In den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgeh├Âlze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten gro├če gef├╝llte Bl├╝ten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und ├Âfter zu bl├╝hen. Nostalgie galt als l├Ącherlich. Alte Gem├Ąuer ri├č man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den G├Ąrten die Jahrzehnte ├╝berdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, sch├Ątzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Bl├╝ten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht. Die "modernen" Rosen von damals ├╝berleben nur, solange sie unerm├╝dlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgeh├Âlze sie in den Schatten dr├Ąngten). Wo j├╝ngere Leute mit Skepsis gegen├╝ber Chemie im Garten die G├Ąrten von der ├Ąlteren Generation ├╝bernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.

Zwei Sichtweisen

Als dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister. N├╝chtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsg├Ąrtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichbl├╝henden und pflegeleichten Rosenz├╝chtungen, allen voran Noacks 'Heidetraum'. Nun konnten sie wieder gro├če Rosenbeete anlegen, Farbe in St├Ądte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die "Bodendeckerrosen" entwickelten im Nu dichte Bl├╝tenmeere, die das Unkraut unterdr├╝ckten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen. Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mi├čtrauende Menschen beargw├Âhnten solche herrlichen Beete, fanden die Bl├╝ten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermi├čten Duft ... Je mehr die G├Ąrtner Stadt und Land mit gro├čz├╝gigen Rosenbeeten zum Bl├╝hen brachten, desto ver├Ąchtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses "├Âffentliche Gr├╝n" herab. Jetzt, wo es immer mehr bl├╝hende Fl├Ąchen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Bl├╝ten, voll gef├╝llt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Gro├čmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Ungl├╝cklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen ├Ąlteren Bodendeckersorten als mit guten Neuz├╝chtungen. Die Massen von "The Fairy", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Bl├╝tchen in blassem Rosa, haben dem Wort "Bodendeckerrosen" den Klang des Sch├Ąbigen angeh├Ąngt. J├Ąhrlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Z├╝chter lieferten gen├╝gend Stoff f├╝r Sehns├╝chte, verhinderten, da├č man einfach die wirklich alten Rosensch├Ątze gehoben h├Ątte bzw. sorgten daf├╝r, da├č das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen h├Ąngte man erfolgreich den Makel an, "nur einmal" zu bl├╝hen, obwohl das ja gar kein Makel sein mu├č. F├╝r den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich best├Ątigen: als wir anfingen, Portr├Ąts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne M├╝he im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz sch├Ân schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme f├╝r reale Vorz├╝ge wie "einfach und sch├Ân". Die W├Ârter "gesund" und "pflegeleicht" wurden dadurch unbrauchbar, da├č man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen h├Ârt, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.

Eigene Erfahrungen

Wer trotzdem eine "gesunde" und "pflegeleichte" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren pr├Ąchtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Bl├╝te wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Bl├╝te versprochen hatte? Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht ├╝berall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer gro├čen, extravaganten Bl├╝te fand und findet noch immer schnell einen K├Ąufer. Ich habe aber das ungute Gef├╝hl, da├č das ├Âfters allzuschnell ging und nicht jedes R├Âschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht h├Ątte, um etwas zu werden. Diese Gro├čkopfigen brauchen ja nicht nur tats├Ąchlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so "aus dem Bauch heraus", ohne ├╝ber ihre Anspr├╝che nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon entt├Ąuscht ist und nicht wiederkommt, l├Ąuft mein Gesch├Ąft r├╝ckw├Ąrts; von mir aus m├╝├čte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.

Meine Rosen-Philosophie

Die gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren pr├Ągnanter: rosenwelten bietet dem N├╝chternen noch mehr "Bl├╝tenmeere" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die "Naturnahen" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht entt├Ąuschen k├Ânnen. Im Kapitel "Rosenwelten im Garten" m├Âchte ich Ihnen k├╝nftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer sch├Âner wird. Was blo├č "Gro├če Bl├╝ten" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschr├Ąnken. Die "Bl├╝tenmeere" sind die Zuverl├Ąssigen und Anspruchslosen. Ihr Bl├╝tenreichtum und das Durchbl├╝hen bis zum Herbst unterscheidet sie von den "Naturnahen". Sie bringen also viel Farbe und Fr├Âhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen k├Ânnen sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zus├Ątzliche Zier, harmonierend zu den Bl├╝ten. Man kann sie auf traditionelle Art in gr├Â├čeren Fl├Ąchen pflanzen oder einzeln in K├╝beln und K├Ąsten auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gr├Ąsern, Stauden und anderen Str├Ąuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Da├č diese Rosen nur f├╝rs "├ľffentliche Gr├╝n" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen f├╝r alle, denen Opas m├╝hsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche h├Ątten. Die "Naturnahen" sind ebenso robust und ebensowenig auf st├Ąndige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Bl├╝ten wegen. Manche bl├╝hen immer wieder bis zum Herbst, manche "einmalig" im Fr├╝hsommer in ├╝berw├Ąltigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch l├Ąngere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auff├Ąlligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gef├Ąlliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Fr├╝hjahr sprie├čt bei einigen neongr├╝n das junge Laub, das alle m├Âglichen Formen, Farbnuancen und Oberfl├Ąchen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gr├Ąsern, Bl├╝tenstauden, anderen Str├Ąuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken ├╝berhaupt nicht fremd oder arrogant. A propos Clematis: Die mit den gro├čen Bl├╝ten ├╝ber langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es ├╝berall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer ├╝ber bl├╝hen (ideal also zu einmalbl├╝henden Kletterrosen!), ├╝ppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die S├╝dw├Ąnde vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fu├č von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...

Das Besondere an meinem Angebot

Die Gro├čm├Ąrkte quellen ├╝ber von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung l├Ą├čt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel f├╝r Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre l├Ąnger durchkommt, ist man stolz auf den g├╝nstigen Kauf und vergi├čt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine R├╝cksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten ("Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99"), oder sind l├Ąngst ├╝berholt, weil die Lizenzgeb├╝hr auch noch eingespart werden sollte. Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. W├╝rde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, da├č man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen m├Âchte? Wertvolle Neuz├╝chtungen und zu Unrecht vergessene Sch├Ątze mu├č man inzwischen leider m├╝hsam suchen.

zul. bearbeitet 2016-12-22 23:47:53

Roseng├Ąrten auch f├╝r Wintermonate

01.12.2008, Kategorie: Kultur

Wie sieht Ihr Rosengarten z.B. jetzt im Winter aus? Leer und ausger├Ąumt? Dann fehlen Ihnen noch Rosen mit Jahreszeiten! Bei uns im Garten leuchten immer noch die bunten Bl├Ątter von 'Honorine de Brabant'. 'Seagull' am Haus und andere h├Ąngen noch voll leuchtend roter Hagebutten. Viele Rosen behalten ihr gr├╝nes Laub auch im Winter. Und wie elegante Gr├Ąser jedes Bild noch beschwingter wirken lasen, auch das sehen Sie jetzt noch in unserem Verkaufsgarten. Lassen Sie sich inspirieren zu neuen Ideen!

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:48:18

Ungef├╝llte Rose gewinnt hohe Auszeichnung

01.09.2007, Kategorie: Kultur

Die Rose 'Fortuna' hat 2007 zwei der international renommiertesten Preise f├╝r neue Rosenz├╝chtungen gewonnen, die Goldene Rose von Den Haag und zus├Ątzlich die Goldmedaille als beste Beetrose. Obwohl sie gerade mal 5 Bl├╝tenbl├Ątter aufzuweisen hat, also keine Spur gef├╝llt! Fortuna, Bilder und Beschreibung eine Lobeshymne auf ungef├╝llte und andere unkonventionelle Rosen (Linkziel nicht mehr online)

zul. bearbeitet 2016-08-22 15:48:02

Firmenlogo

Bernhard Höpfner, rosenwelten, Wiesbaden, Erich-Ollenhauer-Straße 116 · Mo–Sa (Mrz—Okt), 9–12+15–18+n.Vereinb. · Tel. (0611) 84 62 58 · post at rosenwelten.de

Datenschutz | Impressum | 29.8.2021. | HTML4.01strict CSS3 JS-frei | Spamgift | webmaster at rosenwelten.deWenn Sie Fehler bemerken, bin ich für einen Hinweis dankbar.